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Samstag, 02 Juni 2012 05:19

Imam Ali a.s. - die Stütze des Propheten (s.)

Imam Ali a.s. - die Stütze des Propheten (s.)
Am 13. Radschab , 10 Jahre vor der Aussendung des Propheten Mohammad, kam ein Kind in der Kaaba zur Welt. Es war Ali a.s.Wir gratulieren zu diesem Anlass, der dieses Jahr 2012 am 4. Juni begangen wird. Imam Ali ist Sinnbild der Gerechtigkeit und Gottesfürchtigkeit und Unerschrockenheit. Wir möchten nun über ihn als die große Stütze des Propheten berichten.

Imam Ali kann sich rühmen, der erste männliche Anhänger des Propheten zu sein. Er sagt darüber: “O Gott, Du weißt, dass ich der erste bin, der sich der Wahrheit zuwandte, den Aufruf zu ihr hörte und ihm folgte. Keiner war mir bei Verrichtung des Gebetsdienstes voraus, außer der Prophet Gottes.“ (Nahdschul Balaghah, Ansprache 192) . Über seine enge Beziehung zu dem Propheten Gottes sagt Imam Ali: „Der Erhabene Prophet (s.) zog sich jedes Jahr in die Hara`-Höhle zurück und nur ich sah ihn und sonst keiner. Als es keinen Muslim gab außer im Hause des Gottgesandten und (seiner Gemahlin) Chadischa , war ich der dritte von ihnen und ich wurde das Licht der Offenbarung durch das Leuchten des Propheten gewahr und atmete den Duft der Prophetschaft, der von ihm ausging, ein.“ 

Zu den Dingen, denen sich Imam Ali a.s. rühmen kann, gehört auch, dass er zu Beginn des Islams in vielen wichtigen Angelegenheiten, darunter der Vorstellung der Religion, der Beseitigung von Stammeskonfliktes, dem Empfang von Steuern und der Rechtssprechung dem Propheten zur Hilfe eilte oder in seiner Vertretung in verschiedene Gebiete und unter die Volksstämme entsandt wurde. 

Im 5. Jahr nach der Hidschra (626 n. Chr.) hatten sich die Götzendiener in Mekka und anderen Teilen der Arabischen Halbinsel vereint und zogen mit großen Heeresscharen in Richtung Medina. Bei diesem Ahzab-Krieg schlossen die in Medina sesshaften Juden ein Bündnis mit den Götzenanbetern. Der Prophet aber beriet mit seinen Anhängern, was zu tun sei. Der iranische Muslim Salman Farsi schlug vor, man solle zur Abwehr des Feindes im Norden Medinas einen großen Graben (Chandaq) anlegen. Der Graben hinderte die Götzenanbeter an einem Eindringen in die Stadt. Schließlich gelang es dennoch drei von ihren starken Recken den Graben zu überwinden. Zwei von ihnen wurden getötet, doch Amr Ibn Abd Al Wud blieb am Leben. Er forderte zum Zweikampf auf. Keiner wagte den Kampf mit diesem Mann, der für seine Stärke bekannt war. Der einzige, der sich zum Zweikampf mit ihm meldete, war Ali a.s. Doch der Prophet willigte nur zögernd ein. Er gab Ali schließlich den eigenen Säbel, wand ihm seinen eigenen Turban um den Kopf und sagte: „Heute steht der gesamte Islam dem Unglauben gegenüber.“ 

Dieser Satz verdeutlicht, dass der Sieg einer dieser beiden Kämpfer der Sieg des Unglaubens über den Glauben oder des Glaubens über den Unglauben bedeutete.

Imam Ali besiegte Amr Ibn Abd Al Wud.

Daraufhin sagte der Prophet des Islams zu Ali hinsichtlich seiner großen Kühnheit: „Wollte man diesen Schritt mit allen guten Werken meines Glaubensvolkes vergleichen, so wird er über diesen zu stehen kommen.

Denn durch die Tötung von Amr wird es kein Haus mehr unter den Häusern der Götzenanbetern geben in dem nicht Schmach und wird es kein Haus mehr unter den Muslimen geben , in dem nicht Größe eingekehrt wäre.“ 

Es ist klar, was der Prophet damit sagen wollte: Es ging darum, dass der Islam auf dem Kriegsschauplatz der Vernichtung nahe gewesen war und es war Imam Ali, der mit seinem Heldenmut den Islam vor dieser Gefahr rettete und seine Fortdauer bis zum Jüngsten Gericht gewährleistete. Die Fortdauer des Islams ist der Opferbereitschaft Imam Alis a.s. zu verdanken.

In den meisten Gefechten hat Imam Ali das Heer des Islams angeführt.

Als die Juden in Chaibar den Friedensvertrag mit dem Propheten des Islams verletzten und die iranischen und römischen Herrscher aufforderten, sie gegen den Islam zu unterstützen, sah der Prophet den Islam ernsthaft in Gefahr. Daher ordnete er im 7. Jahr nach der Hidschra an, dass die Muslime den letzten Stützpunkt der Juden erobern. Er drückte Imam Ali das Banner in die Hand. Die Festungen der Juden von Chaibar fielen eine nach der anderen in die Hände der Muslime bis auf die letzte. Der Prophet schickte zweimal die Soldaten aus, damit sie auch diese Festung erorbern. Er stellte jedes Mal einen anderen Befehlshaber an ihre Spitze. Nachdem diese Befehlshaber beide scheiterten, sagte Prophet Mohammad: „Morgen gebe ich dieses Banner jemanden, der Gott und den Propheten liebt und den Gott und der Prophet lieben. Gott wird diese Festung von seiner Hand erobern. Dieser jemand ist ein Mann, der dem Feind niemals den Rücken zugewandt hat und vom Schauplatz des Gefechtes geflüchtet ist.“ 

Am nächsten Morgen fragte der Prophet nach Ali. Ali kam. Er hatte große Augenschmerzen, aber der Prophet heilte sein Auge auf wundersame Weise und dann überreichte er ihm wieder das Banner des Islamischen Heeres.

Imam Ali gelang es, die letzte Festung von Chaibar zu erobern. Er erhielt daher den Beinamen „Eroberer von Chaibar“. 

Nach der Eroberung von Mekka im 8. Jahr nach der Hidschra (629 n. Chr.) und der zunehmenden Erstarkung des Islams auf der arabischen Halbinsel wurden die Anhänger der anderen Religionen und politische Führer immer mehr auf den Islam aufmerksam. Der Prophet des Islams sandte ihnen Schreiben und Botschafter und lud sie zum Islam ein. Aufgrund des Briefes an die Christen in Nidschran war eine Gruppe ihrer Anführer nach Medina gekommen.

Diese Delegation führte Gespräche mit dem Propheten aber sie akzeptiere nicht die logischen Argumentationen des Propheten über Jesus Christus a.s. und lehnten den Islam ab.

Gott offenbarte den Vers 61 der Sure Al Imran und unterbreitete einen Vorschlag zur Unterscheidung von Wahrheit und Unwahrheit: Es heißt dort:

„Und wenn sich jemand mit dir über sie (die Wahrheit) streitet, nachdem das Wissen zu dir (oh Mohammad) kam, so sprich: 'Kommt her, lasst uns rufen unsere Söhne und eure Söhne, unsere Frauen und eure Frauen und unsere Seelen und eure Seelen. Dann wollen wir zu Allah flehen und mit Allahs Fluch die Lügner bestrafen!“ 

Jede Seite sollte also ihre Helfer um sich versammeln und vor Gott die andere Seite verdammen, damit sich herausstellte, wessen Gebet Gott erhört hat und wer ein Lügner ist.

Am Tag dieses Mubahala kam der Prophet mit seinen Enkelkindern: Hussein auf dem Arm und Hassan an der Hand. Ihm folgten Fatima und Ali (aleihom salam). Dieses bedeutet also nichts anderes, dass Imam Ali zu den Seelen des Propheten , von denen in dem Vers 61 der Sure 3 die Rede ist, zählt.

Der Bischof von Nidschran sagte beim Anblick des Propheten und seines Hauses zu den anderen: „Die Menschen, die ich sehe, können einen Berg versetzen, wenn sie Gott darum bitten. Ihr solltet euch nicht auf ein Mubahala mit ihnen einlassen, denn dann werdet ihr vernichtet und bis zum Jüngsten Tag wird es keine Christen mehr auf der Erde geben!“ 

Es ist bekannt wie sehr der Prophet (s.a.s.) Ali (a.s.) liebte. Dies hatte mit dem Glauben Alis zu tun. Der Prophet hat seine Liebe zu Ali immer gezeigt und stets seine Abneigung gegen die Feinde Alis erklärt.

Nach seiner letzten Hadschreise nach Mekka im 10. Jahr nach der Hidschra wurde der Prophet im Vers 67 der Sure 5 angewiesen:

„O Gesandter! Verkünde alles, was dir von deinem Herrn offenbart worden ist. Wenn du das nicht tust, dann hast du Seine Botschaft nicht übermittelt.“

Der Prophet verkündete daraufhin in Ghadir Chum : „Jeder, dem ich Herr und Freund bin , dem ist nach mir Ali Herr und Freund. O Gott ! Liebe seine Freunde und sei seinen Feinden feind!“

Als der Prophet im Sterben lag bat er Imam Ali zu sich. Er drückte ihn an sich und starb in seinen Armen. 

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