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Montag, 29 Dezember 2014 06:28

Imam Alis (a) Denken im Spiegel des Nahdsch-ul Balagha (7)

    Der Koran, der die Herzen verwandelt und begeistert,  ist ein ewiges Wunder , das Gott  dem  Erhabenen Propheten des Islams (s) übersandte. Über ihn hat Imam Ali gesagt: “... Wisset dass im Koran Wissen über die Zukunft und Nachrichten über die Vergangenheit enthalten sind.“
Der Prophet hat keinen anderen Lehrmeister gehabt als die göttliche Offenbarung.  Auch ist Imam Ali (a)  bei keinem in die Lehre gegangen außer bei dem edlen Propheten des Islams.  Und so kommt  es dass seine Worte im Nahdsch-ul Balagha auf einem so hohen Niveau stehen.    Wir möchten heute noch ein wenig mehr den Platz betrachten, den der Koran im  Nahdsch-ul Balaghas, der Sammlung der Worte und der Gedanken Imam Alis (a) einnimmt.

Der Koran ist die himmlische Charta und keine Lüge findet Einlass in ihn. Gott hat dieses großartige Buch von jeder Fälschung bewahrt . Der Koran selber hat dies bestätigt. Der Prophet hat die Muslime angespornt  sich die Offenbarungsverse ins Gedächtnis einzuprägen. Zu seinen Lebzeiten gab es viele Gläubige, die den Koran vollständig im Gedächtnis hatten. Sie hielten jeden Offenbarungsvers den der Prophet  vortrug in ihrem Herzen fest . Einige Gläubigen  schrieben die Verse des Korans auf und verbreiteten sie auf diese Weise.  Mit den Worten Imam Alis (a): Alle konnten daher  an das Buch Gottes  gelangen.

 

Der Koran stand im Gegensatz zu den anderen heiligen Büchern darunter die Thora und das Evangelium der Allgemeinheit zur Verfügung.  Unter den früheren Völkern insbesondere unter den Juden  gab es nur einige wenige Exemplare der Thora und die befanden sich bei den jüdischen Gelehrten.  Auch in Bezug auf das Evangelium ist zu sagen, dass das was heute den Christen  als Evangelium vorliegt, nicht genau die Schrift ist, die Gott Seinem großen Propheten Jesus (a) herabgeschickt hat. Vielmehr handelt es sich um  Texte, die nach dem Himmelsaufstieg von Jesus Christus, von einigen seiner Jünger und den christlichen Vorbildern zusammengestellt wurden und heute als die  vier Evangelien bekannt sind.  Unter den früheren Völkern fand also die breite Masse keinen Zugang zu dem ursprünglichen Exemplar der Himmelsbücher.  Aber in der Ära, in der der Koran herabgesandt wurden, hatten sich die kulturellen Bedingungen verbessert. Der Koran wurde  schriftlich auf Tierhäuten oder ähnlichem festgehalten.  Die Offenbarung der Koranverse erfolgte über einen großen Zeitraum hinweg, die Gläubigen merkten sich den Koraninhalt  und Schreiber hielten ihn fest und so konnte der Koran  unverändert erhalten bleiben und alle konnten leicht an dieses Himmelsbuch gelangen und  sich seine Verse ins Gedächtnis einprägen.

Es war eine der Aufgaben des Propheten (s)  die göttlichen Verse zu erläutern.  Im Vers 44 der Sure 16, Sure Nahl spricht Gott  zum Propheten: „Und zu dir haben Wir die Ermahnung herabgesandt, auf dass du den Menschen erklärest, was ihnen herabgesandt wurde, und auf dass sie nachdenken mögen...“

Nach dem Verscheiden des Propheten leuchtete es ein, die  Edlen aus seinem Haus über den Koran und das Wissen, das er enthält, zu befragen. In die Tiefen dieses weiten Meeres kann ja nur jemand hinabtauchen , der mit der Schule des Propheten und des Korans vertraut ist. Gott der Höchsterhabene  hat daher die Gläubigen aufgefordert, dass sie sich unter Nutzung der Ratgebung und Lenkung des Propheten (s) und der Unfehlbaren Imame aus Seinem Hause in das hohe Wissen, welches der Koran enthält, einführen lassen.

 

Imam Ali (a) hat in der Chutba 158 über den Koran gesagt:

„So erschien der Prophet (s) unter den Menschen und bestätigte die Bücher der vorherigen Propheten und lenkte die Menschen mit einem Licht, welchem alle folgen sollen und das ist das Licht des Heiligen Korans. „...Wenn ihr ihn (den Koran)  zum Sprechen zwingt wird er niemals mit euch reden, aber ich werde euch von seinem Wissen mitteilen. Wisset dass im Koran Wissen über die Zukunft und Nachrichten über die Vergangenheit sind. Er heilt eure Leiden und regelt eure privaten und allgemeinen Angelegenheiten.“ 

Einer der bekannten Überlieferungen (Hadith) ist das Hadith Thaqlain (die Überlieferung von den zwei Gewichtigen....  Dieser Hadith steht sowohl in den schiitischen als auch in den sunnitischen Hadithsammlungen . Es lautet:

„Wahrlich! Ich hinterlasse euch zwei Gewichtige. Das eine ist das Buch Allahs, in dem Licht und Leitung ist. Das andere ist meine Ahl-ul-Bait. Solange ihr euch an diesen beiden festhaltet, werdet ihr nie auf den Irrweg geraten und diese beiden Hinterlassenschaften von mir werden sich niemals voneinander trennen....“

Gott hat es in Seiner Weisheit so gewollt, dass die Menschen sich nach dem Propheten durch die Ahl-e Beit – seine Familie mit den Schätzen des Koranwissens vertraut machen und nach dem irdischen und jenseitigen ewigen Wohl streben, indem sie sich an die Weisungen der Ahl-e Bait halten. Ali (a) einer der Ahl-e Bait  hat in der Chutba 147 über sie  gesagt: „So suche die Rettung bei denen, die sie kennen , denn sie lassen das Wissen leben und die Unwissenheit vergehen.  Sie sind jemand, deren Weisheit von ihrem Wissen, und deren Schweigen von ihren Worten und Denken und deren Äußeren von ihrem Inneren sprechen. Sie lehnen nicht die Religion Gottes ab und sie sind sich nicht über sie uneinig und die Religion (der Koran)  ist unter ihnen  ein aufrichtiges Zeugnis und jemand der spricht, obwohl er schweigt.“

 

Ewiges Glück  ist ein großer Wunsch der Menschheit. Unsere diesseitige Lebensweise wirkt sich entscheidend auf unser Leben in der jenseitigen Ewigkeit aus.  Die Überzeugungen und das Handeln im Leben des Menschen sind wie Saatkörner deren Ertrag er im Jenseits erntet.  Handelt der Mensch im Diesseit nach den Weisungen des Heiligen Korans und der Edlen aus dem Hause des Propheten (a)  wird er nicht nur ein würdiges Leben führen sondern er wird auch im Jenseits den Früchten seiner würdigen und guten Werke begegnen.

Imam Ali (a)  regt deswegen  in der Chutba 176 die Menschen dazu an, dass sie sich nach dem Koran richten  und auf die Einhaltung seiner lebensspendenden Gebote achten. Es heißt dort:

Befolgt den Koran und sucht bei ihm die Heilung eurer Leiden und wendet euch Gott zu, indem er nach dem Koran  handelt. ... Zählt also zu der Schar, die sich nach dem Koran richtet, folgt dem Koran, lernt über den Koran Gott kennen und mahnt euch mit dem Koran und verurteilt eure Meinung gegenüber der Meinung des Korans und erkennt  eure  unangemessenen Wünsche mithilfe  des Korans als falsch.“

 

Imam Ali hat in der gleichen Chutba auch den Menschen empfohlen: Ihr Menschen braucht jemanden, der wohlgesinnt und mitfühlend ist  , damit er wenn es nötig ist euch mahnt und einen guten Rat erteilt.  Macht den Koran zu einem Berater  und handelt gemäß seinem gut gemeinten Rat, denn der Koran ist ein Berater, der es gut meint und niemals einen Verrat an euch begeht . Er führt euch auf die beste Weise auf den geraden Weg.

Imam Ali  hat alle, die nach dem Wohl in dieser und der kommenden Welt streben darauf aufmerksam gemacht, dass sie den Koran als Wegführer wählen sollen und sich seine weisen Mahnungen zu Herzen nehmen, so wie Gott es im Vers 9 der Sure 17 sagt:

„Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen und bringt den Gläubigen, die gute Taten verrichten, die frohe Botschaft, auf daß ihnen großer Lohn zuteil werde.“

 

Imam Ali  (a) hat, während er die Kenntnis vom Koran und seine Befolgung betont, auch die Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass sie wissen müssen, wer ihre Feinde  und wer die Gegner des Korans sind. Wenn wir das Recht kennen, werden wir auch das Unrecht kennen und wenn wir das Unrecht kennen, hilft es uns besser das Recht zu kennen.

Imam Ali (a)  hat dazu in seiner Chutba 147 gesagt:

Wisset dass ihr niemals den Weg des Rechtes kennt (und ihn beschreitet), es sei denn ihr kennt die, die ihn verlassen haben und ihr werden niemals dem Bündnis Gottes (dem Koran) treu bleiben, es sei denn, dass ihr die kennt, die es brachen und ihr werdet niemals am Koran festhalten (und seine wahren Befolger sein), es sei dann dass ihr diejenigen kennt, die ihn beiseitegelgegt haben (und sich von diesem göttlichen Buch abgewandt haben).

 

Dieses Wort Imam Alis  hebt hervor, dass man das  abwegige Denken und den Feind kennen muss, denn eine Gesellschaft , die nicht richtig die Faktoren und Ursachen für Abweichungen kennt und sie nicht bekämpft, wird keine Rechtleitung finden und sie wird auf ihren Untergang zugehen. Außerdem ist es bei Unkenntnis von den Gegnern und ihren  geistigen Abweichungen  nicht möglich gegen ihre Verschwörungen vorzugehen und die hohen Lehren des Korans in der Gesellschaft umzusetzen.

Ali (a) hat im Nahdsch-ul Balagha offen den geistigen Zustand in einer Gesellschaft, welche vom richtigen Weg abgeglitten ist und den Irrweg geht, beschrieben und die Menschen vor einer solchen schlimmen Situation gewarnt. Er sagt: „Die Menschen werden dann derartig sein, dass der Koran,   das Buch Gottes,  bei richtiger Auslegung von ihnen als eines der wertlosesten und bei  einer Interpretation, die ihren  egozentrischen Wünschen entspricht , als eines der begehrenswertesten Dinge betrachtet werden wird.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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