Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Sonntag, 25 September 2011 11:56

Saadi die Tür zur persischen Seele

Saadi, eigentlich Moscharraf od-Din Abdullah, ist einer der bedeutendsten Dichter der Sprache Farsi e Dari.
Im letzten Beitrag  haben wir über Abu Ali Sina (Avicenna), den bekannten Arzt der Islamischen Welt gesprochen und gesagt, dass sein größtes Werk das Qanun  (Kanon der Medizin) war, in dem er umfassend über den Körper des Menschen, die Krankheiten, Diagnose und Behandlung  geschrieben. Nun  erfahren Sie über einen weiteren bekannten Medizingelehrten der Muslime. Er hieß Seyyed Ismael Dschordschani.
Sonntag, 18 September 2011 13:06

Hafez

Der persische Dichter Hafez, auch Hafis , wurde etwa 1320 in Schiraz in der iranischen Provinz Fars geboren. Sein voller Name ist Khajeh Shams-ed-Din Mohammad Hafez-e Shirazi .
Mittwoch, 14 September 2011 17:42

Attar der iranische Dichter

Fariduddin Attar Scheich Farid Addin Attar, ein großer iranischer Dichter in Neyshabur im 11. Jahrhundert.
Mittwoch, 14 September 2011 04:45

Islamische Kultur und Zivilisation (21)

  In diesem Teil möchten wir Sie mit einem weiteren muslimischen Gelehrten und seinen Errungenschaften in der Medizin bekannt machen. Abu Ali al-Hussein Ibn Abdullah Ibn Sina  (  980 – 1037), der den Beinamen  Scheich—ur Re`is, trug, ist ein iranischer Gelehrter gewesen, der besonders für sein Wissen in der Philosoph, der Medizin und der Mathematik bekannt wurde.
Freitag, 09 September 2011 12:37

Baba Taher der Dichter

Die Geschichte der Persischen Literatur lässt sich bis in das Altertum zurückverfolgen.
Die islamische Kultur und Zivilisation Teil 20 Im letzten Beitrag sagten wir, dass die muslimischen Ärzte und Gelehrten eine wichtige Rolle bei der Entfaltung der Islamischen Zivilisation und Kultur gespielt haben. Einer dieser Ärzte war Zakariya Ar Razi (auch Rhazes genannt) Wir möchten heute über ihn und sein Werk berichten.   Abu Bakr Zakariya Ar Razi, der berühmte iranische Arzt kam am 1. Schaaban 251 (um 864) in der Stadt Rey, südlich des heutigen Teherans, auf die Welt. Damals war Rey ein hochkultiviertes Zentrum und ein Mittelpunkt der Islamischen Gelehrsamkeit. Razi studierte in Rey Mathematik, Astronomie, Literatur und Medizin.  Er hat nicht nur in der Medizin, sondern auch auf dem Gebiet der Chemie, der Physik und der Philosophie wertvolle Forschungsarbeit geleistet.  Ar Razi hegte schon als Kind eine große Begeisterung für die Wissenschaft. Als erstes interessierten  ihn die Literatur und Geisteswissenschaften. Als Erwachsener erwarb er dann bei dem Gelehrten Ali Ibn Sahl Rabban al Tabari sein Wissen in der Medizin. Gemäß Ibn Usaibia in seinem Buch Uyun al Anba, war Razi, als er nach Bagdad kam, etwas älter als dreißig. Aus Bagdad nach Rey zurückgekehrt, übernahm Razi dort die Leitung eines Spitals. Er  behandelte  nicht nur Kranke sondern lehrte auch die Medizin. In dem Buch Tarikh al Hukama steht: „Der muslimische Gelehrte und Spitalarzt Razi hat zuerst die Leitung des Krankenhauses von Rey und später die Leitung des Bagdader Krankenhauses übernommen.“ Razi, der von einigen der „Islamische Galen“ genannt wurde, ist nach Ibn Sina (Avicenna) der bedeutendste Arzt in der Glanzzeit der Islamischen Zivilisation gewesen. Er liebte seine Schüler und seine Patienten und verbrachte viel Zeit mit Lesen, Studien und mit Schreiben, bis er schließlich erblindete. Seine Untersuchungsergebnisse gewann er aus Versuchen und eigenen Beobachtungen. Es heißt in den Chroniken: Als der dailamitische Herrscher in Bagdad ein Spital erbauen lassen wollte,  wies er Razi, der sich einen Namen als Arzt gemacht hatte, an, den besten Ort in dieser Stadt dafür zu wählen. Razi machte ein Experiment. Er hängte an verschiedenen Stellen in Bagdad ein Stück Fleisch auf und verglich nach 24 Stunden die einzelnen Fleischstücke miteinander. Dann ließ er in dem Viertel, wo das Fleisch am besten erhalten geblieben war, das Spital errichten.   Razi besaß einen guten Erfindungsgeist. Er gab sich ohne Nachforschung nicht mit den Kenntnissen vorheriger Ärzte zufrieden. In seiner Abhandlung Al Schakuk Ala Jalinus übte er an Ansichten und Heilmethoden des Griechen Galen (Galenus) Kritik. Vor allen Dingen bemängelte er die Ansichten Galens in Bezug auf das Sehen, Hören und die Lichtstrahlen. Im Gegensatz zu Galen  hat Razi den Sehprozess mit den Lichtstrahlen in Verbindung gebracht, die das Auge erreichen. Zakariya Razi  hat über 200 Abhandlungen und Bücher über verschiedene Wissenschaften geschrieben, nämlich Medizin, Heilmittelkunde, Philosophie, Theosophie, Astronomie und weitere. Von diesen Werken betreffen circa 100 Bände verschiedene Zweige der Medizin und der Arzneimittelkunde. Die bekanntesten seiner Werke, die zu Grundwerken in der Medizin wurden, waren das 30-bändige Al Hawi und das Buch Al Mansuri.   In dem Werk Al Hawi hat Razi seine Beobachtungen über Klinikpatienten beschrieben. Es ist ein wichtiges Nachschlagewerk für Medizin und sehr umfassend. Heute existiert fast noch die Hälfte des arabischen Originals.   Al Hawi enthält theoretisches und praktisches Wissen. Es wurde zu einem geeigneten Modell für andere medizinische Werke im mittleren Abschnitt der Islamischen Epoche. Al Hawi besteht aus insgesamt 12 Teilen, mit mehreren Kapiteln, die sich verschiedenen medizinischen Themen widmen unter anderem: Gesundheitswesen und Behandlung, Knochenbrüche und ihre Heilung, zusammengesetzte Heilmittel und ihre Eigenschaften, Heilpflanzen usw. Der Teil über die Heilpflanzenkunde in Al Hawi beschreibt 700 verschiedene Heilpflanzen. Dieses Buch gab den muslimischen Ärzten wichtige Informationen über die verschiedenen Arten von Leiden und die entsprechenden Behandlungsmethoden.   Das Buch Al Mansuri ist ebenso ein wichtiges Medizinbuch von Razi. Es ist das erste medizinische Buch, welches in Europa gedruckt wurde. Al Mansuri vermittelte in ihm allgemeine medizinische Kenntnisse. Razi hat es als ein Geschenk an den Gouverneur von Rey, dem samanidischen Prinzen Abu Saleh Mansur Ibn Ishaqi gedacht und es nach ihm mit „Al Mansuri“ betitelt. Das Buch besteht aus zwei Teilen. Es beschreibt die Eigenschaften und Merkmale des menschlichen Körpers, die Eigenschaften von Heilmitteln, Hygiene, Knochenverbände, Verletzungen und Insektenstiche und verschiedene  Krankheiten.  Dieses Buch ist mehrmals ins Lateinische übertragen worden. Es wurde unter anderem von Gerhard von Cremona (1114-1187) verlegt. Die Übersetzung des Buches erschien 1510 in Italien als Druckausgabe.     Razi hat ein weiteres wichtiges Buch verfasst. Dieses handelt von den Pocken und Masern, wie sein Titel bereits verrät.  Es  ist das älteste und wichtigste Werk über diese beiden Krankheiten. Razi war der erste Arzt, der die Pocken von den Masern unterschied und sie als zwei verschiedene Krankheiten erkannte. Sein Werk über Pocken und Masern  galt unter den Ärzten in Europa als
Wir haben bereits auf die Bedeutung von Wissenschaften wie Mathematik, Astronomie, Physik und Mechanik während der Islamischen Zivilisation gesprochen und Errungenschaften von muslimischen Gelehrten auf diesen Gebieten vorgestellt. Nun wollen wir die Fortschritte der Muslime in der Medizin beschreiben.
Im letzten Beitrag haben wir bereits über Entdeckungen und Erfindungen der muslimischen Gelehrten auf dem Gebiet der Mechanik gesprochen und sagten, dass sie, insbesondere Dschazari,  der Welt des Islams und der Wissenschaft sehr wichtige Werke über die Mechanik überreichten. Diese Gelehrten erfanden verschiedene Wasseruhren, Hebevorrichtungen zum  Wasserschöpfen aus tiefen Brunnen und weitere Apparaturen. Im 3. Jahrhundert nach der Hidschra, 9. Jahrhundert nach Christus, erfuhr die Wissenschaft der Mechanik einen neuen Aufschwung in der Islamischen Welt und erreichte im 7. Jahrhundert n.d.H ( 13. Jahrhundert nach Christus) ihren Höhepunkt. Die Muslime konstruierten viele mechanische Geräte. Mit den ihnen zur Verfügung stehenden Rohstoffen stellten sie die benötigen Teile her und formten sie. Die Materialen, die sie benutzten waren Metalle, die üblichen Legierungen, Gold, Silber, Holz, Glas, Leder sowie Hanf-, Baumwoll- oder Seidenstränge und weiteres. Aber am meisten verwendeten die muslimischen Gelehrten Holz und Blattkupfer. Das Blattkupfer wurde für Röhren sowie hängende und bewegliche Teile verwendet. Die Muslime stellten Draht entweder aus Kupfer oder manchmal auch aus Eisen her. Mit diesem Draht fertigten sie Ketten an. Zahnräder und   große Flaschenzüge   waren aus Holz oder Kupfer. Ein Problem, mit dem sich die Muslime insbesondere in den Zentralgebieten der Islamischen Zivilisation auseinandersetzen mussten, waren Wassermangel und Dürre. In einigen Ländern wurde durch Herstellung einer flachen Neigung   das Wasser über eine längere Strecke aus der Tiefe an die Oberfläche gelenkt. Aber in anderen Gebieten war es nicht so einfach, Grundwasser an die Oberfläche zu holen. Leute wie Dschazari und Banu Mussa (die Familie des Mussa Bani Schaker) haben verschiedene Schöpfkonstruktionen entwickelt. Sie wurden „Brunnenräder“ genannt. In einigen Gebieten mit muslimischer Bevölkerung werden diese „Na`ura“  heute noch verwendet.   Die Banu Mussa gehörten zu den ersten Gelehrten der Mechanik, die dieser Wissenschaft in der Islamischen Welt Auftrieb gaben. Das Buch Al Hiyal der Banu Mussa beschreibt hundert mechanische Vorrichtungen, welche automatisch unter Nutzung  mechanischer Kräfte  arbeiteten. Zum Beispiel bauten die Banu Mussa Springbrunnen, deren Fontänen sich der Reihe nach änderten. Sie erfanden auch eine Lampe, deren Flamme sich von selber einstellte. Unter ihren Erfindungen ist auch eine Art mechanische Schaufel zur Ausgrabungen an Flussbetten und am Meeresboden und der Entwurf einer Art Entlüfter für den Abgang von schmutziger Luft aus Brunnenlöchern vorzufinden. Sie erfanden verschiedene Hebelvorrichtungen, Zahnräder, Kurbelwellen und Kegelhähne.   Die Gebrüder Banu Mussa haben als Erste, 500 Jahre vor den Europäern, die Kurbelwelle in mechanischen Geräten angewandt. Zu ihren weiteren Erfindungen gehört die Herstellung von Uhren, die mit Wasserdruck arbeiteten. Diese  dienten  später als Modell für Uhren, die in den Kirchentürmen und auf den großen Plätzen in europäischen Ländern gebaut wurden und zu bestimmten Uhrzeiten  eine Melodie abspielten. Es hat noch weitere muslimische Gelehrte gegeben, die zur Mechanik beitrugen: Abu-l Fath Khazini,  war Astronom und Physiker und ebenso in der Mechanik bewandert. Er ist ein berühmtes Gesicht der Islamischen Zivilisation. Khazini hat in Anlehnung an Ibn Haitham und Biruni  bei seinen Forschungen in der Mechanik große Fortschritte gemacht. Er war ein entschiedener Meister für Geräte zur Messung des Gewichts von Körpern. Sein bekanntes Buch „Mizan ul Hikma“ ist eines der bedeutendsten Werke über die Mechanik.  Zunächst führt er in diesem Buch die Ansichten von Razi, Biruni und Khayyam an. Dieses Werk enthält die Beschreibung von vielen verschiedenen Geräten wie Zeitmesser, Hebevorrichtungen, Waagen, Geräte zur Messung der Dichte usw. Der Italiener Aldo Mieli (1879-1950) hat die spezifischen Gewichte, welche Biruni und Khazini in ihren Tabellen angegeben haben, mit den modernen Messungen verglichen und sie als präzise bezeichnet.   Khazini hat detailliert auf die Wirkung von Luftdruck auf das Gewicht von Körpern hingewiesen und in dieser Beziehung war er einige Jahrhunderte Toricelli (1608-1647), Pascal (1623-1662) und Boyle (1627-1691) voraus. Abu Ali Hassan Ibn Haitham Basri, bekannt als Ibn Haitham, war ein großer Mathematik und Physiker und besonders in der Optik bewandert. Er hat im 4. Jahrhundert nach der Hidschra (10. Jahrhundert n. Christus) gelebt und kostbare Werke über die Physik und Mechanik hinterlassen. Ibn Haitham wird in den mittellateinischen Werken als Alhazen  angeführt. Ibn  Haitham muss als Pionier auf dem Gebiet der Experimentalwissenschaften  betrachtet werden, denn er hat seine wissenschaftlichen Theorien insbesondere in der Optik aufgrund wissenschaftlicher Experimente gewonnen.   Ibn Haitham oder Alhazen hat das Grundwissen  der Optik verbreitet und sie zu einer ordentlichen Wissenschaft gemacht. Er war wie Euklid in der Physik sowohl Theoretiker als auch jemand, der Experimente durchführte, zum Beispiel zur Feststellung der  Eigenschaften des Schattens, einer Dunkelkammer  und der Anwendung von Linsen  hat er viele Versuche durchgeführt. Außerdem hat er interessante Untersuchungen über die Gesetze der Lichtreflexion vorgenommen. Bei Versuchen setzten er sich mit der Lichtbrechung bei  gläsernen Zylindern und Kugeln auseinander. Er versuchte die Vergrößerung durch flache und gewölbte Linsen zu messen und hat viele Bücher verfasst. Die muslimischen und europäischen Forscher haben vor einem Jahrhundert begonnen einige seiner Abhandlungen und Werke zu übersetzen und herauszugeben.   Die Übersetzung des Buches Kitab-ul Manazir  von Ibn Haitham ins Lateinische (Opticae Thesaurus) erfolgte schon im Mittelalter und hatte eine   tiefe Wirkung auf die Physik und Lichtlehre im Westen.   Doch nach Ibn Haitham wurde die Optik in der Islamischen Welt vernachlässigt und selbst so große Gelehrte wie Chadscheh Nasir ad-Din at-Tussi kannten ihre Errungenschaften nicht. Im 7. Jahrhundert nach der Hidschra, 13. Jahrhundert nach Christus, aber wurde sie von dem iranischen Gelehrten  Qutbeddin Schirasi wieder belebt. Er setzte die Untersuchungen Ibn Heythams fort. Qutbeddin Schiras wurde u.a.  für die erste richtige Erklärung des Aufbaus des Regenbogens bekannt.   Der heutige Fortschritt des Westens auf dem Gebiet der Optik ist in gewissem Maße den Anstrengungen der muslimischen Gelehrten insbesondere Ibn Haitham zu verdanken.  Ibn Haitham ist auch im Westen zum  Vater der Optik ernannt worden. Einige Wissenschaftshistoriker geben zu, dass die sprunghaften Fortschritte in der Optik im Westen insbesondere in der Oxforder Schule daran lagen, dass man mit den Theorien Ibn Haithams auf diesem Gebiet vertraut geworden war. Es besteht auch kein Zweifel daran, dass Roger Bacon, der bekannte englische Philosoph und Gelehrte völlig von den Werken Ibn Haithams beeinflusst wurde. In der Physik und Mechanik  stand für die Muslime vor allen Dingen die Anwendung der Wissenschaft im Vordergrund und deshalb galten diese Disziplinen als wichtig. Wenn wir die wissenschaftlichen Errungenschaften der muslimischen Gelehrten besser kennenlernen wollen, müssen wir also  ihre Bemühungen auf dem Gebiet der Physik und Mechanik mit ein zu beziehen.          
Nicht nur die Errungenschaften der muslimischen Gelehrten in der Medizin, Mathematik und Astronomie sondern auch die in der Physik und Mechanik sind interessant und von Bedeutung. Die muslimischen Gelehrten haben auf diesem Gebiet viele Neuerungen gebracht, doch haben diese selbst bei Historikern weniger Beachtung gefunden. Die Mechanik hieß bei den Muslimen Ilm-i Al Hiyal was so viel wie „Wissenschaft der Kniffe“ bedeutet. Diese Wissenschaft  beschäftigte sich