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Freitag, 13 März 2015 05:59

Das Revolutionsoberhaupt zum Thema: Widerstandsfähige Wirtschaft als Grundstrategie gegenüber Sanktionen

 Das Revolutionsoberhaupt zum Thema: Widerstandsfähige Wirtschaft als Grundstrategie gegenüber Sanktionen
 Sanktionen können als ungerechte Maßnahmen von mächtigen Ländern gegen andere Staaten aufgefasst werden. Die arroganten herrischen Regierungen des Westens können mit ihren Möglichkeiten Sanktionen verhängen, um Druck auf Entwicklungsländer auszuüben und ihnen zu schaden. Auf diese Weise wollen sie diese Länder gefügig machen. Dieses unmenschliche Vorgehen gegen andere Völker ist eine Realität, die die Islamische Republik Iran seit dem Sieg ihrer Revolution erlebt hat.

Nach dem Sieg der Islamischen Revolution im Jahre 1979 begann eine  Welle von politischen und wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran seitens der arroganten US-Regierung und ihrer Verbündeten. Sie hofften dadurch die Bevölkerung dazu zwingen, dass sie von den hohen Zielen der Revolution ablässt.

 

In dieser Absicht setzten sie auch einen ungerechten Krieg in  Gang und unterstützten den Kriegsbeginner Saddam. Die iranische Bevölkerung verteidigte tapfer 8 Jahre lang ihre Heimat und gab den westlichen Machtinhabern zu verstehen, dass sie gegenüber Maßlosigkeit Widerstand leistet und ihre Ideale verteidigt.

 

Nach Kriegsende kam es im Iran zu einer revolutionären Bewegung  auf dem Gebiet der Wissenschaft und der Ansporn Imam Chomeinis und danach Ajatollah Khameneis  rief einen besonderen Eifer. Nach 36 Jahren können die Iraner heute wichtige Errungenschaften auf dem Gebiet der radioaktiven Arzneimittel, Genetik, Nuklearenergie und weiteren modernen Technologien insbesondere auch in der Verteidigungsindustrie vorweisen. Allerdings ist dies den Feinden der Islamischen Revolution ein Dorn im Auge und deshalb haben die westlichen Mächte in den vergangenen Jahren  in die Angstmache vor dem Iran und vor dem Islam investiert und zugleich ihre unfairen Sanktionen gegen die iranische Bevölkerung gesteigert.

Ajatollah Khamenei hat in  dieser Situation eine Lösung vorgeschlagen und zwar das Konzept von der Wirtschaft des Widerstandes d.h. eine widerstandsfähigen Wirtschaft. Er hat alle Verantwortungsträger und die Nation aufgefordert, ein solches Wirtschaftsmodell anzustreben. Über das Ziel der Sanktionen hat er  gesagt:

„Jeder der die Angelegenheiten verfolgt hat, konnte erkennen, dass der Feind wirtschaftlich Druck auf das Land ausüben will. Es war klar und an den Plänen abzulesen, dass  sie unsere Wirtschaft ins Visier genommen haben. Die Wirtschaft unseres Landes war für sie ein wichtiger Punkt. Der Feind möchte dem nationalen Wachstum  und der Beschäftigungslage schaden, und dadurch das nationale Wohl verhindern und gefährden. Er möchte, dass die Bevölkerung in Schwierigkeiten gerät, enttäuscht wird und sich von der Islamischen Staatsordnung abwendet. Das ist das Ziel, welches der Feind mit dem wirtschaftlichen Druck verfolgt.“

 

Aus der Sicht des Revolutionsoberhauptes  lassen sich die Sanktionen durch eine widerstandsfähige Wirtschaft umgehen. Eine solche Wirtschaft bedeutet: nicht tatenlos gegenüber den Sanktionen bleiben und auf eigenen Beinen stehen. Er sagt: „Die widerstandsfähige Wirtschaft bedeutet dass wir  den wirtschaftlichen Grundstock des Landes auf eine Weise organisieren und regeln, dass die internationalen Schwankungen keine Wirkung mehr auf die Wirtschaft  haben… Wenn das Land eine widerstandsfähige Wirtschaft besitzt, dann kann sich keine dieser internationalen Schwankungen  negativ auf das Leben der Bevölkerung auswirken!“

 

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei hat vor zwei Jahren den Regierungsorganen die Strategien für eine Widerstandswirtschaft mitgeteilt. Das Grundprinzip dieser Strategie besteht darin, sich auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Volkes zu stützen und die Wirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Volkswirtschaft zu machen. Ajatollah Khamenei hat daher die Verantwortungsträger aufgefordert sich gegenüber der Herstellung einer widerstandsfähigen Wirtschaft verpflichtet zu fühlen und sich intensiv dafür einzusetzen.

Ajatollah Khamenei hat die wichtigen Eckpfeiler einer Widerstandswirtschaft vorgestellt. Einer dieser Eckpfeiler  besteht darin, den Privatsektor zu fördern und Bankkredite für  private Unternehmen bereitzustellen.   Dabei betont er allerdings auch, dass die Regierung und insbesondere der Justizapparat, Wirtschaftsverbrechern das Handwerk legen müssen, damit sie der Volkswirtschaft nicht mehr schaden können.

Als weiteren wichtigen Eckpfeiler für die Widerstandswirtschaft nannte das Revolutionsoberhaupt die Unterstützung der Inlandsproduktion. Er rief die Verantwortungsträger auf, auch kleinere  und mittlere Betriebe zu aktivieren. Das sei sehr wichtig, weil sie unmittelbar auf den Lebensstandard der Bevölkerung Einfluss nehmen.

   

Nach Ansicht des Revolutionsführers spielt es auch eine große Rolle für das Wirtschaftswachstum, auf die Ressourcen für Auslandsdevisen  und auf Devisenvorräte zu achten. Die Ressourcen im Inland und die nationalen Schätze und Kapitalien sind  schicksalsbedeutend für die Wirtschaft. Ein Land ist auf Importe angewiesen wird, falls sie zu Ende gehen.  Daher bezeichnet Ajatollah Khameneis es als einen weiteren Eckpfeiler der Widerstandswirtschaft, dass die Ressourcen  richtig genutzt werden und ihre Nutzung richtig verwaltet wird.  Er empfiehlt  der Regierung und den Medien, kulturell in diese Richtung zu wirken und sagt: In der Tat trägt die Rundfunk- und Fernsehanstalt hierbei die größte Verantwortung aber auch andere Einrichtungen haben hierbei ihre Pflichten zu erfüllen …. Die Regierung  sollte nach meiner Meinung in der Praxis den Anfang damit machen …. Der Staat ist selber ein riesiger Verbraucher. Vom Benzinverbrauch bis zu allen möglichen Dingen. Ihr solltet wirklich beim Verbrauch sparen. Sparen ist eine wichtige Angelegenheit.“  

 

Ajatollah Khamenei bezeichnet den richtigen Verbrauch in der aktuellen Situation  sogar als eine Form des Dschihads (des Mühens in Gottes Sache)  und forderte die staatlichen und nicht staatlichen Einrichtungen und alle Bürger auf, diesen Punkt zu beachten. Er sagte: „Heute ist der Verzicht auf Verschwendung  und ein ausgewogener Konsum, zweifelsohne eine Art Dschihad gegenüber dem Feind. Vermutlich wird es wie der Dschihad belohnt.“

 

Das Streben nach einem Verbrauch der Inlandsprodukte stützt ebenso die  Wirtschaft des Widerstandes sein. Wenn die Inlandsprodukte konsumiert werden, bleibt das Geld im Inland und außerdem sind die Arbeiter  und Angestellten in den Fabriken vor dem Verlust ihrer Arbeitsstellen sicher.  Deshalb empfiehlt Ajatollah Khamenei in diesem Zusammenhang der Regierung, dass staatliche Behörden keinerlei ausländische Ware verbrauchen sollen und fordert auch die Bürger auf, die  Inlandsprodukte den bekannten ausländischen Markenprodukten vorzuziehen. 

   

Das Revolutionsoberhaupt strebt also einen Iran an, dessen Wirtschaft unabhängig ist und dessen Importbedarf ein Minimum erreicht; einen Iran, dessen Ausfuhr weit über seinen Einfuhren liegt  und in dem die Menschen in relativem Wohlstand leben und Beschäftigung haben.  Er bedauert die Abhängigkeit der Wirtschaft vom Rohölverkauf und fordert, dass der Staatshaushalt nicht mehr vom Öl abhängig bleibt.

Die Reduzierung der Abhängigkeit vom Öl ist in den Augen des Revolutionsoberhauptes eine Voraussetzung für eine Widerstandsfähige Wirtschaft. Ajatollah Khamenei  sagt: „Diese Abhängigkeit vom Ölverkauf ist unser übles hundertjähriges Erbe. Wenn wir die Gelegenheit, die sich heute ergeben hat, nutzen können, und uns anstrengen, das Öl durch Einkommen erzeugende  wirtschaftliche Tätigkeiten zu ersetzen, haben wir den größten und wichtigsten Schritt in der Wirtschaft getan. Heute ist  die Wissen produzierenden Industrie eine Möglichkeit,  dieses Vakuum zum großen Teil auszufüllen. Es gibt vielerlei Kapazitäten im Lande, die diesen Leerraum wettmachen können. Wir sollten uns diesbezüglich anstrengen und danach streben, so weit wie möglich unsere Abhängigkeit zu reduzieren.“ 

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