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Mittwoch, 09 Juni 2010 06:16

Der Letzte Wille Imam Chomeinis (r.h) Teil 2

Der Letzte Wille Imam Chomeinis (r.h) Teil 2
Heute betrachten wir den Rest des religiös-politischen Testamentes Imam Chomeinis.
Imam Chomeini widmet sich in diesem Testament auch dem Thema der drei Regierungsgewalten. Im Zusammenhang mit der Legislative fordert er die Bevölkerung zur starken Wahlbeteiligung auf und rät ihr, festen Willens und in Treue zu den Islamischen Geboten und im Interesse des Landes Abgeordnete zu wählen, „die dem Islam und der Islamischen Republik treu sind.“ Er weist darauf hin, dass solche Abgeordnete in der Hauptsache aus der Mittleren Schicht und aus der Schicht der Entbehrenden kommen. Sie sollen aber gebildet und in den aktuellen Fragen bewandert sind, und die politischen Regeln des Islams kennen.

 

Imam Chomeini verweist auf die hohe Aufgabe der Volksvertreter und empfiehlt, dass die Abgeordneten einander in Brüderlichkeit behandeln. Er schreibt: „Alle sollen darum bemüht sein zu verhindern, dass – Gott verhüte es - ein Gesetz vom Islam abweicht . Alle müssen dem Islam und den himmlischen Geboten treu bleiben, damit das Wohl der hiesigen und der jenseitigen Welt eintritt.“

Im Iran achtet eine Einrichtung namens Kontrollrat darauf, dass Parlamentsbeschlüsse nicht gegen den Islam und die Verfassung verstoßen. Daher gibt der Imam in seinem Letzten Willen bekannt, dass er von diesem Rat erwartet, dass er stets genau und entschlossen seine islamischen und nationalen Aufgaben erfüllt. Er empfiehlt den Mitgliedern dieses Rates, sie „sollen sich von keiner Macht beeinflussen lassen und Gesetze die gegen die Heilige Schariah und gegen die Verfassung verstoßen ohne irgendwelche Bedenken verhüten.“

Imam Chomeini bezeichnet die Herausgabe von Gerichtsurteilen als eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe und ruft die Judikative auf, stets die Gebote des Islams und das Prinzip der Gerechtigkeit zu beachten. Imam Chomeini stellt aber auch an die Exekutive wichtige Erwartungen.

Imam Chomeini lädt die Exekutive unentwegt zum Dienst am Volke ein und sagt: „Alle müssen Diener des Volkes und ganz besonders der Geschwächten sein. Der Bevölkerung das Leben schwer zu machen und gegen die eigene Pflicht zu verstoßen, ist haram (aus der Sicht des Islams verboten) und führt – Gott verhüte es – zum göttlichen Zorn .“ Einigen Ministerien gibt Imam besondere Anweisungen. Er erwartet zum Beispiel von dem Außenminister, dass er um die Wahrung der Unabhängigkeit des Landes und den Ausbau der Beziehungen zu den Islamischen Staaten bemüht ist. An die Adresse des Ministers für islamische Kultur und Wegweisung sagte er: „Mein letzte Empfehlung an das „Erschad“-Ministerium lautet für alle Epochen, und ganz besonders für die jetzige, die ihren besonderen Charakter hat, dass es um die Werbung für das Recht gegenüber dem Unrecht bemüht ist und das wahre Gesicht der Islamischen Republik Iran vorstellt.“

Imam Chomeini widmet einen Teil seiner Letzten Empfehlungen auch den Bewaffneten Kräften der Islamischen Republik Iran. Er verweist darauf, welche Rolle die Islamische Republik beim Wandel unter der Armee und der Erwerbung ihres Volkscharakters gespielt hat und empfiehlt „Am Ende dieses irdischen Lebens lege ich allen Bewaffneten Kräften freundlich ans Herz, dem Islam – welcher die einmalige Lehre der Unabhängigkeit und der Freiheitssuche ist und mit deren leitenden Licht Gott der Erhabene alle zu den hohen menschlichen Stufen eingeladen hat, wie heute (auch in Zukunft) treu zu bleiben, und an ihrer Loyalität zu ihm festzuhalten.“

Imam Chomeini lobt die großen Taten der iranischen Militärkräfte, die das Land gegen die allseitigen Angriffe der Saddam-Armee verteidigt hatten. Aufgrund der Waffensanktionen des Westens gegen Iran, empfiehlt er ihnen in seinem Letzten Willen, sich beim Bau von Waffen auf eigenes Wissen zu stützen.

Die Massenmedien nehmen in den Augen Imam Chomeinis einen besonders wichtigen Platz ein. Sie können dem Wohl der Gesellschaft dienen oder auch schaden. Über den möglichen Schaden der Massenmedien schreibt er, dass diese zur wirksamen Werkzeugen zur Vernichtung der Völker insbesondere der jungen Menschen umgewandelt wurden. Der Imam erinnert an die heimlichen Plänen, die man im 20. Jahrhundert, insbesondere in der zweiten Jahrhunderthälfte mit Hilfe dieses Instrumentariums und durch gegen den Islam und engagierte Geistliche gerichtete Agitationen sowie pro-imperialistische Propaganda verfolgte.

Imam Chomeini war davon überzeugt, dass es Freiheit geben muss, aber er akzeptierte keinen Missbrauch der Freiheit. Deshalb unterstrich er in Seinem Letzten Willen: Alle sollen wissen, dass die Freiheit in westlicher Form, welche die jungen Leute, Mädchen und Jungen verderben, aus der Sicht des Islams und aus der Sicht der Vernunft zu verurteilen ist“ 

Der Imam ruft alle Medien und Künstler auf ,ihrem wahren Auftrag gerecht zu werden und das wahre Gesicht des Islams vorzustellen. Er sagt: „Wenn dieses Gesicht mit der Schönheit, zu welcher der Koran und die Sunnah auf allen Ebenen eingeladen haben, hinter der Maske, die ihm die Islamfeinde und die falschen Kommentatoren unter den Freunden aufgesetzt haben, hervortritt und offensichtlich wurde, wird der Islam universal und seine ruhmreiche Flagge überall gehisst werden.“

Revolutionsführer Imam Chomeini war auch ein liebevoller Vater für die iranische Nation. Er gibt auch den Gegnern der Islamischen Republik väterlichen Ratschlag. Als erstes unterstreicht er in seinem Testament: „Den Weg einer opferbereiten Nation kann man nicht ändern und mit Terrormaßnahmen und Bombenlegungen und haltlosen Lügen auf Abwege bringen. Keine Regierung lässt sich auf diese unmenschliche und unvernünftige Weise aus dem Weg räumen, und erst recht nicht eine Bevölkerung wie die iranische, die - von den Kindern bis zu den Greisen - alle Opfer für die Islamische Republik, den Koran und die Religion bringen.“ Der Imam rät den Mitgliedern der anti-revolutionären Gruppen von ihrem sinnlosen Tun abzulassen und nicht in die Falle der Weltverschlingenden Mächte zu tappen. Er lädt sie ein, in ihre Heimat und die Arme des Islam zurückzukehren, wenn sie kein Verbrechen begangen haben und sagt, wenn sie bereuen, werde ihnen verziehen. Wenn sie aber ein Verbrechen begangen haben, dann sollten sie ebenso auf halben Weg reuevoll umkehren. Er rät auch den Gegnern im Inland, die Freiheit nicht für eine Schwächung der Islamischen Republik Iran zu missbrauchen.

Schließlich spornt Imam Chomeini gegen Ende seines Letzten Willens die Muslime in aller Welt an , sich um ihre Unabhängigkeit und Freiheit und die Durchführung der Islamischen Gebote zu bemühen. Er ruft sie auf, einander in Brüderlichkeit die Hände zu reichen, und verspricht: „Wenn eines Tages diese Brüderlichkeit aufgrund des Glaubens dank des Einsatzes der Regierungen und Völker und mit der Zustimmung Gottes des Erhabenen Wirklichkeit findet, werdet ihr sehen, dass die Muslime die größte Macht auf der Welt bilden.“

Dann lobt Imam Chomeini noch die iranische Bevölkerung wegen ihrer Revolution und sagt: „Angesichts dessen, was ich bei dieser werten Nation an Wachsamkeit und Pflichtbewusstsein, Opferbereitschaft und Widerstandskraft und Entschiedenheit auf dem Wege Gottes sehe, hoffe ich dass - mit der Huld Gottes des Erhabenen - diese menschlichen Inhalte an die kommenden Generationen weitergegeben und sie Generation für Generation wachsen werden.“

Der letzte Satz im Testament des Imams lautet: „Hiermit verabschiede ich mich mit einem ruhigen zuversichtlichen Herzen und einem frohen Geist und voller Hoffnung auf den Segen Gottes, aus dem Dienst an euch, ihr Brüder und Schwester und begebe mich auf die Reise zur Ewigen Bleibe.“

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