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Sonntag, 05 Juli 2015 06:46

Imam Alis (a) Denken im Spiegel des Nahdsch-ul Balagha (23)

Imam Alis (a) Denken im Spiegel des Nahdsch-ul Balagha  (23)
  In diesem Teil unserer Sendereihe geht es um das Wissen Imam Alis (a.s.) über die Erschaffung der Daseinserscheinungen.  Der Prophet hat sich selber die Stadt des Wissens und Imam Ali Ibn Abi Taleb (a.s.)  das Tor zu dieser Stadt genannt.

 

Alle Religionen göttlicher Herkunft haben von der Schöpfung der Welt berichtet. Gott ruft im Koran die Menschen auf, die Schöpfung zu betrachten und darüber nachzudenken. Imam Ali (a)nennt die Schöpfung Gottes Zeichen und sieht in ihrer Betrachtung einen festen Weg zur Gotterkenntnis.

 

Er sagt: „Ich bezeuge, dass Himmel und Erde und was zwischen ihnen liegt, alles Zeichen sind, die zu Dir (Gott) führen und die Menschen herbeirufen zu dem, was  Du gerufen hast.“

Nach dem Verscheiden des Erhabenen Propheten (Segen auf ihm und sein Haus) erlosch das Licht des Wissens und der Erkenntnis nicht. Der Heilige Koran ist ein kostbares Geschenk dass der Prophet Gottes der Menschheit hinterließ. Dieses Heilige Buch und die Edlen aus dem Hause des Propheten sind die kostbare Hinterlassenschaft, wie er im berühmten Hadith Thaqalain betont hat. Der Prophet hat in diesem Hadith gesagt, dass diese beiden nicht voneinander zu trennen sind und mit ihm am Paradiesbrunnen zusammentreffen werden. Das heißt also, dass der Koran und die Imame aus dem Hause des Propheten immer zusammenbleiben.  Imam Ali) (a) hat nach besten Kräften das Wort Gottes und die Botschaft des Islams behütet und sie an die nachfolgenden Generationen weitergegeben. Seine tiefsinnigen Worten sind wie ein hoher Berg, an dessen Hang die Quellen der Weisheit und Erkenntnis hervorquellen, um mit lebensspendendem Wasser den Durst der Erkenntnissuchenden zu stillen. Deshalb sind seine Worte auch noch nach 14 Jahrhunderten eine Antwort auf wichtige  Fragen der Menschheit.

 

Zu diesen Fragen gehören  Fragen wie folgende: Wie entstand die Welt und wie besteht sie weiter?

                                        

  Die philosophischen Schulen haben verschiedene Ansichten über die Erschaffung der Welt vorgelegt. Wenn Imam Ali (a) über die Schöpfung spricht, gibt er wertvolle Denkanstöße zur Erkenntnis der Wahrheit und macht auf das endlose Wissen und die Allmacht Gottes aufmerksam. In seiner Freitagsansprache 1 gemäß Nahdsch-ul Balagha sagt er:

„Er hat die Geschöpfe so erschaffen und die Schöpfung so begonnen, wie es sein musste, ohne dass er auf ein Nachdenken oder Erfahrung angewiesen wäre…, ohne dass  die Beschäftigung mit etwas Ihn aus dem Konzept gebracht hätte. Er führte die Erschaffung einer jeden Kreatur in seiner Zeit durch und stellte unter den Geschöpfen mit ihrer unterschiedlichen Natur Einklang und  Harmonie her und gab  ihnen ihre natürlichen Veranlagungen ein und er kannte jedes Ding und seine Details und seine Grenzen, seinen Beginn und sein Ende, seine verborgenen Geheimnisse und sein Äußeres bevor er es erschuf.“

 

               

Imam Ali (a) hat in der Chutba 211 wie folgt über die Erschaffung der Berge auf der Erde gesprochen: 

„Er erschuf ihre festen Felsen, Hügel und Bergen und gründete sie fest an ihren Plätzen und band sie fest auf ihrem Grund. … Die Berge  begannen sich über flachen Ebenen zu erheben und stiegen in die Höhe und ihre Fundamente verankerten sich im Erdinnern. Er ließ ihre Gipfel hoch aufragen und machte ihre Oberflächen weit (über die Erde) reichend, und Er machte sie zum Stützpfeiler für die Erde und ließ  sie zu Pflöcken für ihre Befestigung werden. …“

                                  

Imam Ali (a) beschreibt den Nutzen der Gebirge, die wegen ihrer Verankerung in der Erdkruste schwere Beben durch den Druck im Erdinnern verhindern und der Erde zu einer ruhigen Bewegung verhelfen.  Aus folgenden Worten des Imams ist zu entnehmen,  dass zuerst die Berge und danach Quellen entstanden, :  „Er (Gott) ließ die Quellen aus den Höhen der Berge heraustreten  und hat das Wasser in den Furchen der Ebenen und auf den  flachen Böden zum Fließen gebracht.“

          

Um auf die Zeichen Gottes aufmerksam zu machen, verweist Imam Ali(a) auf Wasser und Wind, welche die Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit überbringen:

„Er überließ keine Teile des Festlandes, in die weder Quellen und Flussläufe gelangen, sich selbst, sondern ließ schwellende Wolken für sie entstehen, die ihre toten  Gebiete beleben und ihre verschiedenen Pflanzen zum Gedeihen bringen. Er bildete ihre (großen) Wolken, nachdem Er ihre kleinen Stücke und verschiedene Wolkenfetzen zusammen gefügt hat, damit sie sich in Bewegung setzen und Blitze leuchteten auf , wenn sie aufeinanderstießen … Er schickte die Wolken  nacheinander, bis sie die Erde überdeckten und die Winde den Regen wie Milch aus den Wolken melkten und  Regengüsse auf die Erde herunterschickten. Die Wolken senkten sich und schleiften ihre  Brust über den Boden,  schütteten ihre Last ab und so wurden viele verschiedene Pflanzen  in  den pflanzenlosen Teilen der Erde hervorgebracht  und es grünte an den Berghängen.“ ( Aus Chutbah 91)

 

Imam Ali (a) beschreibt hier, wie der Wind  die Wolken zusammentreibt und dazu beiträgt, dass der Regen herabfällt, so dass die Pflanzen wachsen können.  Gott hat, bevor Er den Menschen erschuf, alles für sein irdisches Leben vorbereitet. Auf diese Weise hat er den Menschen auf sein Allwissen und seine Allmacht aufmerksam gemacht und ihm das Gefühl gegeben, dass er Gott dafür dankbar sein muss.

                                   

Imam Ali (a) spricht auch über die Erschaffung des Menschen aus Erde und sagt dazu in Freitagsgebetsansprache 1:

 

„Dann sammelte Er, Der Erhabene, aus der harten, weichen, süßen und sauren Erde Lehm zusammen und formte ihn mit Wasser … Er formte daraus eine Gestalt mit Krümmungen, Gelenken, Gliedern und Segmenten. … Dann hauchte  er ihm Seinen Geist ein, bis es die Gestalt eines Menschen annahm mit Intellekt, den er regiert, und Gedanken, über die er verfügt, …., Erkenntnis [ma´rifa], mit der er zwischen dem Wahren und dem Falschen unterscheidetund sie warfen sich nieder, außer Iblis (Satan).“

An einer anderen Stelle  spricht  der Imam wie folgt zu den  Menschen:

„O Geschöpf, welches du mit geeigneten Gliedmaßen und Organe erschaffen wurdest, o du Wesen, welches du in den Finsternissen des Uterus  in mehreren übereinander angelegten Schleiern verwahrt wurdest und deine Erschaffung bei einem Extrakt aus Schlamm begann und du an einen ruhigen Platz gebracht wurdest bis zu einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Ende.  Als du dich in der Gebärmutter deiner Mutter bewegtest, vermochtest du  nicht zu antworten, noch einen Laut zu verstehen. Dann wurdest du von diesem Ort  in eine Umgebung geschickt, die du vorher nicht gesehen hattest  und nicht wusstest, wie du sie für dich nutzen kannst … Wer hat dir beigebracht wie du aus der Brust deiner Mutter Milch saugen kannst? ….  Nein! Jemand der nicht die  Geschöpfe und ihre genaue Form und ihre Mittel erklären kann, kann zweifelsohne noch weniger seinen Schöpfer beschreiben!“

 

Der Mensch ist wegen seiner besonderen Attribute die Krönung der Schöpfung. Er trägt in sich die niedrigsten und die höchsten Elemente des Daseins.  Daher  ist  der Mensch als Extrakt allen Daseins nicht umsonst geschaffen worden, sondern hinter seiner Erschaffung verbirgt sich ein hohes Ziel. Imam Ali (a) sagt darüber: „Ihr Diener Gottes, wisst: dass Gott euch nicht umsonst erschaffen  und euch nicht euch selbst überlassen hat.  Er ist über den Umfang Seiner Gnadengeschenke an euch im Bilde und weiß, wieviel Gutes er euch getan hat. Bittet Gott um Erfolg und Glück und folgt Seinem Weg um Rettung zu finden!“

              

Imam Ali (a) weist auch darauf hin, dass an der Schöpfung der Tiere die Macht des Erschaffers für den Menschen erkennbar wird. Er sagt: „Gott sei gepriesen, der  die Mittel zur Bewegung an der richtigen Stelle der Tiere wachsen ließ, von den kleinen Ameisen und Mücken bis zu den großen Tieren wie Wale und Elefanten…. Über die Ameisen sagt er weiter:

(in Chutba 185)

„Schaut doch die Ameise an mit ihrem kleinen Körper und feiner Gestalt. …. Sie transportiert das Korn in ihren Bau und arrangiert es an seinem Aufbewahrungsort. Sie sammelt während ihres Sommers für ihren Winter,…

Wenn du den Verdauungsweg ihrer Nahrung bedenkst in seinen oberen und unteren Bereichen und den Inhalt des Hohlraums ihres Bauches sowie ihr Auge und Ohr in (ihrem) Kopf, dann wirst du dich sehr über ihre Schöpfung wundern und auf Schwierigkeiten stoßen, sie zu beschreiben. Erhaben ist Der, Der sie auf ihre Beine gestellt hat… Kein (anderer) Schöpfer (als Allah) hatte einen Anteil an (der Schöpfung ) ihrer Natur, und kein Mächtiger hat Ihm bei ihrer Erschaffung geholfen. Wenn du auf den Wegen deiner Gedanken umherwandern würdest, um deren Endpunkte zu erreichen, dann wird dich der Hinweis ausschließlich darauf bringen, dass der Schöpfer der Ameise (auch) der Schöpfer der Dattelpalme ist,..“

 

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