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Freitag, 04 Juni 2010 08:56

Imam Chomeini, Vater der IRI und sein Blick in die Zukunft

Imam Chomeini, Vater der IRI und sein Blick in die Zukunft
Vor 21 Jahren kündigte der BBC-Rundfunksender an: „Heute schloss ein Mann für immer die Augen, mit dessen Tod viele in der westlichen Welt beruhigt die Augen schließen konnten.“
Sie meinten Imam Chomeini. Viele dachten damals tatsächlich, dass mit dem Tod des Begründers der Islamischen Republik Iran auch sein Weg abgeschlossen sei und die internationalen Willkürherrscher weiter die anderen Völker ausplündern können. Aber heute – nach 2 Jahrzehnten , wundern sich diese Mächte darüber, dass der Einfluss des Imams auf die Völker anhält.

 

Hamed Malakuti, der iranische Kulturattache in Sudan erzählt:“Ich saß in meinem Büro als mein Handy klingelte. Da hörte ich einen jungen Mann sagen: Ich bin Chomeini. Ich dachte ich habe falsch verstanden und fragte: Wie bitte? Da wiederholte der junge Mann: Ich bin Chomeini!“ Malakuti weiter: „Als er mich in meinem Büro aufsuchte, sah ich einen 28-jährigen dunkelhäutigen quicklebendigen jungen Mann vor mir stehen. Er erzählte mir, dass er 1982 in Khartum auf die Welt kam. Und berichtete: Mein Vater war so begeistert von Imam Chomeini, dass er mich bei der Geburt nach ihm benannt hat.“

Er sagte weiter: „Ich will allen jungen Leuten im Iran sagen: Ihr könnt euch freuen, ein solche Führung zu haben. Setzt euren Weg fort, denn ihr werdet siegen. Für die Freiheitsliebenden auf der ganzen Welt sind Imam Chomeini und Ajatollah Khamenei eine Ehre.“

Viele sind der Ansicht, dass es dem unermüdlichen Bemühungen Imam Chomeinis zu verdanken ist, wenn die heutigen Menschen sich immer mehr von der Religion und der Spiritualität angezogen fühlen. Imam Chomeini war fest davon überzeugt, dass die Völker sich nach den schönen Werten der göttlichen Offenbarung sehnen und sich zu ihnen bekennen, wenn sie mehr darüber erfahren haben.

Der US-Autor Robert Maquand bezeichnet das 21. Jahrhundert als das Jahrhundert des spirituellen Wissensdurstes. Aufgrund von Daten und Statistiken erwartet er für das 21. Jahrhundert eine neue Epoche religiöser Regungen und meint: Unter den jetzigen Umständen gibt es keine gesellschaftliche Macht, die stärker wäre als die Religion.

Viele Sachverständige meinen die erneute Hinwendung zur Religion in den Industriegesellschaften rühre von der Selbsterkenntnis und dem Erwachen unter den Völkern her. Imam Chomeini, der Mystiker und Politiker des 20. Jahrhundert begann pflichtbewusst und ehrlich seinen großen historischen Kampf. Er setzte dank seines Glaubens einen Ozean von Menschen in Bewegung und lud die unterdrückten Völker ein, sich gegen das Unrecht zu erheben. Er sah in der Veredlung des Menschen den wichtigsten Grund für die Aussendung der Propheten Gottes.

In seinem Letzten Willen skizziert er einen Weg, über den der Mensch ans Ziel gelangt. Zu Beginn seines Testamentes erinnert er an ein berühmtes Zitat des Propheten in dem dieser die Muslime aufruft, beim Koran und bei dem Vorbild der Reinen aus Seinem Hause Halt zu suchen. Imam Chomeini hebt hervor, dass die Völker an Fortschritt und Wohl gelangen und in der Welt Gerechtigkeit aufgestellt werden kann, wenn die Lehren des Korans genutzt werden und die Regierung in die Hand würdiger rechtschaffener Menschen gelegt wird. Er stellt den Kern der religiösen Regierung vor und sagt, dass die Regierung von rechtschaffenen gottesfürchtigen Menschen das Wohl im Dies- und Jenseits gewährleisten. Eine solche Regierung ist von Natur aus gegen Unrecht und Verdorbenheit, wodurch sie sich natürlich Feinde unter den Hegemoniemächten verschafft. Diejenigen die den Weg Gottes wählen und nicht von ihm abgeraten, können auf die Hilfe Gottes hoffen . Deshalb empfiehlt Imam Chomeini in seinem Letzten Willen: Seid Gott dem Höchsterhabenen immer eingedenk und strebt dabei die Selbsterkenntnis und die Autarkie und Unabhängigkeit auf allen Linien an. Zweifellos wird Gott euch helfen.

Imam Chomeini führte in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eine sehr starke politische Denkschule vor Augen, in der Politik und Spiritualität miteinander verschmolzen sind. In seinem Testament schreibt er: Der Islam ist eine Denkschule, die im Gegensatz zu den nicht-monotheistischen Denkschulen , an allen persönlichen und gesellschaftlichen , materiellen und immateriellen, kulturellen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Fragen teilhat, sich zu ihnen äußert und nicht den kleinsten Punkt, welcher bei der Veredlung des Menschen und der Gesellschaft und für die materielle und spirituelle Weiterentwicklung eine Rolle spielt, unberücksichtigt lässt. Der Islam mahnt vor den Hindernissen und Problemen auf dem Weg des individuellen und gesellschaftlichen Vollendung und ist um die Beseitigung dieser Hindernisse und Probleme bemüht.“

Imam Chomeini ruft die Völker auf, sich nicht an nebensächlichen und abwegigen Dingen aufzuhalten sondern auf das wichtigste acht zu geben und den Weg des Fortschritts und der Autarkie zu gehen. Er betont, dass der Islam und der Ein-Gott-Glaube niemals gegen Fortschritt und Zivilisation gewesen sind, sondern im Gegenteil Islam und Koran diese beiden hervorheben. Er sagt in Ergänzung dazu: „Sollte jedoch mit den Worten einiger Intellektueller mit Modernität und Zivilisation totale Freiheit in Bezug auf alles Verbotene und die Sünde und sogar die Homosexualität usw. gemeint sein, so ist zu sagen, dass alle Religionen Gottes und alle Gelehrten und vernünftigen Menschen auf der Welt dagegen sind.“

Imam Chomeini ist fest von der Rolle des Volkes überzeugt. Die Stimme des Volkes führt in seinen Augen zur Erstarkung und dem Wohl einer politischen Ordnung. Er lädt die Bevölkerung ein, alle Angelegenheiten des Landes zu beaufsichtigen und an ihnen teilzunehmen und würdige Vertreter, welche den Moralwerten treu bleiben, zu wählen, damit sie die Probleme in der Gesellschaft bewältigen.

Imam Chomeini glaubt aber nicht an Kompromisse mit den Gottlosen und Unterdrückern. In der Unabhängigkeit sieht er die bedingungslose Befreiung von den fremden Mächten und in der Freiheit sieht er die Befreiung aus der Unterwerfung unter anderes und andere als Gott. Ein libanesischer Denker namens Scheych Mohammad sagt: „Wenn ihr seht, dass wir mit Hoffnung im Herzen und ohne Angst kämpfen, so ist dies dem fruchtbaren Denken Imam Chomeinis zu verdanken. In seiner universalen Denkweise war er der Ansicht, dass es sich für keinen Menschen gebührt, sich zu unterwerfen und zu erniedrigen. Immer wenn er das Recht verteidigte hat er das Recht aller unterdrückten Völker im Auge gehabt.“

Die hohen Gedanken Imam Chomeinis stehen jenseits der Grenzen von Zeit und Ort. Sie haben eine Welle der Selbsterkenntnis unter den unterdrückten Völkern hervorgerufen. Der Schweizer Journalist Ahmad Huber beschreibt Denken und Ziele Imam Chomeinis als universal und progressiv. Er ist der Meinung: „Was in dem Herzen eines großen Mannes wie Imam Chomeini begann ist eine gut gemeinte Mahnung seitens Gottes gewesen und ein Warnsignal hinsichtlich der falschen Wege, die die Menschen in der heutigen Ära gewählt haben.“

Ayatollah Khamenei ist der Ansicht, dass es angemessen ist, wenn rechtschaffene und kluge Menschen großen Respekt vor dem verstorbenen Imam verspüren. Anlässlich des 14. Khordads (4.6.), Jahrestag des Verlustes Imam Chomeinis, dieser bedeutenden zeitgenössischen Persönlichkeit, möchten wir nun abschließend allen Gerechtigkeitssuchenden und Freiheitsliebenden auf der Welt unser Beileid ausdrücken.

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