Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Samstag, 14 Januar 2012 04:59

Wert und Bedeutung der Arbain- Gedenkfeiern in den Augen des Revolutionsoberhauptes

Wert und Bedeutung der Arbain- Gedenkfeiern in den Augen des Revolutionsoberhauptes
Worin liegt die Bedeutung von Arbain? Wodurch zeichnet sich Arbain, abgesehen davon, dass 40 Tage seit dem Opfertod des Märtyrers vergangen sind, noch weiter aus? Die Arbain- Gedenkfeier für Imam Hussein hat das Martyrium Imam Husseins (a.s.) wieder lebhaft in Erinnerung treten lassen und das ist ausgesprochen wichtig! Dieses gewaltige Martyrium hat sich ereignet, d.h. Hussein Ibn Ali und die anderen Märtyrer haben in Karbala den Opfertod gefunden! Aber angenommen die Umayyaden hätten – genauso wie sie Hussein selber und seine guten Helfer in jener Zeit eliminieren und ihre Körper in der Erde verbergen konnten - auch das Gedenken an sie im Geist der damaligen Menschengeneration und den Nachfolgegenerationen auslöschen können.
Überlegt, was dieser Märtyrertod dann der Welt des Islams hätte nützen können? Oder angenommen, es hätte damals doch eine Wirkung hinterlassen, wäre diese Erinnerung auch in der Geschichte , auch für die darauffolgenden Generationen, für die Probleme und düsteren Punkte und in Bezug auf die Yazids in der darauffolgenden Geschichte von bewusstmachender, enthüllender Wirkung gewesen? Wäre Hussein Märtyrer geworden, ohne dass die Menschen von damals und die darauffolgenden Generationen davon erfahren hätten, welche Wirkung und welche Rolle hätte dann diese Erinnerung auf die Entfaltung und die Konstruktivität und Rechtleitung der Völker und Gemeinschaften und die Geschichte haben können?

 

Ihr seht, dass sie keinerlei Wirkung gehabt hätte. Natürlich wäre Hussein Schahid gewesen, und er wäre selber bei Gott angelangt. Märtyrer, die keiner kennt und die in der Fremde, in der Stille, Märtyrer geworden sind, haben ihren jenseitigen Lohn erzielt. Ihre Seele hat die Glückseligkeit bei dem Allbarmherzigen erreicht. Aber wieviel lehren sie die anderen? Wie sehr sind sie Vorbild geworden? Übermittler einer Lehre wird jener Märtyrer, dessen Märtyrertod und dessen Unterdrückt-Werden auch die zeitgenössischen und die kommenden Generationen kennen und darüber erfahren haben. Lehre und Vorbild wird jener Märtyrer, dessen Blut hervorsprudelt und sich in der Geschichte ergießt. Das Unrecht eines Volkes kann dann die Wunden auf dem Leib der ausgepeitschten, unterdrückten Völker heilen, wenn diese Unterdrückung zu einem Aufschrei wird; wenn diese Unterdrückung den anderen Menschen zu Ohren kommt. Die Supermächte versuchen daher die anderen so sehr zu übertönen, damit unsere Stimme nicht laut wird. Deshalb sind sie bereit, unglaubliche Geldsummen auszugeben, damit keiner erfährt, weshalb der auferlegte Krieg (gegen den Iran) zustande gekommen ist; aus welchen Beweggründen, durch wen, durch wessen Initiative.

Auch zu jener Zeit waren die unterdrückerischen, hochmütigen Systeme bereit, ihr ganzes Vermögen zu investieren, nur damit der Name Hussein, die Erinnerung an ihn, an sein vergossenes Blut und das Martyrium am Aschura- Tag nicht als eine Lehre unter der damaligen Bevölkerung und unter den nachfolgenden Völkern verbleibt und bekannt wird. Allerdings haben sie zu Beginn gar nicht begriffen, von welcher gewaltigen Bedeutung das Thema überhaupt ist. Dies ist ihnen erst im Laufe der Zeit bewusst geworden.

Gegen Mitte der abbasidischen Herrschaftsepoche haben sie sogar die Grabstelle von Imam Hussein zerstört, und unter Wasser gesetzt. Sie wollten, dass keine Spur von ihm verbleibt.

Daran wird die Bedeutung des Gedenkens der Märtyrer und des Märtyrertodes deutlich. Ein Märtyrertod ohne Erinnerung, ohne Gedenken, ohne Weiterleben hat nicht die Wirkung, die er haben sollte. Arbain ist der Tag , an dem begonnen wurde, das Banner der Botschaft des Martyriums von Karbala zu hissen. Es ist der Tag der Hinterbliebenen der Märtyrer. Und Arbain ist der Tag, an dem zum ersten Mal die bekannten Pilger Hussein Ibn Alis nach Karbala kamen: Dschaber Ibn Abdullah Ansari ein Prophetengefährte und Attiya (Ibn Saad) ein treuer Helfer Amir al Mumenins.

Alle Werke und Worte dieses werten Menschen und was von ihm über diese würdige Persönlichkeit unter den Unfehlbaren Imame geschrieben wurde und erhalten blieb, zeugt davon, dass das Ziel darin bestand, Recht und Gerechtigkeit und die Religion Gottes geltend zu machen, die Herrschaft des Religionsrechtes aufzustellen und die Grundlagen des Unrechtes, der Unterdrückung und des Frevels zu zerstören. Ziel war die Fortsetzung des Wegs des Erhabenen Propheten (s.a.a.s.) und der anderen Propheten. Es liegt auf der Hand, wofür die Propheten kamen, nämlich für die Herstellung der Gerechtigkeit und des Rechtes und die Bildung einer islamischen Regierung und Ordnung.

Die Bedeutung von Arbain liegt darin, dass durch die in Gottes Zeichen stehende Vorkehrungen der Familie des Propheten (s.a.a.s.) das Gedenken an die Bewegung von Imam Hussein verewigt und das Fundament dazu gelegt wurde. Wenn die Hinterbliebenen der Märtyrer von Aschura sich nicht für die Aufrechterhaltung der Erinnerung und der Wirkung des Märtyrertodes eingesetzt hätten, hätten die nachfolgenden Generationen keinen großen Nutzen aus den Errungenschaften des Märtyrertodes ziehen können.

Es trifft zwar zu, dass Gott, der Höchsterhabene, die Märtyrer schon jetzt im Diesseits (im Verborgenen) leben und den Märtyrer in der Geschichte und im Gedächtnis der Menschen verbleiben lässt. Aber die natürlichen Mittel, welche der Allmächtige – ähnlich wie bei allen anderen Dingen – zu diesem Zwecke bestimmt hat, sind die Dinge, die uns zur Verfügung stehen und für die wir uns entscheiden können. Wir sind es, die richtig oder falsch entscheiden. Wir können das Gedenken der Märtyrer und die Erinnerung und Philosophie des Martyriums wach halten oder auch nicht.

Wie das Ereignis von Aschura weiterleben kann

Hätten Zeynab Kubra (s.a.) und Imam Sadschad (Gottes Segensgruß gelte ihm) damals während ihrer Gefangennahme und Gefangenschaft – sei es nun am Nachmittag von Aschura in Karbala – sei es in den darauffolgenden Tagen auf dem Weg nach Kufa und Schaam und in Schaam selber - und danach bei dem Pilgerbesuch in Karbala und dann auf dem Weg nach Medina und schließlich in den darauffolgenden Jahren, in denen die beiden großen Persönlichkeiten noch lebten – keine Mühen auf dem Wege Gottes auf sich genommen, und hätten sie keine Erläuterungen gegeben, und nicht die Tatsachen enthüllt und nicht über den Sinn von Aschura und das Ziel von Hussein Ibn Ali und über das Unrecht des Feindes gesprochen, hätte das Geschehen von Aschura keineswegs mit dieser Lebendigkeit und so mitreißend und ergreifend bis heute gegenwärtig sein können.

Warum hat Imam Sadiq (a.s.) gesagt: „Wer nur einen Doppelvers über das Ereignis von Aschura reimt und jemanden mit diesem Reim zum Weinen bringt, den wird Gott unweigerlich ins Paradies einkehren lassen“? (Er hat dies deshalb gesagt) weil alle Einrichtungen zur Agitation dafür ausgerüstet worden waren, das Thema Aschura und Prophetenhaus ins Abseits zu drängen und dafür zu sorgen, dass es verdunkelt bleibt. Man wollte verhindern, dass die Menschen begreifen, was geschehen war und worum es in Wahrheit ging. Dies ist Propaganda! Zu jener Zeit haben wie heute die unterdrückerischen frevlerischen Mächte maximal verlogene, feindselige und diabolische Propaganda eingesetzt. War es in einer solchen Atmosphäre überhaupt möglich gewesen, dass das Aschura-Geschehen – welches von gewaltiger Größe war aber in einer Wüste, die sich an einem abgelegenen Ort der Islamischen Welt befand, entstand, so pulsierend und frisch erhalten blieb? Mit Sicherheit wäre es in Vergessenheit geraten, wenn nicht jene Anstrengungen gemacht worden wären!

Was die Erinnerung lebendig hielt, waren die Bemühungen der Hinterbliebenen Hussein Ibn Alis (a.s.). Im gleichen Maße wie der Dschihad und das Mühen Imam Husseins und seiner Gefährten, welche das Banner hochhielten, auf Hindernissen stieß und schwierig war, war auch der Dschihad und das Mühen von Zeynab (gegrüßet sei sie) und von Imam Sadschad (gegrüßet sei er) und jener anderen Achtbaren, schwierig. Die Arena, auf der sie kämpften, war allerdings nicht militärischer Art, sondern die Arena der Öffentlichkeitsarbeit und der Kultur. Wir müssen diese Dinge beachten.

Was uns Arbain lehrt

Die Lehre besteht darin, dass wir gegenüber dem Propagandasturm des Feindes an die Wahrheit erinnern und des Martyriums gedenken. Wie umfangreich ist doch seit Beginn der Revolution bis heute die Propaganda gegen die Revolution, den Imam, den Islam und gegen diese Nation gewesen! Welche Propaganda und welcher Sturmangriff sind nicht gegen den Krieg – einen Krieg zur Verteidigung und Schutz des Islams, des Vaterlandes und der Ehre der Bevölkerung - , in Gang gesetzt worden?! Seht euch an, was die Feinde gegen die lieben Märtyrer, welche ihr Leben – und damit ihr größtes Kapital – riskierten und es auf dem Wege Gottes hergaben, unternommen haben und welche falschen Vorstellungen sie direkt und indirekt im Rundfunk und in den Zeitungen und Zeitschriften und in Büchern, die sie herausbrachten, leichtgläubigen Menschen überall auf der Welt einflößen konnten!

Sogar in unserem eigenen Land hat eine begrenzte Anzahl von naiven und unwissenden, bekannten und nicht bekannten Leuten in der angespannten Situation des Krieges, manchmal Dinge gesagt, die auf Unwissen oder fehlenden Überblick über die Tatsachen zurückgingen. Das war es gerade, was den lieben Imam beunruhigte und ihn zwang, mit jenem überirdischem lautem Ruf die Tatsachen offen und deutlich bekannt zu geben.

Falls dieser Propaganda nicht die Werbung für die Wahrheit gegenübertritt und die Informiertheit der iranischen Nation und der Redner, Autoren und Künstler nicht der Wahrheit, die es in diesem Land gibt, dient, wird der Feind auf dem Schauplatz der Propaganda siegen. Die Arena der Propaganda ist umfassend und gefährlich. Natürlich ist die entschiedene Mehrheit der Nation und unserer Bürger, dank der aus der Revolution hervorgehenden Bewusstwerdung, gegenüber der feindlichen Propaganda abgesichert und dagegen gefeit. Der Feind hat dermaßen gelogen und das was vor den Blicken der Menschen lag, dermaßen verdreht dargestellt und wiedergegeben, dass unsere Bevölkerung den Behauptungen und Lügen und unsinnigem Gerede in Form der internationalen Propaganda in keiner Weise vertraut.

Das unterdrückerische System des Yazid mit seiner Propaganda hat damals Hussein Ibn Ali a.s. als schuldig hingestellt und so getan, als ob Hussein Ibn Ali a.s. gegen ein gerechtes System und eine islamische Regierung und für das Weltliche einen Aufstand verübt habe!!! Und einige haben diese Lügenpropaganda geglaubt. Und dann, als der Imam auf jene katastrophale Weise durch die Henker in der Wüste von Karbala den Märtyrertod starb, haben sie dies als einen Sieg hingestellt!!! Aber die rechtschaffene Werbung durch das System des Imamat hat alle diese falschen Strukturen umgewandelt. Ja, so sind Wahrheit und Recht!

(Geringfügig zusammengefasste) Ausführungen des geehrten Ajatollah Ozma Khamenei (Gott möge ihn bewahren) –

29.6.68 ( September 1989)

Quelle: Taghrib.de

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren