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Montag, 03 November 2014 03:07

Erster Islamischer Menschenrechtspreis – eine Initiative des Irans

Verabschiedung der UN-Charta am 26. Juni 1945 in San Francisco Verabschiedung der UN-Charta am 26. Juni 1945 in San Francisco
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde intensiv die  Unterstützung der Menschenrechte gefordert. Nachdem  1945 die UN-Charta gebilligt wurde, waren geeignete Voraussetzungen für die Klärung der Menschenrechtsfragen geschaffen. 

Neben der UN-Charta wurde auch eine Menschenrechtscharta und wurden zahlreiche Abkommen über die allgemeine weltweite Unterstützung der Menschenrechte von der UNO verabschiedet.  

In der Praxis haben jedoch die Organisationen, die sich für die Verbreitung der Menschenrechte einsetzen sollten, ihre Maßnahmen weitgehend politisiert und nicht das getan, was sie hätten tun können.  Ihre Arbeit  wurde in der Hauptsache von den imperialistischen Mächten und den zionistischen Lobbies beeinflusst.

             

Bedauerlicherweise ist der Begriff der Menschenrechte heute zu einem politischen Hebel geworden, um unabhängige Länder, welche sich gegen die westliche Hegemonie wehren und den internationalen Imperialismus und Kapitalismus ablehnen, unter Druck zu setzen.

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei hat in dieser Beziehung gesagt:  In Irak, Afghanistan, Libanon, Guantanamo , Abu Ghureib und geheimen  Orten und vor allen Dingen in  Gaza und dem Westjordanland wurde den Völkern veranschaulicht, was der Westen unter den  Wörtern  „Freiheit“ und „Menschenrechte“, mit denen  das US-Regime am schamlosesten seine Propaganda betreibt, versteht.  Der westliche Liberaldemokratie ist heute in der Islamischen Welt genauso  wenig geschätzt  wie der  Sozialismus und Kommunismus des Ostens von Gestern es war.“

Die Menschenrechte, oder besser gesagt, die von den Medien propagierten  Menschenrechte, sind  zu einem Werkzeug für die  Verbreitung von haltlosen Vorwürfen geworden und dienen der Diskreditierung souveräner Länder  in der Weltöffentlichkeit  sowie  der Meinungsmanipulation.  Unter dem Deckmantel von Menschenrechtsparolen  haben sich fremde Mächte  in die internen Angelegenheiten dieser souveränen Länder eingemischt und eine neue Form des  Imperialismus  betrieben.

 

Über die Instrumentalisierung der Menschenrechte hat Ajatollah Khamenei gesagt:

„ Sie (die Anführer der arroganten imperialistischen Front) sind Kriegstreiber, aber sie sprechen vom Frieden und posieren unter Friedensplakaten. Sie räumen den Menschen und der Menschheit  keine Recht und Würde ein, aber sie werfen sich unter Menschenrechtsplakaten in Pose.  Sie sind Aggressoren und Aggression und Übergriffe gehören zu den Hauptstrategien ihres Vorgehens, aber sie behaupten Aggression und Übergriff zu bekämpfen. Bei  ihrer Politik und in ihrem Vorgehen, setzen sie jegliche schmutzige Methode ein: Sie bedienen sich des Terrors, rufen Terrororganisationen hervor und heuern Terroristenunternehmen an. Ihr habt im Irak ein Beispiel vor Augen, ebenso wie in Afghanistan, und dort wo sie einen Militärputsch organisiert haben, ist es auch zu sehen.“

Eine klares Beispiel für die politischen Spielchen mit den Menschenrechten, liegt in Palästina vor. Die Besatzung der Palästinensergebiete und das Unrecht, welches den Einwohnern dieser Gebiete angetan wurde, ist  eine lange Geschichte. Beim letzten Gaza-Krieg   konnte sich die Welt wieder davon überzeugen wie brutal das illegale Besatzerregime ist. Diese letzte  Großoffensive Tel avivs  hinterließ 12 Tausend 500 Tote und Verletzte. 75 Prozent der 2600 unschuldigen Menschen , die starben, waren   Frauen und Kinder.  17 Tausend Wohnungen  wurden zerstört und 40 Tausend beschädigt. Große Teile der Infrastruktur wurden  vernichtet. Aber die Menschenrechtsorganisationen und die Regierungen, die angeblich die Menschenrechte  verteidigen, haben keinen praktischen Schritt zur Einstellung dieser Verbrechen unternommen.  Die US-Regierung, die immer wieder ohrenbetäubende Menschenrechtspropaganda betreibt, belohnte sogar  das  zionistischen Verbrecherregime mit neuen Hilfen in Höhe von 250 Millionen Dollar.

Wer  Friedens- und Menschenrechtspreise erhält, hat sie sich nicht immer wirklich verdient.   Der Friedensnobelpreis wird sogar hin und wieder an Leute verliehen , die großes Unrecht begehen, wie  an Menachem Begin und Anwar Sadat, die eine Vereinbarung trafen, mit der die Besatzung der Palästinensergebiete und die Obachlosigkeit von Tausenden Menschen besiegelt wurde.  Für die Teilung der Heimat der Palästinenser  haben Schimon Peres und Arafat ebenso den Friedenspreis erhalten.

Andere haben sich jedoch den Nobelpreis redlich verdient, wie Mutter Theresa , und Nelson Mandela , der gegen die Apartheid kämpfte.

Leider  hat das Ansehen des Nobelpreises und die Auszeichnung für Verdienste an der Menschheit unter einem Phänomen namens Politisierung gelitten, und zwar kommt es in dem Moment dazu, wenn die Preisverleiher sich  aus politischen Gründen für eine Nominierung entscheiden und dabei Gerechtigkeit und Wahrheit opfern.  Dadurch aber wird ein Preis für Frieden- und Menschenrechte wertlos.

Aber die Islamische Republik Iran hat inzwischen  eine Initiative ergriffen. Sie hat mit der Verleihung einer Auszeichnung namens „Islamischer Menschenrechtspreis“ begonnen.

Der Islamische Menschenrechtspreis wird von dem Menschenrechtsstab der Islamischen Republik Iran, unabhängig von  der Zugehörgkeit zu einer bestimmten Religionsgruppe,  denjenigen verliehen, die die islamischen Menschenrechte   unterstützt und verbreitet haben. Der Preis wird auch an Muslime verliehen, deren Rechte von Gastgeberländern verletzt wurden.  Diesen  Preis kann eine einzelne Person oder auch  eine nichtstaatliche Organisation oder eine staatliche Behörde erhalten.

Zum ersten Mal wurde dieser Preis von der Islamischen Republik Iran am 5. August dieses Jahres vergeben.  Bei einer  Zeremonie  in Anwesenheit des Chefs der Judikative und des Schriftführers  des Menschenrechtsstabes wurde der  Leiter des Kinderkrankenhauses al Nasr in Gaza, Nabil Al Barqouni , als erster Preisträger bekannt gegeben. Am 20. Oktober ist daraufhin dem Vertreter der Hamas und der Bewegung Islamischer Dschihad Palästina in Teheran  der Preis von 30 Tausend Euro überreicht worden, damit er -   wie vorher angekündigt  - für die verletzten Kinder in Gaza verwendet wird.

Auf dieser Zeremonie hat der Vize für internationale Angelegenheiten des Menschenrechtsstabes,  Kasem Gharib Abadi, gesagt:  „Zum ersten Mal hat der Menschenrechtsstab  zwecks Förderung  der wahren Ziele der Menschenrechte einen solchen Preis verliehen.  Ähnliche Preisverleihungen erfolgen auch seitens der westlichen Länder, aber sie werden aufgrund politischer Überlegungen Organisationen und Leuten verliehen, die nichts für die Menschenrechte getan haben.  Der Menschenrechtsstab hat zur Beseitigung solcher politisch motivierten Benachteiligungen  eine Preisverleihung an  Muslime, deren Rechte verletzt wurden oder Personen und (muslimischen und nicht-muslimischen) Organisationen, die gegen die Verletzung der Menschenrechte von Muslimen kämpfen  oder an die Muslime, die sich große menschliche Verdienste gemacht haben, vorgesehen.“ Er fügte hinzu:“Die Verbrechen des zionistischen Regimes im Gazastreifen gegen die arme wehrlose  Bevölkerung Palästinas waren eine Blamage für diejenigen, die angeblich die Menschenrechte verteidigen, während sie sie in Wahrheit  verletzen. Dies hat uns  veranlasst, den ersten islamischen Menschenrechtspreis an  Palästina zu vergeben .“

Der Vertreter der Bewegung Islamischer Dschihad Palästinas , Naser Abu Scharif, sagte auf der Zeremonie der Preisverleihung,  dass die USA während des letzten Gazakrieges dem zionistischen Regime Hilfen in Höhe von 390 Millionen Dollar zukommen ließ und der US-Kogress noch während des Krieges weitere Hilfen von  250 Millionen Dollar an das Regime bewilligt hat.  Naser Abu Scharif sagte: „Wer hat da noch Zweifel daran, dass die Behauptungen Washingtons und seiner Verbündeten  hinsichtlich der Menschenrechte  reine Lüge sind?! Es zeigt sich anhand des Gazastreifens von Palästina, ob die Behauptung der Verteidiger der Menschenrechte stimmt oder nicht.“ Abu Scharif sagte über die tapfere Haltung  Irans gegenüber dem zionistischen Regime: „ „Während der gesamten 51 Tage, in denen das zionistische Regime die Menschen in Gaza mit  2 Tausend Tonnen Sprengstoff  überschüttete und die Staaten, die angeblich die Menschenrechte verteidigen, Israel finanziell und mit militärischer Ausrüstung in Höhe von  Millionen von Dollars  unter die Arme griffen, hat die Islamische Republik  an der Front der Unterstützung der Unterdrückten und des palästinensischen Ideals tapfer standgehalten  und aus menschlicher, moralischer und politischer Sicht  im wahrsten Sinne des Wortes ein glänzendes Zeugnis von sich hinterlassen.  Ich möchte hiermit erneut  der  Bevölkerung und der Staatsordung der Islamischen Republik Iran herzlich danken und bin der Überzeugung, dass diese Maßnahme der Islamischen Republik Iran ein Zeichen für ihre aufrichtige Unterstützung für die Unterdrückten und die Ablehnung des Unterdrückers ist  und zur Vergrößerung und Vertiefung der Beziehungen zwischen dem iranischen und palästinensischen Volk führen wird.“

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