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Dienstag, 10 Februar 2015 05:56

Einige Gedanken zum Brief des Revolutionsoberhauptes an die westliche Jugend

Einige Gedanken zum Brief des Revolutionsoberhauptes an die westliche  Jugend
Am 21. Januar 2015 machte die Botschaft des iranischen Revolutionsoberhauptes an die jungen Menschen in Europa und Nordamerika auf sich aufmerksam. Diese sollte alle dazu anregen, das, was in den westlichen Medien über den Islam und die Muslime verbreitet wird,  einmal ernsthaft in Frage zu stellen. 

 

Diese Maßnahme hat Ajatollah Khamenei im Gefolge der Verbreitung von beleidigenden Karikaturen durch ein französisches Satireblatt und die Anheizung der Kampagne der Islamophobie seitens der westlichen Politiker und Medien ergriffen.

Ajatollah Khamenei, Revolutionsoberhaupt und Nachahmungsvorbild vieler Muslime, hat  ausdrücklich die jungen Menschen in Europa und den USA angesprochen. Obwohl sie  in der Mehrheit keine Muslime sind, hat er sie aufgerufen, den Koran und die echten islamischen Quellen und die Biografie des Propheten (s) zu lesen. Jemand, der den wahren Islam kennt, weiß, dass diese Aufforderung Ajatollah Khameneis auf ein Wort Imam Sadiqs (a)  zurückgeht, welcher zu seinen Helfern gesagt hat: „Wendet euch an die jungen Menschen, denn sie erkennen Recht und Wahrheit eher und bewegen sich in Richtung des Guten.“ (Usul-e Kafi, Band 8). 

 

In einer Zeit, in der die Versuche, den Islam verzerrt darzustellen, eskaliert sind, hat Ajatollah Khamenei die wahrheitsdurstigen  jungen Leute in den USA und Europa aufgefordert, über die Gründe all dieser Schwarzmalerei in den Medien und seitens der westlichen Politiker im Rahmen des Islamophobie-Projektes nachzuforschen. Er forderte sie auf, sich an die eigentlichen Quellen des Islams, nämlich den Heiligen Koran und die kostbaren Lehren des Propheten zu wenden.

Es liegt auf der Hand, dass der westlichen Jugend bei solchen Nachforschungen vieles klar werden wird. In einem Abschnitt seines Briefes sagt das Revolutionsoberhaupt:

„Gestattet nicht, dass sie euch heuchlerisch die Terroristen, die sie selber angeheuert haben, als Repräsentanten des Islams vorstellen. Lernt den Islam über die echten Quellen und die Quellen aus erster Hand kennen. Werdet mit dem Islam durch den Koran und die Biografie ihres großen Propheten vertraut. 
Ich möchte euch an dieser Stelle gerne fragen, ob ihr euch bislang schon direkt an den Koran der Muslime gewandt habt? Habt ihr die Verhaltensweise des Propheten des Islams und seine menschlichen und moralischen Lehren studiert? Habt ihr bislang außer über die Medien auch aus anderen Quellen über die Botschaft des Islams erfahren? Habt ihr euch jemals gefragt, wie und aufgrund welcher Werte dieser Islam mehrere Jahrhunderte hintereinander die größte wissenschaftliche und geistige Zivilisation der Welt hervorbrachte und die besten Gelehrten und Denker großzog?“

Die Koranverse enthalten zahlreiche Punkte, die für  jungen Menschen anziehend wirken. Der junge Mensch, der nach der Wahrheit sucht, wird zum Beispiel durch folgenden Vers 8 in der Sure 5 angezogen:

 

„Und der Hass gegen eine Gruppe soll euch nicht (dazu) verleiten, anders als gerecht zu handeln. Seid gerecht, das ist der Gottesfurcht näher. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist eures Tuns kundig.“

 

 

Der junge Mensch versteht sicherlich was der Koran meint, wenn er in dem Vers 64 der Sure Ale Imran (3) sagt:

„Sprich: O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch, dass wir nämlich Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass nicht die einen von uns die anderen zu Herren nehmen außer Allah“

Der junge Mensch im Westen wird den Islam nicht als Religion der Gewalt betrachten, wenn er den Vers 108 der Sure Anam (6) liest, wo wie folgt steht:

„Und schmäht die nicht, welche sie statt Allah anrufen, sonst würden sie aus Groll ohne Wissen Allah schmähen.“

Ein junger westlicher Bürger, der nach der Wahrheit sucht, wird wenn er sich an den Koran erfahren, dass der Islam über die Freiheit in der Sure Tauba (9) im Vers 6 sagt:

„und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind.“

Wie kann ein junger Mensch der reinen Herzens ist, den Islam als eine Religion betrachten, die gegen die Vernunft verstößt, wenn er den vielen Versen im Koran begegnet, die ihn zum Nachdenken und zum Wissenserwerb aufrufen? Wie kann er sich vom Islam abwenden und die  Spiritualität in einer anderen Religion suchen, wenn er im Koran über die Moral und die Menschlichkeit liest.  Verse wie Vers 8 der Sure Ankabut (Sure 29), die ihn auffordern die Eltern gut zu behandeln oder wie Vers 19 der Sure 4, in denen eine würdige Behandlung der Ehefrau gefordert wird, usw.  Die Koranverse sind interessant und anziehend mit ihren Empfehlungen für Politik, Gesellschaft und Moral. Sie zeigen dem jungen Menschen, wie er den Weg des Glücks gehen kann.

Ajatollah Khamenei hat als ein religiöser Führer und aufgrund seiner aus dem Koran gewonnenen Denkweise die Rettung und das Wohl der menschlichen Gesellschaft im Auge. Um die internationalen Probleme zu lösen, richtet er sich nach den Empfehlungen des Propheten des Islams (s).  Der Prophet hat den Muslimen in seinem letzten Worten empfohlen:

„Ich hinterlasse unter euch zwei kostbare Pfandgüter, das eine ist das Buch Gottes der Koran und das andere ist meine Familie – die Ahl-e Bait (die Unfehlbaren Imame aus dem Prophetenhause) Ihr werdet niemals auf den Irrweg geraten, solange ihr euch an diesen beiden festhaltet.“

Für den Propheten ist es also bei der Einladung zum Islam wichtig, dass er den Staub der Achtlosigkeit beseitigt, der sich über das eigentliche unversehrte Ur-Wesen des Menschen(die Fitra)  gelegt hat. Dies ist deutlich am Verhalten und an den Worten des Propheten zu sehen. Der Prophet strebte das Wohl der Menschen an und betonte die Erkenntnis der Wahrheit. Um an sein Ziel zu gelangen, hat er Weisheit und wohlwollende Mahnung benutzt und wenn er ein Streitgespräch führte, dies nur auf gute Art getan. Es war ja die Aufgabe des Propheten die Gemüter und Geister zu wecken und den Verstand zur Entfaltung zu bringen.

 

Die Botschaft Ajatollah  Khameneis ist deshalb auch bedeutend, weil er den jungen Menschen im Westen keine spezielle Islamversion aufdrängt.

Ajatollah Khamenei hat in seiner Botschaft auch nichts Näheres über den Islam gesagt, sondern nur – gestützt auf  das natürliche Recht des Menschen, nämlich das Recht auf Wissen und Erkenntnis, die jungen Leute aufgefordert, der Wahrheit nachzugehen.  Das Verlangen nach der Wahrheit ist im Inneren jedes Menschen verankert. 

Die Aufforderung des iranischen Revolutionsführers enthält den Hinweis darauf, dass jeder Wahrheitssuchende durch das Studium des Korans und Betrachtung der Biografie des Propheten Mohammad (s) mit wichtigen Punkten, Wahrheiten und den vitalen und wohlbringenden Lehren dieser Religion vertraut wird. Wenn die jungen Menschen im Westen dieser Aufforderung folgen, werden sie auch bestimmt erkennen, dass Takfir-Gruppen wie die Wahhabiten, die IS, An Nusra und Boko Haram nichts mit dem Islam zu tun haben.  Die jungen Menschen in Europa und Amerika werden, wenn sie ein wenig nachdenken, auch erkennen, wer den Islam verfälscht und dass die Terroristen, die sich anheuern ließen oder einer Täuschung zum Opfer fielen,  nicht die Vertreter der Muslime sind. 

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