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Donnerstag, 07 August 2008 08:59

Der Lehrer der Opferbereitschaft und Freiheitsliebe: Abulfasl

Der Lehrer der Opferbereitschaft und Freiheitsliebe: Abulfasl
Wir gedenken in diesen Tagen eines großartigen ‎Menschen, der sich durch seine Opferbereitschaft und ‎Treue in der Geschichte verewigt hat. Er wurde am 4. ‎Schaaban geboren.‎

Es ist Hazrate Abbas, Sohn Ali aleihe salam. ‎
Wegen der großen Tugenden, die er besaß, wurde er ‎Abulfasl, d.h. Besitzer der Tugend genannt.‎

Abbas wurde im Jahre 26 nach der Hidschra geboren. ‎Seine Mutter war Fatima vom Volksstamm der Bani ‎Kalab, einem Volksstamm der für seinen großen Mut ‎bekannt war. Die gläubige Fatima wurde einige Jahre ‎nach dem Tod Hazrate Zahras, Gemahlin des Ali aleihe ‎salam. Sie gebar ihm 4 Söhne. ‎
Ihre Söhne haben Imam Hussein Ibn Ali bei seiner ‎Bewegung vollständig unterstützt und fanden alle den ‎Märtyrertod. ‎

Abbas war von schöner Gestalt und deshalb wurde er ‎auch Qamare Bani Haschem genannt, der Mond der Bani ‎Haschem.‎
Ibn Schahr Aschub schreibt in seinem Werk Manaqib: ‎‎„Sie nannten ihn wegen seiner hervorragenden ‎seelischen und körperlichen Eigenschaften den Mond der ‎Bani Haschem, denn in seinem Gesicht leuchtete das ‎Licht der Gottergebenheit und des aufrichtigen ‎Glaubens."‎
Abbas Kam in einem Haus zur Welt, welches das Haus ‎von Wissen und Weisheit war. In den 14 Jahren, die er ‎in der Obhut seines Vaters Ali verbrachte, lernte er ‎Glauben und Weisheit von ihm. Imam Ali liebte Abbas ‎und er war nicht nur um seine geistige und seelische ‎Erziehung bemüht, sondern auch um die Entfaltung ‎seiner körperlichen Kräfte. Imam Ali lehrte ihn den ‎Umgang mit Pfeil und Bogen.‎
Abbas liebte seinen Bruder Imam Hussein aleihe salam ‎sehr. An der Seite dieses Vaters und dieses Bruders ‎gelang es ihm eine hohe moralische Stufe zu erreichen. ‎

Von Kind auf war Hazrate Abbas sehr gläubig und ‎ergebener Gottesdiener. Es heißt, dass er unter den ‎Menschen wegen seines freundlichen Wesens und seiner ‎guten Werke, seiner Gottesfürchtigkeit und Lauterkeit ‎sehr geachtet wurde. Die Leute suchten bei ihm Rat, ‎denn er vermochte viele religiöse und religionsrechtliche ‎Fragen zu beantworten. Immer war er hilfsbereit. ‎Deshalb erhielt er auch den Beinamen Bab al ‎Hawayidsch, das heißt er war jemand, durch dessen ‎Hand die Nöte der anderen beseitigt wurden.‎
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Außerdem war Abbas war sehr bescheiden und höflich ‎und in ihm kam das Wort seines Vaters Imam Ali aleihe ‎salam zum Ausdruck der allen empfohlen hatte, sich ‎höflich zu verhalten. Niemals nahm Abbas in Gegenwart ‎von Imam Hassan und Imam Hussein aleihema salam, ‎seinen Brüdern, Platz, ohne sie vorher um Erlaubnis zu ‎bitten. Er hat sie in den 34 Jahren seines Lebens immer ‎nur mit" Sohn des Propheten" oder "mein Freund und ‎Herr" angesprochen. ‎

Eine herausragende Eigenschaft Abbas Ibn Alis war seine ‎Opferbereitschaft. Sie erreichte beim Geschehen in ‎Karbala ihren Höhepunkt. Er stand Imam Hussein bis ‎zum letzten Atemzug zur Seite. Sein Name ist nicht aus ‎dem Aschura-Geschehen wegzudenken.‎
Abbas war der Bannerträger des kleinen Heeres Imam ‎Husseins. Als er für Imam Hussein und seine Kinder ‎Wasser aus dem Euphrat schöpfen wollte, durchsprengte ‎er auf dem Weg zum Fluss die Reihen der Feinde. Am ‎Fuß angelangt schöpfte er kühles Wasser aus ihm, aber ‎er trank keinen Tropfen davon, denn er musste daran ‎denken dass sein Bruder Imam Hussein und seine ‎Familie genauso wie er selber seit vielen Stunden unter ‎Durst litten. Auf dem Weg zum Zeltlager Imam Husseins ‎wurde er brutal von den Feinden getötet. Auf Abbas ‎passt das Wort seines Vaters Imam Ali aleihe salam der ‎gesagt hat: „Die besten Gläubigen sind die, die den ‎anderen im Verzicht auf Leben, Familie und Besitz ‎voraus sind."‎
Die Opferbereitschaft Abbas Ibn Alis geht auf sein tiefes ‎religiöses Wissen und den Glauben an die göttlichen ‎Ziele zurück. Er hatte von seinem Vater Imam Ali ‎gelernt, dass das Leben zielgerichtet sein muss. Und ‎welches Ziel könnte im Leben des Menschen besser sein ‎als das, die menschenwürdigen Werte zu verbreiten und ‎zu festigen und Ungerechtigkeit und Verdorbenheit an ‎den Wurzeln zu vernichten. ‎
Abschließend beglückwünschen wir alle zu diesem ‎Vorbild der Opferbereitschaft in der islamischen ‎Geschichte. ‎
Große Gelehrte haben über Abbas aleihe salam gesagt: ‎‎„Er ist wie ein Meer, dessen Wellen das Gute bringen ‎und dessen Ufer voller Großmut ist."‎

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