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Montag, 17 Mai 2010 06:06

In Gedenken an den Märtyrertod der Auserwählten Fatima (aleiha salam)

In Gedenken an den Märtyrertod der Auserwählten Fatima (aleiha salam)
Am 3. Dschamadi-ul Thani (dieses Jahr 2010 der 17. Mai) jährt sich wieder der Tag, an dem die Tochter des Propheten des Islam den Märtyrertod fand.
Aus diesem Anlass möchten wir heute einen Blick auf ihr wertvolles Leben werfen.

 

Die ärmlich gekleidete Frau war von Haus zu Haus gegangen, und hatte vergeblich um Hilfe gebeten. Resigniert gelangte sie beim Haus des Propheten an. Die Tür stand weit offen und viele Frauen gingen ein und aus. Sie wunderte sich und ging näher, und erfuhr, dass die Vorbereitungen für die Hochzeitsfeier von Fatima aleiha salam und von Ali aleihe salam getroffen wurden. Die Frauen waren gekommen, um die Tochter des Propheten zum Hause von Ali zu begleiten. Sie blieb etwas abseits stehen. Einen Augenblick lang hatte sie ihre Not vergessen und ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Sie freute sich über den schönen Anlass. Als Fatima Zahra schließlich vor dem Haus des Propheten erschien, trat sie unbewusst einige Tritte vor. Ihr Blick war auf das schöne strahlende Gesicht Fatimas gerichtet. Da wurde auch Fatima auf sie aufmerksam. Die Frau kam näher und grüßte. Sie hatte schon viel darüber gehört, wie großzügig und hilfsbereit Fatima war und dass sie niemals die Bitte eines Notleidenden abgeschlagen hatte. So bat sie Fatima um Hilfe. Fatima überlegte kurz, dann schaute sie auf ihr neues Kleid: ihr Hochzeitkleid. Plötzlich kehrte sie ins Haus zurück. Alle wunderten sich: Was hatte sie vor? Einige Augenblicke später kehrte Fatima die Tochter des Propheten zurück und hielt das neue Kleid in der Hand. Sie ging freundlich auf die Bettlerin zu und schenkte ihr das schöne Kleid.

Als Fatima zum Haus ihres Gemahls ging, trug sie nur ihr einfaches Alltagskleid, aber sie war damit zufrieden. Ihr Herz war voller Freude darüber, dass Gott ihr wieder einmal die Gelegenheit gegeben hatte, einem seiner Geschöpfe einen Dienst zu erweisen.

90 Tage war es her, dass der Prophet verstorben war. Nun lag auch Hasrate Fatima im Sterben. Die Trauer um den Verlust des Vaters hatte an ihr gezehrt und es war noch viel anderes Trauriges geschehen, worunter sie sehr gelitten hatte. Doch das Versprechen ihres Vaters ging ihr nicht aus dem Kopf. Es war ein großer Trost für sie. Kurz vor seinem Tod hatte der Prophet zu ihr gesagt: „Meine Tochter! Wenn ich gegangen bin, wirst du mir als erster folgen.“

Ali aleihe salam und die vier Kinder Fatemas hatten sich am Krankenbett Fatimas versammelt. Ali schaute auf Fatimas Gesicht. Wie kurz war doch ihr Leben gewesen aber wie fruchtbar! Wieder fielen ihm die Worte des Propheten ein: „Ali! Fatima ist die Frucht meines Herzens. Bei Gott! Fatima hat mich niemals erzürnt.“

Es vergingen einige Augenblicke, ohne das einer von ihnen sprach. Ali blickte in Gedanken auf ihr gemeinsames Leben zurück. Er nahm die fieberheiße Hand Fatimas in die seine und dachte an ihre Worte: „Ali! Ich bleibe immer an deiner Seite, egal was passiert. In Freud und Leid.“

Ali dachte: „Wie gut hat sie ihr Versprechen eingehalten!“

Die Kinder Fatemes sahen mit Tränen in den Augen zur Mutter hin. Zeynab muste daran denken, dass ihre Mutter jedem Bedürftigen geholfen hatte und Imam Hassan dachte an die nächtlichen Gebete und Bittgebete seiner Mutter. Immer hatte sie für alle gebetet. Imam Hussein aber fiel ein, wie seine Mutter zu den Menschen über Wahrheit und Recht gesprochen hatte.

Ali beugte sich zu Fatima herab und flüsterte ihr zu: „Fatima du bist mein Trost. Du hast mir nie Kummer bereitet und bei deinem Anblick habe ich immer meine Sorgen vergessen. Du bist die beste aller Frauen unter dem Volke Mohammads.“

Fatima öffnete die Augen und schaute ihren Gemahl an. Es schien, als wolle sie etwas sagen. Sie wollte ihm ihre Kinder anempfehlen und wollte ihn daran erinnern, dass er sie begraben soll, ohne das andere dabei sind.

Fatima verschied und ließ Ali und die Kinder zurück. Und Ali sprach tief bekümmert: „Nach dir gibt es auf dieser Welt und in meinem Leben nichts Gutes und ich weine aus Furcht davor, dass mein Leben noch lange währen könnte.“

Ein sunnitischer Autor und Forscher namens Abdol Islam Haschem Hafez schreibt in einem Buch über das Leben des Propheten, dass der Prophet zu seiner Tochter Fatima wie folgt gesagt hat: „Fatima! Gott erzürnt, wenn du erzürnst und Gott wird erfreut, wenn du dich freust.“ Er schreibt weiter: „Fatima ist in der Schule des Propheten aufgewachsen und steht diesem Bannerträger des Monotheismus am nächsten. Über sie hat der Prophet gesagt: `Es gibt vier Frauen auf der Welt, die am höchsten stehen: Asieh, die Frau des Pharaos, Maryam, die Tochter des Emran, Chadidscheh die Tochter des Chuwailid und Fatima, die Tochter Mohammads.“

Schon als Kind hat Fatima eine weise Einstellung zum Leben gehabt: Salmaan berichtet: „Ich sah Fatima wie sie einen billigen einfachen Schleier trug. Ich wunderte mich und sagte mir: Die Töchter des iranischen Königs und des Römischen Kaisers sitzen auf goldenen Sesseln und kleiden sich in Seide, aber die Tochter des Propheten trägt ganz einfache Kleidung. Später hörte ich wie Fatima sagte: `Die Äußerlichkeiten der Welt können mich nicht täuschen . Gott verwahrt Seinen Segen für die Enthaltsamen für den Tag des Jüngsten Gerichtes.`“

Die geehrte Fatima erreichte dank der göttlichen Lehre hohe seelische und spirituelle Stufen. Ihr war es eine Freude Gott zu dienen: Sie hat dies wie folgt beschrieben: „Die Freude, die ich über das Gott-Dienen empfinde, hält mich von jeder Bitte zurück und ich habe keinen anderen Wunsch als immer die Herrlichkeit Gottes zu schauen.“

Hasrate Fatima stand auf einer hohen geistigen Stufe, aber dies konnte sie nicht davon zurückhalten sich ihren gesellschaftlichen Aufgaben und ihrer Familie zu widmen. Klug erkannte sie die gefährlichen Folgen einer Rückkehr zu den Maßstäben aus der Zeit der Unwissenheit und warnte die Muslime davor.

Diese große Dame war ein vollkommener Mensch. Ein Mensch, der eine wichtige Rolle für die damalige Gesellschaft spielte.

In einem ihrer Gebete lesen wir:

O Gott, lass die Welt für mich gut sein, denn mein tägliches Brot hängt von ihr ab, und lass mein jenseitiges Leben gut sein, denn dorthin kehre ich zurück.

Für Hasrate Fatima war die innige Vertiefung in das Gebet das schönste auf der Welt und der Prophet hat über sie gesagt: „Wenn meine Tochter in der Gebetsnische steht, strahlt Licht zu den Engeln empor, so wie die Sonne und Sterne auf die Erdbewohner Licht schicken.“

In Gedenken an den Märtyrertod Hasrate Fatimas kondolieren wir abschließend allen Muslimen auf der Welt und allen, die Wahrheit und Gerechtigkeit lieben.

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