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Montag, 22 Dezember 2014 17:35

Imam Resa (a) gewidmet

  Imam Resa (a) gewidmet
Es ist der 30. Safar -  Auf der goldenen Kuppel des Mausoleums Imam Resa (a) weht wieder ein schwarzes Banner. Die Pilger zu Maschhad , Nordostiran, gedenken des Märtyrertodes dieses Heiligen. Sie  beten aus dem Pilgergebet:

 

Friede sei dir du Freund Gottes, Licht Gottes in der Dunkelheit auf Erden, Friede sei dir Stütze der Religion,...

Die Liebe zu den Nachkommen des Propheten und zum Islam erfasst auch heute noch die  Menschen. Auch Menschen aus anderen Breiten. Professor Yahya Bono  ist Franzose. Seit vielen Jahren lebt er im Iran. Mit 22 wurde er Muslim. Er sagt:

"Der Westen ist  nach mehreren Umwälzungen beim Individualismus angelangt  und die Menschen empfinden eine Art Müdigkeit. Ich fühle mich im Westen fremd. Aber in der Nähe von Imam Resa (a) fühle ich mich zuhause und verspüre innere Ruhe. Ich verspüre in meinem Leben seine Gegenwart. Er ist für mich magnetischer Mittelpunkt. Dadurch ist es mir leicht gefallen, den Westen zu verlassen. Hier ist die Quelle von Tugend und Weisheit. Am Heiligen Schrein Imam Resas und seiner leuchtenden Umgebung, erfrische ich Geist und Seele und bin glücklich, dass ich im Iran mit Menschen zusammenlebe, die nicht oberflächlich sind.“

 

Imam Resa hat mit seiner Führung den Gläubigen zu einem besseren Leben verholfen. Er gab ihnen Wissen und politisches Bewusstsein . Deshalb wird er heute noch verehrt. Und die Pilger suchen in Scharen seine Grabstätte in Maschhad auf. Sie pilgern zu Fuß zu seiner Ruhestätte.

Imam Resa (a) wird wegen seiner spirituellen Größe verehrt. Seiner Weisheit. Seiner guten Ratschläge. Ratschläge wie diese:

„Dessen Leben ist am wertvollsten, der im Leben den Menschen am meisten nutzt“

oder seine Empfehlung an die jungen Leute:

„Selbst wenn im Koran nichts über das Heiraten stünde und auch nicht in den Bräuchen des Propheten, so würde sich keine vernünftiger Mensch vom Heiraten abwenden, denn die Heirat bringt Menschen einander näher und lässt die Herzen milder werden. Erfolgreiche Menschen denken rasch an eine Heirat.“

                             

In der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts nach der Hidschra, ist  die  willkürliche Herrschaft immer mehr anstelle des islamischen Kailfats getreten. Deshalb mussten Abweichungen in der Religion und  Ungerechtigkeit bekämpft werden und dieser Kampf war wichtiger Schwerpunkt in der Bewegung der wahren Anführer des Islams. Die  Potentaten sahen in den Nachkommen des Propheten eine große Gefahr für ihre eigenen Interessen. Deshalb setzten sie die Edlen aus dem Hause des Propheten, welche Anführer der Gläubigen waren, unter Druck.

    

Imam Resa lebte zur Zeit des Abbassidenherrschers Mamun. Dieser war ein schlauer und gerissener Sultan. Er zwang Imam Resa dazu seine Thronfolge anzunehmen, denn er wollte die Beliebtheit Imam Resas ausnutzen, um selber mehr Erfolg zu haben. Doch der Imam verhielt sich sehr klug, so dass Mamun keinewegs seine Ziele erreichen konnte, und Imam Resa wurde nur noch bekannter unter den Gläubigen. Die Zahl derer, die sich um Imam Resa scharten, um an seinem Wissen teilzuhaben wuchs ständig. Imam Resa bekämpfte heimlich das System der Abbassidendynastie und hatte dabei so viel Erfolg, dass die negative Propaganda , die die Umayyaden und Abbassiden gegen die Nachkommen aus dem Haus des Propheten betrieben hatten, nutzlos wurde und die Beliebtheit der Prophetenfamilie,insbesondere Imam Resas (a) weiter zunahm.

Mamun hatte sich einen anderen Erfolg von seinem listigen Plan versprochen. Es hatte ihm nichts geholfen, dass er Imam Resa die Nachfolgerschaft aufgebürdet hatte. Er war dadurch nicht populärer geworden. Deshalb gab er diese Strategie auf und ließ Imam Res vergiften.

Als die Nachricht vom Märyrertod Imam Resa der Bevölkerung zu Ohren kam, wußten sie, dass Mamun ihn umgebracht hatte. Sie versammelten sich weinend, um Imam Resa beizusetzen.  Mamun wollte die Menge auseinandertreiben. So schickte er jemand, der verkünden sollte, dass Imam Resa später begraben wird. Dann befahl er: „Begrabt Imam Resa (a)  heimlich in der Nacht. Denn wenn diese Leute zum Begräbnis kommen, wird es eine Revolte geben."

Imam Resa hat wie die anderen Edlen Imame aus dem Hause des Propheten danach gestrebt, den Islam richtig vorzustellen.  Er selber hat durch sein Verhalten die islamischen Lehren vorgelegt.

Ibrahim Ibne Abbas berichtet:

„Nie habe ich erlebt, dass Imam Resa jemanden beim Spechen unterbricht oder einen Armen zurückweist, ohne ihm geholfen zu haben. Wenn das Essenstuch ausgebreitet wurde, rief er erst alle zum Essen herbei, die für ihn arbeiteten und setzte sich dann selber nieder. Er blieb viele Nächte wach um zu beten und Gott anzufleen.  Er rief seine Anhänger auf, ihren Glauben zu stärken und ihren Charakter zu verbessern. Folgendes Wort ist auch von ihm:

„Der Freund eines Menschen ist seine Vernunft, und sein Feind ist seine Unwissenheit.“

Abu Nawas, ein bekannter arabischer Dichter der zur Zeit Imam Resas gelebt hat, sagt in seiner Lyrik:

„Man sagte zu mir: `Du verstehst dich auf das Reden mehr als alle anderen , warum schreibst du kein Gedicht über Imam Resa?`  Ich sagte ihnen: `Ich bin außerstande einen Imam zu preisen, dessen Vorfahre, der Prophet war, dem Gabriel gedient hat. Sein Rang ist so hoch und so lobenswert, dass nicht nur ich, sondern auch kein anderer hoher Reder und Literat der Araber eine Hymne auf ihn schreiben könnten.“

Wir kondolieren allen Muslime zum Märtyrertod von Imam Resa (a).

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