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Dienstag, 27 August 2013 03:28

Das sagen große Denker über Prophet Mohammad (s.) Teil 16

Das sagen große Denker über Prophet Mohammad (s.) Teil 16
  Heute lernen Sie die Ansichten eines Schriftstellers kennen, der anfangs entschieden gegen den Propheten des Islams war und Texte gegen ihn und den Islam verfasst hat.
Aber er war jemand, der nach der Wahrheit forscht. Deshalb erschloss er sich neue Horizonte und erkannte schließlich seinen Irrtum in Bezug auf den Propheten des Islams. Dieser französische Schriftsteller und Dichter war Voltaire.

 

Voltaire (1694-1778) wandte sich anfangs, beeinflusst von der negativen Propaganda und den erfundenen Geschichten der Missionare im Mittelalter in seinen Schriften auf beleidigende Weise gegen den Islam und gegen den Propheten Mohammad (s).

Sein erstes Theaterstück über den Propheten war „Le Fanatismue ou Mohamete le Prophete - Die Schwärmerei oder Mohamet, der Prophet“ (1736). In diesem brachte er falsche Geschichten mit dem Propheten des Islams in Zusammenhang. Voltaire widmete sich 4 Jahre lang diesem Theaterstück, in dem er die selbstverständliche Tatsachen der Geschichte völlig außer Acht ließ. Napoleon hat dazu gesagt, Voltaire habe einen Verrat an der Geschichte und dem menschlichen Gewissen begangen, weil er die hohen Eigenschaften Mohammads (s) geleugnet und einem großen Menschen, der das Gesicht der Weltbewohner mit göttlichem Licht bestrahlte, verleumdet hat.

Obwohl Voltaire dieses Hass-Theaterstück schrieb, beschäftigte ihn der Gedanke, warum der Islam Verbreitung gefunden hatte und wie die Anhänger Mohammads an eine große Zivilisation und ihren Fortschritt in der Wissenschaft gelangten. Daher begann er sich näher mit dem Islam auseinanderzusetzen. Er lernte einen Propheten Mohammad kennen, der in keiner Weise mehr der Figur in seinem Theaterstück ähnelte. Infolge eines inneren Wandels erkannte er, dass im Gegensatz zu den Geschichten, welche die Priester verbreiteten, die Lehre Mohammads keine Lehre Satans ist und nicht gegen die Vernunft verstößt. Vielmehr wurde ihm klar, dass der Islam der Religion Christi sehr nahe kommt und seine Geschichte vollendeter ist.

Der Prophet Mohammad (s) hat gemäß Voltaire eine Gottverständnis vorgelegt, welches frei von der Idee der Dreifaltigkeit war. Seine Gotteskunde war stärker und bewegte sich auf einem höheren Niveau. In den Augen Voltaires wurden die Muslime in den ersten Jahrhunderten nach dem Beginn des Islams wissenschaftlich und spirituell den Christen überlegen. Für Voltaire war der erste wichtigste Beleg dazu die Einführung , die der englische Orientalist George Sale zum Koran geschrieben hatte.

George Sale (1697-1736) widmete ein ganzes Kapitel den Religionen und dem Brauchtum der Araber in der vorislamischen Zeit. Sales Ausführungen regten Voltaire dazu an, die Geschichte des Islams zu studieren. Er kam in seinem philosophischen Werk zu dem Resultat, dass die Muslime in jeder Wissenschaft und jedem Handwerk damaliger Zeiten die Europäer etwas gelehrt haben und schreibt, dass die Christen nach dem Zerfall des Römischen Reiches Kenntnisse über die Astronomie, Chemie, Medizin, Mathematik und weiteres Wissen von den Muslimen übernahmen.

Daraufhin kritisiert er scharf die christlichen Historiker, dass sie die Errungenschaften des Islams und die geistigen und wisssenschaftlichen Erfolge verschwiegen haben. Er schreibt: „Ich empfinde heftige Antipathie gegen den blinden Fanatimus von gescheiterten Christen und unfairen Geschichtsschreibern, die die Geschichte verdreht und viele schwere Vorwürfe gegen Mohammad erhoben haben.“

Voltaire hat jahrlang nach der Wahrheit der Religion geforscht und Bücher zu diesem Thema gelesen. Er hat kritisch und ernsthaft versucht, die wahre Persönlichkeit des Propheten zu rekonstruieren. Dieser Sache widmete er sich so intensiv, dass er darüber andere Dinge versäumte. So schrieb er in seinen „philosophischen Briefen“ an einer Stelle : „Dieser Mohammad, mein werter Freund, hat mich so sehr beschäftigt, dass er mir die Gelegenheit raubte, Briefe zu schreiben.“

1763 nach Christus gelangte Voltaire zur vollständigen geistigen Wende. In diesem Jahr war er schließlich an sein neues Bild von Mohammad und seinen Anhängern gelangt. Nun urteilte er ganz anders über den Propheten des Islams, den er ständig kritisiert hatte. Nach 50 Jahren literarischem Wirken und Studium der Geschichte hatte er die Wahrheit erfasst und schrieb:

„Mohammad ist zweifelsohne ein sehr großer Mensch und hat großartige Menschen mit seiner Tugend und Vollkommenheit herangeformt. Er ist ein weiser Gesetzgeber und mächtiger und gerechter Befehlshaber sowie ein gottesfürchtiger Prophet und hat die größten Revolutionen auf der Welt hervorgerufen.“

 

Das erste Werk von Voltaire, in dem er offen den Islam und Koran verteidigt betitelte dieser fanzösische Schriftsteller mit „Katechismus des rechtschaffenen Mannes“ . Er schrieb in diesem Buch, dass alle Religionen der Welt durch Volkstäuschung und durch Wortspielerei Verbreitung fanden, bis auf den Islam. „Der Islam scheint“, so fuhr er fort, „inmitten aller Religionen, die die Menschen konstruierten, die einzige Religion Gottes zu sein, da seine Gebote noch nach Jahrhunderten weiter beachtet werden.“

Voltaire sagt weiter: „Der naturgegebene Glaube an den Einen Gott ist die Mutter aller Religionen auf der Erde.“

Aus der Sicht von Voltaire kommen die Anhänger des Islams im Vergleich zu anderen Religionen mit ihrer Überzeugung dem naturgegebenen Towhid-Glauben (Glauben an den Einen Gott) am nächsten. Voltäre verteidigt den Koran im Vergleich zur Bibel und zur Thora und übt scharfe Kritk an einem Thora-Kommentator, der den Koran als Märchen bezeichnet. Er erklärt: „Der Koran ist in Wahrheit eine Summe von moralischen Ratschlägen und religiösen Anweisungen, Bittgebeten, Mahnung und ein Ansporn für die Weltbewohner und eine Schilderung der Geschichte der Gottgesandten.

Darf man im Fahrwasser des dummen ungebildeten Needham ein solches Buch als `Märchen` bezeichnen?“

Voltaire hat nach Abbau seiner Vorurteile begonnen den Islam zu verteidigen und den Propheten als edlen Menschen vorzustellen, der der Menschheit ein großes Gechenk überbracht hat.

Er hatte in der Vergangenheit die Behauptungen der fanatischen Theologen, die Anhänger Mohammads seien Kinder der Unwissenheit, geglaubt. Aber nachdem er den Prophet erkannte hatte, plagten ihn Gewissensbisse, weil er ein beleidigendes Theaterstück über Mohammad geschrieben hatte. Deshalb verfasste er ein neues Theaterstück mit einer langen Einleitung, in der er versuchte, diesen Fehler wieder gutzumachen. In einem Brief an seinen Freund schrieb er: „Ich habe Mohammad großes Unrecht angetan.“

 

 

 

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