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Sonntag, 06 Januar 2013 05:45

Doppelmoral des Westens gegenüber salafistischen Fanatikern

Hierzulande ein Traum der Salafisten, in Afghanistan flächendeckende Realität: Ein Mann verprügelt verhüllte Frauen Hierzulande ein Traum der Salafisten, in Afghanistan flächendeckende Realität: Ein Mann verprügelt verhüllte Frauen
Falschinterpretationen der Islamischen Lehre sind eine Seuche für die Muslimgemeinschaft.

In Folge von Falschintepretationen sind Sekten und Gruppen in der Geschichte des Islams aufgetaucht, die den Überzeugungen eines Teils der Muslime schadeten. Diese Schläge sind nicht weniger katastrophal wie die der Feinde des Islams im Westen. 

Solche fanatischen Gruppen haben durch ihr gewaltsames und unmenschliches Vorgehen in vielen muslimischen Ländern und in einigen westlichen Staaten, dem Ansehen des Islams schwer geschadet und verursacht, dass der Islam auf der Welt und in Ländern, die die Islamlehren nicht kennen, für gewaltsam und eine steife Ideologie gehalten wird.

Aber das brutale Vorgehen dieser Gruppen, die sich zu Unrecht Muslime nennen, hat keinerlei Bezug zu den Lehren des Islam, die Gerechtigkeit und Frieden anstreben.

Parallel zur wachsenden Bewegung der Islamischen Erwachung in den Muslimländern des Nahen Osten sind auch die fanatischen, vom wahren Islam abgewichenen Gruppen aktiver geworden.

Zu beachten ist dabei, dass einige von den Leuten, die für die salafistischen Gruppen tätig sind, sich noch nicht einmal an ihre falschen Interpretationen vom Islam halten und, bei gegebener Gelegenheit jede Art von unmoralischer Tat begehen. 

In Afghanistan sind zahlreiche Mitteilungen darüber eingegangen, dass einige Mitglieder der Taliban Minderjährige vergewaltigt haben. Ähnliches hört man auch aus Syrien über die dortigen salafistischen Gruppen.

Eine 20-köpfige Gruppe unter Anführung von Abu Ahmad Al Tamimi wurde bei den Operationen der syrischen Armee festgenommen, als sie gerade mit einer Gruppe von circa 30 Mädchen und Frauen, die Töchter oder Ehefrauen der bewaffneten Truppen der An Nasara-Front und der sogenannten freien Armee gemeinsam Unzucht betrieben. Wie syrische Quellen berichteten überraschten die syrischen Kräfte sie bei der Räumungsoperation in Idlib unter sehr abstoßenden Bedingungen. Dass es sich bei den Personen um Mitglieder der An Nasara-Front handelte , stellte sich im Nachhinein heraus.

Unter ihnen befanden sich 15 Terroristen mit fremder Staatsangehörigkeit und an ihrer Spitze der 40-jährige Al Tamimi aus Saudi Arabien.

Einige der Frauen und Mädchen, die von den Terroristen sexuell missbraucht wurden, erklärten, dass sie aufgrund von Drohungen und Erpressung der bewaffneten Personen zu dem unzüchtige Treiben gezwungen wurden. Die Terroristen hatten diesen Frauen und Mädchen sogar suggeriert, dass sie auf diese Weise der syrischen Revolution einen Dienst erweisen und ihnen die Einkehr ins Paradies versprochen. 

Die salafistischen Gruppen sind bestrebt, die Übergangsphase in einigen arabischen Staaten maximal dafür zu nutzen, die Bewegung der Islamischen Erwachung auf Abwege zu führen und ihre irrige Islaminterpretation zu verbreiten.

Seit Krisenschürung der westlichen Ländern in dem muslimischen Land Syrien sind die salafistischen Gruppen dort sehr aktiv geworden.

Gruppen, die gestern noch von den westlichen Regierungen als terroristisch bezeichnet wurden und mit deren Vernichtung die USA ihren Feldzug in den Nahen Osten und die Einmischung in muslimische Länder rechtfertigen wollten, stehen heute dienstbereit den westlichen Regierungen zur Verfügung und setzen deren Ziele um.

Zu den Schritten dieser fanatischen Gruppen gehört die Zerstörung von historischen Stätten und Gräbern von Persönlichkeiten der Islamischen Geschichte. Sie rechtfertigen dies damit, dass der Pilgerbesuch dieser Orte Götzenverehrung sei.

Im Gefolge dieser oberflächlichen Denkweise der Salafisten wurden in den vergangenen Monaten viele historische und Pilgerstätten in Syrien zerstört.

Die Mehrheit der Salafisten, die nun in Syrien aktiv sind, gehören den Wahhabiten an und werden von den Stammesregierung in Saudiarabien und Katar unterstützt. Sie begnügen sich nicht mit der Zerstörung von historischen und Pilgerstätten der Muslime, sondern erklären die Schiiten für Nicht-Muslime und betrachten ihre Massakrierung als zulässig.

Die wahhabitischen Terroristen haben bereits auf brutale Weise Hunderte von Menschen, jung und alt, umgebracht, weil diese Schiiten sind und ihre Liebe zu der Familie des Propheten bezeugen.

Die wahhabitischen Salafisten, die mit Parolen von der Befreiung gegen die Regierung von Assad antreten, führen an jedem Ort, den sie beschlagnahmen, ein Massaker unter den syrischen Alawiten, die Schiiten und Anhänger Imam Alis sind, durch.

In den fast zwei Jahren, die seit Beginn der Krisenschürung der westlich-arabischen Front in Zusammenarbeit mit der Türkei gegen die syrische Regierung vergangen sind, haben die wahhabitischen Gruppen nicht nur Dutzende von Moscheen, Husseinieh-Trauerhallen und alte Pilgerstätten zerstört. Sie haben auch das heilige Mausoleum Zeynabs, der Schwester Imam Husseins, und dessen Tochter Ruqayyah – gegrüßet seien sie - nicht mit ihren Granatgeschossen und Raketen verschont. Sie haben diese beiden Ruhestätten, die Hundertmillionen Muslimen auf der Welt viel bedeuten, missachtet.

Diese üblen Maßnahmen seitens der salafistischen Gruppen in Syrien lösten aber keine Reaktion bei den westlichen Regierungen und der Menschenrechts- und Kulturinstitutionen und westlichen Medien aus. 

Die Regierungen, Zivileinrichtungen und Medien im Westen verfolgen gegenüber den Krisenschürungen in Syrien eine gemeinsame politische und agitatorische Linie und propagieren, die Regierung in Syrien müsse stürzen. Sie lassen Mitteilungen und Untaten, die Störfaktor für diese politische und agitatorische Linie sind, außer Acht.

Dieses Verhalten wird noch prägnanter, wenn man einen Vergleich zu den Reaktionen der westlichen Regierung zieht, als die Taliban in Afghanistan nach der Machtübernahme in diesem Land im Jahre 1995 historische Buddhastatuen zerstörten. Als die Taliban nämlich die alten Buddhastatuen in der Provinz Bamiyan zu zerstören begannen, fand dies einen derartigen breiten Widerhall in den politischen Kreisen und Medien des Westens, dass man hätte glauben können, es handele sich um den bittersten Fall der Zerstörung historischer Denkmäler in der Geschichte. Eine große Welle der Empörung wurde auf der Welt und besonders in den westlichen Ländern in Gang gesetzt.

Natürlich verdient dieser Schritt der Taliban, dass er verurteilt wird, aber darum geht es uns hier gar nicht. Es geht uns hier um die Reaktionen der westlichen Regierungen auf die Zerstörung von historischen und religiösen Stätten der Muslime in Syrien, Libyen, Ägypten und einigen anderen islamischen Ländern durch die salafistischen Wahhabiten.

Die alten religiösen Stätten, die derzeit in den muslimischen Ländern im Nahen Osten den Zerstörungsangriffe von salafistischen Gruppen ausgesetzt sind, haben nicht nur geschichtlichen Wert: Sie sind auch für Hundertmillionen von Muslimen ein heiliger Ort.

Doch die westlichen Staaten schweigen dazu, denn was die salafistischen Gruppen tun, ist ihren Interessen dienlich. 

Die salafistischen Gruppen und ganz besonders die Wahhabiten werden von den westlichen Ländern, mit den USA an der Spitze, dazu instrumentalisiert, dass sie ihre Einmischungen in die muslimischen Länder rechtfertigen.

Einerseits tragen die salafistischen Gruppen durch ihre Gewalttaten zu der anti-islamischen Propaganda der westlichen Staaten und Medien bei, mit der sie den Islam fälschlich als eine die Gewalt befürwortende Religion vorstellen wollen . Andererseits können die Salafisten, wo und wann auch immer, wenn es im Interesse der westlichen Regierungen ist, als Terroristen vorgestellt werden und es kann ihre Existenz als Argument für militärische Einmischung der westlichen Regierungen herangezogen werden.

Zugleich lassen sich die Westler, wenn immer sie wollen, durch die radikalen Salafistengruppen bei einem Krieg gegen die Gegner des Westens und den Zionismus, vertreten, wie man am Krieg gegen Baschar Assad sieht.

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