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Dienstag, 28 Juni 2011 16:36

Das siebte Licht des Imamats, (Anlässlich des Märtyrertodes Imam Kasems a.s.)

Das siebte Licht des Imamats, (Anlässlich des Märtyrertodes Imam Kasems a.s.)
Imam Kasem a.s. hat gesagt: Tue Gutes und sprich gut! Sei nicht wankelmütig und gehorche nicht jedem!
Friede sei dir, du siebtes Licht des Imamats! Friede dir, du Erbe des Märtyrertodes. Friede dir, an den sich die Bedürftigen wenden! Friede dir, du Gefangener, der du freier und freiheitlicher bist als jeder andere Gefangene. Das Gefängnis war für dich wie ein Garten, in dem du dich zur Gottesanbetung zurückziehen konntest und die hartherzigen Wächter wurden Gefangene deiner Würde und Großherzigkeit. Angesichts deines guten Wesens sanken die Peitschen der Feindschaft zu Boden und die Herzen der grausamen Folterer wurden milde gestimmt. Gottes Friedensgruß sei mit dir, o siebter Imam! Dein geschundener Körper und dein hoher Geist sind Zeugnis für das Unrecht, das deiner Familie geschah. Der endlose göttliche Friede und Gruß sei auf dir und den Reinen unter deinen Vorfahren und Nachkommen.

Abu-l Hassan Mussa Ibn Dschafar (Kasem) – gegrüßet sei er - ist der siebte der 12 Imame (a.s.) und der neunte von den Vierzehn Reinen (a.s.). Wegen seiner großen Lauterkeit und seines Gottdienens wurde er auch als Al Abd-ul Salih (der Rechtschaffene Diener) und wegen seines hohen Wissens und weil er seinen Zorn beherrschte und geduldig alles Leid ertrug, als Al Kasem (jemand der seinen Zorn herunterschluckt) bekannt.

Sein Wissen und seine Bescheidenheit, seine moralische Größe, Großzügigkeit und seine Spenden waren sprichwörtlich. Wer ihm übel gesinnt war, den erzog er durch seine endlose Nachsicht und Güte.

Der Umgang der politischen Herrscher mit dem Imam

Der Abbasidenkalif Al-Mehdi ließ den Imam in Bagdad festnehmen. Doch aufgrund eines Traumes und beeindruckt von der Persönlichkeit des Imams, bat er diesen um Vergebung und ließ ihn wieder in seine Stadt Medina zurückkehren. Es heißt, dass Al Mehdi dem Imam das Versprechen abnahm, dass er und seine Kinder sich nicht gegen ihn erheben. Dies zeigt dass Imam Kasem (a.s.) zu der Zeit ein Aufbegehren nicht für geeignet hielt. Er war als sehr frommer Mann und Gottesanbeter bekannt (al Abd-ul Salih) und nahm in den Augen der Menschen einen so hohen Platz ein, dass sie ihn auch für den Rang des Kalifats und der weltlichen Führung als würdig betrachteten. Dies aber versetzte den Herrscherapparat der Kalifen in Sorge und Al Mehdi erteilte den Befehl zu seiner Gefangennahme.

Die Einkerkerung des Imam und sein Märtyrertod

In seinem Werk „ Buch der Rechtleitung “ schreibt Scheich Mofid über die Einkerkerung des Imam Mussa Kasem a.s. durch den Harun-ar Raschid, dass Yahya Bin Chalid ibn Barmak an der Inhaftierung des Imam schuld war. Harun hatte nämlich seinen Sohn Amin in die Obhut einer seiner Vertrauensleute namens Dschafar Ibn Mohammad Ibn Aschath, der eine Zeitlang auch der Verwalter von Chorassan gewesen war, gegeben und Yahyah Ibn Chalid befürchtete, dass - wenn Amin einmal Kalif wird, dieser Dschafar Ibn Mohammad zum mächtigen Mann im Herrschaftsapparates des Kalifen macht und er, Yahyah und die Barmakiden, ihre Position verlieren. Dschafar Ibn Mohammad Ibn Aschath war Schiit und von dem Imamat Mussa Kasems a.s. überzeugt. Das teilte Yahyah daher dem Harun mit. Schließlich hat Yahyah den Neffen des Imams namens Ali Ibn Ismail Ibn Dschafar, aus Medina rufen lassen, damit er über diesen den Imam und Dschafar bei Harun schlecht macht. Es heißt: Als Ali Ibn Ismael Medina verlassen wollte, ließ der Imam ihn zu sich kommen und forderte ihn auf, von dieser Reise abzusehen. Und wenn er sich gezwungen sehe zu verreisen, dann solle er ihn (den Imam) nicht verleumden. Ali aber willigte nicht ein. Er ging zu Yahyah und konnte durch ihn sein Gesuch zu Hofe von Harun anbringen und er sagte, dass sie ihm aus Ost und West des islamischen Reiches Besitztümer geben, bis er schließlich für tausend Dinar ein Anwesen kaufen konnte. Harun ging in jenem Jahr auf die Hadschreise und in Medina begrüßten ihn der Imam und eine Gruppe von einflussreichen Persönlichkeiten. Jedoch bat Harun am Grab des geehrten Propheten (s.): „ O Prophet Gottes, ich bitte dich um Verzeihung, wenn ich Mussa Ibn Dschafar ins Gefängnis werfen will, denn er möchte dein Glaubensvolk durcheinander bringen und sein Blut vergießen.“ Dann befahl er, man solle den Imam aus der Moschee holen und ihn verhüllt nach Basra (Irak) zu dem dortigen Verwalter Issa Ibn Dschafar Ibn Mansur bringen.

Einige Zeit später schrieb Issa an Harun: „Mussa Ibn Dschafar ist im Gefängnis mit nichts anderem beschäftigt als mit Gott-Dienen und Gebetsdienst. Entweder schicke jemanden, der ihn abholt oder ich werde ihn freilassen.“ Harun ließ den Imam nach Bagdad holen und überließ ihn Fasl Ibn Rabi`. Nach einiger Zeit forderte er diesen auf, den Imam zu foltern. Aber Fasl wehrte sich dagegen und so lieferte Harun den Imam bei Fasl Ibn Yahya Ibn Chalid Barmaki ab. Aber auch im Hause des Fasl widmete sich der Imam nur dem Gebetsdienst, dem Fasten und der Koranlesung, so dass Fasl Ibn Yahyaho Ibn Chald Barmaki nicht roh mit ihm umging. Als Harun davon erfuhr, wurde er verärgert und Yahya brachte den Imam zu Sindi Ibn Schahak . Sindi IbnSchahak vergiftete Imam Kasem a.s. im Gefängnis. Als der Imam an der der Vergiftung starb, zeigte Sindi Ibn Schahak den Leichnam den Rechtsgelehrten und Persönlichkeiten in Bagdad, damit sie sehen, dass es an seinem Körper keine Wunden und Spuren der Erstickung gibt. Dann bestatteten sie ihn an einer Stelle in Bab-ut tibn (Bagdad), die sich Maqabir Qureisch nannte (und heute Kasimain heißt). Dieser Ausserwählte starb am Freitag dem 7. Safar oder am 5. oder 25. Radschab im Jahre 183 nach der Hidschra (799 n. Christus) im Alter von 55 Jahren.

Wir kondolieren dem Herrn der Zeit (Imam Mahdi – Gott sein Erscheinen beschleunigen) und allen Muslimen auf der Welt zu dem Märtyrertod des- Mussa Ibn Dschafar – gegrüßet sei er – des Bab ul Hawaidsch (dank dessen Vorsprache Gott Bitten erfüllt).

Quelle: Taghrib.ir

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