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Samstag, 20 September 2008 11:56

Imam Hassan (aleihe salam) - Ein Imam wird im Ramadan geboren

Imam Hassan (aleihe salam) - Ein Imam wird im Ramadan geboren
Am 15. des Monats Ramadan im 3. Jahr nach der Hidschra des Propheten von Mekka nach Medina kommt im Hause Alis und Fatemehs (gegrüßt seien sie) das erste Enkelkind des Mohammads (Friede sei ihm und den Reinen aus seinem Hause) zur Welt. Auf Anweisung Gottes gibt ihm der Prophet den Namen Hassan. Bis zu seinem siebten Lebensjahr hat Hassan (aleihe salam) noch den Propheten erlebt.

 

In den Überlieferungen steht geschrieben, dass Hassan dem Propheten Gottes sehr ähnelte. Hassan liebte den Propheten sehr. Jeden Tag ging er in die Moschee, wo der Prophet zu den Gläubigen sprach. Er war noch ein Kind, aber verstand, was der Prophet sagte. Zu Hause erzählte er alles seiner Mutter Fatemeh.
Imam Hassan a.s. hat schon als Kind eine ausgesprochen schöne Ausdrucksweise gehabt. Amid Ibn Ishaq berichtet über ihn: „Wenn Hassan Ibn Ali a.s. sprach, hätte ich ihm immer weiter zuhören können. Was er sagte, bereitete mir große Freude. Niemals habe ich ihn ein scharfes Wort sagen hören."

Imam Hassan war schon als Kind mit vielen religiösen Kenntnissen vertraut worden. Wegen seinem großen Wissen haben der Prophet (s.a.a.s.) und Ali (a.s.) es manchmal ihm überlassen, einige religionsrechtliche und religiöse Fragen der Bevölkerung zu beantworten.

Hassan strahlte Größe aus und wer ihn sah, fühlte sich von ihm angezogen. Dschalaleddin Siuti schreibt in seinem Geschichtswerk: „Hassan Ibn Ali wies moralische Vorzüge und viele höhere menschliche Eigenschaften auf. Er besaß Großmut, Geduld, Würde und Freigebigkeit und das Volk liebte ihn sehr."

Imam Hassan (a.s.) tat alles für die Notleidenden und Bedürftigen. Die Überlieferer haben seine Freigebigkeit als einmalig bezeichnet und geschrieben: „Imam Hassan hat im Leben zweimal seinen gesamten Besitz auf dem Wege Gottes verschenkt. Mehrmals hat er die Hälfte seines Besitzes den Armen gegeben."

Ein Bedürftiger war zum Imam gekommen, aber er schämte sich, ihn um etwas zu bitten. Da sagte ihm der Imam: „Schreib auf, was du möchtest." Dies tat der Mann und als der Imam seinen Brief gelesen hatte, gab er ihm das Doppelte von dem Erbetenen. Da sagte einer von denen, die dies gesehen hatten, zum Imam: „O Sohn des Propheten Gottes! Dieser Brief war voller Segen für ihn." Da antwortete ihm der Imam: „Für mich war der Segen größer. Denn durch ihn kam ich zu den Rechtschaffenen zu stehen."

Gottesfreunde sind bescheidene Menschen. Sie bringen den Anderen Achtung entgegen. Imam Hassan besaß diese große Eigenschaft. Einmal kam er an einigen Bedürftigen vorbei, die ihr Esstuch ausgebreitet hatten und sich ein paar Brocken Brot teilten. Als sie Imam Hassan sahen, luden sie ihn ein: „Sohn des Propheten Gottes, komm iss auch mit uns."
Imam Hassan nahm freudig die Einladung an, stieg vom Pferd ab und setzte sich zu ihnen. Dabei sagte er: „Gott mag die Stolzen nicht." Dann begann er von dem Brot zu essen. Nach dem er einige Bissen zu sich genommen hatte, lud er die anderen zu sich nach Hause ein. Dort tischte er ihnen gute Speisen auf und schenkte ihnen neue Bekleidung.

Das Gott-Dienen ist Ausdruck der Demut gegenüber dem Herrn und des Angewiesenseins auf Ihn. Wenn der Diener Gottes sich vor Seinem Herrn verbeugt und niederkniet, bezeugt er, wie sehr er Ihn braucht. Ein inständiges und aufrichtiges Gott-Dienen, wie die Verrichtung des Ritualgebetes und die Befolgung des Fastengebotes und der Hadschreise, ist ein Zeichen für die Wahrhaftigkeit des Dienenden. Über Imam Hassan (a.s.) wird überliefert, dass er viele Male zu Fuß nach Mekka gewandert ist. Imam Sadegh (aleihe salam) berichtet: „Imam Hassan war der größte Gottesdiener seiner Zeit. Wenn er an den Tod dachte, kamen ihm die Tränen, und wenn er das Gebet begann, zitterte er. Sein Handeln und Verhalten erinnerte jeden, der es sah, an Gott."

Einmal sagte Imam Hassan aleihe salam:
„Ihr Diener Gottes! Hütet euch vor Ungehorsam Gott gegenüber und vor schlechtem Tun. Strebt nach guten Werken, bevor euch Härten ereilen und euch der Tod mit seinen Armen umschließt. Wisset, die Segensgaben der Welt sind vergänglich und niemand ist vor Gefahren sicher. Ihr Diener Gottes! Lasst euch beraten und zieht aus der Geschichte der Vorfahren eine Lehre. Gebt Acht, dass die Segensgaben euch nicht beschäftigen und euch von eurem Jenseits abhalten."

Der Prophet des Islams hat über Imam Hassan (a.s.) gesagt:
„Wisset! Er ist ein Geschenk Gottes an mich. Er wird euch Wissen über mich vermitteln und die Menschen mit der Wirkung meines Wissens vertraut machen. Er wird meine Lebensart wieder beleben, denn sein Verhalten ist wie mein Verhalten. Gott lässt ihm Huld zuteil werden. Gott segne jeden, der ihn kennt und um mich zu ehren, ihm Gutes tut."

Imam Hassen hat - wie die Geschichte bezeugt - so gelebt, wie der Prophet es beschrieben hat. Angesichts der verschiedenen Fälle von Zwietracht unter der islamischen Gemeinde, hat er für das Wohl des Islams, den Friedensvertrag mit Moawiyeh akzeptiert. Er hat wegen hoher Ziele und zur Verhinderung des Krieges und Blutvergießens auf sein Kalifat verzichtet. Er wollte die islamische Gemeinde vor den drohenden Gefahren retten und plante für ihre Zukunft.
Die Intrigen gegen den Islam waren so groß gewesen, dass viele die Grenzen von Recht und Unrecht nicht mehr erkennen konnten. So manch einem Gelehrten erging es dabei nicht anders als der Allgemeinheit. Gegenüber den vielen Angriffen auf den wahren Islam und die viele Verfälschungen, begann Imam Hassan über den Islam Prophet Mohammads aufzuklären. Dies blieb, nach dem er in den Frieden eingewilligt hatte, sein größtes Anliegen und er verfolgte dieses Ziel bis an sein Lebensende. Imam Hassan a.s. bildete viele Schüler im Bereich der Wissenschaft und der Religion zu großen Gelehrten aus. In dieser Zeit voller Gefahren konnte Imam Hassan die letzte göttliche Lehre, den Islam, vor den Verfälschungen und Verschwörungen schützen.
Wir bringen abschließend noch drei wertvolle Worte von ihm:
„Härten und Probleme sind der Schlüssel zu Gottes Lohn."
„Ihr sollt nachdenken, denn das Nachdenken erweckt das Herz zum Leben und ist Schlüssel zum göttlichen Segen"
„Ein gutes und würdiges Verhalten zu den anderen ist ein Zeichen der Vernunft."

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