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Donnerstag, 07 August 2008 09:25

Zu Ehren Imam Husseins (a.s.)

Zu Ehren Imam Husseins (a.s.)
Jemand hatte dem Propheten davon berichtet, dass ‎Umme Iman nur noch weint. Der Prophet ließ sie ‎kommen und fragte sie nach dem Grund für ihren ‎Kummer.
Sie sagte: „Ich habe einen schrecklichen ‎Traum gehabt." Der Prophet bat sie über ihren Traum zu ‎berichten. Und sie erzählte: „... ich träumte, dass ein ‎Stück von eurem Körper, o Prophet, in mein Haus ‎hineinfiel...". Der Prophet sagte lächelnd: "Beruhige ‎dich. Meine Tochter Fatima hat einen Sohn zur Welt ‎gebracht, den du hüten wirst. So wird ein Stück von mir ‎bei dir im Hause sein."‎

Hussein, Sohn des Alis kam am 3. des Monats Schaaban ‎‎4 Jahre nach der Hidschra in Medina auf die Welt. Der ‎Prophet nahm das Kind in seine Arme neigte sein Haupt ‎zu dessen Ohr herab und legte ihm das Bekenntnis zu ‎dem Einen Gott und Seinem Propheten ins Herz. Er sagte ‎es soll Hussein heißen, küsste es und reichte es der ‎Hebamme zurück. ‎

Umme Iman brachte Hussein am 7. Tag nach seiner ‎Geburt wieder zum Propheten. Der Prophet erinnerte sie ‎an ihren Traum und sagte: „Umme Iman, dein Traum ist ‎Wirklichkeit geworden."‎
An diesem Tag verteilte der Prophet Speisen an die ‎Armen und ließ sie an seiner Freude teilnehmen.‎

Hussein wuchs in einer Familie auf, deren Mitglieder sich ‎durch die höchsten menschlichen Eigenschaften ‎auszeichneten. Sein Großvater war jener, den Gott ‎ausgesandt hatte, die Menschen rechtzuleiten. Sein ‎Vater war Ali aleihe salam, Symbol für die ‎Gerechtigkeitssuche und seine Mutter Fatima aleiha ‎salam, die großartige Tochter des Propheten. ‎

Bei den Arabern war es Brauch gewesen, dass das Kind ‎der Tochter nicht als Enkelkind gilt. Aber der Prophet ‎Gottes machte mit dieser dummen Sitte Schluss. Er ‎zeigte offen seine Liebe zu Hassan und Hussein, den ‎Söhnen seiner Tochter Fatima. ‎
Einmal sahen die Leute in Medina, wie er Hussein und ‎Hassan auf seinen Schultern trug und beide abwechselnd ‎küsste. Da fragten sie ihn: „O Prophet. Liebst du diese ‎beiden Kinder?"‎
Er sagte: „Jeder der diese beiden liebt, der liebt auch ‎mich, und jeder der gegen sie ist, ist gegen mich."‎
Abu Horeireh berichtet, er habe mit eigenen Augen ‎gesehen wie der Prophet den kleinen Hussein ‎hochgehoben hat, ihn küsste und betete: „O Herr, liebe ‎Hussein so wie ich ihn liebe."‎
Gott rief den Menschen aus toter Materie hervor und ‎schenkte ihm die Möglichkeit zum höchsten Geschöpf zu ‎werden. Husseins große Liebe zu Gott lässt ihn aus der ‎Materie hinaufsteigen in hohe Ebenen und die Stufe des ‎höchsten Geschöpfes erreichen. Über seinen ‎unerschütterlichen Glauben sagt Imam Sadegh aleihe ‎salam, dass er das lebende Beispiel für eine nafs-ul- ‎mutmainna, d.h. für eine Seele, die im Glauben Ruhe ‎gefunden hat, ist. Denn Gott ist mit Hussein zufrieden ‎und Hussein ist mit dem Schicksal zufrieden, das Gott ‎für ihn will.‎
Das Leben Imam Husseins zeugt für seine ständige ‎Treue zu Wahrheit und Gerechtigkeit und zum Islam. ‎Hussein setzt sich mit Leib und Seele für den Weg ‎Prophet Mohammads s.a.a.s. und der Gottgesandten vor ‎ihm ein. ‎
Deshalb lesen wir im Pilgerbrief Ziarate Wareth, der ihm ‎zu Ehren gilt:‎
‎„Friede sei dir, du Erbe Adams, des Auserwählten ‎Gottes, Friede sei dir du Erbe Noahs, Gesandter Gottes, ‎‎[...] Friede sei dir du Erbe Abrahams, [...] Friede sei dir ‎du Erbe Moses, Friede sei dir du Erbe Jesu, Friede sei dir ‎du Erbe Mohammads, des Gesandten Gottes..."‎

Erst 25 Jahre nach dem Tod des Propheten übernahm ‎der Vater Husseins, Imam Ali, aleihe salam, die Führung ‎der Muslime. Bis dahin erlebte die muslimische ‎Gesellschaft viel Auf und Ab und der heranwachsende ‎Hussein wurde aus nächster Nähe Zeuge der ‎Geschehnisse. Er reifte zu einem mutigen und klugen ‎jungen Mann heran, der für seine Charaktergröße und ‎seine Hilfsbereitschaft bekannt war.‎

Ein Beduine war in Medina eingetroffen und fragte nach ‎dem edelmütigsten in der Stadt. Sie sagten: „Das ist ‎Hussein." Der Mann ging zu Hussein und sah wie er ‎gerade ins Gebet vertieft war. Nachdem der Imam zu ‎Ende gebetet hatte, bat er ihn um Hilfe. Hussein aleihe ‎salam stand auf, ging zu seinem Haus und kehrte mit 4 ‎tausend Dinaren, die er in ein Tuch gewickelt hatte, ‎zurück. Angesichts der großzügigen Hilfe Husseins sagte ‎der Fremde: „Edelmut wird nie begraben, er bleibt in ‎den Himmeln und strahlt wie eine Sonne."‎

Imam Hussein aleihe salam selber war strahlend wie die ‎Sonne. Alle brachten ihm Hochachtung entgegen. Keiner ‎hätte sich damals vorstellen können, dass dieser edle ‎junge Mann von gerade diesen Leuten umgebracht ‎werden würde.‎
Nach dem Märtyrertod Alis begann ein neuer Abschnitt ‎im Leben Imam Husseins aleihe salam. Er wirkte an der ‎Seite seines Bruders Imam Hassan aleihe salam und ‎hatte wie er ein offenes Ohr für alle Hilfesuchenden. ‎Imam Hussein aleihe salam war nach wie vor beliebt. ‎
Der Name Imam Hussein aleihe salam erinnert an seinen ‎Aufstand gegen das Unrecht. Er lehrte die Menschen, ‎dass sie opferbereit und tapfer für das Recht eintreten ‎sollen. Der Prophet hat über ihn gesagt:‎
‎„Die gläubigen Menschen lieben Hussein von ganzem ‎Herzen. Er ist eines der Tore die ins Paradies führen. Bei ‎dem, in dessen Hand mein Leben ist, Hussein wird in ‎den Himmeln mehr für seine Größe gepriesen als auf ‎Erden. Er ist die Zierde von Himmel und Erde."‎

‎50 Jahre nach dem Tod des Propheten lehrt uns Imam ‎Hussein aleihe salam in seinem unvergesslichen Kampf ‎zur Verteidigung der Lehren des Islams gegenüber den ‎Abweichungen in der Gesellschaft höchste ‎Opferbereitschaft auf dem Weg Gottes. Und er ruft mit ‎lauter Stimme gerichtet an alle:‎
‎„Ihr Menschen! Freiheit und Ehre, und das Streben nach ‎Anstand, Gerechtigkeit und Vollkommenheit sind ‎Merkmale eines Lebens in Reinheit. Der Mensch erreicht ‎auf diesem Weg Ewigkeit. Seid darum bemüht, auf diese ‎Weise zu leben."‎

Abschließend gratulieren wir erneut zu der Geburt von ‎Imam Hussein, dem großen Vorbild für einen mutigen ‎opferbereiten Menschen. ‎

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