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Donnerstag, 21 November 2013 04:47

Imam Husain (a) – auch in anderen Ländern bewundert und betrauert

 Imam Husain (a) – auch in anderen Ländern bewundert und betrauert
Der Monat Muharram und die Erinnerung an den Märtyrertod Imam Husains (a) und seine treuen Gefährten ist eine Gelegenheit
für alle Freunde des Prophetenhauses überall auf der Welt sich umeinander zu versammeln und erneut an die Ziele des Widerstandes Imam Husains zu erinnern. An den Trauerveranstaltungen für Imam Husain (a) nehmen Schiiten und Sunniten und sogar Nicht-Muslime teil und gedenken in Form von Trauerzeremonien und Trauerzügen dieses Helden der Geschichte. Auch dieses Jahr wurde nicht nur im Iran und Irak, in Libanon und anderen muslimischen Ländern getrauert, sondern es gab auch in den meisten europäischen Ländern , in Nord- und Südamerika Trauerveranstaltungen .

 

-Im österreichischen Wien fanden sich die Schiiten im Islamischen Imam-Ali (a) – Zentrum zu den Gedenkfeiern ein , während andere Muslime sich in Salzburg und Linz zu diesem Anlass trafen. In der Schweiz versammelten sich die Muslime in Bern und Zürich umeinander um Imam Husains (a) zu gedenken. In der ungarischen Hauptstadt haben die Schiiten ebenso das Martyrium Imam Husains (a) beklagt. Die Muslime in England haben zusätzlich zu den Trauerzeremonien auch auf Plakatwänden über den Kampf Imam Husains aufgeklärt. Auf einer dieser Plakatwände war zu lesen: „Aschura – der Tag an dem Husain Widerstand leistete, um eure Rechte zu verteidigen.“ In Manchester wurde auf einer größeren Anzahl von Bussen der Gedanke Aschuras vorgestellt. Zum Beispiel mit dem Spruch: „Husain ist eine Macht.“

Die Freunde der Familie des Propheten Mohammad (s) in Holland ergriffen eine interessante Initiative um die Bevölkerung mit dem Aschura-Denken und der Revolution Imam Husains a.s. vertraut zu machen.

Jugendliche Mitglieder des Kauthar-Instituts in Den Haag haben die Geschichte vom Imam Husain (a), der bei seinem Märtyrertod großen Durst litt, zu Papier gebracht und dann diesen Text auf Flaschen mit Mineralwasser geklebt und in der Stadt verteilt. So manch ein Passant wollte daraufhin mehr über Imam Husain (a) wissen und so fanden die jungen Muslime die Gelegenheit ihnen von dem tapferen Weg des Fürsten der Märtyrer zu berichten.

In Brasilien haben einige junge Muslime im Namen von Husain Ibn Ali (a) in den Armenvierteln von Sao Paulo Essen verteilt und in verschiedenen Städten in den USA fanden große Trauerzeremonien statt. Bei den Zeremonien in den USA wurde über die Ziele Imam Husains bei seiner Widerstandsbewgung gesprochen und an dem Sonntag, der dem 10. Muharam (Aschura) und damit dem Märtyrertod Imam Husains und seiner Getreuen näher war,veranstalteten sie einen beeindruckenden Trauerzug, um ihre Hochachtung und Liebe für Imam Husains zu zeigen.

Keine Revolution konnte sich so sehr in der Geschichte verewigen und auf sie einwirken wie die von Imam Husain a. Das Heldenepos von Imam Husain a.s. in Karbala, Irak, vor circa 1400 Jahren hat Millionen von Menschen angespornt und geografischen und Glaubensgrenzen überwunden.

Der bekannte ägyptische Reformer Scheich Muhammad Abduh (1849-1908) sagt: „Wenn auf der Welt eine gerechte Regierung existiert, deren Ziel die Durchführung des Gesetzes Gottes und Seiner Gebote ist, und ihr gegenüber ein frevelhaftes unterdrückerisches Regime existiert, das die Herstellung der göttlichen Gerechtigkeit nicht duldet, ist es für jeden Muslim eine Pflicht, die gerechte Regierung zu unterstützen. Dieser Art ist der Aufstand Imam Husaisn (a.) gegenüber der Herrschaft des Yazids, Gott möge ihn erniedrigen, gewesen!“

Musik

Nicht nur die Muslime und die Anhänger des Prophetenhauses sondern auch Nicht-Muslime haben den tapferen Widerstand des Imam Husains bewundert . Mahatma Gandhi, der Führer der Indischen Unabhängigkeitsbewegung sagt, dass ihm nach Betrachtung des Lebens vom Imam Husains (a), den er als den großen Märtyrers des Islam bezeichnet, und des Geschehens in Karbala, klar geworden ist, dass Indien sich an Imam Husain (a) ein Beispiel nehmen muss, wenn es siegen will. An einer anderen Stelle sagt er: „Der Islam hat sich nicht gestützt auf das Schwert verbreitet, sondern sein Fortschritt wurde, gestützt auf die hohe Opferbereitschaft Husains, erreicht. Ich habe von Husain gelernt, wie ich als Unterdrückter siegen kann.“

Der französische Schriftsteller Maurice Dekobra (1885 – 1973) hat gesagt: „Die Anhänger Imam Husains (a) sind sich dank der Trauerzeremonien für ihn darüber im klaren, dass keiner die Unterdrückung durch die Imperialisten akzeptieren darf, denn die Devisen ihres Imams und Führers gehen darauf hinaus, sich nicht gegenüber Unrecht und Unterdrückung zu unterwerfen!“

Dekobra weiter: „Husain hat für die Ehre und das Volk und um die Lage des Islams zu verbessern, auf Leben, Besitz und Kinder verzichtet und sich nicht der Unterdrückung und der Abenteuerlust des Yazid gebeugt. Lasst uns also seine Art zum Vorbild nehmen, uns von dem Unrecht aller Yazids und der Fremden befreien und den Tod in Würde einem Leben in Erniedrigung vorziehen. Dies ist der Kern der islamischen Lehre.“

Der libanesische Schriftsteller und Christ Antoine Bara sagt: „Wenn Imam Husain einer von uns wäre, würden wir überall auf der Erde ein Banner für ihn hissen und einen Turm erbauen und die Menschen zum Christentum einladen. Der Sieg Husains, den er erzielte, obwohl er in der Minderheit war, hat mich beeindruckt.“

Viele Faktoren haben dazu beigetragen, dass das Ereignis von Karbala lebendig in Erinnerung geblieben ist.

Die Lehre des Islams baut auf der dem Menschen von Gott mitgegebenen Ur-Natur auf (Fitra) . Doch es kommt vor, dass der Mangel an Glaube und soziale, wirtschaftliche oder politische Bedingungen die Menschen von ihrem menschlichen Ur-Natur entfernen. Die wichtigste Aufgabe Imam Husains (a) war, die Menschen wieder auf ihre natürlichen und einleuchtenden Ziele aufmerksam zu machen und die Hindernisse für die Verwirklichung dieser Ziele aus dem Weg zu räumen. Das größte Hindernis auf diesem Weg war die tyrannische Herrschaft der Umayyaden, die dem Volke keine Chance gaben, den Ruf ihrer Fitra zu erwidern.

Wenn wir genau hinsehen ist dieser Aspekt des Kampfes von Imam Husain (a) universal und betrifft die ganze Menschheit . Deshalb kommt es dass Mahatma Gandhi – ein Nicht- Muslim, sagt, dass seine Bewegung und sein Mut auf der Inspiration aus dem Aschura-Aufstand beruht.

Die Bewegung von Imam Husain (a) war der Aufstand für die Freiheit und die Gerechtigkeit und die Ablehnung der Unterwerfung. Der Mensch strebt von Natur aus nach Freiheit und Gerechtigkeit und ist gegen Benachteilung und Unrecht. Die Stimme seiner Ur-Natur überlebt die Geschichte und verstummt nicht. Imam Husain hatte einen Auftrag übernommen, den die Propheten alle übernommen hatten und ging den Weg, den das Himmelsbuch Koran gebot. Denn er wehrte sich gegen eine Regierung, die verdorben war und sich vom rechtschaffenen Weg entfernt hatte. Die Gesetze des Islams sind die besten und vitalsten Gesetze zur Verwirklichung der hohen menschlichen Ziele, denn diese Lehren und Gesetze stammen von Gott und er kennt vollständig alle immateriellen und materiellen Bedürfnisse des Menschen.

Viele der Bedingungen, die zurzeit Imam Husain a.s. vorlagen, gibt es auch heute noch. Die Menschheit hat sich technologisch und materiell in den 14 Jahrhunderten, die seit jener Zeit vergangen sind, enorm weiterentwickelt, und der Lebensstil hat sich völlig geändert.

Aber leider sind die menschlichen Werte nicht paralell zu den matierellen Fortschritten gediehen, sondern im Gegenteil haben sich einige menschlichen Eigenschaften zurück entwickelt.

An den meisten Orten herrscht Unrecht und Unterdrückung in verschiedener Form. Auch heute wird wie zur Zeit Imam Hussains, der Islam zum Teil falsch und oberflächlich gedeutet. Die Verbrechen der Salafisten in Syrien, Irak, Pakistan und Afghanistan , die im Zeichen des Islams geschehen, zeigen wie sehr sich diese Gruppen von dem wahren Islam entfernt haben.

Der Kampf Imam Husains (a) ist nicht im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten, sondern der Mensch verspürt heute mehr denn je, dass er auf die Lehren Imam Husains hinsichtlich des Widerstandes gegen das unterdrückerische Regime der Umayyaden und den Kampf um Wiederbelebung des Islams angewiesen ist. Die Trauerzeremonien in Gedenken an Imam Husain a.s. im Monat Muharram in allen Teilen der Welt zeugen von dieser Tatsache.

 

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