Mittwoch, 23. Mai 2012

Zuletzt aktualisiert: 03:41:36 UTC

Sonntag, 20. November 2011 um 16:03

Computerspiele trainieren US-Soldaten

Computerspiele trainieren US-Soldaten

Computerspiele gehören eigentlich zur Unterhaltungsindustrie, aber sie haben sich parallel zu dem Expansionismus von Staaten wie die USA und das zionistischen Regime zu Medien entwickelt, die der Übertragung der fraglichen Werte  ihrer Hersteller und deren  politischen und militärischen Zielen dienen. Dies ist sehr leicht bei den Computerspielen, die im Westen, insbesondere in den USA produziert werden, zu beobachten. Wir wollen auf einige Beispiele hinweisen, welche den militaristischen Geist der US-Regierung widerspiegeln.

Die Geschichte der USA weist viele Militäraktionen in andern Ländern auf, wie der Vietnam- und der Koreakrieg, die Herbeiführung von zahlreichen Militärputschen und die militärische Einmischung in Lateinamerika, die Besatzung Afghanistans und Iraks und der Bau von Militärstützpunkten in anscheinend souveränen Ländern usw.

Unterdessen behaupten die USA bekanntlich immer die Menschenrechte und Freiheit zu verteidigen und halten sich für besser als andere Regierungen und Völker.

Die US-Regierungspolitiker verurteilen den Terrorismus, unterstützen aber auf Weltebene die deutlichsten Fälle von Terrorismus.

Dieses  Denken prägt die Kultur und die Medien dieses Landes. Wir sehen, dass zum Beispiel das Medium Computerspiele teilweise sogar selber Anweisungen im Terrorismus liefert.

Auch heute noch halten einige Leute  Computerspiele nur für ein Unterhaltungsmittel und einträgliches Produkt. Aber Unterhaltung und Profitgewinn sind nur ein kleiner Teil der Zwecke, die Computerspiele erfüllen.

Diese Spiele sind ein Mittel, welches die US-Armeekräfte auf die militärische Präsenz der USA in anderen Ländern vorbereitet und sie darin trainiert, gegen die Menschen und Verteidigungskräfte in besetzten Staaten vorzugehen.

Das eigentliche Ziel dieser Computerspiele besteht darin, die Verluste, welche Besatzungen für die USA  bisher mit sich brachten,   zu minimalisieren. Die Armeebefehlshaber wollen nun  verstärkt ihre Militärkräfte durch Computerspiele ausbilden.

Werfen wir doch einen Blick auf die Liste der Spiele, die in den letzten zehn Jahren über den Afghanistan-Krieg hergestellt wurden! Wir können dabei erkennen, wie die Verantwortungsträger in der US-Armee das Medium Computerspiele für ihre Zwecke nutzen.

Die wichtigsten Spiele auf dieser Liste  sind: Heavy  Fire Afghanistan“ ("Heftiger Beschuss: Afghanistan)  „Medal of Honor: Operation Anaconda“( Ehrenmedaille Operation Anaconda),  „Call of Duty: Modern Warfare 2“ (Der Ruf der Pflicht: Moderner Krieg 2), "Army of Two" (Zweiköpfige Armee ) und "Rise of a Soldiert" ( Aufstieg eines Soldaten).

Diese Computerspiele machen seit 2005 die Anwender mit dem Krieg gegen die Militärkräfte Afghanistans und die afghanische Bevölkerung bekannt. In dem Computerspiel Heavy Fire (Heftiger Beschuss) schlüpft der Anwender zum Beispiel in die Rolle einer amerikanischen Militärkraft in Afghanistan und das Ziel , das der Anwender  verfolgen soll wird einfach so formuliert: „Das Ziel deiner Mission ist folgendes: Nimm dir das größte Gewehr und vernichte durch schweren Beschuss den Feind.“

Dieses Computerspiel beinhaltet 24 Missionen, bei denen der Anwender zu Fuß, in einem Auto, einem Flugzeug und einem Hubschrauber Operationen durchführt, die angeblich zur Befreiung von Geiseln dienen.

Die Designer dieser Computerspiele schämen sich auch nicht, die Anwender in die Rolle der Taliban zu versetzen und Terroroperationen durch diese zu rekonstruieren.

Viele andere Designer von Computerspielen, Pädagogen und Sachverständige haben scharfe Kritik an solchen Computerspielen geübt.

Die Massaker unter der Bevölkerung in einigen dieser Spiele und ihre Unterbeschussnahme bei Militäroperationen sind weitere Punkte, die sie  zu einem gewaltsamen Medium und für den allgemeinen Gebrauch ungeeignet werden lassen.

Aber diese Computerspiele sind uneingeschränkt in den Geschäften erhältlich und ahnungslose Käufer lassen sich darauf ein,  bei der Benutzung virtuell an wahren Kriegen teilzunehmen.

Aber man sollte nicht meinen, dass diese Spiele nur dazu dienen, die Militärpräsenz der USA in anderen Ländern zu rechtfertigen.

Computerspiele sind heute auch ein Lehrmedium für die US-Armee und die Bodenstreitkräfte dieses Landes und wegen der  Möglichkeiten dieses Mediums  wird es inzwischen sehr ernsthaft für die Ausbildung von Soldaten in Erwägung gezogen.

Vor kurzem hat der Armeestab für Ausbildung und Doktrin  der US-Bodenstreitkräfte mit Hilfe der Universität  Texas  zur kulturellen Sensibilisierung der US-Kräfte ein Spiel entwickelt namens „Kulturtraining in Egoperspektive“

Ort der Ereignisse in diesem dreidimensionalen Spiel sind Irak und Afghanistan. Eine Einzelperson in der Rolle eines US-Soldaten versucht dabei Beziehungen zu den irakischen und afghanischen Bürgern anzuknüpfen.

Die Universität von Texas hat drei Jahre lang an diesem Projekt gearbeitet und dafür Informationen der US-Armee erhalten.

Die Mission in diesem Spiel besteht darin in ein Dorf einzudringen, die gesellschaftliche Struktur zu erkennen und dann mit der Dorfbevölkerung hinsichtlich der erfolgreichen Durchführung von Militäraktionen zusammen zu arbeiten.

Die Reaktion der Dorfbewohner auf die Armee löst verschiedene Gegenreaktionen seitens der Militärkräfte aus und die Designer haben versucht, die Soldaten mit der Kultur der Bevölkerung in Irak und Afghanistan bekannt zu machen und ihnen zu zeigen, wie sie vorgehen sollen, damit sie die US-Hegemonie festigen können.

Louis Johnson gehört zu den Leuten, die Lehr-Computerspiele für die US-Armee entwerfen.

Von ihm stammt  das Computerspiel “ Taktisches Training der Irakischen Sprache und Kultur“ oder “Tilt”, durch das die Anwender die arabische Sprache und die Sitten der irakischen Bevölkerung kennenlernen. Er sagt über dieses Computerspiel: „Dies ist ein Beispiel welches zeigt, wie man mit einem Computerspiel die verschiedenen Situationen rekonstruieren kann, damit Soldaten sich damit  vertraut machen, was  sie in einem anderen Land erwartet.“

Er sagt weiter, dass es an erster Stelle für die Soldaten wichtig ist, die Sprache eines Landes zu erlernen.

Das Pentagon muss  es sich etwas kosten lassen, die Situation in einem Land, in dem seine Soldaten den Fuß gesetzt haben, zu simulieren.

Bislang hat es schon Millionen von Dollar für den Nachbau von irakischen Dörfern in den USA und die Einstellung von arabischsprachigen Ausbildern, die die Soldaten unterrichten sollen, ausgegeben.

Es ist interessant zu wissen, dass das Louis Johnson-Unternehmen nun auch ein Computerspiel auf Französisch entwerfen will, damit darin die Kultur der Bevölkerung in Nordafrika vorgestellt wird. Dieses Spiel ist für Sonderkräfte vorgesehen, die in die nordafrikanische  Region geschickt werden sollen. Das Spiel soll sich laut seiner Hersteller  auf das Land Tschad konzentrieren. Das Training zur Herstellung von Kontakten mit Einheimischen in diesem Land, bildet den Schwerpunkt dieses Spiels.

Auch wurde eine Version von diesem Spiel in der Paschtu-Sprache vorbereitet, und dieses Spiel  wird von Kräften,  die nach Afghanistan entsandt werden, benutzt.

Das Herstellerunternehmen hat die Genehmigung für den Vertrieb  dieses Produktes für Länder erhalten, die entweder in Asien mit der USA verbündet  oder Mitglied der Nato sind.

Die westlichen Ländern, insbesondere die USA ziehen also Computerspiele für das Training ihrer Kräfte heran, damit  sie nicht mehr so heftige  Reaktionen wie in Irak und Afghanistan erleben und bequemer und mit weniger Verlusten andere Länder besetzen oder angreifen können.

Das ist jedoch nur Teil der gezielten Aktivitäten der US-Regierung bei der Nutzung von Computerspielen im Militärbereich. Bei anderen Computerspielen sehen wir weitere Beispiele im Bereich Wirtschaft, Kultur und Lebensstil, die Bedrohungen für andere Kulturen darstellen und eine ganze Generation negativ verändern können. In den Computerspielen begegnen wir Islamophobie, Verbreitung von anti-menschlichen Ansichten, die Verwandlung von amoralischen Charakteren in legendäre Gestalten, Verbreitung von Gewalt und die Reinwaschung von Fällen der Amoral. Man sollte also dem Medium Computerspiele bewusster begegnen.

 



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