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Dienstag, 21 Mai 2013 01:58

Das sagen große Denker über Prophet Mohammad (s.) Teil 3

Das sagen große Denker über Prophet Mohammad (s.) Teil 3
„Und (gedenke der Zeit) da Jesus, Sohn der Maria, sprach: «O ihr Kinder Israels, ich bin Allahs Gesandter an euch, Erfüller dessen, was von der Thora vor mir ist, und Bringer der frohen Botschaft von einem Gesandten, der nach mir kommen wird. Sein Name wird Ahmad sein.» ...“ aus dem Koran, Sure 61, Saff, Vers 6)


Circa 6 Jahrhunderte nach Jesus Christus (a.s) wurde ein Prophet ausgesandt, der die Botschaft von der Anbetung des Einen Gottes, der Liebe, Gerechtigkeit und der Würde des Menschen aufgrund der Offenbarungslehre überbrachte. Dieser göttlichen Gesandte ist der gesegnete Mensch, dessen Kommen Jesus a.s. verheißen hat.

 

Dieser Prophet heißt Mohammad (s), was das gleiche bedeutet wie Ahmad, nämlich „Gepriesener“. Der Name Ahmad entspricht dem gleichbedeutenden Wort „Periclytos“ im griechischen Evangelium. Mohammad (s) besiegelte die Reihe der göttlichen Propheten. Prophet Mohammad hat mit Achtung über seine Vorgänger und ihre Botschaften gesprochen. Er pries den Schöpfer und Verwalter der Welt als den Einzigen Gott und erklärte alle Behauptungen über die Göttlichkeit anderer für ungültig.

Einige fanatische Kirchenväter behaupteten, die Lehren des Propheten Mohammad (s.) würden den Lehren Christi widersprechen. Deshalb begannen sie den Islam zu bekämpfen. Doch seit Ende des 18. Jahrhunderts haben eine Reihe von Forschern und bekannten Persönlichkeiten in Europa den Propheten zu schätzen begonnen. 

Goethe hat in seinem ersten Werk über den Propheten Gottes (s) ihn als einen großen Menschen mit hohen geistigen und spirituellen Qualitäten betrachtet. Mitte des 19. Jahrhundert hat der schottische Historiker Thomas Carlyle bei seinen berühmtgewordenen Vorträgen in London zum Thema „Helden“ seine Bewunderung für den Überbringer des Islams ausgedrückt und ihn als edlen und großen Menschen der Geschichte beschrieben. Auch kritisierte er die Hasspredigten im Westen gegen den Propheten und seine Lehre. 

In dieser Epoche kamen die europäischen Orientalisten in die Muslimgebiete und machten sich aus der Nähe mit der Kultur und den Überzeugungen der Muslime vertraut. Allerdings waren viele von ihnen nicht ehrlich in ihren Berichten. Vielmehr haben sie aufgrund ihrer Vorurteile Dinge hervorgehoben, die nichts mit der islamischen Kultur und Lehre zu tun haben. Damit führten sie praktisch den Kampf gegen den Islam, den die Kirchenväter und Priester begonnen hatten, weiter. 

Doch allmählich begann eine Art Zuneigung zu der islamischen Mystik und den östlichen Traditionenen in Europa zu wachsen. Aufgrund dieser Zuneigung wurde der Islam als eine Religion, die der Natur des Menschen entspricht, klare Gedanken besitzt und spirituelle Werte beinhaltet, beschrieben. 

In Deutschland war neben Goethe auch der Dichter und Schriftsteller Rainer Maria Rilke (1875-1926) von den Lehren des Propheten beeindruckt. Er pries den Islam als eine Religion, deren Anhänger, ohne einen Vermittler zu brauchen, direkt mit Gott in Verbindung treten können.

Ab den 50-iger Jahren des 20. Jahrhunderts sind schließlich die Islamwissenschaftler und Orientalisten in Europa von den engstirnigen westlichen Standpunkten gegenüber dem Islam abgerückt und haben sich den Islamischen Quellen zugewandt. Nach der Übertragung des Korans in ihre Muttersprache gelangten sie zu der Erkenntnis, dass Mohammad (s.) im Gegensatz zu den bestehenden Auffassungen, ein außerordentlich großer und edler Mensch gewesen ist. 

Aufgrund des neuen Islamverständnisses haben einige Wissenschaftler und Denker sich erneut mit dem Islam befasst, um seine Werte besser kennenzulernen. Daher kommen die jüngeren Werke von Orientalisten und Wissenschaftler in Europa, über den Propheten des Islams (s) der Wirklichkeit näher. Einige von ihnen haben nach besten Kräften versucht, eine bessere Darstellung von dem Erhabenen Propheten vorzulegen. Zu den bekanntesten dieser Werke zählt das Buch Mohammed, Prophet and Statesman (Mohammad- Prophet und Staatsmann) von William Montgomery Watt. 

Watt (1909 bis 2006) war Islamwissenschaftler und Orientalist an der Universität Edingburgh. Das wichtigste Forschungsgebiet dieses schottischen Islamkenners war die Verfahrungsweise des Erhabenen Propheten, die Koraninterpretation, Philosophie, Islamische Mystik sowie die Geschichte der Islamischen Welt. Sein Interesse für den Islam erwachte im Jahre 1937, als ein pakistanischer Student seine Wohnung mietete. Dieses Jahr war mit den Worten Watts der Beginn seiner Bekanntschaft mit einer Lehre, von der er vorher kaum etwas wusste.

Nachdem er die Lehren des Islams kennengelernt hatte, begann Watt sich mit der Biografie des Propheten zu beschäftigen. 1953 schrieb er das Buch Mohammad in Mekka (Mohammad at Mecca) und 1956 das Werk Mohammd in Medina. Sein anschließendes Werk mit dem Titel Mohammad, Prophet und Staatsmann war die Zusammenfassung beider vorhergehenden Werke.

Er schreibt:

„Seit 40 Jahren habe ich in allem, was ich über Mohammad (s.) geschrieben habe, immer den Punkt hervorgehoben, dass er die Wahrheit sprach, wenn er sagte, dass der Koran nicht seine Dichtung ist, sondern ihm aus der überirdischen Welt geoffenbart wurde ... Ich bin seit 1953, als ich das Buch Mohammad at Mecca (Mohammad in Mekka) verfasst habe, immer der Überzeugung gewesen, dass der Koran göttliches Wort ist...“

Watt schreibt in Mohammad – Prophet und Staatsmann über die Person des Propheten Gottes (s): „Ein Zeichen für die Größe eines Propheten besteht darin, dass seine Anschauungen von dem Volk, an das er sich wendet, beachtet werden ... Mohammad konnte wegen seiner religiösen Bemühungen und seiner würdigen Eigenschaften wie Mut, Entscheidungskraft, Festigkeit im Verhalten bei gleichzeitiger Großzügigkeit und Nachsicht, die Achtung und das Vertrauen der Menschen gewinnen. Sein Charakter und sein Verhalten waren so gut, dass die Menschen ihn zu lieben begannen und zur Opferbereitschaft motiviert wurden. Es stimmt zwar, wenn es heißt, dass die Unzufriedenheit in der Gesellschaft und der Zerfall des Persischen und Römischen Reiches zur Verbreitung des Islams führten, aber es ist eine Tatsache, dass die Verbreitung dieser Lehre ohne die Attribute und hohen Tugenden des Erhabenen Proheten nicht möglich gewesen wäre.“ 

Die Werke von Watt fanden bei den Muslimen Beachtung und Anerkennung. Einige seiner Bücher wurden auch übersetzt. Zwar haben iranische und arabische Forscher Kritiken dazu herausgegeben, aber sie alle sind dennoch der Meinung, dass Montgomery Watt ein unvoreingenommener Orientalist ist, der die Fehler seiner Vorgänger und die starken Seiten des Islams sowie den hohen Charakter des Propheten zugegeben hat.

Montgomery empfahl den Orientalisten: „ Wenn wir eine gute Beziehung zu den Muslimen wünschen, müssen wir bekennen, dass wir der Islamischen Kultur zu Dank verpflichtet sind...“ Dies zu verbergen, zeuge von einem falschen Stolz , so er weiter. Aus seiner Sicht sind die Muslime die Vertreter einer Zivilisation mit großen Errungenschaften und die Europäer des heutigen Zeitalters sollten eingestehen, dass sie der Islamischen Welt viel schulden.

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