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Montag, 31 August 2015 04:51

Die 6. Vollversammlung des Ahl-e Bait (a) Weltforums in Teheran

Die 6. Vollversammlung  des Ahl-e Bait (a) Weltforums in Teheran
  Die 6. Vollversammlung des Ahl-e Bait (a) Weltforums beendete nach 4 Tage am 19. August 2015 in Teheran ihre Arbeit. Es nahmen 700  Gäste aus zahlreichen  Ländern der Welt teil und ihr Ziel war die Zusammenarbeit zum Vorantreiben der Ziele des Islams.

Zu den Begleitprogrammen gehörte der Imam Sadschad (a) –Kongress, dessen Teilnehmer in Form von Referaten die  verschiedenen Aspekte im Leben dieses 4. Imams der Schiiten  und die politischen Inhalte seiner Gebetssammlung Sahifa Sadschadiya  untersuchten.

Die 6 . Vollversammlung des Ahl-e Bait-(a) Weltforums wurde von Dr. Hasan Rohani, den Präsidenten der Islamischen Republik Iran eröffnet. Er  forderte in seiner Ansprache den  Schulterschluss gegenüber den feindlichen Verschwörungen und sagte: „Der Feind will Abweichung und Spaltung in der Religion und unter den Muslimen hervorrufen. Wir müssen uns gegen solche Abweichungen und  Fälschungen wehren und dürfen nicht zulassen, dass Terrorgrüppchen den Islam, welcher  die Religion des Friedens, der Ausgeglichenheit und Barmherzigkeit für alle Menschen ist,  verfälscht als Religion der Gewalt, des Mordens und der Vernichtung der Zivilisationen hinstellen.“  Dr. Rohani fuhr fort: „Die Grenze des Islams liegt bei der Überzeugung und wird nicht durch  Abstammung und Geografie bestimmt. Der Islam ist die Religion des Friedens und Wohls.  Der islamische Iran ist ein Vorbild für Einheit und friedliches Zusammenleben der Anhänger verschiedener Religionen und Rechtsschulen.“ Er verwies darauf, dass die Lehre der Ahl-e Bait (gegrüßet seien sie) – der Makellosen aus dem Hause Gottes –  dem Koran entspricht und fuhr fort: „Gibt es denn einen Muslim, der nicht Imam Ali (a) und Abu Abdullah Hussein (a) achtet? Gibt es denn einen Muslim, der nicht die Zukunft der Weltgeschichte in Verbindung mit der Erwartung des Verheißenen Mahdi sieht?“

Der iranische Präsident verwies darauf dass alle nach „Sawa`“ streben sollen: Er sagte: Unsere  logische Forderung an alle Weltbewohner lautet : Sawa`. Sawa`ist ein Wort welches im Koran hervorgehoben wird und es bedeutet für die heutige Welt „Frieden“, friedliches Zusammenleben und Einheit und Brüderlichkeit aller Muslime.  Das Wort Sawa` bedeutet eine Welt ohne Gewalt und Spaltung und Zwietracht.“ 

 

Der iranische Präsident sagte weiter zu den Versammelten, dass ihre Botschaft als die Anhänger des Prophetenhauses die Botschaft von der Einheit in der Islamischen Welt und der regionalen und internationalen Sicherheit  und einer  besseren Bekanntschaft der Weltbevölkerung mit dem Wissen der Imame sein kann.  Dr.Rohani betonte, dass es für die Islamische Republik keinerlei Unterschied zwischen den Schiiten in Jemen, Irak und Libanon und Syrien zu den jemenitischen und palästinensischen und irakischen Sunniten gibt. Er sagte: „Wir wollen Frieden, Sicherheit und Brüderlichkeit und wünschen einen größeren Fortschritt in der Region.“

          

Gegenstand  der Artikel, die bei der 6. Vollversammlung des Ahl-e Bait-Weltforums eingereicht wurden,  waren vor allen Dingen die raschen Wandlungen in den muslimischen Ländern, der Terrorismus und Extremismus und die Wege zur  Bekämpfung dieser Gefahren in der Islamischen Welt.

Hudschat-ul Islam wa-l Muslimin Mubaleghi, der Direktor der iranischen Universität für Islamische Rechtsschulen sagte, dass es zu alarmierenden Veränderungen in der Islamischen Welt gekommen ist, welche die  islamischen   Persönlichkeiten zu einer Art Revision veranlasst haben.  Er sagte: „Abgesehen  von einigen Politikern in der Islamischen Welt, deren Sichtweise und Absichten mit Schlechtem vermischt sind und die Unruhe stiften wollen, ist die  Islamischen Welt zurzeit  auf gewisse Weise zu sich gekommen und legt Wert auf  die Beziehungen zwischen den  Rechtsschulen. Dies ist eine Wahrheit, auch wenn es erst Anfänge sind.“

 

   Hudschat-ul Islam Mubaleghi unterstrich, die Islamische Republik Iran bringe, weil sie im Besitz einer Universität für Islamische Rechtsschulen ist, bereits eine Voraussetzung dafür mit. Diese Universität sei nämlich, wie ihr Name schon besagt, eine Universität  für alle islamischen Rechtsschulen und strebe ein friedliches Zusammenleben der Muslime an. Als eines der Ziele dieser Universität im Iran  nannte er die Erreichung von Konvergenz, Einklang und einem friedlichen Nebeneinander  und die Schaffung der diesbezüglichen Wissensgrundlagen. Diese Hochschule wolle  auf der Basis von Wissen die Probleme der Umma (des muslimischen Glaubensvolkes)  beseitigen oder Lösungswege vorlegen.   Der Direktor der Universität für Islamische Rechtsschulen unterstrich, es solle ein heiles Konzept, welches genau der menschlichen Natur und dem Muslimsein entspricht, vorgelegt werden. Allerdings habe die Universität wegen einiger Hindernisse bislang noch nicht die gewünschte Bewegung in der Islamischen Welt in Gang setzen können.   

                               

In Fortsetzung der Vollversammlung wurde die Botschaft von Ajatollah Scheich Baschir Nadschafi ,einem der hohen schiitischen Vorbilder der Nachahmung in religionsrechtlichen Fragen von seinem Sohn verlesen. In dieser Botschaft des irakischen Großajatollahs hieß es: Angesichts der heutigen Lage der Schiiten  stellt das Ahl-e Bait (a)-Weltforum,  welches zur Verbreitung der Religion und zum Dienst an dem Prophetenhaus (a) gegründet wurde, ein Beispiel für rechtschaffenes Handeln dar. Ajatollah Baschir Nadschafi hoffte auf verstärkte Anstrengungen und forderte zum Schluss seiner Botschaft, dass die takfiristischen Gruppen nach besten Kräften  bekämpft werden.

Ein anderer Sprecher auf der 6. Vollversammlung war Scheich Nabil Al Helbawi, ein syrisches Mitglied des Hohen Rats des Ahl-e Bait (a) Weltforums. Er sagte: „Ich überbringe die Botschaft der Standhaftigkeit und Ausdauer der Brüder in Nubl und Al Zahraa und in den umliegenden Gebieten von Homs und aus  allen Orten, wo die Anhänger des Prophetenhauses (a)leben, denn die Linie der Edlen aus dem Prophetenhause (a) ist die einzige Linie, die uns Gutes und Segen bringt.“

 

Unterdessen sagte der Gelehrte Hadsch Mohammad Muhaqqiq in seiner Ansprache, nachdem er sich bei der Islamischen Republik Iran für Gründung des Ahl-e Bait (a) Weltforums bedankte: „ Ich komme aus Afghanistan, welches seit vier Jahrzehnten in der Falle der Verschwörungen gieriger Staaten steckt - von der Besatzung durch die Sowjetunion bis zum Überfall des internationalen Terrorismus. Inzwischen sieht sich dieses Land auch dem Angriff der IS und einer neuen Art von Terrorismus gegenüber, der noch fürchterlicher ist als der der Al Kaida und der Taliban.“

Dieser afghanische Gelehrte sagte weiter: „Die IS sind ein internationales Projekt der Feinde zur Vernichtung des Islams. In der Hauptsache sollen sie zwischen Schiiten und Sunniten spalten.  Sie streben danach, die Rechtsschulen der Sunniten zu verdrängen und die lange Geschichte des Islams zu vernichten. Inzwischen haben sie auch Afghanistan im Visier.“

                             

Zum Veranstaltungsprogramm der 6. Vollversammlung des Ahl-e Bait (a) – Weltforums gehörte auch das Treffen mit Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei.  Die Begegnung fand in einer sehr herzlichen und spirituellen Atmosphäre statt. Das Revolutionsoberhaupt  sagte zu den Gästen, dass der Name Ahl-e Bait (a) Weltforum erfordere, dass  die Mitglieder dieses Forums die Edlen Nachkommen des Propheten (Gottes Segen sei auf ihnen allen) befolgen.    Sie müssten das islamische Wissen verbreiten, die göttlichen Gebote einhalten und auf dem Wege Gottes und gegen Unrecht und Unterdrücker kämpfen.  Er sagte, dass der Dschihad auf dem Wege Gottes auch die Anstrengung im kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bereich mit einschließt und die Aufdeckung der Intrigen der Feinde in den islamischen Gebieten ein klares Beispiel für einen solchen Dschihad ist. Diese Verteidigung müsse sowohl defensiv als auch offensiv sein. Ajatollah Khamenei  unterstrich, dass die Umtriebe der Feinde seit dem Sieg der Islamischen Revolution intensiviert wurden, weil man nicht will, dass sich ähnliches in anderen Ländern wiederholt. Er bezeichnete die Erzeugung von Streit unter den Völkern noch als gefährlicher als Konflikte unter den Regierungen und betonte, dass es sich bei dem, was sich zurzeit in Irak, Syrien, Jemen und anderen Gebieten abspielt,  nicht um einen Krieg zwischen den Rechtsschulen handelt, sondern dass dieser Krieg rein politisch motiviert ist.

Ajatollah Khamenei sagte: Die wichtigste Pflicht besteht heute darin, nach einer Beseitigung von Meinungsverschiedenheiten zu streben.

                            

Die Schlusserklärung der 6. Vollversammlung des Ahl-e Bait (a)-Weltforums war in Form von drei Abschnitten an verschiedene Adressen gerichtet, nämlich erstens die Anhänger des schiitischen Glaubens, zweitens die Islamische Weltgemeinde und drittens die internationale Staatengemeinschaft.

Im ersten Paragraphen der Erklärung wurde die Einheit zwischen den Schiiten als wichtigster Punkt, den die Anhänger der Ahl-e Bait – des Prophetenhauses – beachten müssen hervorgehoben. Es hieß, man dürfe nicht zulassen, dass unter den Schiiten Radikalismus auftauche und abwegige Strömungen entstehen. Mit aller Kraft sei zu verhindern, dass sich der Feind unter die Reihen der Anhänger des Prophetenhauses mischt.

 

Der zweite Passus in der Erklärung fasste die gesamte Islamische Welt und nicht nur die Schiiten ins Auge.  Darin hieß es an einer Stelle:

„Die Teilnehmer der Vollversammlung sind über die Zunahme von Extremismus und  Gewalt auf der Welt insbesondere in Irak, Syrien, Libanon, Afghanistan, Pakistan und Jemen besorgt.  Sie verurteilen diese Aktivitäten und die Verbrechen der Takfiristen (die Andersdenkende aus dem Islam ausgrenzen und töten)  und betonen die Wahrung der Ausgeglichenheit und Rationalität auf der Welt. Sie raten zum Einsatz jeglicher Abwehrmittel  und fordern die Regierungen auf, die Rechte und Freiheiten der Muslime und Anhänger der Ahl-e Bait (a) bezüglich Religion und Religionsfreiheit zu unterstützen.    

 

Der dritte Schwerpunkt der Erklärung betraf die Weltgemeinschaft.

In dem betreffenden Abschnitt wurde betont, dass die Teilnehmer an der Vollversammlung des Weltforums  Rationalität, Logik und Ausgeglichenheit unterstützen, jeglichen Radikalismus ablehnen und die Zusammenarbeit mit der Völkergemeinschaft und den Anhängern der anderen Religionen unterstreichen.

 

Das Ahl-e Bait (a) Weltforum besteht schon seit mehr als 10 Jahren. Es wurde auf Initiative von Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei gegründet, um das Wissen der Makellosen aus dem Hause des Propheten (Ahl-e Bait) zu verbreiten und eine Verbindung zwischen den Anhängern der Ahl-e Bait herzustellen. Die Veranstaltung von internationalen Sitzungen gilt dem Kontakt zwischen den Gelehrten und politischen und religiösen Aktivisten  in aller Welt und dem Meinungs- und Gedankenaustausch über die wichtigsten Fragen der Islamischen Welt.

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