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Montag, 06 Oktober 2014 19:03

Reflexion des Widerstands auf der Kino-Leinwand

Reflexion des Widerstands auf der Kino-Leinwand
Der Iran veranstaltete das 13. internationale Filmfestival für den Widerstand , bei dem es vor allem um  das Thema Widerstand, Erkenntnis und Entfaltung im iranischen und internationalen Kino ging .  Auf dem  Festival wurden in- und ausländische  Kino- und Videofilme sowie  Kurzfilme und Dokumentationen zum Thema Widerstand  gezeigt. Außerdem sah das Festival  ein Programm namens

„Perspektiven des iranischen Widerstandskinos“, sowie  Expertensitzungen und die Würdigung von Filmemachern im Bereich „Revolution und Heilige Verteidigung Irans“ vor. 

Das Festivalmotto lautete: „Filmfestival für den Widerstand für alle Bürger des Landes.“ Es ging von Teheran aus und circa 1600 Orte in 31 Provinzen des Landes schlossen sich den Filmvorführungen an.

Die 13. Runde des internationalen Filmfestivals für den Widerstand wurde mit der Botschaft des syrischen Staatspräsidenten Baschar Assad eröffnet. In einem Ausschnitt dieser Botschaft hieß es: „Euer heutiges Festival mit seinen hohen Inhalten ist mehr als ein Filmfestival. Die Filme des Widerstandes überbringen und beinhalten  eine Botschaft  und registrieren diese und es ist die Geschichte der Realitäten, welche die Feinde vergraben wollen, die ihr heute festhaltet.  Durch Festhalten der Realitäten und der Leiden, welche Syrien seitens des takfiristischen Terrorismus erfährt, erhaltet ihr diese Geschichte aufrecht.“

 

In 1600 Orten von 31 Provinzen Irans und in den Kinosälen von 8 Ländern der Welt wurden die Filme über den Widerstand vorgeführt. Die Gastgeber im Ausland waren Syrien, Russland, Indien, Georgien, Kasachstan, die Türkei, das palästinensische Gaza und der Libanon.  Die Filme des Festivals wurden thematisch in zwei große Gruppen gegliedert, nämlich: „Prespektiven des Widerstandskinos  mit anti-zionistischen und anti-amerikanischen Filmen“ und „Filme der Heiligen Verteidigung Irans“.  Die Filme  der Heiligen Verteidigung sollten  die Botschaft der islamischen Revolution  Irans vermitteln.

 

Das 13. Internationlae Filmfestival für den Widerstand begann in Gaza mit dem Kinofilm „33 Tage“ des iranischen Regisseurs  Dschamal Schurdscheh(Jamal Shurjeh). In Gaza wurden nicht nur Filme vorgeführt, sondern es waren auch 300 Persönlichkeiten, Künstler, Filmproduzenten und Regisseure zu diesem Kulturereignis eingeladen worden. Unter dem Publikum saßen auch Palästinenser, die bei der letzten Offensive Tel Avivs auf Gaza Verletzungen erlitten haben.

Zum ersten Mal fand auch ein wissenschaftliches Seminar zum Widerstandskino parallel zu dem Festival in Teheran statt. Auf diesem Seminar tauschten Gäste, Sachverständige und Regisseure sich über den Widerstand und dessen Hoffnungen und die Gefahren für das Kino des Widerstandes aus. Es nahmen auch Vertreter mehrerer Medien der Widerstandsbewegung teil und sprachen über die Art der Informationsübermittlung in den heutigen Medien.

 

Fernsehsender wie der libanesische Al Manar haben sich während den Kriegszeiten als  Medien bewährt, die ein korrektes Bild von dem Widerstand der Bevölkerung im Libanon, Syrien und Irak liefern.  Al-Manar-Leiter Ibrahim Farhat, ein Gast des Festivals, sagte über die Berichtsstrategie  bei solchen Ereignissen: „Die meisten Nachrichtenagenturen sind westlich, aber das ändert sich allmählich ... Es ist nicht wirklichkeitsnah, was die westlichen Fernsehnetze im Zusammenhang mit dem Widerstand bringen.  Wir haben es mit einem Medienkrieg zu tun, der die Menschen irreführen soll.  Der Sender Al Manar konnte den Widerstand wahrheitsgetreu wiedergeben, so dass die anderen Sender an Zuschauern verloren haben. Eine unserer Strategien bei Al Manar lautet, alle Seiten zu sehen und realistisch sein.

 

Der Leiter der Programmplanung von TeleSUR Venezuela, Waldo Ramirez, ist der Ansicht, dass die Kulturen zwar verschieden sind, aber der Widerstand sie vereinen kann. Ramirez lebt in der venezolanischen Hauptstadt Caracas, kommt aber aus Kuba . Er zitierte einen Satz des  kubanischen Poeten und Schriftstellers  José Martí, der in Kuba als das Symbol für den Widerstand und Unabhängigkeitskampf  gilt und zwar ist es folgender Satz: „Um frei zu sein, müssen wir als erstes Menschen mit Kultur sein.“   Ramirez erklärt dazu, das José Martí  damit sicherlich gemeint hat, dass wir erst uns selber kennen müssen, bevor wir über etwas anderes sprechen können.

 

Am diesjährigen Festival nahm auch der Film „5 zerbrochene Kameras“ von Emad Burnat  und Guy Davidi teil. Dieser Dokumentarfilm handelt von dem gewaltlosen Widerstand in einem Dorf im Westjordanland, welches von den zionistischen Kräften bedroht wird. Der ehemalige Landwirt Emad Burnat machte mit „5 zerbrochene Kameras“ seine erste Erfahrung als Dokumentarfilmemacher. Er setzte sich aktiv für die Palästinafrage ein. Burnat war als Preisträger  bei der 85. Oscar-Verleihung nominiert. Aber als er zur Teilnahme an der Verleihungsfeier im Flughafen von Los Angelos eintraf, wurde er sofort von den US-Behörden festgenommen  und erst nach Vermittlung durch den US-Regisseur Micheal Moore wieder freigelassen.

    

Das thematische Spektrum der Filme, die am Festival teilnahmen, reichte von  der fragwürdigen Explosion des Judenzentrums in Buenos Aires, Argentinien, bis zu den Hintergründen des Organschmuggels im besetzten Palästinas.

Der Film Mitzvah des polnischen Journalisten, Regiebuchautors, Wirtschaftswissenschaftlers und freien Regisseurs Witold Gadowski war eine erschütternde Darstellung des Organhandels in Israel und anderen Ländern wie Ukraine, Türkei, Kolumbien, China und Philippinen.  Gadowski geht in seinem Film Mitzvah den wirtschaftlichen und kulturellen Gründen für diesen Schmuggel nach.

 

Ein weiteres interessantes Ereignis  auf dem Filmfestival für den Widerstand war die Vorführung des Filmes „König der Sande“. Dieser Film handelt von der Geschichte des saudischen Regimes. Die Dreharbeiten fanden 2010 bis 2012 unter der Regie des bekannten arabischen Filmemachers Najdat Ismail Anzour statt. Die Produzenten sagen, dass sie mit diesem Film den Unterschied zwischen dem friedfertigen Islam und dem takfiristischen wahhabitischen Islam verdeutlichen wollen.  Der syrische Regisseur Najdat Anzour plant in naher Zukunft  auch einen Film über die IS.

Bei der 13. Festivalrunde gelangten 14 Spielfilme in dieinternationale Festivalabteilung. Sie kamen aus Frankreich, Chile, Kanada, Argentinien, USA, Mexikp, Holland, Irak, Syrien und Iran . Der iranische Film   „Che“  von Ebrahim Hatamikia erhielt den Sonderpreis der Jury und dem Film „Schiar 143“  (Track 143)  der iranischen Regisseurin Narges Abyar wurde der erste Regiebuchpreis verliehen.   Der Preis für den besten Film erhielt das Filmwerk „Mandela : der lange Weg zur Freiheit“ von Justin Chadwick. Zum besten Regisseur in der internationalen Sparte wurde Pablo Larain aus Chile für seinen Film „NO“ ernannt.  Madschid Dhulfaqari wurde für den Film Umm-e Qiyas  zum Thema „Ablehnung der Takfiris“ ausgezeichnet und der Sonderpreis für Erzählungen ging an den Film „5 zerbrochene Kameras“ von Burnat.

Unterdessen wählten die Märtyrerfamilien den Film „Abu Zainab“ von Ali Ghafari als den besten  Film.

 

Auf den Schlusszeremonien des Festivals für Filme des Widerstandes wurde Seyyed Hasan Nasrullah, dem Generalsekretär der libanesischen Hisbollah ,das  Sonderabzeichen des Festivals verliehen, welches sein Sohn in seiner Vertretung entgegennahm.

Der iranische Kinofilm: „Ganz alleine“ (tanhaje tanhaje tanha) fand  großen Widerhall beim Zuschauerpublikum des Festivals. Dieser Film hatte schon bei den Fadschr-Filmfestspielen  die Filmkritiker auf sich aufmerksam gemacht. Er handelt von einem Halbwüchsigen namens Randschur, der sich mit einem russischen Jungen anfreundet, obwohl sie sich sprachlich nicht verständigen können. 

Der Verlauf der Filmgeschichte wird entscheidend von den Nuklearverhandlungen Irans mit der G 5+1 beeinflusst.  Da die Ereignisse nicht zugunsten Irans verlaufen, sind die Russen gezwungen ihre Arbeit an dem AKW in Busher, Südiran, einzustellen und die russischen Ingenieure müssen in ihr Land zurückkehren. Einer von diesen Ingenieure ist der Vater des Freundes von Randschur.  Der Film „Ganz alleine“ von Ahsan Abdipur erhielt  auf dem 13. Filmfestival für den Widerstand die Gedenktafel für den besten männlichen Darsteller und das Ehrendiplon für die beste Regie.

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