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Mittwoch, 27 Februar 2008 13:58

Der 40. Trauertag für den größten Freiheitskämpfer

Der 40. Trauertag für den größten Freiheitskämpfer
40 Tage sind seit dem Aschura-Tag vergangen. Wir gedenken einer Bewegung die heute noch die Geschichte beeinflusst.
Damals, 40 Tage nach dem Märtyrertod von Imam Hussein und seiner treuen Mitkämpfer in Karbala kam Djaber Ibn Abdollah Ansari, ein alter Gefährte des Propheten Mohammad s.a.s. zu diesem Ort am Euphrat. Er war der erste, der zur Grabstelle Imam Husseins pilgerte und es heißt, dass auch die Familieangehörigen Imam Husseins, die das Karbala-Geschehen überstanden hatten an jenem Tag aus ihrer Gefangenschaft zurückkehrten und am Grab Imam Husseins trauerten.

 


Wir denken am Arba`in-Tag, dem 40. Trauertag, an die Opfertat Imam Husseins und seiner Gefährten zurück und kondolieren allen Freunden der Prophetenfamilie. Gegrüßt sei Hussein und gegrüßt seien alle, die auf seinem Weg ihr Leben einsetzten.

Der Aufstand Imam Husseins bleibt unvergesslich. Am 10. Moharram des Jahres 61 nach der Hidschra, Ende des 7. Jahrhunderts nach Christus traten in Karbala, Irak, die Verfechter des Rechtes den Verfechtern des Unrechts gegenüber. Das schwer bewaffnete Heer des Yazid kreiste Imam Hussein und seine 72 Kämpfer ein und tötete sie alle. Die Feinde ließen die enthaupteten Leichen in der heißen Wüste von Karbala liegen. Sie nahmen Zeynab, die Schwester Imam Husseins und Imam Sadschad, seinen Sohn und die Hinterbliebenen Frauen und Kinder gefangen und brachten sie an den Hof des Ummayyidenherrschers.
Scheinbar hatte der Feind den Sieg davon getragen, aber die Geschichte bezeugt das Gegenteil: Der Feind verlor.

Zeynab, die Schwester Imam Husseins und sein Sohn Imam Sadschad, gegrüßt seien sie, brachten die Wahrheit über Karbla an den Tag. Sie berichteten darüber, dass Imam Hussein gekämpft hatte, um die Religion wiederzubeleben, die Gesellschaft zu heilen und die Gläubigen aus der Hand der üblen Herrscher zu befreien. Imam Hussein wollte die Pflicht erfüllen, die er gegenüber der Lehre des Propheten Mohammad s.a.s. verspürte.

Am Hof des Yazid, sagte Zeynab aleiha salam kühn: „Yazid! Tränen fließen aus den Augen und in den Herzen brennt Trauer... Bei Gott! Du kannst unseren Namen nicht auslöschen und unsere Offenbarung zum Schweigen bringen. Yazid! Deine Macht wird vernichtet werden! Du wirst nicht mehr lange leben!"

Hazrate Zeynab versuchte, dem Volk die Augen zu öffnen. Daher verspürte der mächtige Yazid Gefahr für seinen Herrschaftssitz. Er ordnete an, dass die Gefangenen wieder nach Medina zurückgeschickt werden.
Hazrate Zeynab salamollah aleiha und Imam Sadschad, aleihe salam, aber machten überall die Bevölkerung mit der Botschaft des Aufstandes Imam Husseins vertraut. Auf diese Weise bereiteten sie den Boden für die Bewegungen, die sich nach Karbala ereigneten und schließlich zur Entmachtung der Ummayyiden führten.

Die unsterbliche Wirkung der Bewegung von Karbala geht darauf zurück, dass sie sich auf Gott gestützt hat.
Imam Hussein ist davon überzeugt, dass das Leben nur einen Sinn gibt, wenn Gott als Herr und Führer betrachtet wird und die Rechtschaffenen herrschen. Ein Mensch oder eine Gesellschaft, die sich einer anderen Herrschaft unterwirft als der göttlichen, bewegt sich auf die Vernichtung zu. Zur Zeit der Ummayyidenherrscher stellten diese der Bevölkerung einen entstellten Islam vor, der ihrem Geschmack entsprach. Wie hätte Imam Hussein dies schweigend mit ansehen können!? Er begann seine große Bewegung, um die Gesellschaft wieder in das richtige Gleis zu bringen.
Hätte Imam Hussein mit seinem Aufstand nach Macht gestrebt, wäre seine Bewegung in der Geschichte untergegangen. Sie hätte nicht durch die Jahrhunderte hindurch dynamisch weiter wirken können. Wegen ihrer gerechten Ziele und Botschaften pflanzte sie sich fort. Diese Botschaften sind für jeden freiheits- und wahrheitsliebenden Menschen lehrreich und inspirieren ihn. Imam Hussein aleihe salam war immer um die Wegführung der Menschen bemüht, auch noch als sie angetreten waren, um ihn zu vernichten. Diese und andere Besonderheiten seiner Bewegung machen sie unsterblich.

Die Bewegung Imam Husseins war mit hohen Werten verflochten. Imam Hussein machte eine wichtige Wahrheit spürbar, nämlich die Wahrheit, dass sich der Mensch zum Kampf erheben muss, wenn Unterdrückung, Verbrechen und Verderb die menschliche Gesellschaft beherrschen und das Gute zugrunde zu gehen droht. Dann muss der Gesellschaft neues Leben eingehaucht werden und dann muss der Mensch wegen dem Wohl der Allgemeinheit und der Wiederbelebung der geistig-spirituellen Werte auf eigene Interessen verzichten; selbst wenn auf diesem Weg, sein Hab und Gut und sein Leben in Gefahr geraten.
Imam Hussein a.s. war darum bemüht, das Gewissen der Menschen, welche aus Angst und Unwissenheit oberflächlich geworden waren, wachzurütteln. Deshalb sehen wir, dass viele, die Imam Hussein in Karbala nicht unterstützten, nach der Zerschlagung dieser Erhebung zu sich kamen. Einige von ihnen erhoben sich sogar selber zum Aufstand gegen die Unterdrücker.

Die Erhebung Imam Husseins zu Karbala hat viele freiheitsliebende Menschen auf der Welt auf sich aufmerksam gemacht. Seine Bewegung ist eine verewigte Bewegung. Sie kann Einfluss auf alle menschlichen Gemeinschaften und Denkschulen nehmen. Der Kampf Imam Husseins in Karbala schuf beeindruckende Bilder von einer Minderheit von opferbereiten gläubigen Menschen gegenüber einer erbarmungslosen Mehrheit von Weltliebenden. Er ruft heute noch die Szenen des tapferen Kampfes gegenüber dieser Mehrheit in Erinnerung und lässt Mut und Tapferkeit in den Menschen erwachen.

Der Weg, den Imam Hussein aleihe salam wählte, kann als Fortsetzung der heilbringenden Tätigkeiten aller Propheten und göttlichen Gesandten betrachtet werden. Diese sind im Laufe der Geschichte, immer wenn sich große Missstände und Abweichungen unter den Menschen zeigten, mutig unter sie getreten und haben begonnen die Gesellschaft wieder in gesunde Bahnen zurückzulenken.
Imam Hussein hatte eine Botschaft für unsere heutigen Generationen, und zwar: „Wenn ihr gegenüber den Problemen in der islamischen Welt schweigt, werden die befehlshaberischen Mächte über euch herrschen." Auch in unserer heutigen Welt wird das Recht vom Unrecht bekämpft. Immer wenn Hegemoniemächte die Grenzen, Kultur und Religion anderer Völker angreifen, wenn sie einschüchtern, drohen und besetzen, sollten wir den Weg Imam Husseins wählen. Sollten wir tapfer Widerstand leisten und den Völkern Wachsamkeit und Widerstand vorleben. Auch wenn die Wahrheit vorerst verdeckt bleibt, auch wenn die Rechtssuchenden unterdrückt werden! Gott hat im Voraus bestimmt, dass das Recht siegen wird! Sind wir nicht heute nach vielen Jahrhunderten Zeuge, dass Imam Hussein immer noch Lehrer für Menschlichkeit und Vorbild für gerechtigkeitssuchende Bewegungen ist und sein Name und seine Erinnerung Mut und Ansporn geben?

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