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Dienstag, 03 Februar 2015 10:47

Die Islamische Revolution begründete Reform und neues Denken

Die Islamische Revolution begründete  Reform und neues Denken
Der Sieg der Islamischen Reovlution im Iran hat das Gesicht des Islams aufgefrischt und eine Befreiungsbewegung auf religiöser Basis demonstriert.

Mehrere Jahrhunderte lang und besonders im 20. Jahrhundert  sind  viele Gedanken zur Herstellung einer gerechten bürgerlichen Gesellschaft aufgekommen, von der Theorie des Liberalismus und der Verfechter der Freiheit bis zu der Debatte der sozialistischen Linken, die nach Gerechtigkeit rief.  Inmitten des Geschehens brachte die islamische Revolution im Iran eine neue Lehre auf, in der sie die Themen der modernen Welt wie Demokratie und Herrschaft des Gesetzes aus der Islamischen Lehre erarbeitete.

Vor der Islamischen Revolution im Iran wurde aufgrund der  weltweiten Vorherrschaft des Humanisnus und Materialismus versucht zu suggerieren, dass die Regierungssysteme entweder auf der Liberal- oder der Sozialdemokratie aufbauen sollte und jede neue Revolution sich nur auf den Humanismus und den Materialismus stützen kann und sich unter den Schutz des Ost- oder Westblocks begeben muss.

 

Deshalb glaubten auch viele Theoretiker, dass die Islamische Revolution Iran im Rahmen einer dieser beiden Denkweisen zu analysieren sei. Aber diese Revolution war sowohl hinsichtlich ihrer Begründung und ihres Sieges als auch hinsichtlich ihrer Ziele und ihres Weges etwas anderes.

 

Die Islamische Revolution forderte sowohl das kapitalistische System als auch das atheistische marxistische System heraus. Da sie unabhängig von diesen Systemen war wollte sie  auch keinen Kompromiss mit ihnen schließen.   

 

 Vor dem Sieg der Islamischen Revolution Iran gab es zwei Arten abwegiger Islaminterpretationen.

Es existierte einerseits eine starrsinnige Auffassung vom Islam, wie der Wahhabismus sie präsentiert. Aber auch  bei  Säkularisten in den muslimischen Gesellschaften war ein abwegiges Islambild zu beobachten, denn sie versuchten den Islam auf die liberaldemokratischen Werte des Westens zuzuschneidern und ein scheinbar modernisiertes  Islambild vorzulegen, obwohl ihre Version vom Islam nichts mehr mit den hohen Werten des wahren Islams gemeinsam hatte. Die islamische Revolution hat jedoch den wahren Islam von dieser Patina der Falschinterpretation befreit. Imam Chomeini (Selig sei er) , der Führer  der islamischen Revolution und große islamische Reformer des 20. Jahrhundert stellte den edlen Islam Mohammads als den korrekten Islam vor und gestützt  auf ihn führte er die Revolution zu ihrem Ziel.

Heutiges Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei sagt darüber: In der Islamischen Revolution trat der Islam der Schrift und Tradition (Sunna) anstelle eines Islams des Aberglaubens und der Glaubensabweichung. Der  Islam des   Kampfes und des Märtyrertods für Gott ersetzten einen Islam der Untätigkeit, Gefangenschaft und Schmach.  Der Islam des Gott-Dienens und Nachdenkens verdrängte den Islam der  Vermischung mit anderem  und des Unwissens.  ...Der Islam für Diesseits und Jenseits nahm den Platz eines Islams der Vergötterung des Weltlichen oder des Asketentums ein. Es war der Islam des Wissens und der Erkenntnis der an die Stelle eines  Islams  der Geistesstarre und der Versäumnisse  sowie der Islam der  Religiosität und Politik, der an die  Stelle  eines Islams der Ungezügeltheit und Gleichgültigkeit trat. Auch war es der Islam des Aufbegehrens und der Taten der einen Islam der Trägheit und Resignation ersetzte.  Der Islam, der die Entbehrenden rettet, trat anstelle des Islams  der Spielball für die politischen Mächte war. Kurzum: Der unversehrte edle Islam Mohammads (der Segen Gottes sei auf ihm und seinem Hause und Frieden) nahm den Platz des Islams nach amerikanischem Geschmack ein.“    

Die Islamische Revolution Irans konnte als eine religiöse Großbewegung  die Bedeutung der   geistig-spirituellen Macht beweisen. Sie begann als eine Revolution der Werte den Kulturaufbau im Inland und  auf regionaler und internationaler Ebene inspirierte sie zu einer solchen Kultur.  Die neue Kultur, die diese  Revolution in die internationalen Beziehungen einbrachte, ging von dem  Prinzip der  religiösen Volksregierung, der Wiederbelebung islamischen Denkens, der Universalität der islamischen Zivilisation und der Stärkung der neuen gesellschaftlichen und anti-imperialistischen Unabhängigkeitsbewegungen aus.  

Diese Revolution zeigte, dass der Islam die Demokratie akzeptiert und Religion in  Wechselbeziehung zur Politik steht. Dieses Regierungssystem, welches mithilfe des Islams die  zeitbedingten Erfordernisse erwidert und sich dank der Wiederbelebung der Ideen des Islams auf die Grundlagen einer religiösen Regierung stützt, bekräftigt sowohl das republikanische Wesen  und die Bürgermitbeteiligung an den Regierungsentscheidungen als  auch das islamische Regierungsmodell  und  die unverwüstlichen islamischen Werte, nämlich Gerechtigkeitsuche, die Zentralität Gottes und die  Religiosität, als Grundlage  der politischen Ordnung .

 

Die Islamischen Republik Iran demonstriert das Bündnis zwischen Religion und Politik. Diese  politische Ordnung lehnt sowohl  ein starres Islamverständnis als auch den Säkularismus und Laizismus ab und präsentiert eine Regierung, die durch die Herrschaft Gottes und die  Rechtmäßigkeit der Werte Seiner Religion  sowie die  Anerkennung durch das Volk und sein Selbstbestimmungsrecht legitimiert wird.

 

Die Unterbreitung der Doktrin von der religiösen Volksregierung seitens der Islamischen Revolution hat den Gedanken gefördert, dass die Regierungen von Muslimstaaten die Forderungen der Bevölkerung beachten müssen. Es konnte durch Reaktivierung  der Rolle der Völker, bekräftigt werden,  dass Bürger und Regierungen intensiver miteinander in Beziehungen stehen müssen. Die Revolution gab Impulse zur  Gründung von  Regierungen, die das Religionsrecht  und die soziale Gerechtigkeit verwirklichen wollen.

Die Botschaft der islamischen Revolution über den edlen Islam Mohammads (s.) fand  unter den Befreiungsbewegungen in muslimischen Ländern ihren Widerhall.

Die Islamische Revolution hat mit der falschen Vorstellung für immer Schluss gemacht, dass man keine Regierung und Gesellschaft auf religiösen Grundlagen aufbauen könne. Sie hat der Welt gezeigt, dass dies trotz aller Hindernisse möglich ist und sogar  vielseitige Fortschritte erreicht werden können. Aufgrund der friedlichen Natur dieser Revolution,  die durch ruhige Demonstrationen unbewaffnet zum Sieg gelangte,  hat sich eine Art religiöser Intellektualismus  entwickelt und fand der Gedanke Aufschwung, den Kampf auf geistiger und nicht auf Partisanenebene zu führen.  

 

Es entstand eine Welle der Reformbewegungen in muslimischen Ländern aufgrund  der Rekonstruktion des religiösen Denkens. Muslimische Intellektuelle haben  inspiriert vom Denken Imam Chomeinis und einiger anderer Denker der Islamischen Revolution wie Schahid Motahhari nach Wiederbelebung  des Islams durch geistige und kulturelle Aktivtitäen gestrebt. Sie sind im Rahmen eines religiösen Neudenkens,  zur Verwirklichung des Modells der religiösen Volksregierung kulturell aktiv geworden.  Diese  religiösen Reformbewegungen ereigneten sich in Ländern wie Pakistan, Türkei, Bahrain, Algerien und Marokko. Die Einrichtungen für eine islamische bürgerliche Gesellschaft in den muslimischen Ländern entwickelten neue Regierungstheorien  aufgrund der Vermischung des republikanischen Gedankens und der islamische Aspekte bei gleichzeitiger Berücksichtigung der einheimischen  Bedingungen und Bräuche ihrer Gesellschaft.

 

Dieser Wandel ließ die verborgenen Kräfte auf dem Weg zum islamischen Modernismus freiwerden.  Muslimische Neudenker und Intellektuelle bildeten in ihren Heimatländern  eine neue Elite, die sich stolz  zu ihrer unabhängigen  islamischen und nationalen Identität bekannten und sich für das islamische Erwachen in ihren Gesellschaften einsetzten. Dabei betonten sie die friedfertige Vorgehensweise zur Verwirklichung der Islamischen  Herrschaft.

Die Islamische Revolution konnte die Kapazitäten der islamischen Zivilisation als eine universale und mehrdimensionale Zivilisation  auf dem Gebiet der Religion, Politik, Wirtschaft ,Gesellschaft,  Kultur und Wissenschaft zeigen und wurde bahnbrechend für den neuen islamischen Diskurs und Austausch auf dem Gebiet Wissen, Technologie und Denken. Die theologischen Schulen fanden wieder zu ihrer großen  Bedeutung für die geistigen Fortschritte in der Islamischen Welt zurück. Viele  Wissensdurstige insbesondere aus Afrika kamen für ein theologisches Studium in den Iran.  Auch sind die Universitäten zu einem wichtigen Schauplatz für wissenschaftliche Aktivitäten und für politische Bewegungen von islamischen Gruppen geworden. Diese unterstrichen wie wichtig es ist, die Zeit richtig und rechtzeitig zu nutzen und sich dynamisch  an die Veränderungen auf der Welt anzupassen.

In diesem Zusammenhang wurde zur Erreichung von geistiger Unabhängigkeit der muslimischen Völker und Stärkung der islamischen Wesensart und des Religionsgefühls unter den Eliten der Wissenschaft und Kultur  und zur Bekämpfung der westlichen Kulturinvasion, alles für eine Islamisierung der Hochschulen  getan.  Dabei wurde das Recht des Wissenerwerbs für alle, auch für die muslimischen Frauen bekräftigt.  Die wissenschaftlichen und kulturellen Zentren in den muslimischen Ländern  begannen neben den metaphysischen Grundlagen auch das Wissen und die Logik zu stärken, die nötig sind,  um die Islamische Welt in ein geistiges und zivilisatorisches Zentrum zu verwandeln.

Die westliche Technologie  wurde gleichzeitig mit den  religiösen Werten und einheimischen Errungenschaften genutzt, und   Wissenschaft und Religion weitgehend miteinander verknüpft.  Grundgedanke des wissenschaftlichen Wirkens an den Universitäten und theologischen Lehrzentren des Landes war weder die Bekämpfung des Westens noch die Kapitulation gegenüber ihm sondern seine Erforschung. Durch diese  geistige Re- und Neukonstruktion kam es zur  Verschmelzung von Tradition und Modernität mit Betonung auf einheimischem Potential  und Stärkung der kulturellen zivilisatorischen Identität und in bewusster Anlehnung an die neue Technologie  in den muslimischen Gesellschaften und ihren wissenschaftlichen Zentren. Das Werk der Islamischen Revolution über Reform und neues Denken lässt sich also zusammengefasst damit beschreiben, dass diese Revolution das Fundament für eine neue islamische Zivilisation durch Wiederbelebung des edlen Islams Mohammads (s)  gelegt hat. 

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