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Mittwoch, 07 November 2012 11:50

Historischer Beweis für Rechtmäßigkeit des Islams

Historischer  Beweis  für  Rechtmäßigkeit des Islams
Am 24. Zul Hidscha, der dieses Jahr mit dem 9. November zusammenfällt, ereignete sich die Mubahala des Propheten mit den Christen von Nadschran, bei der der feste Glaube des Propheten und seines Hauses siegte.
Der Islam spornt niemanden dazu an, religiöse Ansichten blindlings zu übernehmen und bedingungslos nachzuahmen . Der Erhabene Prophet hat die anderen aufgefordert, sich auf der Suche nach dem besseren und höheren Weg auf den Verstand und das Herz zu stützen. Die Gott gegebene innere Natur und der Verstand sind gute Wegweiser.

Die Mubahala ereignete sich, als der Prophet s.a.a.s. in Medina für den Islam warb , die göttlichen Verse verbreitete und um Festigung der Grundlagen des Islams bemüht war. 

Der Prophet sandte Schreiben an die Könige und die politische und geistlichen Führer . Zum Beispiel hatte er auch ein Schreiben an die Christen von Nadschran im Süden der Arabischen Halbinsel gesandt und sie aufgefordert, sich von dem Glauben an die Dreifaltigkeit abzuwenden und wahre Monotheisten zu werden. In diesem Schreiben lud er sie zum Islam ein.

Die christlichen Religionsgelehrten hatten in den heiligen Schriften über den verheißenen Letzten Propheten gelesen . Um mehr zu erfahren, schickten sie eine Delegation zu Gesprächen nach Medina.

Für die Christen von Nadschran waren zwei Fragen besonders wichtig: Zum einen die Frage, wozu der Prophet Gottes sie einlud und zum anderen die Frage, wie Prophet Mohammad über Jesus - gegrüßet sei er - denkt.

Der Prophet Gottes s.a.a.s. erwiderte die erste Frage der Christen mit seinem Aufruf zur Anbetung des Einen Gottes und die zweite Frage damit, dass er sagte, dass Jesus (a.s.) ein Diener Gottes war und nicht für eine Gottheit und den Sohn Gottes gehalten werden darf.

Die Christen aus Nadschran aber sagten:"Wenn Jesus Christus der Diener und das Geschöpf Gottes ist, wer ist dann sein Vater? Ein Menschengeschöpf muss einen Vater haben!" Da antwortete der Prophet ihnen mit dem Vers 59 der Sure 3, Sure Ale Imran:

"Jesus ist (was seine Erschaffung angeht) vor Gott gleich wie Adam. Den schuf er aus Erde. Hierauf sagte er zu ihm nur: sei!` da war er."

Der Prophet Gottes erklärte dazu: "In Wahrheit verhält es sich bei Jesus genauso wie bei Adam, den Gott in seiner unendlichen Macht erschaffen hat, ohne dass er Eltern gehabt hätte. Wenn diese Art der Erschaffung ein Grund für Göttlichkeit und eine übermenschliche Stufe ist, dann käme doch Adam über Jesus (a.s.) zu stehen!" 

Gott der Gepriesene und Reine hat Seinem Propheten anempfohlen, sachlich und einleuchtend zu argumentieren. Es heißt im Vers 125 der Sure Nahl, Sure 16:

"Ruf (die Menschen) mit Weisheit und einer guten Ermahnung auf den Weg deines Herrn und streite mit ihnen auf die beste Art!"

Die Mittel , welche Gott für ein Gespräch vorschlägt, sind Beweisführung, Mahnung und eine geeignete Diskussion. Ein ideales Streitgespräch besteht darin, dass der Mensch nur Wahrheit und Recht sagt und nur Wahrheit und Recht akzeptiert; seine Argumente sollen nicht schwach sein und er darf auch nicht die Schwächen des Gegenübers ausnutzen.

Im Vers 70 der Sure 33, Sure Ahzab lesen wir: Ihr Gläubigen! "Fürchtet Gott und sagt, was recht ist!"

Prophet Mohammad - Friede sei mit ihm und seiner Ahl Bait - hat im Gespräch mit den Christen von Nadschran freundlich die Verse des Heiligen Korans über Jesus (a.s.) vorgetragen und mit Hilfe von logischen Argumenten über diesen großen Propheten Gottes zu ihnen gesprochen.

Aber die Delegierten aus Nadschran wollten nichts davon wissen und die logischen Argumente nicht einsehen. Sie hielten an ihren eigenen Worten fest und sagten, der Prophet hätte sie nicht überzeugen können. So blieb schließlich als einziger Weg zum Beweis für die Wahrheit die Mubahala, bei der beide Seiten Gott anflehen und darum bitten sollten, dass Er denjenigen, der die Unwahrheit sagt bestraft.

Wir sollten etwas näher erklären, worum es sich bei einer Mubahala handelt. Eine Mubahala ist ein inständiges Bittgebet. Manchmal gilt eine solche Anflehung der Bitte um Herabsendung eines Segens, wie das Gebet um Regen, und manchmal gilt die inständige Anflehung auch der Bitte um Abwendung eines Unglücks. Aber die Anflehung kann auch in der Bitte um Herabschickung der Bestrafung eines anderen oder einer Gruppe von Menschen erfolgen.

Zum Beispiel hat Prophet Noah (a.s.) Gott angefleht, Er solle keinen Ungläuibgen mehr auf der Erde belassen, wie in Sure Nuh, Vers 26 steht. Auch andere Propheten haben Gott um Bestrafung von Widersachern gebeten.

Im Zusammenhang mit dem Mubahala des Propheten hat Gott den Vers 61 der Sure Imran herabkommen lassen, in dem es heißt:

"Und wenn nun nach (all) dem Wissen, das dir (von Gott her) zugekommen ist, welche (nämlich die Christen) mit dir darüber (über die Zurückweisung der Göttlichkeit Jesu, der Dreifaltigkeit und weiterer Abweichungen) streiten, dann sag:,Kommt her! Wir wollen unsere und eure Söِhne, unsere und eure Frauen und uns und euch (Männer) selber (zusammen)rufen und hierauf (jede Partei für sich) einen (gemeinsamen) Eid leisten und Gott anflehen und den Fluch Gottes auf diejenigen kommen lassen, die lügen`."

Diese Anflehung (Mubahala) - erfolgte als letzter Schritt, nachdem durch Logik und Beweisführung nichts erreicht werden konnte. 

Vor Beginn der Mubahala hatten die Christen vereinbart, dass sie, auf keinen Fall einen Rückzieher machen und die Mubahala durchführen werden, falls der Prophet s.a.a.s. mit einer großen Menschenmenge herbeikommen sollte. Aber sie begegneten einer unerwarteten Szene, denn sie sahen wie der Prophet (s.a.a.s.) mit seinem Enkelsohn Hussein auf dem Arm und seinem andern Enkelsohn Hassan an der Hand nur in Begleitung seines Schwiegersohnes Ali und seiner Tochter Fatima (gegrüßet seien sie)zum Mubahala herbeigekommen war. Sie hörten wie er zu ihnen sagte, er würde beten und sie sollten nur "Amin" sagen.

Angesichts der Ruhe und Gewissheit des Propheten, der nur mit seinen allernächsten Angehörigen gekommen war , gerieten die Christen aus Nadschran in Sorge und sie nahmen ihre Zusage zur Mubahala zurück und waren zu einer Schlichtung bereit.

So wurde die Rechtmäßigkeit des Islams allen und vor allen Dingen den Christen noch deutlicher unter Beweis gestellt. 

Die Mubahala war für den Propheten Gottes auch eine Gelegenheit, den anderen Muslimen seine Ahle Bait – sein Haus - vorzustellen, die wie er die göttlichen Geheimnisse bei sich bewahrten.

Der Prophet des Islams hat als er mit diesen vier – Hassan und Hussein, Fatima und Ali (aleihom salam) gegen die Christen aus Nadschran antrat, zu Gott gesprochen: "O Herr- Sie sind mein Haus, meine Ahl Bait." Auf diese Weise hat er auch den Muslimen etwas verdeutlicht, nämlich die Größe dieser vier Menschen.

Die Aufforderung zum Mubahala ist ein klares Zeichen für die Aufrichtigkeit und Rechtmäßigkeit des Propheten des Islams. Denn sollte jemand nicht fest von seiner Beziehung zu Gott überzeugt sein, wird er nie eine solche Mubahala wagen und seine Gegner nicht auffordern, Gott um Bloßstellung des Lügners anzuflehen, weil er nicht sicher ist, dass Gott die andere Seite strafen wird.

Eine solche Arena zu betreten, ist zweifelsohne riskant, denn wenn die Bitte um Verfluchung nicht erhört werden sollte, wird derjenige der zum Mubahala aufgerufen hat, blamiert.

Kein vernünftiger und weitsichtiger Mensch wird eine Mubahala wagen, wenn er nicht fest in das Ergebnis vertraut.

Deshalb sind die Christen aus Nadschran beim Anblick des Propheten , der schlicht und einfach nur mit seinen beiden kleinen Enkelkindern, seiner Tochter und dem Schwiegersohn zum Mubahala erschienen waren, angesichts dieses festen Glaubens in Panik geraten und haben sich zu einer Schlichtung bereit erklärt. Ihr Herz und ihr Verstand sagte ihnen, dass der Prophet die Wahrheit sagt.

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