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Mittwoch, 16 November 2011 07:05

Geschichte der Iraner als Seefahrer im Film „Die Seidenstraße zur See“

Geschichte der Iraner als Seefahrer im Film „Die Seidenstraße zur See“
 Soleinam Sirafi, war ein Seefahrer aus dieser Stadt. Er zog 237 nach der Hidschra (851 nach Christus) über die See nach China. Er hat circa 400 Jahre vor Marco Polo diese weite Strecke mit dem Schiff zurückgelegt. Soleyman hat nach dieser Reise seine Erinnerungen aufgeschrieben und so entstand der Reisebericht von Sirafi

Der  neue iranische Kinofilm  „Die Seidenstraße zur See“  stützt sich auf historische Dokumente und berichtet im Rahmen einer spannenden Abenteuergeschichte über die Iraner als Seefahrer.

Anlässlich dieses neuen iranischen Filmes sollten wir zunächst einen Blick auf die Seefahrtsgeschichte Irans werfen und dann kurz diesen Film, für den Mohammad Bozorgnia die Regie führte, besprechen.

Die Iraner gehörten zu den ersten, die mit ihren Schiffen die Meere befuhren, mal um Handel zu betreiben und mal um Seeschlachten auszufechten.

Das älteste Dokument über die Seefahrt der Iraner ist eine Tonkugel, welche bei Ausgrabungen in Tschoqamisch, im südwestiranischen Khuzistan gefunden wurde.

Die Bemalung dieser Kugel, die circa 6000 Jahre alt ist, zeigt einen Befehlshaber an Bord eines Schiffes – in der einen Hand eine Keule und in der anderen ein Seil, mit dem einigen Gefangene gefesselt sind.Auf der Kugel ist auch ein anderes Schiff  mit Seefahrern zu sehen, die ähnlich wie Eroberer so etwas wie ein Banner hissen.

Wir finden in Geschichts- und Geografiebüchern viele Anhaltspunkte für die  Handelsreisen der Iraner zur See, ob im Persischen Golf oder auf dem freien Meer.

Der griechische Geograph Strabon hat in seinem Werk über die Geographie den Persischen Golf erwähnt, auf dem die iranischen Seefahrer verkehrten.

Ptolemäus hat im 2. Jahrhundert über  ein Wassergebiet im Süden Irans mit der Bezeichnung Persischer Golf oder Persisches Gewässer geschrieben, von dem aus die Iraner in See stachen.

Nearchus, ein Admiral des Mazedonischen Feldherrn  Alexander gelangte im 4. Jahrhundert in den Persischen Golf. Er war über die Seefahrt und den Seehandel in diesem Teil der Heimat der Perser erstaunt und schrieb, dass er nie gedacht hätte, dass die Iraner so weit entwickelt wären.

 Fremde Mächte  haben sich seit eh und je  für eine Eroberung des Persischen Golfes  interessiert. Ab dem 2. Jahrhundert nach Christus drangen Aggressoren aus dem Römischen Reich, und später aus Portugal, Frankreich, England und den USA nacheinander in dieses Gewässer ein und beuteten dessen Reichtümer aus.

Die Iraner besaßen in der Antike eine große Seeflotte. Einige haben persische Wörter auf alten Kompassen dahingehend gedeutet, dass die Iraner bei der Erfindung dieses Messgerätes eine wichtige Rolle gespielt haben. Auch die dreieckigen  Segel sind eine Erfindung der Iraner.

Diese haben auch als erste Anweisungen und Berichte über die Schifffahrt angefertigt.  Diese wurden in der islamischen Ära ins Arabische übersetzt und gelangten dann in andere Länder.

Wie historischen Texten zu entnehmen ist, gab es entlang der Küste des Persischen Golfes Holzkammern auf Holzpfählen, die  als die ersten Leuchttürme für die Schifffahrt gelten. 

In vielen Quellen ist vom Bau beweglicher Brücken die dazu dienten, dass Soldaten ein Gewässer überqueren konnten, die Rede ebenso wie von dem Bau von Kanälen und den Iranern als versierte Seefahrer.Es gibt auch Zeugnisse dafür, dass die Iraner in alten Zeiten am Persischen Golf Perlen züchteten.

Einer der wichtigen Häfen für die iranische Seefahrt war der Hafen Siraf. Diese Stadt war reich und lag an der Nordküste des Persischen Golfes in der Nähe der heutigen Stadt Kangan. Siraf war nach Schiras die größte Stadt mit vielen florierenden Märkten voller kostbarer Waren aus dem Osten. Diese Stadt war circa 3 Jahrhunderte lang der größte Handelshafen im Persischen Golf. Platon erwähnt in seinem Buch „Republica“ die Schiffahrtskapitäne von Siraf.

Die Bedeutung Siraf rührte von daher, dass es an der Route der  Seidenstraße lag. Es verlor erst wegen einem Erdbeben seine Wichtigkeit. Bei diesem Erdbeben wurde ein großer Teil der Stadt zerstört.

Soleinam Sirafi, war ein Seefahrer aus dieser Stadt. Er zog 237 nach der Hidschra (851 nach Christus) über die See nach China. Er hat circa 400 Jahre vor Marco Polo diese weite Strecke mit dem Schiff zurückgelegt. Soleyman hat nach dieser Reise seine Erinnerungen aufgeschrieben und so entstand der Reisebericht von Sirafi.

An der Inhaltsliste dieses Buches ist der Verlauf seiner Reise abzulesen, die im Persischen Golf begann und nach China führte. Er  beschreibt darin die Küstenstädte des Persischen Golfes, seine Insel und seine Sehenswürdigkeiten sowie alles Erstaunliche was er auf dem Weg nach China beobachtete. Soleyman Sirafi unterzieht auch die Klimabedingungen im Persischen Golf und im Golf von Oman, dem Indischen Ozean und dem chinesischen Meer einem Vergleich.

In anderen Kapiteln berichtet er über die Waren, die die Händler mitführten und weiß Interessantes darüber zu erzählten, wie die Menschen damals lebten.
 Soleyman Sirafi schreibt in seinem Buch, dass man auf der Reise vom Hafen Siraf in Iran bis zum Hafen Kanton in China 7 Meere durchqueren muss.  

Seine Beobachtungen, die er im dritten Jahrhundert auf der Reise durch diese sieben Meere machte, wurden dem Regiebuch für den iranischen Film „Seidenstraße“ zugrunde gelegt, der jetzt in iranischen Kinos läuft. 

Regisseur Mohammad Bozorgnia hat das Regiebuch aufgrund des Reiseberichtes von Soleyman Sirafi aufgesetzt und die Geschichte von der Reise der beiden Schiffskapitäne Soleyman und Edris geschildert.

Diese beiden stachen zur Zeit der Herrschaft der Buyiden in Iran im Hafen von Siraf in Richtung des chinesischen Hafens Kanton mit ihrem Schiff in See.

Auf dieser Reise begleitete sie  Schazan Ibn Yusef, der in Schiras Astronomie studierte. Schazan will über diese Reise ein Buch schreiben.

 

Es  kommt unterwegs zu unerwarteten Abenteuern  und diese bilden das Gerüst für die Filmgeschichte von „Die Seidenstraße zur See“

 

Während mehr als zwei Stunden wird der Zuschauer auch mit dem damaligen Leben und den Sitten der Iraner und der anderen Länder die auf dem Weg nach China liegen vertraut.  Die Produktion dieses Filmes hat 4 Jahre gedauert . Es wurden die neuesten Techniken und technischen Mitteln verwandt.

Die Filmszenen wurden in Teheran und auf der Insel Qischm im Persischen Golf, aber auch in Thailand und China gedreht und es wurden unter anderem für die Filmmusik und Schauspielergruppe  auch Künstler aus dem asiatischen Kino herangezogen.

Dieser spannende Film mit historischem Hintergrund nimmt den Zuschauer an verschiedene Orte zu verschiedenen Völkern mit.

Der Autor und Regisseur dieses Filmwerkes  hat schon andere Filme über Schifffahrt und Meer auf seinem Arbeitszeugnis stehen wie „Das Schiff Angelika“, oder „Krieg der Öltanker“, in denen auf die Geschichte der Iraner und ihren Kampf gegen fremde Aggressoren hingewiesen wird.

 In seinem Film „Die Seidenstraße zur See“ gibt er einen Einblick in die Geschichte der Seefahrt der Iran.

 Technisch gesehen lässt sich sagen, dass die "Seidenstraße zur See"  (Originaltitel auf Persisch: Rahe- Abi Abrischam“ – sich zu den guten Kinofilmen Irans reiht. Die Szenen über einen Orkan und  Wirbelsturm und Ereignisse auf dem Wasser sind gelungen und auch sonst stellt das Filmteam und die Regie ihr Talent unter Beweis, auch wenn es einige schwache Stellen im Regiebuch gibt. Die Hauptrollen in diesem iranischen Film haben bekannte iranische Akteure übernommen und das ist ein weiteres Plus für diesen Film.

Insgesamt ist "Seidenstraße zur See" von Bozorgnia ein unterhaltsamer und interessanter Film.

 

 





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