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Donnerstag, 07 August 2008 09:12

In Erinnerung an Imam Sadschad (a.s)

In Erinnerung an Imam Sadschad (a.s)
Die Großen der Religion spenden Licht und Leben. Jeder ‎von ihnen ist ein Schatz für Wissen und Erkenntnis. Jeder ‎von ihnen zeigt den Menschen die Wege zum Glück und ‎zur Vollendung. Sie alle trennen das Recht vom Unrecht ‎und verkörpern das Gute und Schöne. Deshalb ist auch ‎der Tag an dem sie geboren wurden ein Tag des Lebens ‎und der Freude.‎

Wir gratulieren nun am 5. Shaaban, allen zum Jahrestag ‎der Geburt Imam Sadschads aleihe salam, Sohn Imam ‎Husseins aleihe salam aus dem Haus des Propheten. Der ‎Prophet sagt über die Freunde Seines Hauses: „Wer als ‎Freund dieser Ahlalbait die Welt verlässt, der hat sie bei ‎vollendetem Glauben verlassen."‎

Bei der Eroberung wichtiger Gebiete des Irans durch die ‎Muslime gerieten auch zwei Töchter des iranischen ‎Königs, Yazdgerd in die Hand des islamischen Heeres. ‎Die Muslime schickten diese nach Medina und der Kalif ‎von Medina wollte sie als Sklavinnen verkaufen. Doch ‎Imam Ali sagte: „Lasst sie selber entscheiden, wessen ‎Frau sie werden wollen."‎
Schahrbanu entschied sich für die Ehe mit Imam Hussein ‎aleihe salam. Imam Hussein heiratete sie und Gott ‎schenkte ihnen einen Sohn. Ali, der später unter dem ‎Namen Sadschad bekannt wurde, kam im Jahre 38 nach ‎der Hidschra am 5. des Monats Schaaban auf die Welt. Er ‎war der zweite Sohn Imam Husseins.‎

Imam Sadschad war für sein andächtiges Gebet bekannt ‎und wurde deswegen Zeyn-ol-Abedin „Die Zierde der ‎Gottesdiener" genannt. Seine Gottesanbetung erreichte ‎hohe Stufen. Stets dachte er daran gute Werke zu tun ‎und oftmals half er anderen heimlich. Wenn er sich einer ‎Reisekarawane anschloss versuchte er unerkannt zu ‎bleiben. Er wollte nicht, dass die anderen ihn besonders ‎respektvoll und bevorzugt behandeln, weil er Nachkomme ‎des Propheten ist. Sein wichtiges Ziel war die Lenkung ‎und Veredlung der Menschen. In einer Zeit in der das ‎Sklaventum sein Unwesen trieb, hat Imam Zeyn-ol-‎Abeddin dieses Phänomen auf besondere Weise ‎bekämpft: ‎
‎„Er kaufte viele Sklaven und ließ ihnen ein Jahr sein ‎Wissen und seine Wegweisung zukommen. Danach entließ ‎er sie in die Gesellschaft und gab ihnen ihre Freiheit ‎zurück."‎

Imam Sadschad lehrte den Koran und trug ihn auf ‎wunderschöne Weise vor. Es heißt: „Immer wenn die ‎Wasserträger an seinem Haus vorbeikamen und ihn den ‎Koran lesen hörten, blieben sie stehen und lauschten ‎dem schönen Klang der himmlischen Zeichen."‎

Imam Sadschad wurde wegen seines großartigen Wesens ‎sehr von den anderen geschätzt. Farsdaq ein arabischer ‎Poet hat ihm ein Gedicht gewidmet in dem steht: „Dies ‎ist jemand dessen Fußspuren Mekka kennt. Die Kaaba ‎und das Heiligtum Gottes und weit entfernte Länder ‎kennen ihn. Er ist gottesfürchtig, geläutert und bekannt. ‎Angesichts seiner Größe senken sich die Blicke. Sein ‎Großmut umfasst alle Geschöpfe, Irrtum und Finsternis ‎liegen ihm fern. Er ist milde und besitzt keine Spur von ‎Grobheit. Die beiden Eigenschaften "Geduld und ‎Großzügigkeit" zieren ihnen. Niemals bricht er ein ‎Versprechen. Seine Existenz ist ein Segen. Wer Gott ‎kennt, kennt auch den Vater dieses Edlen. Die Menschen ‎haben Religion und Rechtleitung aus dem Hause dieses ‎Edlen erhalten. Es ist Ali Ibn Hussein aleihe salam, ‎Nachkomme des Propheten Gottes."‎

Das Leben Imam Sadschads lässt sich in zwei Abschnitte ‎einteilen. Den einen bilden langfristige Tätigkeiten zur ‎Heranbildung rechtschaffener Menschen, die der ‎Gesellschaft nützlich sind, sowie der Anreicherung des ‎islamischen Denkens und dem Kampf gegen ‎Verfälschungen der Religion. ‎
Der andere Abschnitt fällt in die Zeit nach dem Ereignis ‎in Karbala. Als sein Vater in Karbala gegen das ‎Riesenheer des Yazids antrat war Imam Sadschad 23 ‎Jahre alt. Er war krank gewesen und hatte nicht an dem ‎tapferen Kampf Imam Husseins und seiner Anhänger ‎teilnehmen können. Auf diese Weise erhielt Gott ihn am ‎Leben, damit er nach dem Märtyrertod des Vaters und ‎seiner Getreuen das Banner des Islams wieder hochhält. ‎Als er zusammen mit den anderen Gefangenen von Kufeh ‎nach Scham (Damaskus) gebracht wurde, nutzte er jede ‎Gelegenheit, um die Bevölkerung über den wahren ‎Hintergrund des Ereignisses von Karbala aufzuklären. ‎
Zu den Werken die er hinterließ gehört die ‎Gebetssammlung Sahifeh Sadschadiyeh. Diese Gebete ‎spiegeln die Lehre von der islamischen Weltanschauung, ‎der Gottes- und Menschenkenntnis wieder. In einer Zeit, ‎in der freie Meinungsäußerungen von dem herrschenden ‎Regime unterdrückt wurden, nutzte, Imam Sadschad die ‎Form des Gebetes, um die Richtlinien für ein moralisch ‎richtiges Leben vorzustellen. Der Inhalt seiner Gebete ‎gibt sein Bewusstsein wieder.‎
An einer Stelle heißt es: „O Gott, gibt mir Kraft damit ich ‎jene überwinde, die mir Unrecht getan haben und ‎schenke mir eine Sprache mit der ich durch Argumente ‎siege und ein Denken, mit dem ich die List des Feindes ‎untauglich mache und die Unterdrücker an ihren ‎Angriffen hindern."‎

Der bekannte iranische Gelehrte Ayatollah Maraschi ‎sandte ein Exemplar des Sahifeh Sadschadiyeh einem ‎großen sunnitischen Koranausleger in Ägypten zu. Dieser ‎bedankte sich sehr bei Ayatollah maraschi und schrieb: ‎‎„Es ist mein Pech, dass ich dieses kostbare Werk aus der ‎Nachkommenschaft des Propheten bis jetzt noch nicht ‎kannte. Je mehr ich daran lese, desto mehr erkenne ich ‎in ihm ein Wort, das über dem der Geschöpfe und unter ‎dem des Schöpfers steht."‎

Zur Zeit des Omayadenherrschers Abdul Malek waren ‎Stoffe auf dem Markt, auf denen die Römer für sich ‎Werbung betrieben. Die Muslime forderten Abdul Malek ‎auf, diese durch Symbole des Islams zu ersetzen. Die ‎Nachricht erreichte den Römischen Imperator. Er drohte ‎Abdul Malik: „Wenn du irgendetwas an den römischen ‎Stoffen änderst, werden wir Münzen prägen, auf denen ‎der Prophet des Islams beleidigt wird."‎
Die römische Währung war damals noch in den ‎muslimischen Ländern üblich. Abdul Malik bat Imam ‎Sadschad um Rat. Imam Sadschad schlug vor, dass sich ‎die Muslime wirtschaftlich vom römischen Reich ‎unabhängig machen und neue Münzen mit islamischen ‎Inschriften prägen sollen. Dazu legte er einen ‎entsprechenden Plan vor. Dieser wurde durchgeführt und ‎die islamische Eigenwährung sorgte für die ‎Unabhängigkeit der Muslime. ‎

Abschließend möchten wir allen nochmals zum Jahrestag ‎der Geburt Imam Sadschads herzlich gratulieren. ‎

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