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Montag, 02 Februar 2015 03:35

Internationale Charta für die Rechte der Religionen erforderlich!

Flagge der Gruppierung „Islamischer Staat“ (IS - ehemals ISIS). Flagge der Gruppierung „Islamischer Staat“ (IS - ehemals ISIS).
Die Welt ist zurzeit Zeuge von bitteren Ereignissen insbesondere in der Nahostregion.

Auf der einen Seite richten einige die schlimmsten Verbrechen an der Menschheit an und das ausgerechnet im Namen der Religion der Gerechtigkeit und auf der anderen Seite werden unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit die Heiligkeiten der Muslime  und der edelste aller Menschen, Prophet Mohammad (Gottes Segen sei ihm und seinem Hause) durch den Schmutz gezogen. Die Anhänger einer abwegigen Gruppe, die sich muslimisch nennt, verüben einen Angriff auf das aggressorische Satireblatt in Paris, welches den Islam verunglimpft und die westlichen Regierungen stellen prompt den Terroranschlag als Angriff auf die Grundlagen der Freiheit im Westen dar und rechtfertigen ihre intervenierende Politik im Nahen Osten unter dem Deckmantel: Terrorismusbekämpfung.     

 

Zweifelsohne kann es sich nicht um einen Zufall handeln, wenn plötzlich verbrecherische Gruppen wie die Daisch (IS) Al Kaida, die An Nusrah Front und die Boko Haram in Erscheinung treten. Hinter den Ereignissen verbirgt sich ein großes politisches und nachrichtendienstliches, Propaganda- und  Finanzierungssystem. Und vor allen Dingen stecken Pläne des Westens und dessen regionalen Verbündeten dahinter.  Die  westlichen Systeme haben  schon seit längerem ihren allseitigen Krieg gegen den Islam gestartet.  Es geht darum, durch diesen Krieg  insbesondere die westlichen Völker geistig gegen den Islam zu bringen. Welche Gruppe könnte da besser  als die IS und andere gleichgerichtete Gruppen mit ihrer abwegigen und gewaltsamen Interpretation der Lehren des Islams das wahre Gesicht  dieser freiheits – und friedenssuchenden Religion für die Menschen im Westen besonders für die junge Generation  verfälschen? 

 

Die westlichen Regierungen versuchen raffiniert den Islam mit dem Terorrismus in Verbindung zu bringen und im Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus heimlich und offen eine Anti-Islam-Welle ins Rollen zu bringen.  Es ist eine Taktik des Psychokrieges, dass systematisch, unterstützt von einem starken Mediennetz,  zwei Begriffe einander gleichgestellt werden. Durch Erzeugung von  Angst und Abscheu gegenüber einem dieser Begriffe,  nämlich dem Terrorismus,  über dessen Bekämpfung sich alle einig sind, wird durch diese Gleichmachung auch automatisch in der öffentlichen Meinung  Angst, Besorgnis und Hass gegenüber dem zweiten Begriff nämlich dem Islam geschürt.  

 

Den  Menschen im Westen wird  durch Bilder Schrecken eingejagt hat. Bilder wie die von einem Mann mit einem Messer neben einem unschuldigen westlichen Staatsbürger, den er enthaupten will, während im Hintergrund dieser schaurigen Szene ein Banner zu sehen ist auf dem auf Arabisch steht: Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammad ist der Prophet Gottes.  Oder es wird ein Massengrab mit vielen Leichen gezeigt und mehrere Bewaffnete die daneben stehen  und die Flagge mit den  gleichen edlen Worten in der Hand halten. Welche Bilder könnten besser das Gesicht des Islams für die Menschen im Westen lädieren? Diese haben ja gar nicht genug Zeit   oder sind überhaupt nicht  motiviert, sich mit dem wahren Islam und den wahren Lehren der Propheten auseinanderzusetzen.  So kommt es, dass die Menschen in Deutschland und Australien, in Belgien und Frankeich und den anderen westlichen Ländern denken, dass der  Islam an allem schuld sei.

 Die Satirezeitschrift Charlie Hebdo hat sich mit ihren Schmäh- Karrikaturen von einer Auflagenstärke von 60 Tausend auf eine Auflagenstärke von mehr als 3 Millionen hochschwingen können. Und die islam-feindlichen Demonstrationen in deutschen Städten unter Bezeichnungen wie Pegida – „Patrioten Europas gegen Islamisierung des Abendlandes“ häufen sich und die Aktivitäten der Islamfeinde haben in allen europäischen Ländern zugenommen.

Die westlichen Regierungen denken, sie könnten durch Vorantreibung ihres Anti-Islam-Kriegsprojektes die öffentliche Meinung für ihre Nahost-Politik gewinnen und die Sicherheitsvorkehrungen gegenüber Muslimen in Europa verschärfen.  Aber durch das wachsende Kommunikationssystem und  die Kommunikationsrevolution ist die Welt so klein und so eng miteinander verbunden worden, dass nicht nur die Auslands- sondern auch die Inlandspolitik dieser Länder sofort weltweit auf eine Reaktion stößt. 

Die Unterscheidung der westlichen Regierungen nach einem gefährlichen  und einem nützlichen Terrorismus , sprich „schlechtem und guten Terrorismus“,  ist eine ernsthafte Gefahr für die westlichen Gesellschaften und zwar deswegen, weil  sie   einerseits Terrorgruppen in Syrien und Irak, die sich gleichgerichtet mit ihrer Politik  bewegen, unterstützen  und andererseits der  friedens- und gerechtigkeitssuchenden Religion des Islams vorwerfen, dass sie ihre  Anhänger zum Terrorismus ansporne.

Eines darf nicht vergessen werden: Der Terrorismus kennt aber keine Grenzen  und die Terroristen sind zur Erreichung ihrer Ziele zu jedem Verbrechen bereit, auch wenn die westlichen Regierungen einmal ihre größten Unterstützer waren. Die Menschheit befindet sich in der Tat  heute in einem sehr sensiblen Zeitabschnitt.  

Die wissenschaftlichen Fortschritte haben viele Erleichterungen gebracht. Wissenschaft und Technologie   haben weite Entfernungen überwunden und Nachrichten gehen schnell um die ganze Welt, egal wo etwas passiert.  Die Kommunikation zwischen den Menschen ist einfach geworden. Menschen sind gesellschaftliche Wesen  und sie brauchen Gesetze , um zusammen in Ruhe und Frieden zu leben. Deshalb werden innerhalb der einzelnen Staaten Ländern Gesetze und Zivilrechte festgelegt um eine friedlich Co-Existenz für alle Bevölkerungsgruppen zu erzielen. Es ist daher nun auch  notwendig, dass auch auf der internationalen Ebene derartige Gesetze eingeführt werden.

Es sind zwar die Vereinten Nationen gegründet worden, und viele Länder haben sich dieser Organisation angeschlossen. Aber es gibt dennoch auf der Welt immer noch Länder, die gestützt auf Militär-, Industrie- und Wirtschaftsmacht unter schönen  Parolen wie  Verbreitung von Freiheit und Demokratie und Unterstützung der Menschenrechte, eine egoistische Politik betreiben.  Allerdings haben diese expansionistischen Staaten  nicht mehr den gleichen Einfluss wie früher auf die weltweiten Entwicklungen, was dem Wachstum der Kommunikationen und der Verwandlung der Welt in ein großes Dorf zu verdanken ist.

 

Es ist an der Zeit, dass die Regierungen und einflussreiche Persönlichkeiten zur Herstellung einer besseren und sicheren Welt, neben den vielen anderen internationalen Gesetzen auch eine internationale Charta für die Rechte der Religionen aufstellen.  Es gibt unter Juristen und freiheitlich Denkenden keine Uneinigkeit darüber, dass  Terrorismus in welcher Form auch immer zu verurteilen ist. Sollte es dennoch Verschleierungen  geben,  so haben  die westlichen Regierungen diese durch ihr doppelwertiges Vorgehen gegenüber Terrorismus und Terroristen verursacht.

Allerdings besteht hinsichtlich  der Meinungsfreiheit nicht der gleiche Konsens bei unabhängigen  Juristen und Denkern.

 In Bezug auf sie gibt es sehr unterschiedliche  Ansichten .

Viele sind nicht mit der   Auslegung der Meinungsfreiheit als Freischein für Angriffe auf die Heiligkeiten und Überzeugungen von fast einem Viertel der Weltbevölkerung einverstanden.  Papst Franszikus zeigte eine lobenswerte Reaktion auf die beleidigenden Schritte der Satirezeischrift Charlie Hebdo und sagte: „Die Meinungsfreiheit ist eines der grundlegenden Rechte der Menschen, aber dieses Recht gilt nicht uneingeschränkt!“ Er fügte hinzu: „Ihr dürft die Menschen nicht provozieren. Das Recht auf Meinungsfreiheit hat hinsichtlich der religiösen Überzeugungen der Menschen seine Schranken.“ Der Papst war  aber  die einzige Persönlichlichkeit in der westlichen Welt, die einen realistischen und logischen Standpunkt gegenüber den Beleidigungen des Propheten des Islams bezogen hat.  Doch im Westen sind die Ohren für diesen logischen Standpunkt taub.

Das Recht auf Meinungsfreiheit schließt nicht das Recht auf Spott ein.  Meinungsfreiheit  ist ein positiver Wert und Beleidigung und Spott sind ein Anti-Wert. Die Meinungsfreiheit ist ein Recht, aber Beleidigen und Verspotten sind ein Verstoß gegen die Rechte anderer und ein Vergehen.  Die Beleidigung von göttlichen Propheten ist sogar ein großes Vergehen. Denn es werden die besten Menschen der Geschichte verunglimpft. Die Beleidigung ihrer Anhänger ist eine Beleidigung der ganzen Menschheit.

Auch wenn die Meinungsfreiheit ein hoher menschlicher und religiöser Wert ist, so wird sie jedoch durch höhere Werte eingeschränkt. Niemand hat das Recht einen Wert zur Verletzung anderer Werte zu missbrauchen.  Genauso wie die westlichen Länder Begriffe wie Demokratie, Freiheit und Menschenrechte nach Belieben auslegen, wird auch die Meinungsfreiheit von ihnen eigenwillig definiert  und sogar anders als es in ihren eigenen  juristischen Werken und politischen  Schriften steht. Für die westlichen Regierungen gelten Demokratie, Freiheit, Menschenrechte und Meinungsfreiheit dann als etwas Heiliges, wenn sie damit ihre Politik rechtfertigen können. Anderenfalls vernachlässigen sie offen diese edlen Werte.  Wenn wir also nach einer sicheren Welt streben und die Bedingungen für eine friedliche Co-Existenz der Anhänger aller Religionen in diesem Weltdorf erreichen wollen, muss eine internationale Charta  für die Rechte der Religionen herbei.

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