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Sonntag, 18 April 2010 18:10

Erziehungsmodelle im Koran, Teil 2

In diesem zweiten Teil werfen wir einen kurzen Blick auf Erziehungsmodelle im Koran.
Im Teil 1 sagten wir, das die Erziehung ein Mittel zur Entfaltung und zur Weiterentwicklung des Menschen ist. In diesem Zusammenhang erinnert der Heilige Koran an die Rolle des Erziehers und des Erziehungsmodells bei der Rechtleitung und der Vervollkommnung des Menschen.

Gott verweist im Koran darauf, dass Er für die Geschöpfe besondere Pläne vorsieht, und sie alle verwaltet. Er stellt den Propheten als bestes Vorbild für den Menschen zur Erreichung von Glück und Rettung vor. Heute möchten wir noch weitere Vorbilder im Koran betrachten.

Die Wahl eines Vorbildes ist für das gesellschaftliche und persönliche Leben von schicksalhafter Bedeutung. Selbst die göttlichen Propheten sagten, dass sie nicht ohne einen höheren Lehrer auskommen. Sie richteten sich auf dem Weg zu der Vervollkommnung nach Persönlichkeiten, die in ihren Augen ein konkretes Vorbild sein konnten. Wie zum Beispiel Moses, der auf der Suche nach der Quelle der Weisheit sich dem Chizr anschloss, um aus dessen Wissen und Vollkommenheit zu lernen. Laut der Sure Kahf, Sure 18, Vers 66 sagte Moses zu Chizr: „Darf ich dir folgen, damit du mich von dem rechten Weg lehrst, den du gelehrt worden bist?

Mit dieser Frage zeigt Moses, dass die innere Wandlung und die Vervollkommnung nicht auf eine bestimmte Zeit gebunden ist und der Mensch in jedem Alter und auf jeder Stufe des Wissens und der Erkenntnis, weiterhin eines Lehrers bedarf, damit dieser ihm als Wegweiser dient.

Der Koran verweist auf das Leben von vorbildlichen Menschen und streicht ihre besonderen Tugenden heraus. Er lobt das guten Verhalten dieser Menschen und lehrt die anderen, diese würdige Verhaltensweise selber zu erlernen und anzuwenden und auf diese Weise auf die eigene Zukunft und die Zukunft er Gesellschaft Einfluss zu nehmen. Für die Gläubigen führt der Koran das Beispiel der Gemahlin des Pharao als höheres Vorbild an. Asieh, war die Gemahlin des Pharao. Sie war eine kluge und gottgläubige Frau. Auch wenn am Hofe des Pharaos eine unterdrückerische Atmosphäre herrschte, so erklärte sie sich nicht mit der Diktatur ihres Gemahls einverstanden. Sie hielt sich durch Zufluchtssuche bei Gott von den verdorbenen Einflüssen der Umgebung frei und wählte den Weg der Erlösung. In der Sure Tahrim, Sure 66 steht im Vers 11 heißt es: Und ein Beispiel für die Gläubigen hat Gott in der Frau des Pharao aufgestellt. Damals als sie sagte: Herr! Baue mir bei dir im Paradies ein Haus und errette mich von Pharao und seinem bösen Tun und von dem Volk der Frevler!

Auch die geehrte Maria - gegrüßt sei sie - wird im Koran als Vorbild für die Menschen vorgestellt. Der Koran bezeichnet sie als das beste Beispiel einer Frau in ihrer Zeit. Eine der Koransuren wurde nach ihr mit „Mariyam“ benannt. Sie ist eine der großen Paradiesfrauen. Zu ihren hohen Eigenschaften, die im Koran genannt werden, gehört ihre aufrichtige Hinwendung zu Gott und ihre Keuschheit und Reinheit. Deshalb bestimmte Gott sie zu den auserwählten Frauen der Welt und sie durfte Jesus zur Welt bringen. Die Geduld und das Gottvertrauen Marias gegenüber allen Schwierigkeiten ist eine ihrer besonderen Tugenden und diese besaß auch ihr Sohn Jesus gegrüßt sei er. Gott ehrt beide sehr im Koran.

Auch die Leute der Höhle werden den Menschen im Koran als Vorbilder vorgestellt. In der Sure Kahf, was „Höhle“ bedeutet, steht in den Versen 9 bis 26 über die jungen Menschen geschrieben, die sich aus der Stadt der Götzenanbetung zurückzogen und zu Vorbildern der Rechtleitung wurden. Die Leute der Höhle führten zunächst ein sorgenloses Leben. Aber um ihren Glauben zu wahren und weil sie gegen das Götzentum kämpfen ließen sie das gute Leben liegen und versteckten sich in einer Höhle im Gebirge. Sie bewiesen damit ihre Treue zum Glauben an den Einzigen Gott. Gott sagte in der Sure Kahf, Sure , im Vers 13 über sie: Wir berichten dir ihre Geschichte der Wahrheit entsprechend. Sie waren Männer, die an ihren Herrn glaubten. Und wir bestärkten sie noch in ihrer Rechtleitung.

Die Leute der Höhle waren noch sehr jung aber sie stellten sich gegen Götzentum und Verdorbenheit ihrer Zeit und Gott lenkte sie. Daher können die jungen gläubigen Menschen für die Völker und menschlichen Gesellschaften würdige Vorbilder sein.

Prophet Josef - gegrüßt sei er - , ist ein weiteres Vorbild, dessen Geschichte der Koran bringt, damit sie den Menschen eine Lehre ist. Der Koran bezeichnete die Geschichte in der Sure Jusof , Sure 12, als eine der besten. Er beschreibt Josef als Helden des Widerstands gegenüber den Begierden der Seele.

Der höchste Dschihad ist im Islam der Dschihad mit der Seele. Der Prophet Josef a.s. war als junger schöner Mann der Zoleycha, der Gemahlin des Herrschers von Ägypten begegnet und diese wollte ihn verführen. Doch Josef suchte bei Gott Zuflucht vor dieser Sünde und dank Gottes Hilfe und seines Glaubens ging er siegreich aus diesem Kampf mit seiner Seele hervor. Er nahm die Gefängnishaft in Kauf, aber kapitulierte nicht vor der Sünde. Die Sure 12, die nach ihm benannt ist, steht im Vers 33: Herr! Gefangen gesetzt zu werden ist mir lieber als das, wozu sie mich auffordern. Und wenn du ihre List nicht von mir abwendest, bekomme ich Verlangen nach ihnen und bin ein Tor.

Die Menschen, die im Koran als Vorbilder besprochen werden, sind außerordentliche Gott-Gläubige die sich immer auf die Gnade Gottes stützen. Die Lebensart dieser Menschen und ihr Weg zeigen, dass man nur durch Beschreiten des Weges der Verbesserung und Heilung und Rechtschaffenheit die Engpässe des Lebens hinter sich bringen und sich vor gefährlichen Stromschnellen retten kann.

Der Koran verweist auf große Vorbilder wie Ismael, den Sohn das Abraham und stellt ihn als Sinnbild der Ergebenheit in den Willen Gottes vor. Auch Prophet Abraham ist ein anschauliches Beispiel für wahrhaft Gott- ergebene Menschen, denn er fügt sich in den Willen Gottes, und ist sogar bereit , seinen Sohn Ismael für Gott zu opfern. Und der Prophet Ayyub (Hiob) ist ein großes Vorbild für Geduld und Ausdauer in den Härten des Lebens.

Im Koran werden auch Beispiele für schlechte Menschen genannt, wie Pharao und die Frau des Lut und des Noahs. Es sind Menschen, die den Weg verfehlten und in die Abgrund der Vernichtung stürzten. Wer ihre Geschichte im Koran liest, soll daraus lernen und anhand der Geschichten über die guten Menschen den Schluss ziehen, dass nur diejenigen, die den gerade Wegen Gottes gehen, Rettung finden. Der Koran unterstreicht in der Sure Anam, Sure 6, Vers 90: Das sind diejenigen, die Gott rechtgeleitet hat. Nimm ihre Rechtleitung zum Vorbild! …

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