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Montag, 23 Januar 2012 06:09

10 Jahre Besatzung Iraks in Filmen - von Biglow bis Longley

10 Jahre Besatzung Iraks in Filmen - von Biglow bis Longley
Nur wenige Wochen nach dem Abzug der US-Militärkräfte aus dem Irak Ende 2011 wurden folgende Angaben veröffentlicht: „Circa 4500 US-Kräfte verloren ihr Leben, und 32 Tausend wurden verletzt. Die Besatzung kostete mehr als 800 Milliarden Dollar.“Von der irakischen Bevölkerung sind mehr als
100 Tausend während der fast 9-jährigen Besatzung ums Leben gekommen.Die USA haben erst Afghanistan und dann Irak besetzt und den beiden Völkern große Verluste zugefügt. Doch in der Propaganda der US-Regierung ist niemals von diesen Tragödien die Rede gewesen und immer noch versucht die Propagandamaschine der Medien die US-Militäraktionen in anderen Teilen der Welt zu rechtfertigen. Ein wichtigstes Instrument für die US-Regierungspolitiker ist dabei Hollywood. In Hollywood werden Filme gedreht, die der Bevölkerung die Lügen der US-Potentaten verabreichen und sie von der Realität fernhalten.

 

Das wichtigste Merkmal von Hollywoodfilmen besteht darin, dass sie ihre Schilderungen von den US-Kriegen mit der US-Außenpolitik in Einklang gebracht haben. Laut Medienrecherchen investiert die US-Regierung in Hollywood- Filmproduktionen, um die Reaktion der Weltöffentlichkeit auf die Schäden, welche die USA in anderen Ländern anrichten, zu verhüten. Das Hollywoodkino hat zahlreiche Zuschauer auf der Welt und ist technisch so gut ausgerüstet, dass es optimal die Kriege so vorstellen kann, wie Washington das möchte.

 

In den meisten Filmen, die bislang von den US-Kriegen in Vietnam, Afghanistan und Irak vorgelegt wurden, werden die US-Bürger geschickt von ihren Verbrechen freigesprochen.

 

Die Besatzung des Iraks hat 2003 begonnen und im Gegensatz zu Ereignissen wie der 11. September, über die man lange Zeit keinen Film drehte, gab Hollywood schon bald den ersten Film zu diesem Krieg heraus.

Auch ist bei den Filmen zum Thema Irak-Krieg darauf zu achten, dass diese intensiv vom Medienapparat und dem politischen System der USA unterstützt werden. Diese Filme produzieren irreelle heroische Szenen von US-Soldaten und überspielen die Tatsache der Militärinvasion und –Besatzung durch die USA.

 

Es genügt ein Blick auf den Film „The hurt locker“, welchem 2010 der Oscar verliehen wurde. Dieser Film weist schon qualitativ und technisch ernsthafte Schwächen auf. Er widmet sich weniger dem Krieg als dem Ziel aus den US-Soldaten Helden zu machen. An einigen Stellen wirkt der Film daher eher wie eine Batman- oder Spiderman-Phantasie und keineswegs wie ein Film über die Realität des Krieges.

In dem Film „The hurt locker“ wird mächtig hinsichtlich der Kräfte der US-Soldaten übertrieben. Die Produzenten dieses Filmes haben versucht ihre Reinwaschung der US-Soldaten von Schuld und ihre Darstellung als Helden auf die Spitze zu treiben und ihre Präsenz im Irak als eine große Selbstaufopferung zu präsentieren!

 

Zweifelsohne ist dieser Film inhaltslos und nur die zahlreichen Unterstützungen und Preisverleihungen und daraufhin die Einnahmen an den Kassen haben dazu geführt, dass er bekannt wurde. Als dieser Film von Cathryn Biglow auf der Leinwand erschien, war die USA wegen ihres Angriffs auf Irak gerade einer Welle der Kritik ausgesetzt und so sollte „The hurt locker“ diesen Angriff und die Besatzung Iraks rechtfertigen.

Parallel zu dem Heldenfilm „The hurt locker“ entstand auch ein Filmwerk wie „In the valley of Elah“, welches in Form einer Erzählung die Folgen des Irakkrieges für die Angehörigen der US-Militärkräfte darstellt. Dieser Film hat zwei Seiten. Auf der einen Seite verurteilt er den Krieg und auf der anderen will er die US-Soldaten als unschuldig darstellen. Die Kriegstreiber bleiben ohnehin von Kritik verschont.

Unterdessen ist ein Film wie „Green zone“, etwas realistischer. In diesem Film ist zwar die Hauptfigur ein Amerikaner, der mutig nach der Wahrheit sucht, aber wenigsten werden auch Bilder von der Tötung irakischer Bürger und den Verbrechen der USA im Irak gezeigt. Dieser Film versucht die falsche Behauptung, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gab, zu beleuchten.

Dadurch kommt „Green zone“ der Wirklichkeit näher und ist als Kriegsfilm akzeptabler.

Es sind nicht nur Spielfilme sondern auch viele Dokumentationen über den Irakkrieg gedreht worden. Davon sind die Dokumentation von Michel Moore sowie der Film „Irak in fragments“, (der zerstückelte Irak)von James Longley am bekanntesten. Aber diese Dokumentationen begegneten trotz ihrer hohen Qualität, weil sie eben einige Wahrheiten wiedergaben, der scharfen Reaktion von den US-Politikern und Medien.

Longley, der Regisseur des Filmes „Der zerstückelte Irak“ sagt über diesen:

„Ich habe nur versucht zu zeigen, welches Unheil der US-Krieg über den Irak gebracht hat. Die meisten, die wir im Film sehen, haben nicht an dem Krieg teilgenommen. Dieser Film handelt mehr von den Irakern und den großen Problemen, mit denen sie zu kämpfen haben, als von den Amerikanern die sich in diesem Land befinden.“

Longley sagte weiter, die Politik der USA im Irak habe zu Zwietracht und Separatismus geführt und der Abzug der USA könne zur Beseitigung dieser Situation beitragen.

 

Die Dokumentationen haben viel dazu beigetragen, dass die Volksmasse mehr über die Realitäten des Krieges erfährt , aber Hollywood hat auf diesem Gebiet nicht viel geleistet.

Lora Poitras , sagt über ihren Anti-Kriegsfilm: „My country, my country“ (mein Land, mein Land!): „Ich entschloss mich diesen Film zu drehen, weil ich darüber enttäuscht war, dass die Iraker den US-Militärs gleichgültig sind. Dann habe ich meinen Entschluss geändert und wollte die politischen Sichtweisen der beiden Konfliktparteien darstellen und die Besatzung kritisieren.“

 

Lora Poitras und leider nur wenige andere Filmemacher versuchen in etwa die Militärgewalt der US-Soldaten gegenüber den Bürger besetzter Gebiete darzustellen.

Auch einige Reporter und Rechercheure haben das versucht wie der US-Dozent für Soziologe Michael Schwartz, der in einem Artikel auf das Morden unter der irakischen Bevölkerung hinweist und seinen Artikel mit der folgenden Überschrift versieht: „Töten die USA jeden Monat zehntausend Iraker? Oder sind es noch mehr?“

 

Der US-Regisseur Brian De Palma hat 2007 eine Semidokumentation namens „Redacted“ (zensiert) über diese Verbrechen gedreht und die rassistische und radikale Einstellung zu den Muslimen im Irak dokumentiert.

David Robb hat in seinem Buch: Operation: Hollywood dargelegt, wie Hollywood, die Selbstzensur in den USA gefördert hat, indem es sich Pentagon hinsichtlich der Änderung von Regiebüchern und Löschung von für die US-Regierung unangenehmen Szenen unter anderem von Kriegsverbrechen beugt.

Dieses Buch mit seinen Äußerungen von US-Soldaten, die im Irak waren, enthüllt die Tatsachen über das Hollywood-Kino. Einige US-Soldaten haben nach ihrer Rückkehr aus dem Irak die Hollywood-Kriegsfilme scharf kritisiert, weil sie nicht die Realität wiedergeben. Die Kriegsfilme aus Hollywood sollen wohl auch als n vorläufiges Heilpflaster für die unheilbaren Wunden der Opfer des Krieges.

Jeff Englehart ein US-Offizier, der 2003 am Krieg in Irak mitbeteiligt, verabscheut das verlogene Kino von Hollywood und sagt: „Ich wünschte die Menschen würden wissen, was sich in Irak ereignet hat. Die Kriegsfilme aus Hollywood, die im Namen der Freiheit und Verteidigung der Menschenrechte gedreht werden, verabreichen ihren Zuschauern eine große Lüge anstatt der Wahrheit. Wir sollten nicht vergessen, dass Irak nur ein kleines Beispiel für die großen egoistischen Ziele des Weißen Hauses und der zionistischen Freunde, die in den USA herrschen, sind. Der Irak-Krieg wurde im Hollywood-Kino propagandistisch verdreht, damit die internationale Kriegstreiberei der USA in den Augen der Menschen verharmlost wird oder nicht mehr als solche gilt.“

 

 

 

 

 

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