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Mittwoch, 14 Januar 2015 03:41

Fanatismus ist Pest für alle Gottesreligionen

Fanatismus ist Pest für alle Gottesreligionen
  Die göttlichen Religionen sind das schönste Geschenk an die Menschen, denn sie können bei Praktizierung  dieser lebensspendenden göttlichen Lehren an das irdische und ewige Glück gelangen.

  Viele haben auf diese Weise ein erfülltes Leben gefunden. Aber es hat auch übereifrige Religionsanhänger gegeben. Sie gingen nicht den rettenden Weg und haben auch andere davon  abgebracht. 

Fanatismus lässt sich definieren als blinde unüberlegte Unterstützung für eine Denkweise, eine Person, Gruppe usw.. Fantismus  ist blinder Eifer. Ein solcher blinder Eifer  liegt jedoch nicht vor, wenn jemand eine Ansicht oder eine Ziel vollständig unterstützt, nachdem er gründlich nachgedacht und nachgeforscht hat.  Die Psychologen unterscheiden daher auch zwei Arten von Eifer:  negativen und positiven.  Eine ähnliche Unterscheidung finden wir auch in der islamischen Überlieferung vor. Imam Ali (a) sagt  in der Freitagsgebetsansprache 192, die in dem wertvollen Werk Nahdsch-ul Balagha steht,  ...:  ... euer Eifer sollte sich auf die gute Moral und gute Taten und alles Gute  beziehen ....“  Und  der Imam führt Beispiel  für eifriges Festhalten und Verteidigung von  Grundsätzen wie die Einhaltung eines Versprechens,  die Beachtung der  Nachbarrechte, Großmütigkeit und Enthaltsamkeit  von  Stolz .

 

Mit  negativem Eifer ist blinder Eifer und Fanatismus gemeint, bei dem ohne vernünftigen Grund blindlings etwas verteidigt wird.  Imam Ali sagt, dass Satan der Anführer dieses blinden Eifers ist.  Dabei kann es sich um Stammes- oder Rasseneifer,  politischen oder religiösen Fanastismus oder sogar um blinden Eifer im Bereich der Wissenschaft handeln.

In einer Überlieferung des Propheten Gottes (s) steht:

 

„Wer in seinem Herz in der Größe eines Senfkorns Fanatismus  hegt, den wird Gott am Jüngsten Tag zusammen mit den Wüstenbewohner der (vorislamischen) Zeit der Ignoranz auferstehen lassen.“  (Usul-e Kafi, Bd. 2, S. 308, Bab-e Al Asybah ) . Der Prophet warnt also ausdrücklich vor Fanatismus, denn der blinde Eifer für eine falsche Ansicht verhindert das freie Denken und die erfolgreiche Suche nach der Wahrheit.  Der Islam hat doch alle zum Nachdenken aufgefordert!. Wir lesen in den Versen 17 und 18 der Sure Zumar  (Sure 39) :

 

... „ Gib denn frohe Botschaft Meinen Dienern,“

Die auf das Wort hören und dem Besten von ihm folgen. Sie sind es, denen Allah den Weg gewiesen hat, und sie sind es, die Verstand besitzen.“  

 

Fanatisches Denken äußert sich normalerweise in fanatischem Handeln.  Ein fanatischer Mensch glaubt absolut an die Richtigkeit seines Denkens und seiner Äußerungen und versucht auch die anderen davon zu überzeugen. Wenn diese dann nicht  einsehen was er sagt, dann wendet er Gewalt an und verhält sich fanatisch. 

Fanatismus ist eine Pest, von der  Anhänger aller Ideologien und Religionen befallen werden können. Es hat zum Beispiel Leute gegeben die sich bewusst oder unbewusst für besser und gläubiger hielten als die Propheten. Im Koran hat Gott vor ihnen gewarnt:

"Sprich: ""O Leute der Schrift, übertreibt nicht zu Unrecht in eurem Glauben und folgt nicht den bösen Neigungen von Leuten, die schon vordem irregingen und viele irregeführt haben und weit vom rechten Weg abgeirrt sind." (Sure 5, Vers 77).

 

Wir begegnen in der Geschichte aller Religionen göttlicher Herkunft fanatischen Strömungen. Ihre Mitglieder waren unwissende, starrsinnige die von herrschsüchtigen und listigen Anführern  missbraucht und zu Gewalt und Radikalismus verleitet wurden. Auch heute erleben wir – trotz der zahlreichen menschenlichen Weiterentwicklung und der Hervorhebung der Freiheitsrechte, wie zum Beispiel des Rechtes auf Religion, zahlreiche Formen des Fanatismus, welche  die Überzeugungen und die Sicherheit ernsthaft in Gefahr gebracht haben.    

 

Zum Beispiel gibt es seit über einem Jahrhundert eine schwere Abweichung von Judentum namens Zionismus. Diese fanatische Strömung baut offen auf  Gewalt und Terror auf.  Durch Einsatz von unmenschlichen Methoden hat der Zionismus bislang mehrere Millionen Palästinenser vertrieben oder getötet.  Seit Jahren sind  die fanatischen Zionisten, unterstützt von ihrem Besatzerregime,  bestrebt, die Al-Aqsa-Moschee , die erste Gebetsrichtung der Muslime, zu zerstören um auf ihren Trümmern den Salomo-Tempel aufzubauen.  Zur Erreichung dieses Ziels arbeitet Tel Aviv an der Judaisierung von  Al-Quds (Jerusalem), indem es in in neuen Siedlungen Zionisten ansiedelt und die Muslime aus Al-Quds vertreibt. 

Dieser jüdische Fanatismus in Form des Zionismus hat dem palästinensischen Volk also schon seit vielen Jahren viel Leid zugefügt und er hat seit vielen Jahren den Nahen Osten nicht zur Ruhe kommen lassen.

Auch in der christlichen Welt gibt es seit langem fanatische schädliche Strömungen. Jesus Christus (a) ist als Prophet  der Barmherzigkeit bekannt. Dennoch hat der christliche Westen schon viele gewaltige Verbrechen gegen die Menschheit und gegen unschuldige begangen. Außerdem sind infolge des spirituellen Vakuums im Westen, aufgrund radikalisierender Gedanken  fanatische Sekten entstanden, die auf den   Irrweg geführt haben und Radikalismus und Gewalt zunehmen lassen. Eine der größten radikalen Gruppen im Christentum sind die Evangelisten. Sie werden auch zionistische Christen genannt, da sie eine Überzeugung hegen, der den jüdischen Fanatikern,  nämlich den Zionisten nahekommt.  Beide, Evangelisten und Zionisten,  sind davon überzeugt, dass ein jüdischer Staat von Euphrat bis zum Nil  gegründet, die  Al-Aqsa-Moschee zerstört und über ihren Trümmern der Salomo-Tempel errichtet werden müsse  . Die zionistischen Christen glauben daran, dass daraufhin  Jesus Christus auf die Erde zurückkehrt und mit Hilfe der Christen und Juden in einem Endkrieg namens Armageddon die anderen Völker vernichtet und das tausendjährige Reich auf der Welt errichtet.“

Allerdings glauben die zionistischen Christen (Evangelisten)  dass sich die Juden in dieser Zeit zum christlichen Glauben bekennen.

  Man sieht wie gewaltsam, fanatisch und anti-islamisch die Evangelisten sind. Einige amerikanische Politiker haben unter dem Einfluss dieser Ansichten ihre anti-islamischen Maßnahmen verschärft.

Aber auch die jüngste Religion Gottes, der Islam blieb nicht von der Pest des Fanatismus und erstarrtem Denken sicher.

Dabei hat der Islam am meisten vor den Gefahren des Fanatismus gewarnt. Der Prophet Mohammad (s) hat gesagt: „Wer zu Fanatismus  aufruft und für ihn  kämpft und stirbt, der ist nicht von uns.“

 

Inzwischen haben einige Gruppen, getarnt mit islamischen Bezeichnungen und Losungen und unter dem Deckmantel der Verteidigung dieser himmlischen Religion , den Weg des Fanatismus betreten. Sie begehen Taten, die mit keiner der islamischen Regeln vereinbar sind. Diese Gruppen zwingen die anderen, ihre abwegigen Ansichten zu befolgen. Da sie jedoch keine einleuchtenden Argumente für ihre Behauptungen haben, können sie den Mord an Muslimen nur damit begründen, dass sie sie vorher als  Ungläubige abstempeln und exkommunizieren. Das nennt sich Takfirismus.

  Was diese takfiristischen Terrorgruppen in Syrien, Irak, Jemen, Nigerien, Paksitan und Afghanistan anstellen, rührt davon her, dass sie  niemanden von ihren Ansichten überzeugen können und ihr blinder  Fanatismus nicht zulässt,  die Ansichten des wahren Islams zu erkennen.

Religiöser Fanatismus wird dann noch gefährlicher, wenn er nur durch die Hilfe der Feinde der Religion weiterexistieren kann.

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Die Extremisten und Terrororganisationen wie Daisch (IS) und Al Nusrah.. stehen offen und versteckt mit den westlichen Regierungen und sogar mit dem zionistischen Regime in Verbindung. Auf diese Weise sind die Anhänger der takfiristischen und extremistischen Gruppen , die unter den Muslimen eine Minderheit darstellen, dank der politischen, militärischen, wirtschaftlichen und propagandistischen Unterstützungen der westlichen Länder und einiger Regionalstaaten zu einem großen Problem für die Nahost-Region geworden. Es  ist allerdings klar, dass  Aufklärung und  Bewusstsein die Mitglieder dieser  abwegigen Gruppe wieder auf den Weg der islamischen Ausgewogenheit zurückführen könnte.  Ajatollah Khamenei, Oberhaupt der Islamischen Revolution sagt daher zu den Gelehrten:

„Es muss eine große wissenschaftliche Bewegung stattfinden. Rettet die jungen Menschen, die einer Täuschung zum Opfer fielen! Es gibt einige, die unter dem Einfluss von irreführenden takfiristischen Ansichten geraten sind und diese Armen denken, sie würden etwas Gutes tun ... Sie müssen gerettet werden! Diese junge Menschen muss man retten und das ist Aufgabe der Religionsgelehrten.  Die Ullama haben mit den  Intellektuellenkreise Kontakt und stehen auch  mit den Volksmassen in Verbindung.. Sie müssen sich einsetzen.  Gott der Höchsterhabene wird am Jüngsten Tag die Ullama  fragen, wie sie vorgegangen sind. Sie müssen etwas unternehmen!“

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