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Dienstag, 27 Oktober 2015 03:16

Das Revolutionsoberhaupt zu den iranischen Hadsch-Veranstaltern nach der Tragödie von Mina

Das Revolutionsoberhaupt zu den iranischen Hadsch-Veranstaltern nach der Tragödie von Mina
   Am 19. Oktober 2015 suchten die iranischen Hadsch-Veranstalter Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei auf. Die Hadschtage 2015 haben traurige Erinnerungen für die Muslime hinterlassen.

Es sind die bislang verlustreichsten Hadsch-Zeremonien in der Geschichte geworden. Fast 8 Tausend Muslime verloren im Pilgergewand ihr Leben. Über 460 von ihnen kamen aus dem Iran.

Ajatollah Khamenei hatte schon vor diesem Treffen vor einer seiner Vorlesungen gesagt: „Es haben (am Opferfest in Mena) zahlreiche  Gäste Gottes, des Allerbarmers, Gläubige aus vielen Ländern, die Gott zuliebe ihre Heimat verlassen haben, ihr Leben verloren und dies hat einen großen Kummer in der Islamischen Welt ausgelöst und das Fest der Muslime zu einem traurigen Anlass gemacht.“

 

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei sagte, dass das ausgesprochen bittere und unerwartete Ereignis von Mina eine Prüfung Gottes sei. Zugleich kritisierte er das Schweigen insbesondere im Westen gegenüber dieser Tragödie und unterstrich, dieser Vorfall dürfe auf keinen Fall vergessen werden. Es sei Aufgabe der  außenpolitischen Verantwortlichen und der Leitung der Hadsch-Organisation, konsequent die Angelegenheit weiterzuverfolgen.

Ajatollah Khamenei, wertes Oberhaupt der Islamischen Revolution, hob in seinen Ausführungen die Verantwortung des Gastgeberlandes hinsichtlich des Todes von mehreren Tausend Muslimen hervor und fuhr: „Nach diesem Unglück hätte die Islamische Welt einstimmig protestieren müssen, aber leider war keine Stimme außer der der Islamischen Republik Iran zu hören. Sogar seitens  Staaten, unter deren Pilger Todesopfer zu verzeichnen waren, erfolgte kein beachtenswerter  Protest   zu dieser Tragödie.“

Seyed Hasan Nasrollah, der Generalsekretär der libanesischen Hisbollah hat kurzem vor Beginn des Trauermonates Muharram bei seinem jährlichen Treffen mit Predigern und Elegiensängern über die Tragödie in Mina gesagt:  „Wenn aus Iran kein Ruf erschallt wäre, wäre dieses Unglück vertuscht worden. Sie hätten die Toten, ohne Aufsehen zu erregen, begraben, und wen immer sie wollten ins Gefängnis einsperren können.

Es ist zu sagen, dass mehr als 12 Länder darunter Iran, Algerien, Marokko, Pakistan, Ägypten, Senegal, Indonesien,  Türkei, Indien und Somalia  bei diesem bedauerlichen Vorfall Pilger verloren haben. Aber außer Iran hat kein einziges Land eine geeignete Reaktion gezeigt.

                           

Die saudi-arabische Regierung muss sich im Zusammenhang mit dem Unglück in Mina und dessen Ausmaße  mindestens den Vorwurf der Inkompetenz und des Missmanagements gefallen lassen. Die Tragödie hat jedoch deshalb ein derartiges Ausmaß angenommen, weil die Saudis die Hilfeleistungen an die Verletzten verhinderten. Sie ließen auch nicht die Rettungsteams anderer Länder rechtzeitig an den Unfallort heran.

Außerdem hat Saudi Arabien Versäumnisse bei der Aufbewahrung, der Identifizierung und der Überlieferung der Leichen in ihre Heimatländer begangen und dies hat Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei gezwungen dem saudischen Regime offen kundzutun, dass es mit der Selbstbeherrschung Irans vorbei ist und Iran strenge Reaktionen zeigen könnte.   Nach diesen Äußerungen änderte die saudische Regierung deutlich ihr Verhalten und die Behörden dieses Landes begannen mit Iran beim Krankentransport der Verletzten und der Überführung der Leichen der gestorbenen Pilger in ihre Heimat zusammenzuarbeiten.

Ajatollah Khamenei bezeichnete es als eine wichtige Aufgabe der Verantwortlichen Irans, vornehmlich im Auslandsdienst, die Angelegenheit zu verfolgen und in Gesprächen mit Regierungen die Wichtigkeit der Sache nahezubringen und Wege zur Vermeidung eines ähnlichen Falles zu finden. Er erklärte weiter: „Es hat den Anschein, dass diese Tragödie auf Versäumnisse des Gastgeberstaates zurückgeht. Jedenfalls handelt es sich nicht um ein politisches Problem, sondern es geht um mehrere Tausend Muslime, die während der gottesdienstlichen Handlungen der Hadsch-Zeremonie  im Pilgergewand ihr Leben verloren haben,  und dies ist eine Sache, die ernsthaft untersucht werden muss.“

Der Prophet des Islams hat gesagt: „Die Pilger die den großen und kleinen Hadsch vollziehen, sind Gottes Gäste. Gott hat sie eingeladen, und sie sind der Einladung gefolgt. Sie haben Gott um etwas gebeten, und er hat es ihnen verliehen.“

Er hat auch gesagt: „Die Kaaba wurde Bait al Atiq  - das alte Haus - genannt, weil dieses Haus  im Besitz von niemanden ist und keiner in seinen Besitz gelangte oder gelangen wird.“

Das saudische Regime ist also gegenüber den Muslimen verantwortlich und muss der Islamischen Welt gegenüber Rechenschaft ablegen.

 

Ajatollah Khamenei  sagte über das  absolute Schweigen der westlichen Menschenrechtsorganisationen und Regierungen: „Die verlogenen, heuchlerischen Menschenrechtsorganisationen und ebenso die westlichen Regierungen, die manchmal für den Tod nur einer Person  ein großes Spektakel auf der Welt in Gang setzen, haben im Zusammenhang mit diesem Vorfall (in Mekka) zugunsten ihres Bündnisstaates   geschwiegen.“ 

Er sagte weiter: „Diese Verfechter der Menschenrechte hätten, wenn sie aufrichtig gewesen wären, eine Stellungnahme, Wiedergutmachung und Garantien für eine Nichtwiederholung eines solchen Vorfalls sowie eine Bestrafung ihrer Urheber fordern müssen.“

Ajatollah Khamenei bezeichnete es als Pflicht der Hadsch-Organisation, dass sie diese Forderungen weiterverfolgt. Es sei zu verhindern, dass der Vorfall vergessen wird und es sollte Jahr für Jahr auf internationalen Versammlungen daran erinnert werden. 

Der Hadsch ist das eindrucksvollste und größte gottesdienstliche Ereignis und weist verschiedene Aspekte aus  wie sie kein anderer Akt des Gott-Dienens in sich auf diese Weise vereint.  Es gibt zahlreiche Überlieferungen vom Propheten und den Makellosen aus seinem Hause über die Bedeutung des Hadsches. Imam Ali (gegrüßet sei er) hat gesagt: „Was das Haus eures Herrn betrifft, so gebt acht,  es niemals leer zu lassen, solange ihr seid.  Denn wenn der Hadsch nicht mehr stattfindet, wird Gottes Segen von euch genommen.“

Die Geschichte hat gezeigt, dass die Hadsch-Zeit eine sehr günstige einmalige Gelegenheit für die Stärkung der reichen islamischen Kultur unter den Muslimen ist und ihren Glauben und Willen festigt. Außerdem geraten die Feinde des Islams jedes Jahr beim Anblick der großen geschlossenen Hadsch-Versammlung der Muslime  in Furcht und Resignation.  Zudem werden manche Nicht-Muslime, die dem Islam nicht feindlich gegenüber stehen,  angesichts dieser großen Versammlung von Menschen in Mekka zum Nachdenken angeregt und wird ihr Interesse für den Islam  geweckt.  

Die geehrte Tochter des Propheten Hadhrate Fatima Zahra (gegrüßet sei sie)  hat gesagt, dass der Hadsch der Religion Größe verleiht und sie festigt. 

 

Wegen dieser Aspekte des Hadsches ist er  immer ein Dorn im Auge der Islamfeinde und sie wollen dem Hadsch schaden, um den Muslimen zu schaden.

Es ist also  notwendig die eigentlichen Ursachen der Tragödie in Mina aufzuklären  und sicherzustellen, dass ähnliches  nicht wieder vorkommt. 

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