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Freitag, 20 Februar 2015 18:41

Appell zum Nachdenken (1)

Appell zum Nachdenken (1)
Nach Eskalation der Islamfeindschaft im Westen und den  Schmähungen gegen den Propheten (s) hat Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei die jungen Menschen im Westen zum freien Nachdenken und Nachforschen über den Islam eingeladen.

Seine Botschaft war sehr sachlich und so wichtig dass viele Medien und Nachrichtenagenturen in Ost und West , ob Befürworter oder Gegner, Teile oder die ganze Botschaft veröffentlichten und mit Wörtern wie gerecht und väterlich beschrieben.

 

Ajatollah Khamenei hat in diesem Brief erklärt, dass das Verlangen nach der Wahrheit  in den jungen Menschen lebendiger als in den anderen Altersgruppen ist. Er lud sie ein, sich anhand der Quellen aus erster Hand wie Koran und die Lehren des Propheten über den Islam zu informieren und sich nicht mit dem zu begnügen, was die Medien über den Islam und die Muslime verbreiten.

Er sagte: "Meine zweite Bitte ist die, dass ihr gegenüber der Flut von Vorurteilen und Hetzpropaganda, versucht, euch direkt und unmittelbar mit dieser Religion vertraut zu machen. Der gesunde Verstand befiehlt, dass ihr zumindest wisst, wovor ihr flieht und euch fürchtet und von welcher Beschaffenheit es ist. Ich bestehe nicht darauf, dass ihr meine oder irgendeine andere Deutung des Islams akzeptiert. Ich sage nur: Lasst nicht zu, dass euch, ausgehend von böswilligen und schmutzigen Motiven, diese lebendige und die heutige Welt beeinflussende Wahrheit präsentiert wird."

Er fuhr fort: „Dieser bewusst vorausgeplante Konflikt zwischen dem Islam und euch jungen Menschen ist nicht angenehm, aber er kann eurem wissbegierigen und suchenden Geist neue Denkaufgaben geben. Durch Bemühung um eine Antwort auf diese Fragen tut sich vor euch eine wertvolle Gelegenheit zur Entdeckung neuer Wahrheiten auf.“

 

In Wahrheit hat der Revolutionsführer an die wahrheitssuchende Natur der Menschen appelliert. Er möchte, dass die jungen Menschen persönlich nach Wissen streben und keine Vorurteile fällen.

Der große iranische Denker Schahid Motahhari sagt: „Gott hat den Menschen als ein wahrheitssuchendes Wesen erschaffen, d.h. der Mensch möchte die Wahrheiten so begreifen wie sie sind, er möchte die Dinge so wie sie sind kennen und verstehen , und (für ein richtiges Verständnis der Wahrheiten ist es notwendig, dass) der Mensch unparteiisch und unvoreingenommen auf die Wahrheiten blickt…  Manchmal stellt jemand eine Vermutung an, und möchte er, dass die Wahrheit so ist, wie er das gerne möchte, aber das ist Ausgangspunkt für den Irrtum. In den Versen der Sure Nadschm (Sure 53) wird darauf hingewiesen, dass es zum Irrtum führt, wenn der Mensch seine persönlichen Wünsche bei Fällung eines Urteils mitspielen lässt und folglich nicht unvoreingenommen sich mit einer Sache auseinandersetzt.  Wenn der Mensch seine Vorurteilsfreiheit in Bezug auf die Wahrheit bewahrt – was schwierig ist, dann wird Gott ihn lenken. Gott garantiert dafür, dass er  einen solchen Menschen zu Wahrheit lenken wird. (Er spricht im Koran in der Sure Ankabut (….) im Vers 69:

„Und diejenigen, die in Unserer Sache wetteifern - Wir werden sie gewiss auf Unseren Wegen leiten. Wahrlich, Allah ist mit denen, die Gutes tun.“

 

Die Vorstellungen eines jungen Menschen im Westen von der Religion  sind mit bitteren Erinnerungen aus der Vergangenheit über Engstirnigkeit und Abkehr von der Vernunft vermischt.  Die Kirchenväter haben im Mittelalter  das freie Denken bekämpft.  Einen westlichen jungen Menschen mag es daher verwundern, dass ein Religionsführer heute weder zur Religiosität und den Glauben an eine bestimmte Religion, sondern nur zum freien Nachdenken aufruft.

Wahre Muslime und Menschen die den wahren Islam des Propheten Mohammads kennen, wissen, dass der Islam das Denken als Grundlage für ein Bekenntnis zu den Wahrheiten voraussetzt. In vielen Versen des Heiligen Korans wird zum Denken angehalten. In diesem Himmelsbuch werden diejenigen heftig getadelt, die nicht richtig ihren Verstand nutzen  und nicht nachdenken bzw. nachdenken, aber die Wahrheit bekämpfen, nachdem sie Einsicht gewonnen haben.

 

Mehr als 300 Verse im Koran rufen den Menschen zum Nachdenken auf. Gott hat nirgendwo im Koran Seinen Menschengeschöpfen befohlen, dass sie an den Koran oder an eine göttliche Botschaft glauben sollen, ohne zu wissen, an was sie glauben. Er hat niemanden aufgefordert, blind einen Weg zu gehen oder blind jemanden nachzuahmen. Er hat sogar die Gebote und Anweisungen, die er seinen Dienern gibt, begründet. Zum Beispiel sagt er: „Das Gebetsritual hält vom Hässlichen ab! Oder Er  empfiehlt:

 „Verfolge nicht das, wovon du keine Kenntnis hast. Wahrlich, das Ohr und das Auge und das Herz - sie alle sollen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Sure Isra, Sure 17, Vers  36.

 

Keine Lehre hat wie der Islam so sehr seine Anhänger zum Lesen, Sehen und Hören und zum Reisen und Forschen aufgerufen.  In dieser Religion wird das Denken als eine Art Gott-Dienen bezeichnet und sogar als eine der besten Formen des Gott-Dienens. In einem überlieferten Wort des Propheten heisst es, dass das Nachdenken besser ist als 70 Jahre Beten. Imam Ali (a) sagt: „Das Denken des Menschen führt den Menschen zum Guten und zur Durchführung des Guten. Es ist ein Spiegel,  der ihm das Gute und Schlechte seines Tuns zeigt. Weckt euer Herz also durch

Der Islam macht darauf aufmerksam, dass der Verstand nicht frei von Irrtümern ist und möglicherweise aus verschiedenen Gründen daran gehindert wird, die Wahrheit zu finden. Gemäß den Versen des Korans kann der Verstand auf den falschen Weg geführt werden, nämlich wenn er sich statt auf Wissen und Gewissheit auf Vermutungen stützt oder den Wünschen und Verlangen des Egos folgt oder voreilig ist, oder auch an überfälligen Bräuchen festhält bzw. blind der Meinung der Mehrheit folgt.

Ajatollah Khamenei  hat jede Zeile in seinem Brief an die jungen Menschen in den USA und Europa  gestützt auf diese strahlenden Lehren des Korans und des Propheten geschrieben. Er hat die jungen Menschen zum richtigen Denken über ein dringendes aktuelles Thema, nämlich die wahre Identität des Islams, aufgerufen.  Er hat ihnen bewusst gemacht, was sie daran hindern könnte, richtig nachzudenken.

Ajatollah Khamenei  stellte ihnen die Frage, was mit der düsteren, verzerrten Darstellung des Islams beabsichtigt wird und sagte, sie sollten sich wenigsten darüber informieren  was dieser Islam, vor denen ihre Politiker ihnen Angst machen wollen, in Wahrheit ist.

Das Schreiben des Revolutionsoberhauptes ist in mehrere Sprachen übersetzt worden und von Hand zu Hand unter den Wahrheitsliebenden weitergereicht worden. Die  jungen Muslime  haben die virtuellen Netzwerke  und attraktive Mittel benutzt,   um die Botschaft des Revolutionsoberhauptes an andere junge Menschen auf der Welt weiterzureichen und sie haben diese Botschaft auch an den Universitäten und auf der Straße weitervermittelt.  Die Reaktionen waren interessant.

Ein junger Journalist  aus Ohio Amerika, der zu den Teilnehmern der Wallstreet-Bewegung gehört und Mitglied in einer antiimperialistischen Partei ist  hat die Botschaft des Revolutionsoberhauptes über Twitter gelesen.  Caleb Maupin schrieb: „Der Brief des iranischen Oberhauptes hat der jungen westlichen Generation gezeigt, dass er in die westliche Jugend vertraut.“ Er weiter: „Warum sprechen die Lehrer und Universitätsdozenten in den USA nicht  zu den Schülern und Studenten über den Respekt des Islams vor Jesus  (a)? Auch machen die Medien keinerlei Hinweis auf diese Wahrheit … Ich bin sicher: Es gibt sehr viele Dinge im Islam, die uns in Erstaunen versetzen werden und von denen wir nichts ahnen. Ich habe vor, Kenntnis über den Islam zu erwerben und die Wahrheit über diese Religion zu erfahren.“

 

Calep Maupin hat sich mit einem Brief an Ajatollah Khamenei gewandt. Er schreibt: „Ich bin auch  wie Sie über die Tatsache, dass unsere Führer den Hass gegen die Muslime schüren wollen, empört. Ich vertraue nicht den Führern meines Landes, die seit langem List und Verbrechen begehen und  für viele Menschen auf der Welt Not und Leid hervorgerufen haben. Ich möchte genau das tun, was Sie vorgeschlagen haben und über den Islam nachforschen. Ich bin sicher, dass Millionen von jungen Menschen in den USA meine Worte bestätigen werden, nämlich dass wir Frieden und Verständigung wollen. Der Islam und das iranische Volk sind nicht unsere Feinde.“

Der Brief von Ajatollah Khamenei an die westliche Jugend ist wie ein Saatkorn, das seine Zeit braucht um aufzugehen, zu wachsen und zu einem Baum zu werden, der Früchte trägt. Aber bereits jetzt sind gesegnete Anzeichen dafür vorhanden, dass dieser Appell eine Wirkung hatte.  

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