Spaziergang durch die Medien
Dies ist unser neuer Spaziergang durch die Medienwelt und als erstes folgende Nachricht aus dem Iran: Das spanischsprachige Programm von TV-Press hat offiziell Anfang Februar dieses Jahres mit seiner Ausstrahlung begonnen.
600 Millionen Menschen auf der Erde sprechen Spanisch und HispanTV strahlt während seines 24-stündigen Programms 12 Nachrichtensendungen für den Nahen Osten und Lateinamerika aus und soll zwischen den spanischsprachigen Menschen und der Bevölkerung im Osten, insbesondere im Iran eine Brücke schlagen. Ein weiteres Motiv geht auf das Schweigen vieler Medien über wichtige Fragen Irans und Lateinamerikas zurück. HispanTV versucht also den Nachrichtenlügen westlicher Medien etwas entgegen zu setzen. In Lateinamerika gibt es noch keine Gesamtordnung für die Medien . Jorge Zarate aus Paraguay, der zu der Fadschr-Dekade im Iran war, ist der Ansicht, dass die Medien in dieser Region in der Hauptsache die Meinung der Reichen und nicht des Volkes widerspiegeln. In seinem Land gelten für den Journalismus bestimmte Tabus und Nachrichten werden zum Teil zensiert. Er kennt die iranische Kultur besonders aus dem Iranischen Film, sagt Zarate.
Nun eine Nachricht aus der gewinnträchtigen Welt der Computerspiele. 2011 war ein wichtiges Jahr für diese Industrie. Auf der Liste der bestverkauften Spiele von 2011 stehen 5 Spiele über Gewalt in modernen Kriegen an der Spitze und nach ihnen das Spiel "Krieg der Sterne". Für jedes dieser Spiele haben sich 6 bis 8 Millionen Kunden interresiert. Aber das Computerspiel Fifa-Fussball wurde 2011 nur mit circa 1 Millionen Exemplaren verkauft. Dies zeigt wie Krieg und Gewalt über Computerspiele verbreitet werden.
Ende 2011 wurden auch die besten und meistbesuchten Webseiten vorgestellt. Am erfolgreichsten waren die Webseiten mit großem Abwechslungsreichtum oder vielen Begleitprogrammen. Die Sozialnetze und die Services für Handys und ihre Programme rangierten ganz oben, wenn sie in viele Sprachen - durchschnittlich 50 waren. Die wichtigsten Sprachen, die von 2,2 Milliarden Internetbenutzer verwendet werden, sind Chinesisch und danach Englisch.
Und nun schauen wir in der Kinowelt vorbei. Angela Jolie, die Hollywood-Schauspielerin hat am Rande der Vorführung ihres Erstfilmes bei der Berlinale erklärt, dass so bald wie möglich alle Kriege eingestellt werden müssten. Frau Jolie ist einmal CIA-Mitarbeiterin gewesen. Sie wurde von der UNO als Botin des Friedens gewählt, ist aber Mitglied des US-Rates für amerikanische Auslandsbeziehungen, welche die Außenpolitik dieses Landes festlegt. Ihr Film handelt übrigens über Bosnien und eine Liebesgeschichte, ohne einen Hinweis auf das Massaker zu enthalten, welches die serbische Minderheit an der muslimischen Mehrheit begangen hat. Deshalb zog Frau Jolie den Zorn der Bosnier auf sich. Frau Jolie übergeht einerseits diesen Genozid aber zugleich ruft sie die syrische Regierung auf, den Krieg in ihrem Land einzustellen. Vielleicht wird sie bald auch einen Film über den Nahen Osten drehen und die Tatsachen über das Islamische Erwachen in der Form, wie sie dem Weißen Haus angenehm ist, verdrehen.
Natürlich hat die US-Regierung nicht nur im Kino ihre treuen Soldaten und Soldatinnen. Angesichts der zunehmenden Cyberkriege versucht dieses Land, auch Krieger für das Internet anzuheuern. In diesem Zusammenhang bestimmte es ein Budget von zweieinhalb Millionen Dollar zur Verbesserungen der Cybermöglichkeiten.
Der Chef des Cyberstabs der US-Bodenstreitkräfte hat vor wenigen Tagen auf einem Kongress in London gesagt, dass es auf diesem Gebiet zunehmend mehr zu tun gäbe. Die US-Armee suche nach Hackern für den Militärbereich – Für die US-Armee sind solche Leute Cyber-Kämpfer.
Es heißt, dass Informatikexperten in den Armeen bei Auseinandersetzungen im 21. Jahrhundert noch eine große Rolle spielen werden.
In den letzten Jahren haben schon mehrere wichtige Cyber-Angriffe stattgefunden, die bekanntesten davon in Georgien, Estland, den USA, Indien und China. Auch die Enthüllungen von US-Geheimdokumenten durch Wikileaks hängen mit Cyber-Angriffen zusammen. Solche Cyberangriffe haben seit 2009 zugenommen. Sie konnten zwar Störungen in den Computer- und Informationssystemen von Ländern hervorrufen aber normalerweise wurden sind in kurzer Zeit beendet.
Aber die Sicherheit von Anwendern des virtuellen Raumes wird nicht nur durch Regierungen und Armee bedroht sondern auch von einer anderen Seite aus. Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, ob ein Fremder ihre persönlichen E-Mails mitlesen kann? Behält die Suchmaschine Ihre ID und Angaben darüber, wonach sie suchen, für sich?
Im optimistischen Fall liest die Suchmaschine unsere E-Mails um uns mit Werbungsanzeigen zu versorgen. Selbst wenn wir Programme wie Google Map benutzen, wird Google wissen für welche Strecken wir uns interessieren. Einige werden sich sagen : nun was ist dabei?!
Ist doch natürlich!
Ist es aber auch noch natürlich, dass Google einen Vertrag mit der US-Agentur für nationale Sicherheit abgeschlossen hat und eine Spionageorganisation mit seiner Cyber-Sicherheit beauftragt?
Unterdessen wird behauptet, dass Google sich nach dem Angriff von chinesischen Hackern im Jahre 2010 vor weiteren eventuellen Angriffen schützen müsste. Aber Leute, die sich für den Schutz der Privatsphäre einsetzen, sind über den Vertrag von Google mit der US-Agentur für Nationale Sicherheit besorgt.
Richard Leon, Richter am US-Bundesgericht hat aber bekannt gegeben, niemand habe das Recht zu wissen, ob Google für die US-Agentur für nationale Sicherheit spioniere oder nicht.
Im Gefolge solcher Nachrichten, hieß es in Berichten, dass die Handys von Android, Google und i-Phone von dem Unternehmen Apple durchgehend ihren Hersteller die Information übermitteln, an welchem Ort sie sich gerade befinden. Auf diese Weise können Personen über ihre Handys identifiziert werden und so ist die Spionage in einer angeblichen freien Atmosphäre vollendet.
Die letzte Nachricht von heute mutet eventuell wie ein Witz an. Aber einige haben sie auch ernst genommen und zwar hat eine Anzahl von bekannten Hackern für den 31. März dieses Jahres eine weltweite Stilllegung des Internets durch einen gemeinsamen Angriff angekündigt, um auf diese Weise ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Aber viele Experten meinen, dass ein solcher Angriff höchstens lokal und nicht international das Internet lahmlegen kann. Andere halten das ganze sowieso für einen Aprilscherz



