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Donnerstag, 11 Dezember 2014 03:33

Zu Fuß zum Tor des Paradieses

Zu Fuß zum Tor des Paradieses
In diesem Beitrag erfahren sie über die Pilgerwanderung nach Karabala zum 40. Trauertag von Imam Hussein. Es sind Millionen von Pilgern und begeisterte Anhänger Imam Husains (a)  in Richtung Karbala aufgebrochen.

 

 

 An den Füßen Blasen, und in den Augen Tränen und in der Brust die Liebe zu Imam Husain.   Sie wollen dass ihr „O Husain, wir sind deinem Ruf gefolgt“ bis in die Himmel emporsteigt.  Sie sind in Gedanken der Gefangenenkarawane von Karbala gefolgt.

In den Chroniken steht, dass die Hinterbliebenen des ungleichen Gefechtes von Karbala, als sie aus der Gefangenenschaft nach Medina zurückkehrten,  40 Tage nach dem Heldenkampf  von Aschura in Karbala Halt machten. Imam Sadschad (a) Sohn des Imam Husain und Zeynab (aleiha salam) die Schwester seines Vaters trauerten dort mit den anderen Hinterbliebenen an den Gräbern der Märtyrer. Dschaber Ibn Abdullah Ansari ein treuer Gefährte des Propheten (s) war ebenso  unter ihnen.

 

Am Grab Imam Husains in der Gegend  Karbala entstand eine große Stadt gleichen Namens, die immer  an den Heldenkampf Imam Husains (a) ,dieses freiheitsliebenden Menschen, an diesem Ort erinnert.  

Der schiitisch arabische Volksstamm der Bani Assad  waren nach der Tragödie von Aschura  in die Wüste von Karbala gekommen und hatte die Leichname der Märtyrer beigesetzt. Die Nachkommen der Bani Assad, die einen beachtlichen Anteil der irakischen Bevölkerung bilden, eilen jedes Jahr gemäß der Sitte ihrer Vorfahren nach Karbala.  Ihr Zahl ist so groß , dass vor ihrem Eintreffen die Fahrzeuge in Karbala vor die Stadt gebracht werden , damit die  Straßen von Karbala für die Pilger, die zu Fuß zur Ruhestätte Imam Husains herbeikommenm  frei sind.

Die Pilgermassen sind so groß, dass jeder Pilger nur einmal durch eine Pforte den Hof der Moschee betreten und zum Schrein gehen kann, und  das Mausoleum wieder durch eine andere Pforte verlässt.  Die Nachkommen der Bani Assad sind schon lange nicht mehr die einzigen Pilger zu Imam Husain.   In Karbala scheint sich eine Pforte zum Himmel geöffnet zu haben. Es heißt dass die Engel in Scharen zu der Ruhestätte Imam Husains (a)  herabsteigen.

Die Pilgerwanderung zu Arbain ist eine Gelegenheit einige Tage lang die Macht der  Einmütigkeit zu zeigen.    Diese spontane Aktion der Muslime  stimmt jeden , der nach Recht und Wahrheit sucht, nachdenklich.  Warum haben sich diese Menschen in Gefahr gebracht  und die Strapazen des langen Weges auf sich genommen ?

Imam Sadiq (a)  hat die schönsten Bewegungsgründe von Pilgern zum Grab von Imam Husain (a) nach Karbala aufgezählt. Er bittet Gott: 

 

„O Gott, der Du uns für die Größe des Erhabenen Propheten (s) und als sein Nachfolger gewählt und uns versprochen hast, dass wir Fürbitter sein dürfen, und der du uns das Wissen, von dem was geschah und von dem was übrig bleibt ,verliehst!. O Gott, der Du die Herzen der Menschen auf uns gerichtet hast! Vergib mir und meinen Brüdern und den Pilgern zum Grab von Abu Abdullah (Husain) (a),, jenen die , was sie besitzen auf dem Weg Imam Husains   (a) hergegeben und ihre Leiber auf den Weg zur Audienz am Grabe des Aba Abdullah (a) geschickt haben, um ein gutes Werk an uns Ahl-e Bait (a) zu tun.  Sie hoffen auf Deinen besonderen Lohn, den Du ihnen wegen ihrer Freundschaft zu uns Ahl-e- Bait (a) versprochen hast  und sie hegen Hoffnung wegen der Freude, die sie mit diesem Pilgerbesuch dem Herzen des Propheten Gottes (s) bereiten.... wegen dieser Audienz bitten sie darum, dass Du mit ihnen zufrieden bist.“

 

Die Pilgerwanderung zu Arbain ist beeindruckend. Du findest unter den Pilgern auch Nicht – Muslime.  Sie wollen diese Spiritualität und diese Begeisterung der Pilger zu Aba Abdullah Husain (a) miterleben. Das spirituell Schöne ist nicht mehr mit materieller Schönheit vergleichbar.  Niemand kann die Liebe, welche die Muslime für Imam Husain (a) und für seinen Bruder Abbas (a) empfinden, vertuschen...  Diese Liebe zu Imam Husain (a) nach mehr als 14 Jahrhunderten ist in sich ein Wunder. Je mehr der Pilger auf dem Weg zu Karbala Müdigkeit verspürt desto mehr verspürt er auch die spirituelle Verbindung zu Imam Husain (a)  und um so mehr wird er von den weltlichen Verlangen befreit. In dem Augenblick werden wir die Tragweite der Worte dieses Imams gewahr,  der gesagt hat:

„Ihr Menschen!  Gott hat die Welt zum Ort der Vergänglichkeit bestimmt, welche ihre Bewohner ändert und ihren Zustand wandelt. Stolz und betrogen ist jemand, der sich von dem Weltlichen täuschen lässt und elend ist jemand, der sich in das Weltliche verliebt. Diese Welt betrügt  euch, denn jeder der sich auf sie verlässt, den wird sie hoffnungslos machen und jeder der nach ihr begeehrt den wird sie enttäuschen.

                        

Arbain ist der Tag des Zusammentreffens der Muslime in Karbala. Diese Pilgerreise kann sich nun unter allen Muslimen, und nicht nur das: auch unter allen Freiheitsliebenden auf der Welt, als  eine  gewaltige Übung der Freunde von Imam Husain (a)  sehen lassen. Und diese Übung  wird – so Gott will- der Auftakt  zur Rettung der Menschheit aus Unrecht und Utnerdrückung sein. 

 

Wichtig  für die Pilgerwanderung zu Arbain ist natürlich die Versorgung der Pilger.  Auf dem Weg nach Karbala hören wir einen Ruf sehr häufig, nämlich auf Arabisch den  Ruf „Der Dienst an den Pilgern zu Husain ist uns eine Ehre. „  Die Pilger sind freudig überrascht über diese

 Dienstbereitschaft.   Wenn immer die Pilger unterwegs müde oder hungrig werden und sich ausruhen müssen, stehen ihnen die Möglichkeiten dazu bereit.  Die ganze Strecke von Nadschaf bis Karbala – es sind 80 Kilometer – gibt es alle paar Meter kostenlos etwas zu Essen oder einen unentgeltlichen Platz  um  auszruhen. Die gastfreundlichen  Bürger am Pilgerpfad hoffen dabei auch auf einen Lohn für ihren Dienst an den Pilgern.

 

Der Fußmarsch von Arbain ist ein göttlicher Brauch. Das besondere an solchen Bräuchen ist, dass der Glaube in den Herzen Früchte trägt: Der Gottglauben und die Liebe zu den Ahl-e Bait (a) wachsen.

In den Überlieferungen lesen wird, dass wenn jemand zur Heiligen Stätte von Imam Husain kommt,  die Engel ihm die Hand drücken  und ihm einen Friedengruß des Propheten (s) ausrichten.

Auf dem Weg nach Karbala spürt der Pilger diese Wahrheit und spürt die Gottesfürchtigkeit in sein Herz einziehen.. Solche Gefühle sind nicht ohne Erkenntnis möglich.  Dies wird uns beim Anblick von  behinderten Frauen und Männern, die nach Karbala unterwegs sind, bewusster.  Und auch daran, dass ein Iraker am Rastplatz darauf besteht, deine müden Füße zu massieren.  Die Liebe zu den Ahl-Bait und die Freundschaft mit den Pilgern steht auch den Armen im Gesicht geschrieben,  die einen Teppich oder eine Matte am Weg ausgebreitet haben und dich  drängen, ein wenig darauf auszuruhen.  Ein Pilger sagt: „Wir sind alle Brüder  und ein Beweis dafür ist, dass  wir jetzt alle gemeinsam auf dem Weg nach Karbala sind.“ 

 

Der geehrte Prophet des Islams (s)  hat gesagt: „Ihr seid durch mich gewarnt worden und durch Ali werdet ihr  auf den rechten Weg geführt und duch Hasan erfahrt ihr Wohltätigkeit und durch Husain werdet ihr glücklich und ohne ihn unglücklich .

Wisset das Husain eines der Tore zum Paradies ist. Wer ihn anfeindet, für den hat Gott den Duft des Paradies verboten.“                

So wundert es nicht, dass wir am Eingang nach Karbala, nachdem wir Dutzende von Kilometern von Nadschaf aus zurückgelegt haben,  Jugendliche stehen sehen und sie sagen hören: „Dies ist der  nächste Weg zum Paradies.“

Das Aschura-Epos dauerte einen Tag aber sein Licht strahlt bis in die Ewigkeit und berührt die heilen empfänglichen Herzen. Die Erhebung von Imam Husain (a) 61 Jahre nach der Hidschra (680 n. Christus)  ist wie eine sprudelnde Quelle, die bis heute den Durst von Wahrheits- und Gerechtigkeitssuchende stillt und  zu vielen Bewegungen des Rechtes gegen das Unrecht inspiriert hat.  Die Pilger kommen aus Liebe zu Husain zu Fuß von weit her um zu sagen, dass sie den Weg, den er für die Menschheit zur Bekämpfung der Unterdrücker und zur Herstellung von Gerechtigkeit  geebnet hat, weiterverfolgen.

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