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Dienstag, 08 Juni 2010 06:30

Der Letzte Wille Imam Chomeinis r.h. Teil 1

Der Letzte Wille Imam Chomeinis r.h. Teil 1
Obwohl 21 Jahre seit dem Ableben Imam Chomeinis – dem Begründer der Islamischen Republik Iran vergangen sind, lässt sich dennoch behaupten, dass sein Denken für die Freiheitsliebenden auf der Welt immer noch ein wertvolles Weglicht darstellt.
Das hohe Denken des Imams, welches aus den authentischen Lehren des Islams und des Heiligen Korans hervorgeht, hat das iranische Volk im Kampf gegen das korrupte Pahlavie-Regime siegen lassen. Aus Reden, Proklamationen und Interviews wurden die Gedanken Imam Chomeinis, entnommen und in Form von verschiedenen Büchern, wie dem Sammelband Sahifeh Nur veröffentlicht.

 

Auf diese Weise blieben seine befreienden Gedanken erhalten und sind ein Weglicht für die heutige Ära und die islamische Staatsordnung. Zweifelsohne hat auch Ayatollah Khamenei, ein würdiger Schüler des Imams und sein Nachfolger, eine einmalige Rolle bei der Fortführung des Weges und Imam Chomeinis übernommen.

Der Letzte Wille Imam Chomeinis ist religiös-politischen Inhalts und kann als eine der besten Quelle zur Erkenntnis über das hohe Denken des Imams betrachtet werden. In diesem Testament zeichnen sich der Weg der Islamischen Revolution und ihre hellen Zukunftsperspektiven ab und ist ein klares Konzept für die Fortdauer des Weges der islamischen Revolution enthalten. Es ist ein Brief, den ein großer Mensch und wahrer Diener Gottes verfasste. Eine kostbare Hinterlassenschaft , in der sich die Lehren des Islams widerspiegeln.

Das heutige Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ajatollah Khamenei sagt: „Die Islamische Revolution gehört gemäß den Worten des verstorbenen ehrwürdigen Imams allen Bevölkerungsgruppen und allen heutigen und zukünftigen Generationen Irans. Die großartige iranische Nation wird dieses kostbare göttliche Pfand durch ihr Handeln nach dem wegweisenden testamentarischen Empfehlungen Imam Chomeinis, durch Bewahrung der Losungen, der Zielrichtungen, der Werte und der Grundlagen der Revolution und dank Fortschritt und Innovation und Weiterentwicklung behüten.“

Das Testament Imam Chomeinis besteht aus einem Vorwort und mehreren Kapiteln, in denen der Imam Wegweisungen, Empfehlungen und Mahnungen hinsichtlich verschiedener Fragen formulierte.

Imam Chomeini beginnt sein religiös-politisches Testament mit Anführung des Hadith Thaqlain, das vom geehrten Propheten des Islams überliefert wurde, nämlich:

Wahrlich, ich hinterlasse unter euch zwei kostbare Pfandgüter. Das Buch Gottes (der Koran) und meine Familie – die Edlen aus meinem Hause . Diese beiden werden nicht voneinander getrennt bis sie an der Paradiesquelle Kauthar bei mir eintreffen.

Imam Chomeini zieht dieses Hadith, das von allen islamischen Konfessionsgruppen anerkannt wird, heran, um zu verdeutlichen, welchen hohen Platz der Koran und die Reinen aus dem Hause des Propheten einnehmen und dass diese beiden Größen nicht voneinander trennbar sind.

Im Anschluss an dieses Hadith hebt der Imam in seinem Testament hervor, dass – falls auch nur eine von diesen beiden Kostbarkeiten beiseite gelassen wird, die andere ebenso in Vergessenheit gerät. Danach mahnt er hinsichtlich des unrechtmäßigen Umgangs mit dem Koran und seiner Veruntreuung und sagt: „Es ist so weit gekommen, dass gewaltsame Regierungen und durchtriebene Scheingeistliche – die schlimmer als die Leute der Abgottregime sind – den Koran als Werkzeug zur Aufstellung von Gewalt und Korruption und zur Rechtfertigung der Unterdrücker und Widersacher Gottes des Erhabenen missbraucht haben.“

In seinem Testament erklärt der Imam, dass es der schiitischen Konfession zur Ehre gereicht, den Koran und die Edlen aus dem Hause des Propheten (Friede sei ihnen) zu befolgen. Er fordert die muslimischen Nationen auf, sich würdig und mit Leib und Seele nach dem Vorbild der Makellosen Imame und der Denkweise dieser Großen Wegweiser der Menschheit im Bereich Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und in militärischen Fragen zu richten.

Imam Chomeini unterstreicht dabei: „Ich muss daran erinnern, dass dieser religiös-politische Letzte Wille sich nicht nur an die große werte iranische Nation richtet, sondern eine Empfehlung an alle muslimischen Völker und an die Unterdrückten auf der Welt, gleich welcher Nation und welcher Religion sie angehören , ist.“

An einer anderen Stelle seines Letzen Wortes unterstreicht der Begründer der Islamischen Republik Iran: „Es ist nicht daran zu zweifeln, dass die Islamische Revolution Irans von allen anderen Revolution unterschieden werden muss: sowohl hinsichtlich ihrer Entstehung als auch hinsichtlich ihrer Art des Kampfes und ebenso hinsichtlich der Motivierung zur Revolution und zum Aufstand. Und es besteht kein Zweifel daran, dass dies ein göttliches Geschenk aus dem Verborgenen war, dass seitens Gott des Gnadenvolles huldvoll dieser unterdrückten ausgebeuteten Nation überreicht wurde.“

Da die Regierung, die aus dieser Revolution hervorging auf religiösen Werten beruht, ruft Imam Chomeini alle zur Behütung dieser vitalen Lehre auf. Er empfiehlt: „Der Islam und die islamische Regierung sind ein göttliches Phänomen, durch deren Anwendung das Wohl des Menschen im Leben und in der kommenden Welt in höchster Form gewährleistet wird und welche die Macht besitzen, die Unterdrückungen und Ausbeutungen, alle Korruption und alle Übergriffe zu durchkreuzen und die Menschen der wünschenswerten Vervollkommnung zuzuführen. Es ist eine Lehre, die im Gegensatz zu den Lehren, die nicht auf dem Ein-Gott-Glauben beruhen, zu allen persönlichen und gesellschaftlichen, materiellen und immateriellen, kulturellen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten Stellung nimmt und sie beaufsichtigt.“

Der Imam mahnt in Seinem Testament zur Wachsamkeit gegenüber der trügerischen Propaganda des Feindes, der ein verzerrtes Bild vom wahren Islam vorstellen will. Er weist den falschen Vorwurf , der Islam sei reaktionär zurück, und sagt: „Die Herstellung von Gerechtigkeit, die Ablehnung des Unrechts und der Unterdrückung, die Unabhängigkeit und Autarkie, die Beachtung der Rechte der Eltern und der anderen, sind alles keine Angelegenheiten, die alt und überholt werden.“ Er verurteilt auch die Versuche, die Religion von der Politik zu trennen und unterstreicht, dass der Heilige Koran und die Sunnah des Propheten über das Regieren und die Politik mehr sagen, als über andere Dingen. Außerdem weist er darauf hin, dass viele Gebote des Islams über das Gott-Dienen einen politischen Aspekt haben.

Er erinnert daran, dass der Prophet und seine Nachfolger ebenso eine Regierung bildeten und sich unmittelbar mit politischen Angelegenheiten auseinandersetzen.

Imam Chomeini empfiehlt der iranischen Nation in Seinem Letzten Willen, dass sie den Segen der Islamischen Republik, welcher durch ihre große Dschihad-Anstrengung und unter Opfern Wirklichkeit wurde, hochschätzen und behüten sollen. Den Verantwortungsträgern an der Spitze legt er ans Herz, die iranische Bevölkerung zu würdigen und sich in den Dienst der Entbehrenden und derer zu stellen, die Unrecht erfahren.

Der Imam empfiehlt auch den Verzicht auf ein Luxusleben und Importware und fordert die jungen Leute auf, an ihre eigenen Kräfte zu glauben und Autarkie anzustreben.

In seinem Testament verweist er auf die Pläne des Imperialismus, die junge Generation von ihrer Kultur und ihren Werten abzubringen und für den Westen zu gewinnen und sagt: „Um Problemen vorzubeugen und die Kontrolle nicht aus der Hand zu verlieren, ist es Aufgabe der Bevölkerung und der Regierung der Islamischen Republik, in keiner Epoche zuzulassen, dass korrupte Elemente mit abwegigen Ideologien oder Hinneigung zum Westen oder Osten sich in die Ausbildungsstätten und die Universitäten und andere Zentren der Erziehung und Lehre einschleusen.

Liebe Hörerfreunde. Im zweiten Teil dieser Sendung werden Sie noch mehr über den Inhalt des Testamentes Imam Chomeinis erfahren.

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