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Dienstag, 25 August 2015 05:21

Gegen Islamophobie vorgehen- Aufgabe der Medien des Widerstandes

Gegen Islamophobie vorgehen- Aufgabe der Medien des Widerstandes
  In der Geschichte hat es immer einen direkten Zusammenhang zwischen der Verbreitung des Islams und den Maßnahmen gegeben, die sich gegen ihn richteten und künstlich Angst vor ihm heraufbeschwören sollten.

 

Immer wenn der Islam sich verbreitete, wurden die Versuche ihn und die Muslime schlecht zu machen intensiviert. Das war besonders in der westlichen Welt so.
                                  

Seit circa einem Jahrhundert sind viele Muslime in Europa ansässig geworden und ihnen schlossen sich europäische Neu-Muslime an, so dass sich der Westen nun einer großen Zahl von Muslimen gegenüber sieht. 

Dort wo das Muslimsein nicht mit den Bedingungen im Westen übereinstimmt haben die Muslime  an ihrem eigenen Lebensstil festgehalten.  Die westliche Gesellschaft begegnete damit einer neuen Situation. Aber die westlichen Medien rückten die Muslime und das Muslimsein ins falsche Licht und lieferten der Öffentlichkeit im Westen, darunter in Europa  ein verzerrtes  Islambild. Die vielen Auseinandersetzungen zwischen dem Islam und dem Westen in der Vergangenheit,  die Unkenntnis vom Islam sowie sein  Widerspruch zu den Interessen der westlichen Regierungsmächte  und der unterschiedliche Ausgangspunkt für die Werteordnung haben zusammen mit der westlichen Medienpolitik die Welt in eine neue Situation versetzt.

                       

Das Nachrichten- und Medienimperium der internationalen Hegemonie  betreibt organisiert Angstmache vor dem Islam und feindet den Islam an, so dass bei der normalen Bevölkerung eine falsche Vorstellung von den Muslimen hervorgerufen wurde. Die Medien haben die öffentliche Meinung zur direkten Konfrontation mit den Muslimen animiert.  Aber auch Intellektuelle ließen sich von der giftigen Propaganda mitreißen, wie der amerikanischen Theoretiker Fukuyama. Dieser hat nur einen Monat nach dem Angriff vom 11. September in einem Interview mit der englischen Guardian behauptet, der Islam sei das einzige Kultursystem, welches die westliche Moderne bedrohe.

 

Er betonte,  die USA könnten Militärmacht einsetzen, um den Widerstand der islamischen Länder gegenüber der Moderne zu brechen.

                                  

Die Islamophobie ist in einer langen bewegten Geschichte der Beziehungen zwischen dem Westen und Islam verankert und reicht bis zu den Kreuzzügen der europäischen Christen gegen die Muslime zurück.

Heute aber spielen die Medien eine Schlüsselrolle bei der Hervorrufung und Verbreitung der Angst vor dem Islam.  Sie stellen nachweislich den Islam als Radikalismus, Fundamentalismus und Extremismus dar.   Die Bilder, welche die  Medien, diese wichtige Achse  der postmodernen Welt,  verbreiten , decken sich oftmals nicht mit der Wahrheit.

In den meisten Propagandamedien des Westens wird der Islam als große Gefahr für die westliche Zivilisation hingestellt und alle Muslime werden mit den gewaltsamen radikalen Gruppen über einen Kamm geschert.   

Der Muslim wird als Reiter mit einem Säbel in der Hand  oder als jemand der einen Sack voller Dollars geschultert hat, suggeriert. Natürlich haben auch die Filme aus Hollywood und das westliche Kino unbestreitbar  zu der falschen Vorstellung im Westen von den Muslimen beigetragen. Besonders in den letzten 50 Jahren  wird auf erstaunliche Weise in Filmen gegen den Islam agiert und vor ihm Angst gemacht. Mit diesen Filmen werden unberechtigte falsche Vorstellungen und Assoziationen hervorgerufen.

                                    

Vorige Woche fand in Teheran die 8. Sitzung der Union islamischer Rundfund- und Fernsehsender statt.  Sie stand vor allem  unter dem Motto, sich auf die Vorstellung des wahren Islams und des Propheten Mohammad (s) zu konzentrieren.   Dies erfordert in der Tat einen intensiven Einsatz für die Abwehr  der islamfeindlichen Umtriebe der westlichen Medien.

 

Die Union islamischer Rundfunk- und Fernsehsender wurde vor 8 Jahren aufgrund hoher Ziele gegründet.  Sie sieht sich nun einem wichtigen historischen Abschnitt gegenüber und muss alles tun, um die islamfeindlichen Aktivitäten der Medien zu bekämpfen.  Die islamische Republik Iran hat bislang eine wichtige Rolle in dieser Union gespielt. Sie fordert, dass die Mitglieder dieser Union wirklich muslimisch vorgehen und zusammenarbeiten.   

Dr. Mohammad Sarafras, IRIB-Superintendant, sagte auf der Schlussfeier der Konferenz mit dem Hinweis darauf, dass zurzeit eine Art neuer Krieg, nämlich ein Medienkrieg im Gange ist:

„Wir  sind heute Zeuge der  IS-Terroristen, die von den westlichen Medien, insbesondere von den englischen, hochgebracht wurden. Wenn die internationalen Medien nicht für diesen  hohlen Riesen Propaganda betrieben hätten, wäre niemals ein Gebilde namens IS entstanden.“

 

Sarafras verwies auf die Pflichten der muslimischen Medien unter den jetzigen Bedingungen. Er sagte:

„Als erstes ist es unsere Pflicht das Thema Widerstand zu stärken. Es muss über den Widerstand gesprochen und  seine Art und Weise und sein Ausmaß müssen klargestellt werden,  damit wir  dem Thema kompromisslerischen, erniedrigenden Verhalten etwas entgegensetzen können.“

Er fuhr fort: „Die muslimischen Medien haben die Pflicht gegen die Islamophobie vorzugehen,  die hohe Moral des Propheten des Islams (s) aufzuzeigen und für die islamische Einheit gegenüber dem Großangriff , der durch takfiristischen Gruppen wie die IS, welche Andersdenkende aus dem Islam exkommunizieren, zustande gekommen ist, zu werben.

Außerdem können die Sozialnetzwerke sich zusammenschließen und gemeinsam eine Medienfront gegenüber der arroganten internationalen Front bilden. Die Nutzung der modernen Medienwerkzeuge im Bereich der Soft- und Hardware, sowie die Anwendung von modernem Wissen für die Nutzung von virtuellen Netzwerken, zählen außerdem zu den verantwortungsvollen Aufgaben aller Muslime.“

                      

Die wichtigsten Lösungen, die der Iran für die Erreichung der  Ziele der Mitglieder der Union vorgeschlagen hat, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Als erstes ist die Immunisierung der muslimischen Völkern , welche die westlichen Medien zu manipulieren versuchen,  ins Auge zu fassen und als zweites sind die Kapazitäten der Union der islamischen Rundfund- und Fernsehsender gegenüber dem Überfall der westlichen Medien auf den wahren Islam Mohammad  und die Einheit, Kultur und Ideale der Islamischen Länder zu nutzen. 

Medienexperten sind der Meinung, dass sich die zerstörenden Wellen der westlichen Medien am besten dadurch abwehren lassen, dass die muslimischen Völker und Länder insbesondere deren Jugend gegenüber ihnen immunisiert – sozusagen geimpft - werden. Dies lässt sich durch Anhebung der  Medienbildung und des Medienwissens  der Allgemeinheit  erreichen.  Zu diesem Zweck wurde die Bildung einer besonderen Arbeitsgruppe im Sekretariat der Union vorgeschlagen, die die wichtigsten Punkte  und den Inhalt der  Medien-Bildung und der Vermittlung von  Medienwissen festlegt.

Außerdem ist Mediendiplomatie ist das beste Mittel für die Union islamischer Rundfunk- und Fernsehsender  zur Erreichung ihrer Ziele, nämlich den wahren Islam des Propheten Mohammad vorzustellen,  die öffentliche Meinung im Westen aufzuklären sowie die Einheit unter den Muslimen zu festigen und die Kulturattacken des Feindes bekämpfen. Die Teilnehmer der Konferenz in Teheran vereinbarten einen optimalen Einsatz dieses Mittels. Es wurde zu diesem Zwecke  eine gemeinsame Gruppe zwischen allen Mitgliedsländern gebildet, die gezielt und im Einklang miteinander planen und vorgehen soll. 

Die Bekämpfung der Strategien des westlichen Nachrichtenimperialismus  und die  Koordinierung des Inhalts von Programmen mit der Kultur der Zielgesellschaft  ist natürlich  Sache der  Medienexperten in der Union  und wurde diesen anvertraut.

                                   

Ein wichtiges Ereignis für die Teilnehmer an der 8. Sitzung der Union islamischer Rundfunk- und Fernsehsender war die Begegnung mit Ajatollah Khamenei, dem Oberhaupt der Islamischen Republik Iran.  Er  unterbreitete bei diesem Treffen wertvolle Vorschläge und wir möchten diesen Beitrag mit seinen Worten abrunden.  

 

 Er sagte: „Heute  hat die Front der arroganten Mächte eine großes Medienimperium aufgebaut. Sie verfälschen nach Belieben Nachrichten, verbergen dies und jenes, verbreiten Lügen und stellen auf diese Weise bestimmte Strategien  als gerechtfertigt dar. Parallel dazu behaupten sie, wie zum Beispiel der englische  Rundfunk, dass sie neutral wären. Aber das ist gelogen.  Ist es denn neutral, wie sie vorgehen?  Sie werden doch genau für die Politik der arroganten und imperialistischen Mächte aktiv, ob es die Politik Englands ist oder die der Amerikaner. Ob akustisch auditive  oder schriftliche Medien, ob Nachrichtenagenturen  oder die seltsamen Kommunikationsmittel, die heute zu Verfügung stehen: Sie alle stehen im Dienste der arroganten Mächte und ihrer Strategien, im Dienste des Zionismus und ihrer Vorhaben.   Gegenüber diesem gefährlichen Medien-Imperium und dieser großen Medienmafia, welche sich heute in den Händen der amerikanischen und zionistischen Kapitalisten und Konzerne befinden, ist eines zu tun, und zwar, das was ihr tut: Es sind Initiativen zu ergreifen und diese  Aktivitäten müssen fortgesetzt  und gestärkt und immer mehr intensiviert werden!“

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