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Montag, 12 Januar 2015 00:47

Allerlei Kritik an dem Film von Ridley Scott über die Auswanderung der Juden

Allerlei Kritik an dem Film von Ridley Scott über die Auswanderung der Juden
 Seit seiner Entstehung zeigt das Kino ein Interesse an den  Biografien von Propheten und hat mit Zugrundelegung religiöser Quellen Filme zu diesem Thema  produziert. Aber es lässt sich ohne weiteres sagen, dass diese Filme in der Mehrzahl nicht den religiösen Glauben vertieft haben und  andere nicht-religiöse Ziele damit verfolgt wurden.

Als Beispiel kann als erstes der Film „die 10 Gebote“ (1956) von Cecil. B. DeMille dienen.

Mit der Produktion dieses Filmes wurden vor allen Dingen politische Ziele verfolgt. Er sollte die  Besatzung der Heimat der Palästinenser durch die Zionisten rechtfertigen. Hollywood ließ also einen Film drehen, in dem Moses als Retter der Juden dargestellt wird, der den himmlischen Auftrag hatte sie aus Ägypten in das Verheißene Land zu führen.  Moses wird in diesem Film nicht als himmlischer Botschafter sondern als irdischer Retter und Held dargestellt. Der Moses im Film von DeMille denkt weniger an die Durchführung eines göttlichen Auftrages als an die Rettung von Unterdrückten und als junger Mann wird er sogar als vergnügenssüchtig dargestellt. Der erwachsene Moses im Film „Die zehn Gebote“ zweifelt immer wieder an seiner Mission als Prophet. Der auserwählte Gottesfreund Moses wird von DeMille auf das Niveau  eines Durchschnittsmenschen  herabgestuft.

Die Auswanderung der Israeliten unter Anführung von Moses (gegrüßet seien diese Propheten) aber auch das Leben von Jesus und Noah  ist bereits Gegenstand einer größeren Anzahl von Hollywoodfilmen gewesen und dieser Trend nahm in den 70iger Jahren zu.

In den letzten zwei Jahren resultierten daraus die Filme „Gottessohn“ „Noah“ und „Exodus“.  Der Film Noah, den Darren Aronofsky 2014 drehte, rief unter den Muslimen und in der Islamischen Welt Proteste hervor und einige Länder verbaten seine Vorführung. Selbst einige Christen waren  der Meinung, dass die Handlung in diesem Film von den Aussagen der Bibel abweichen.

Der jüngste Film über das Leben von Gottgesandten ist der Film „Exodus: Götter und  Könige.“  

„Exodus“ von Ridley Scott soll eine Bibelverfilmung sein.  Das Regiebuch schrieb Steven Zaillian. Er war  Regiebuchautor des Filmes „Schindlers Liste.“ Der Film „Schindlers Liste“ war  auch der Sache der Zionisten dienlich.  

        

„Exodus, Götter und Könige“ handelt von der  Auswanderung der Israeliten aus Ägypten, wo sie versklavt worden waren. Moses führt über Nacht  insgesamt 600 Tausend Sklaven aus Ägypten heraus. Im Alten Testament wird im Buch Exodus (hebräisch: Sefer Schemot), dem zweiten Buch Moses beschrieben, wie dieser zum Propheten berufen wurde,  sich gegen den Pharao (Ramses der Zweite) erhob und schließlich die Juden  aus Ägypten rettete und in Richtung des Verheißenen Landes führte. Angeblich soll es sich bei „Exodus, Götter und Könige“ um eine Verfilmung dieser Stelle im Alten Testament handeln. Aber der Film rief viel Kritik und Einspruch hervor.

 

 In Marokko verbat der  Filmausschuss den Kinosälen die Vorführung und begründete dieses Verbot damit, dass die Geschichte verfälscht wird.   Bereits  vorher erfolgte in Ägypten und in den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE) ein Vorführungsverbot.  Das wird unter anderem damit begründet, dass der Film die Teilung des Roten Meeres nicht als göttliches Wunder darstellt, sondern mit einem Erdbeben begründet, welches es den  Israeliten ermöglichte,  trockenen Fußes ans andere Ufer zu gelangen und dem Heer des Pharaos zu entkommen. Außerdem wird bemängelt, dass  es im „Exodus“ heißt, die Juden wären  beim Bau der Pyramiden eingespannt worden.

Dschabir Asfour, der ägyptische Kultusminister erklärt, die Darstellung über den Einsatz von Juden bei der Errichtung der ägyptischen Sphinx und dem Pyramidenbau sei nicht richtig, denn  diese Baumonumente entstanden bereits 2540 vor Christus und noch vor der Geburt von Prophet Abraham (a), und damit vor Moses.  Asfour sagt:  

„Exodus ist ein zionistisch gefärbter Film mit einer zionistischen Deutung der Geschichte und enthält zahlreiche historische Irrtümer. Deshalb haben wir uns entschlossen ihn in Ägypten zu verbieten.“

 

In Bezug auf die meisten Katastrophen, die sich laut dem Buch Moses  gegen Pharao und seine Leute richteten,   lässt der Film Exodus den Aspekt weg, das es Strafgerichte Gottes sind.  Hätten die Filmproduzenten die Namen aus dem Alten Testament oder den Filmtitel verändert,  hätte vielleicht niemand gemerkt, dass dieser Film aufgrund einer Geschichte im Alten Testament gedreht wurde. Nach Ansicht einiger Religionsexperten liegt es an dem nicht-religiösen Umgang mit dem Thema, dass die Produzenten dieses Filmes die göttlichen Strafgerichte und die Teilung des Meeres, welche im Alten Testament als Wunder Gottes bezeichnet wird,  auf andere Weise begründen.

 

Es scheint den Produzenten von Exodus darum zu gehen, Geschehnisse aufgrund des heutigen Stands der Wissenschaft  zu erklären und daher wird die Teilung des Meeres  Tsunamis zugeschrieben.

Dadurch geht aber das Zuschauervertrauen in die authentische Wiedergabe der Biblischen Geschichte
verloren.

 

Insgesamt gesehen wird dieser Film auch noch wegen anderer Schwächen kritisiert.  Zum Beispiel wegen der schwachen   Ausarbeitung der Charakteren und seiner Unglaubwürdigkeit.  Die Kritiker bemängeln,  dass das Regiebuch nicht richtig die religiösen und geschichtlichen Quellen zugrundelegt hat und sagen, dass Exodus  trotz des riesigen Bugdets  und der Möglichkeiten, die für die Produktion zur Verfügung gestellt wurden,  keine erfolgreiche Bibelverfilmung darstellt.

 Der Kritiker der Zeitschrift Forbes, Scott Mandelos bezeichnet Exodus als langweiliges humorlosen Flop.  Seiner Meinung nach ist dieser Film nicht mehr als ein Melodram mit einem schlechten Regiebuch , schlechter Darbietung durch die Akteure und ohne jeglichen dramatischen Aspekt. Er hätte von einem solchen Filmwerk mehr Spannung und Gefühl erwartet.  

Auch die Wahl  von weißhäutigen Schauspielern für die Rolle der Hautptcharaktere und insbesondere für die Ägypter lieferte Grund für Kritik an „Exodus“   Die Handlung spielt nämlihc im Nahen Osten und Nordafrika. Dort gab es zur Zeit von Moses wenig weißhäutige Menschen.

 

Kritiker Eric Kohn von „Indiewire“ schreibt: „Es ist eine Tatsache, dass noch nicht einmal der Hauptdarsteller  den seelenlosen langweiligen Film „Exodus“ retten konnte. Der Film ist zum großen Teil  für einen Regisseur wie Scott ein reines Fiasko.“

 

Stephen Farber, Filmkritiker von „Hollywood Reporter“ ist der Überzeugung, dass Ridley Scott  zwar alle seine Fähigkeiten als Regisseur in diesem Film vor Augen führt,  jedoch das Regiebuch und einige Schauspieler  ihm eine Blamage bereiten.

 

Scott konnte sich bislang  nicht überzeugend gegen die Kritik wehren. Der 77-jährige, der bislang  dafür bekannt war, dass er nicht an Gott glaubt, sagt über die Entscheidung diese Geschichte zu verfilmen: „Vorher habe ich kaum auf die religiösen Gebote geachtet und niemals tiefer über Moses nachgedacht.  Nur sehr langsam habe ich begriffen, welche Persönlichkeit er war und wo er gelebt hat.  Ich wusste gar nicht, dass er genau das Gegenteil vom Pharao war und ich ahnte noch nicht einmal in welcher engen Beziehung die beiden zueinander gestanden haben. Sie waren wie  Halbbrüder aufgewachsen...“

Scott widmete den Film seinem Bruder Tony Scott, der 2012 Selbstmord beging.

 

Es lässt sich sagen, dass Filme wie „Exodus“ normalerweise mit Verfälschungen einhergehen. Es wird in ihnen nichts davon gesagt, was die Propheten verkündet haben. Die Propheten werden sogar als  naiv hingestellt und solche Filme erzeugen Zweifel an der Lehre, die sie überbrachten.

Persönlichkeiten wie Prophet Moses, Prophet Abraham und Noah geraten in diesen Filmen sogar selber in Zweifel über die Religion Gottes. Die Liebesgeschichten in solchen  Filmen geben sowieso  Anlass zu zusätzlichen ausführlichen Diskussionen. 

Jedenfalls sind  abwegige Absichten hinter der Produktion solcher Filme zu erkennen. Man arbeitet auf eine Art Entheiligung und  Bekämpfung der göttlichen Gebote hin und die Propheten Gottes werden herabgesetzt.  Bei der Gestaltung der Filmcharakteren für die  göttlichen Propheten in Hollywood und der westlichen Welt geht man von der  Sichtweise des Humanismus aus . Diese großen Persönlichkeiten und Gesandten Gottes wirken wie Durchschnittsmenschen  und diese Darstellung ruft daher bei den Anhängern der Gottesreligionen Kritik und Ablehnung hervor.

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