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Donnerstag, 16 Oktober 2014 03:49

Vorliebe der IS für Bildmedien und Cyber-Raum

Vorliebe der IS für  Bildmedien und Cyber-Raum
In diesem Beitrag geht es darum, wie die IS professionell die Möglichkeiten der Bildmedien  nutzen. 

In den Bildmedien tauchen seit längerem und häufiger als früher  Gewaltszenen unter Anwendung von  alten Waffen wie Dolchen und Säbeln auf.

Ein Beispiel liefert die  amerikanische Fernsehserie „ (Spiel der Throne), deren Produktion  2011 begonnen wurde und von der bis 2014 circa 5 Staffeln gezeigt wurden. Charakteristisch für diese Fernsehserie sind die brutalen Szenen. Wiederholt sind Enthauptungen und aufgespießte Köpfe zu sehen.  Die Produzenten scheinen das Publikum an diese Szenen gewöhnen zu wollen.  

Die meisten gewaltsamen Figuren in dieser Serie tragen einen langen schwarzen  Bart.  Ihre Heimat ist ein Phantasieland und sie liefern sich laufend blutige Gefechte.

Viele Kritiker lehnen die Fernsehserie „Spiel der Throne“  wegen ihrer zahlreichen gewaltsamen und unmoralischen Szenen ab. Aber die westlichen Medien insbesondere das amerikanische Kino und Fernsehen scheinen sich nicht mehr von solchen Szenen freimachen zu können. Zurzeit  zeigen sie ja in ihren Nachrichtenprogrammen  Beispiele dieser Gewalt, die sich ähnlich wie in  Hollywoodfilmen jedoch diesmal wahrhaftig vor der laufenden Kamera zu ereignen scheinen. Dabei sind  bärtigen Akteure  zu sehen, die  grausam mit einem Dolch oder einem Säbel einen Menschen umbringen.

 

Es gibt einige Anhaltspunkte dafür, dass  die westlichen Medien suggerieren wollen, die  ganze Welt  sei mit Gewalt und Terror konfrontiert  und es scheint ihnen recht zu sein , wenn diese Bilder von Gewalt und Terror  den Hollywood-Szenen ähneln.  In der Tat erinnern uns die  Videofilme, die zu  den Mordtaten der IS im Internet vorgeführt werden, stark  an die gewaltsamen Szenen die aus Hollywood  kommen.  Es sind Szenen,  die dank  moderner Aufnahme-  und Montagetechniken zustandekommen sind.  Die mörderischen IS-Terroristen möchten anscheinend eine größtmögliche Ähnlichkeit mit den Gewalttätern in   Computerspielen, Filmen  und manchen Serien wie „Spiel der Throne“  herstellen. 

Die IS nützen  mehr als jede andere Terrorgruppe  den online-Raum, darunter Face Book und Twitter  aus und sind gerade wegen der Verbreitung ihrer Videos im Internet so bekannt geworden. 

Diese Terrorgruppe hat eine regelrechte Produktionslinie für ihre zweifelhafte  Handelsware eröffnet und verbreitet ihre Android-Applikationen, Videos und Filme unter Anwendung professioneller Montagetechniken mehrsprachig im virtuellen Raum.

Aaron Zelin , Analytiker des Washingtoner Institut für Nahostpolitik. ist der Ansicht, dass die einflussreichen Mitglieder der IS in Irak und Syien, die ihre Ansichten im Internet verbreiten, nur Teil eines noch viel größeren Systems sind, welches on-line propagandistisch für die IS aktiv wird. Die Mitglieder dieses Systems versuchen für die IS neue Kräfte aus aller Welt zu rekrutieren.  Die Bilder und Videos, die sie zu diesem Zweck publizieren sind unterschiedlicher Natur.  

Auf der einen Seite veröffentlichen die
IS zahlreiche Videos  von grausamen Verbrechen und abgeschlagenen Köpfern, gekreuzigten Männern und  Leichenhaufen nach brutalen Massenhinrichtungen  und auf der anderen Seiten zeigen sie Terroristen, die bekannte Schokolademarken in der Hand halten, an einem gebratenen Hähnchen knabbern und auf diese und ähnliche Weise für einige eine sympathische Art an den Tag legen.  

Einige Analytiker denken, dass  dies absichtlich geschieht, weil die IS sowohl Sympathien erregen als auch Angst einjagen wollen.

Die IS-Terrorgruppe  tritt im virtuellen Raum in Erscheinung und tauscht sich mit den Anwendern von Sozialnetzen aus, um den Eindruck zu erwecken, sie hätte alles unter Kontrolle und jedem Gegner werde es genauso ergehen wie denjenigen, die vor den laufenden Kameras ermordet werden.

Philip Smith ein Forscher an der Maryland-Universität , USA,  ist der Ansicht dass die gesellschaftsfeindlichen IS-Terroristen  auf diese Weise auch demonstrieren, dass sie  für  die westlichen Medien interessant sind, weil sie  leibhaftige Beispiele für  Szenen liefern, die vorher nur in Filmen zu sehen waren.

 

Einige glauben dass die IS gerade wegen ihrer massiven Gewalt auf einige westliche Bürger eine größere Anziehungskraft ausüben als andere Terrorgruppen.

Es lässt sich deswegen sagen, dass eine beidseitige Beziehung zwischen den verbrecherischen IS  und einigen  Internetbenutzern und Betrachtern ihrer Videos zustande gekommen ist.

Auf der einen Seite schauen sich einige, die schon seit Jahren von  fiktiver Gewalt in den Medien überschüttet werden, sogar gerne die grausamen Szenen von Enthauptungen und dem Verscharren von Menschen bei lebendigem Leibe an,  weil sie dabei einen perversen Genuss empfinden. Dass  diese Szenen  in einigen Ländern bei manchen Internetbenutzern  beliebt sind, sieht man daran, dass die Videos der IS dort öfters heruntergeladen und geteilt werden.

Die  IS versorgen  also ihre gewaltsüchtigen Kunden mit den entsprechenden Bildern.  Die Botschaft der IS an die  Betrachter ihrer Bilder und Filme scheint wie folgt zu lauten: „Wir morden und genießen es und lassen euch an diesem  Genuss teilnehmen.“

 

Bei näherem Hinschauen stellen wir interessanterweise fest, dass die meisten Methoden, welche die IS-Terrorgruppe in ihren Videos einsetzen, zuvor in Hollywood-Filmen und –Serien Anwendung gefunden haben. Solche Bilder sind: Satelitten- und Luftbilder, bearbeitete Bilder von Explosionsszenen  und Bilder , die mit einer Nachtkamera des Waffenträgers aufgenommen wurden.

 

Die Terrorgruppe ISA  gibt ihre Videos wie die US-Serien in mehreren Folgen in den Sozialnetzen heraus . Sie hat mit Sondereffekten versehene Filme von ihren Operationen bei der Einnahme von irakischen Städten veröffentlicht.

Zu Beginn eines dieser Videos wird zum Beispiel eine Landkarte gezeigt,  auf dem das Gebiet Syrien, Libanon, Jordanien, Palästina und Irak als ein fiktives Land namens   „Islamischer Staat im Irak und Syrien“markiert ist.

Daraufhin senkt sich die Kameralinse  langsam und es erscheint eine  Drohne auf dem Bildschirm, welche  über die  Köpfe von  IS-Terroristen  hinweg,  den Himmel des  irakischen Falludschahs  durchkreuzt.

In einigen anderen Videos werden erschütternde Bilder von der Tötung von irakischen Soldaten und Zivilisten gezeigt.

Aber Videos wie diese, welche schon vor einiger Zeit veröffentlicht wurden,  haben nicht all zuviel Aufsehen in der westlichen Welt erregt. Das änderte sich als Szenen von der Tötung einiger westlichen Bürger und Journalisten, die in die Gefangenschaft der IS geraten waren, auftauchten.  In dem Moment kamen heftige  Reaktionen aus der westlichen Welt und aus den Reihen der westlichen Staatsoberhäupter.



Bei den Videos der IS fallen einige Dinge besonders auf: In diesen Videos werden einige Techniken  der Kameraführung bekannter US-Filme verwendet , wie zum Beispiel  die in  Thirty Zero Dark ,  einer Rekonstruktion der Festnahme und Tötung von Osama Bin Laden.  Die IS-Terrorgruppe hat diesen Hollywood-Film nachgeahmt.

In einem anderen Video wird Obama und den amerikanischen Militärkräften der Tod angedroht und am Ende  des Videos wird im Stil der Hollywood-Teaser folgender Slogan gebracht: „Die Flammen des Krieges“...

„ Der Kampf hat begonnen“

Die IS geben den Zeitpunkt und Ort des Videos an, um so gut wie möglich den Eindruck zu erwecken, dass die Bilder echt sind. Jedenfalls steht fest, dass erfahrene Leute diese Videos anfertigen, die  sich  mit den Kniffen und Werkzeugen der Kinowelt auskennen.  Ihre Videos wirken wie Dokumentationen.

                  

Abschließend wollen wir daran erinnern, dass das IS-Problem eine Kulturproblem darstellt. Diese Kulturkrise ist Tatsache, und es wird schlimme Folgen haben, falls sie übersehen wird.

Diese Terrorgruppe überbringt keine politische Botschaft. Sie stößt einen  gellenden Schrei  gegen die Zivilisation aus und demonstriert die  Rückkehr zum Barbarismus. Um diesen Vandalismus einzudämmen müssen Psychologen, Soziologen und Anthropologen tätig werden.

Die Ideologie der IS ähnelt dem  Zionismus, der mit  mit Gewalt und Genozid  seine rassistischen und menschenfeindliche  Ansichten in der Region des Nahen Ostens umsetzen will.  

Die IS nutzen wie ihre zionistischen Kumpel massiv die Bildmedien aus und setzen besonders auf das Kino und Internet  und deren Effekte.

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