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Samstag, 20 Dezember 2014 05:45

Islamischer Staat des Rahmatul lil Alamin

Islamischer Staat des Rahmatul lil Alamin
Es ist über 1400 Jahr her, dass Prophet Mohammad am 28. Safar  die Welt verlassen hat, aber die Erinnerung an diese großartige Persönlichkeit lässt  Hundertmillionen von  Herzen auf der Welt auch heute  noch schneller schlagen.
Über anderthalb Milliarden Muslime leben auf der Welt. Die Muslime bekennen sich täglich in ihrem Gebet mehrmals zu der Gesandtschaft Mohammads, der von Gott im Koran Rahmat-ul lil Alamin - ein Segen für die Weltbewohner genannt wird. Sie entsenden Segensgrüße für ihn, und befolgen die Lehre, die er überbrachte.

Sein Aufruf erfolgte aufgrund göttlicher Offenbarung. Aufgrund der Lehre des Islams hat er eine Gesellschaft und eine Regierung begründet, die für alle Zeiten als Modell dient. Wir kondolieren zum  Jahrestag  seines Verscheidens, und nehmen ihn zum Anlass, um auf die wichtigsten Merkmale der islamischen Gesellschaft und Regierung des Propheten ( s) hinzuweisen. 

 

Die Überzeugung von der Einheit Gottes, Glaube und  Religiosität   bilden die wichtigsten Merkmale der Gesellschaft und Regierung, des Propheten Mohammad (s).

 

Mit dem Ruf: „Sagt: Es gibt keinen Gott außer dem Einen Gott, damit ihr Rettung findet!“  hat der Prophet die Überzeugung von Gott in den Mittelpunkt des Lebens gestellt.  In dieser monotheistischen Ordnung  wird die Anbetung von Menschen, Gegenständen und dem Weltlichen abgelehnt und die Menschen sollen nur Gott anbeten und Ihm dienen.  Überhaupt wurden alle Propheten von Gott ausgeschickt, damit sie die Menschen  dazu auffordern, dass sie keinem Abgott sondern einzig Gott dienen sollen. Antriebsmotor der  Tauhid-Gesellschaft, die von dem Glauben an den einen Gott geprägt ist, sind die Liebe zu Gott und der Glaube an Ihn. Aufgrund des verinnerlichten Glaubens der Menschen, gehen sie den richtigen Weg.  

 

Die Gesellschaft des Propheten zeichnet sich auch durch die grundlegende  Aufmerksamkeit für Wissen und Erkenntnis aus. Dies ist schon an den ersten Versen, die auf den Propheten herabkamen, abzulesen und in denen zum Lesen und zum Schreiben und zum Lernen angespornt wird. Gott stuft im Heiligen Koran die Menschen nicht nur wegen Gottesfürchtigkeit, Anstrengung auf Gottes Wegen und Glauben sondern auch wegen Wissen höher als andere ein.    Einer der Gründe weshalb sich eine Kultur, Zivilisation oder eine politische oder soziale Ordnung halten kann,  ist in ihrer Übereinstimmung mit Vernunft und Wissen zu suchen.

Es gibt historische Beweise dafür, dass einige Abweichungen von ursprünglichen Himmelsreligionen , welche nicht mit den Erkenntnissen der Vernunft und der Wissenschaft übereinstimmten, zur Verdrängung der Religion aus der Gesellschaft  führten, wie es  beim Christentum geschehen ist .  So war das irrationale Verhalten der Kirchenväter  der  Grund für die Zunahme des Säkularismus in der westlichen Welt (und den Ausschluss der Religion von der Politik). Aber in der Gesellschaftosrdnung, die der Prophet des Islams  den Weltbewohnern  vorgestellt hat, sehen wir dass diese nicht Wissenschaft und Vernunft bekämpft, sondern selber laufend zur Aneignung von Wissen und zum Nachdenken anregt. Dank dieser Vorgehenweise  ist der Islam zur Wiege von großen Denkern und  Gelehrten in den verschiedenen Wissenschaften geworden.

 

Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Regierungssystems des Propheten ist die Beachtung der Gerechtigkeit.  Die Daseinswelt baut auf Gerechtigkeit auf und die Gesetze und Tradition Gottes sind  auf der Gerechtigkeit begründet.  Ohne Praktizierung der sozialen Gerechtigkeit kann der Mensch nicht glücklich werden. Ohne Gerechtigkeit tendieren die menschlichen Gesellschaften und politischen Mächte zur Willkür und Diktatur. Sie  können nur  bestehenbleiben, wenn sie gerecht sind.  Für den Propheten des Islams ist das wichtigste Ziel der Gründung einer Regierung und eines politischen Systems die Herstellung von Gerechtigkeit.  Der Koran unterstreicht das Prinzip der Gerechtigkeit und spornt die Menschen dazu an, gerecht zu sein. Der Prophet (s) war bestrebt in seiner Gesellschaft Gerechtigkeit zu verbreiten. In der islamischen Gesellschaft zu seinen Lebzeiten, waren alle gleichgestellt und Brüder und keiner stand über einem anderen, es sei denn  durch größere Gottesfürchtigkeit. 

 

Auch die Einheit des islamischen Volkes ist ein charakteristisches Merkmal der politischen Ordnung und Regierung unter dem Propheten (s).  Er hat sich große Mühe gegeben, um die Einheit der islamischen Nation zu erreichen.  Wenn heute von der Einheit der islamischen Ummah gesprochen wird, so bedeutet es, dass die Muslime sich gegenüber den Gefahren, die den Islam und die Gemeinschaft der Muslime bedrohen, vereinen. Während sie Anhänger ihrer eigenen Rechtsschule bleiben können, sollen sie sich unter dem Banner der vielen  religiösen Gemeinsamkeiten wie Tauhid, Koran und Prophet (s) und seine Sunna versammeln.  Sie sollen einander verstehen und  zusammenhalten und von den Unterschieden hinsichtlich der Rechtsschule, der Politik, der ethnischen Herkunft  und der Sprache absehen.

Zu den Strategien des Propheten zur Herstellung von Einheit gehörte seine Verhaltensweise . Er  hatte eine freundliche ansprechende Art  und diese half ihm die Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen und Menschen mit reinem Herzen für sich zu gewinnen. Seine Freundlichkeit wirkte Wunder. Durch sie gelang es ihm,  ehemalige ernsthafte  Feinde zu versöhnen und zu Freunden zu machen. 

In Mekka hat der  Prophet (s) Verträge zwischen den verschiedenen Gruppen geschlossen und diese Bündnisse können als erstes Beispiel  für die Herstellung von Einheit in der damaligen Gesellschaft gelten. Der allgemeine Vertrag von Medina ist einer der wichtigsten  zwischen dem Propheten (s) und den Volksstämmen in Medina.  Die Herstellung von Einheit zwischen den verschiedenen Volksstämmen war der Auftakt zur Herstellung der politischen und staatlichen Einheit.  Der Bündnisvertrag zwischen den Muhadschir (den Einwanderern aus Mekka ) und den Ansar (ihren Helfern in Medina) war einer der nächsten Schritte des Propheten. In einem Teil dieses Brüderpaktes heißt es:

„Die Muslimen sind einander Freund und Helfer und gegenüber Unrecht und Angriff halten sie zusammen. Die Unterzeichner des Vertrages bilden ein geschlossenes Volk.  Niemand darf ein Recht seines Bündnispartners verletzen.  Wenn es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Muslimen kommt, so sollen sie sich auf der Suche nach einer Lösung an  Gott und den Prophet wenden.“

Dieser Bruderpakt  erklärte falsche Impulse aufgrund der Volkszugehörigkeit eine Absage und  basierte auf der Einmütigkeit aufgrund des Glaubes an den Einen Gott.  Dieses Vorgehen zeugte von den Bemühungen des Propheten zur Hervorrufung eines Zusammengehörigkeitsgefühl auf Grund des Glaubens an den Einen Gott.  Durch den Brüderpakt konnte der Prophet die Muslime vor  den Gefahren, die ihnen drohten, schützen.  

 

Der Islam ist gegen Diskriminierungen. Er hat ethnischen und rassistischen Eifer bekämpft und verkündigt, dass nur die Gottesfürchtigkeit ein Grund dafür ist, das jemand besser ist als andere. Der Prophet (s)  hat um rassistisches Denken  zu bekämpfen den dunkelhäutigen Bilal aus Abessinien zu seinem besonderen  Muazzin (dem Aufrufer zum Gebet) ernannt  und er hat  Salman Farsi  vor den Arabern gelobt, obwohl er ein Iraner war.  Er bekämpfte  Diskriminierungen und  stellte immer mehr die Werte der Religion als Kriterien für eine gesellschaftliche Position vor.  In der politischen Ordnung und dem Regierungssystem des Propheten , die unter dem Zeichen des Ein-Gott-Glaubens standen und aufgrund einer universalen Methode gegründet wurden,  waren diejenigen würdig eine wichtige Position zu übernehmen, die vom Wissen, der Gottesfürchtigkeit und der Gerechtigkeit her dafür geeignet waren. Solche  Werte traten anstelle von Kriterien wie  Zugehörigkeit zu einer Rasse oder einem Volk oder der Hautfarbe.

 

Ein weiteren Gesichtspunkt den der Prophet in seinem politischen Vorgehen und Regierungskonzept beachtete, war der friedliche Umgang mit Nichtmuslimen. Der Prophet des Islams war allen gegenüber barmherzig und  Gott hat ihn einen Segen für die Weltbewohner genannt. Rahmatul lil Alamin.

: Seine Barmherzigkeit und Güte war so groß, dass er selbst Leuten die ihn jahrelang angefeindet hatten, wie die Götzendiener seines Volksstammes Qureisch, verzieh.  Als er ohne Einsatz von Waffen Mekka eroberte  begann jemand zu rufen: „Heute ist der Tag des Massakers, des Krieges und der Rache. ...“ Aber der Prophet der Barmherzigkeit  verkündete: „Heute ist der Tag der Barmherzigkeit und Liebe.“

Auf diese Weise hat dieser großartige Mensch jegliche Gewalt gegenüber den Islamgegnern verhindert . Er erlöste die Götzendiener der Qureisch aus ihrer Angst und sagte: „Geht! Ihr seid alle frei.“

 

Der Prophet (s)  hat den Völkern nicht die Liebe zu ihrem Volk oder ihre interne Unabhängigkeit verboten. Trotzdem die Lehre des Islam Universalität besitzt,  blieb die Existenz von Völkern, und Volksstämmen und der anderen Religionen , ob nun in  dem islamischen Reich oder außerhalb von ihm bewahrt und dies beweisen die Schreiben, die der Prophet an einige damalige  Großherrscher versandte und auf diese Weise deren Existenz anerkannte. Ein anderer Beweis sind zahlreiche Verträge, welche in der Regierungszeit des Prophet und nach seinem  Verscheiden mit den verschiedenen Völkern unterzeichnet wurden. In allen Fällen wurde der Friedensverstrag von dem Islamischen Staat  niemals verletzt, solange die Nicht-Muslime ihm treublieben.

Man braucht nur das Leben und die Verhaltensweise des Propheten (s) zu betrachten um klar zu erkennen, dass seine Regierungsordnung das Recht auf Freiheit achtete  und keinen Zwang zuließ. Der Prophet wollte durch Verträge der  Trübung von Beziehungen und dem Geist von Krieg und Konflikt vorbeugen und diese Erscheinungen bekämpfen. Der Geist seiner Verträge wie die Charta von Medina war ein Garant für Frieden, Freiheit und Sicherheit für alle, ungeachtet  irgendwelcher Meinungsunterschiede oder etwa des religiösen Glaubens.

 Bleibt zu hoffen, dass die Muslime sich an dem wahren Vorgehen des Propheten ein Beispiel nehmen und seinen Weg stärken.

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