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Donnerstag, 09 Januar 2014 04:00

In Erinnerung an Imam Hasan Askari (a)

In Erinnerung an Imam Hasan Askari (a)
Am 10. Januar ist dieses Jahr der 8. Rabiul Awwal und jährt sich wieder der Tag, an dem 260 nach der Hidschra und dem Mondkalender ( 846-873 n. Christus) die Muslime Imam Hasan Askari (a)verloren. Dem wertvollen Leben des Imams wurde mit 27 Jahren gewaltsam ein Ende bereitet.

 

Aus dem Leben der Imame des Prophetenhauses können wichtige Lehren für die Charakterveredlung des Einzelnen und die Gestaltung der Gesellschaft entnommen werden. Diese großartigen Menschen begegneten  unter den gewaltsamen Kalifen sehr schwierigen Bedingungen für die Verbreitung des islamischen Wissens. Besonders zur Zeit des Imam Dschawad (a), des Imam Hadi (a) und ganz besonders zur Zeit von Imam Hasan Askari waren diesen Einschränkungen extrem groß. Die Abbasidenkalifen  hatten Imam Hadi (a) und seinen Sohn Imam Hasan Askari gezwungen, Medina zu verlassen und an den Sitz der Abbasiden in Bagdad umzusiedeln. Damals war Imam Hasan Askari erst 4 Jahre alt. Nach dem Märtyrertod seines Vaters übernahm er die Führung der Gläubigen.  6 Jahre lang hat er unter sehr schwierigen Bedingungen seinen Anhängern seine Weisungen und Standpunkte zu verschiedenen politischen  und gesellschaftlichen Fragen mitgeteilt. Trotz der Gegenmaßnahmen der Abbasidenherrscher wurden die Ahl-e Bait nur noch beliebter, denn sie verbreiteten das Licht Gottes und das Licht Gottes erlischt niemals.

Der Imam übernahm in einer Zeit großer politischer und gesellschaftlicher  Missstände das Imamat. Die Abbasiden stritten sich um die Macht, die  Bevölkerung war unzufrieden, es kam laufend zu Aufständen und es kursierten abwegige Denkweisen. Die Herrscher beutete die Bevölkerung aus um prächtige Paläste zu errichten, während das Volk arm war.  Aber die Muslime hatten davon gehört, dass der Sohn des Imam Hasan Askari (a) der Retter der Welt ist, der alle aus dem Joch der Ungerechtigkeit befreien wird. Der Sohn dieses Imams ist der verheißene Imam Mahdi (er möge bald erscheinen) . Doch auch die Abbasiden wussten davon und deshalb übten sie eine scharfe Kontrolle über Imam Hasan Askari und seine Familie aus. Der Imam musste an ganz bestimmten Tagen in der Woche  am Regierungssitz der Abbassiden erscheinen. Aber Gott ließ den Sohn des Imam Hasan Askari (a) auf die Welt kommen, ohne dass die Abbasiden es verhindern konnten. Nach der Geburt seines Sohnes  setzte sich Imam Hasan Askari dafür ein, die Gesellschaft auf die bevorstehenden schweren Bedingungen vorzubereiten.  Er hat bei den wenigen Gelegenheiten, die sich im dazu boten über die Merkmale der Zeit gesprochen, in der Imam Mahdi (a) sich im Verborgenen aufhält und die darauffolgende Zeit, in der er überall auf der Welt   Gerechtigkeit verbreiten wird.

In einer Zeit, in der sich alle möglichen abwegigen Gedanken mit der wahren Religion vermischt hatten, hat Imam Hasan Askari (a)den Islam für die Menschen transparent dargelegt. Seine Argumentführung in wissenschaftlichen Disputen war so klar und wirksam, dass der arabische Philosoph Yaqub Ibn Ishaq al-Kendi (verstorben 873 n.Chr.)  nach einem Diskurs mit dem Imam, die Wahrheit einsah und das Buch, in dem er Teile der Religion kritisiert hatte, verbrannte.

Obwohl die Abbasiden dem Imam feindlich gegenüberstanden, hat einer ihrer Minister namens Ahmad Ibn Khaqan sich zu der Größe des Imam Hasan Askari (a) bekannt und seinen Charakter und Anstand als einmalig beschrieben. Er sagte: Obwohl er jung ist, bedeutet er seinem Stamm, den Bani Haschem mehr als ihre Greisen ihnen bedeuten. Er nimmt einen so hohen Platz ein, dass in Freund und Feind loben.“

Der Imam wurde wegen seiner Gott-Ergebenheit bewundert. Er selber hat gesagt, dass jeder Mächtige, der sich von Gott, Recht und Wahrheit entfernt, in Schande geraten wird und jeder der schwach ist, erstarken und geschätzt werden wird, wenn er  sich mit  Gott verbindet.

Es war die nahe Beziehung zu Gott und das Vertrauen in Ihn, welche den Imamen aus dem Hause des Propheten wie Imam Hasan Askari(a) dabei halfen all die Schwierigkeiten zu ertragen und bei der Erfüllung der göttlichen Gebote standhaft zu bleiben. 

 In dem natürlichen Seelengrund des Menschen, der Fitra, ist die Anbetung und Liebe zu Gott verankert und diese innere Zuneigung hilft ihm bei den Schwierigkeiten im Leben.  Rechtschaffene Menschen , die die Stufe der Gottdienstbarkeit erreicht haben,  sind von allen  Abhängigkeiten frei geworden und auf die hohen Gipfel der moralischen Größe gelangt. Der Prophet des Islams und die Edlen aus seinem Hause, die Ahl-Bait-  sind die schönsten Beispiele für solche rechtschaffene Menschen.  Mit ihrer Ergebenheit in die unendliche göttliche Macht erreichten sie Stufen der geistig-seelische Größe, dass sie niemals ein Gefühl der Schwäche gegenüber Götzentum und Unglauben, den materiellen Dingen und den Inhabern weltlicher Macht und Reichtums überkam.  

Seine Zeit im Kerker hat  Imam Hasan Askari (a) mit Gott-Dienen und Gott-Eingdenksein verbracht.  Mit seinem Verhalten, konnte er sogar die Leute, die ihn folterten , verändern. 

 Einige Handlanger des Abbasidenkalifen waren zu dem Gefängniswächter Salih Ibn Wasif gekommen und hatten ihm bestellt, er solle dem  Imam keine Ruhe lassen. Aber Ibn Wasif antwortete ihn: „Was kann ich denn  tun? Ich habe zwei meiner rohesten Kerle zu ihm geschickt. Nachdem sie ihn kennen gelernt hatte,  haben sie ihn nicht mehr als einen Gefangenen betrachtet. Sie haben sich sogar dermaßen verändert, dass sie eine  hohe Stufe im Gott-dienen, Beten und Fasten erreichten.“

 Dann ließ Salih Ibn Wasif die   beiden rufen. Die Agenten des Kalifen sagten: „Wehe euch! Was ist mit euch los, dass ihr diesem Gefangenen gegenüber eure Aufgabe vernachlässigt?“

Sie antworteten:  „Was können wir noch jemanden sagen, der am Tag fastet und jede Nacht mit Gott-Dienen verbringt und noch vor dem ersten Morgenlicht zum Gott-Dienen aufsteht? ... Er verbringt nur mit Gott-Dienen und vertraulichen Gebeten zu seinem Herrn. Wenn er uns anschaut, dann werden wir völlig von seiner  Größe erfasst!“

Imam Hasan Askari (a.) hat auf den Rang der Betenden verwiesen und gesagt: Wenn ein Diener zu dem Ort, an dem er seinen Gebetsdienst verrichtet geht, um zu beten,  spricht Gott der Allmächtige zu seinen Engeln:

Seht ihr nicht Meinen Diener, wie er sich von allem, was er gern hat, trennt,  zu Mir kommt und auf Meine Barmherzigkeit und Güte hofft? Seid mein Zeuge, dass ich Meine Barmherzigkeit und Großzügigkeit auf Ihn richte.“

Für die wahren Diener Gottes welche den großen Genuss des Gott-Dienens und der Gott-Dienstbarkeit und Preisung und Anflehung des Schöpfers aller Welten erlebt haben, ist es das größte  Glück sich ergeben vor ihrem Herrn niederzuwerfen.  Imam Hasan Askari (a)hat seine Anhänger angespornt, lange in dieser Stellung der Niederwerfung, dem Sadschda , bei der der Mensch niederkniet und mit der Stirn die Erde berührt,  zu verharren und gesagt:

Ich empfehle euch Gottesfürchtigkeit in eurer Religion und ein Mühen Gott zuliebe und lange Sadschdas, lange Niederwerfungen.  (aus Kaschf ul Ghumma, Bd. 3, S. 290) 

Der geistige und spirituelle Einfluss Imam Hasan Askaris und seine gerechten Reden  waren den Abbasidenkalifen ein Dorn im Auge. Also überlegten sie , wie sie Imam Askari (a.) aus dem Weg räumen. Einer von ihnen, nämlich der tyrannische Mu`tamid ließ ihn schließlich  vergiften. Imam Hasan Askari (a) erlag einige Tage später diesem Anschlag und  fand den Märtyrertod.Einer seiner Gehilfen berichtet: Er lag krank auf seinem Lager.

„Es waren die letzten Augenblicke seines Lebens.  Da bemerkte er, dass die Zeit für das Morgengebet angebrochen war und sagte: `Ich möchte das Gebet verrichten.` Wir breiteten für ihn auf seinem Lager den Gebetsteppich aus. Der Imam nahm das Wudhu – die rituelle Waschung – zum Gebet vor und verrichtete sein allerletztes Morgengebet auf seinem Krankenlager.Wenige Augenblicke danach stieg sein edler Geist in die höheren Gefilde auf.“ 

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