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Samstag, 18 Juni 2011 07:32

Ein Mann aus der Familie des Lichtes

Ein Mann aus der Familie des Lichtes
Ali (a.s.) ist nicht in diesen kleinen Spiegeln zu sehen. Nur wenn wir viele von diesen nebeneinander aufstellen, dann können wir vielleicht etwas von seiner Größe wiedergeben, aber auch nur etwas.
Es war ein Freitag: Der 13. im Monat Radschab, 10 Jahre vor der Berufung Mohammads zum Propheten. Noch war die Welt ein Jahrzehnt von jenem entscheidenden Augenblick in ihrer Geschichte entfernt. Dieser entscheidende Augenblick würde mit der Berufung des Propheten Gottes hervorgerufen werden und der Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit werden. Ein Punkt, an dem sich die neue Welt von der alten brüchig gewordenen trennt. Gott traf die Vorbereitungen für eine historische Evolution.

Zu Ali a.s. gehören die schönsten Dinge:

die schönste Geburt, denn er ist der einzige der im Hause Gottes (der Kaabeh) zur Welt kam; der schönste Name, denn gemäß zahlreicher Überlieferungen ist der Name Ali vom Namen Gottes abgeleitet, und der beste Lehrer, denn Ali ist vom Propheten (s.a.a.s.) groß gezogen worden.

Geboren im Hause Gottes

Mekka war in einem der heiligen Monate, dem Monat Radschab, Gastgeber der Pilger zum Hause Gottes. Die Pilger umkreisten gemäß der üblichen Sitte das Haus Gottes: Manchmal riefen sie Gott und dann wieder die Götzen. Es war der 13. des Monats Radschab und erstaunlich viele Pilger hatten sich an der Kaabeh versammelt. Unter ihnen gab es aber nur einen, der nicht die Götzen anbetete, sondern nur Gott. Es war eine Frau. Das Götzentum hatte keinen Schatten auf ihre Seele werfen können. Auch sie ging andächtig um die Kaabeh und sie flehte zu Gott, dass er ihr die Niederkunft erleichtern möge. Diese Frau war Fatimah, die Tochter des Assad Ibn Haschem. Sie erwartete ein Kind und die göttliche Fügung wollte, dass dieses Kind auf außergewöhnliche gesegnete Weise zur Welt kommt, nämlich im Hause Gottes.

Fatimah betete inständig zu Gott, als sie plötzlich einen starken Schmerz in sich verspürte. Sie wusste nicht, welch ehrenvolles Geschehnis Gott für sie und ihr Kind vorgesehen hatte.

Fatimah suchte nach einem Ort, an den sie sich zurückziehen konnte, einen Ort, an dem sie vor den Blicken der anderen sicher sei. Da sah sie, dass die Kaabeh sich geöffnet hatte, um sie in sich aufzunehmen. Sie betrat das Gotteshaus – und so ging die göttliche Vorhersehung, dass der Freund Gottes in dessen Haus sein ruhmreiches Leben beginnt, in Erfüllung.

Die Welt wusste damals noch nicht, was Adl – was Gerechtigkeit - wirklich ist. Doch als Ali geboren wurde, wurde auch die Gerechtigkeit geboren.

Ein Kind ist gekommen aus dem Geschlecht des Lichtes, aus dem Geschlecht der Gott-Begeisterten, dessen lächelndes Gesicht Mohammads Antlitz aufhellt, dem Abu Talib in den Nächten, die er Gott eingedenk durchwacht, sein Herz ausschüttet und das Fatimah Bint Assad liebevoll anschaut, um es noch fröhlicher zu stimmen. Dieses Kind wurde zu jenem Menschen, der mit seinem freundlichen Blick den Seelen der Geläuterten verhalf, sich an der ewigen Quelle der Liebe zu Gott zu laben und mit dessen Sichtweise das Leben der Gottliebenden erfüllt wurde. Es war Ali –das inhaltreichste Gedicht des Lebens und die schönste Melodie in der Schöpfung.

Allen sei gratuliert zu dieser Geburt – zu der Geburt des Sinnbildes von Wissen, Größe, Gerechtigkeit, Großzügigkeit und Mut – zu der Geburt von Ali Ibn Abi Talib.

Quelle: Taghrib.ir

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