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Donnerstag, 01 November 2012 12:39

Die Islamische Kultur und Zivilisation im Laufe der Geschichte (Teil 81)

Die Islamische Kultur und Zivilisation im Laufe der Geschichte (Teil 81)
Sie erinnern sich, dass wir im letzten Beitrag über die Kolonialisierung von muslimischen Gebieten  durch europäische Staaten wie Portugal und Holland, Frankreich und England und durch die Amerikaner gesprochen haben. Wir verwiesen darauf, dass

viele kostbaren Ressourcen der muslimischen Länder wie das Erdöl von den Imperialisten ausgebeutet wurden. Diese großen wirtschaftlichen Schäden haben lange Zeit zu Stagnationen  geführt.  Im heutigen Beitrag betrachten wir speziell, welche Folgen der Zionismus als wichtiger Stützpunkt des Imperialismus in der strategisch wichtigen Region des Nahen Ostens für die Islamische Welt hatte.

 

Die Denkweise des Zionismus in ihrer heutigen Form ist bereits Anfang des 19. Jahrhunderts aufgekommen. Der Zionismus hegt expansionistische Ziele wie zum Beispiel die Bildung eines anti-islamischen Gebietes im geopolitischen Zentrum der Islamischen Welt. Es ging dem Zionismus  um  die  allmähliche Umsetzung der  Ziele radikaler rassistischer Juden, nämlich  eine jüdische Regierung in Palästina zu gründen und durch stetige Einwanderung von Juden nach Palästina  dieses Gebiet für sich zu beschlagnahmen.

 

Natürlich lässt sich sagen, dass der Gedanke der Vorherrschaft über die Islamische Welt bereits mit den Feldzügen der Kreuzfahrer begann und danach sich in den   Kulturoffensiven, die die Muslime in ihrem Glauben schwächen sollten, fortsetzte.  Schließlich wurde dann durch Besetzung Palästinas durch die Zionisten ein zermürbender Krieg gegen die Muslime begonnen. In mehr als 60 Jahren wurden den Muslime riesige Schäden zugefügt, eine große Anzahl von Menschen verloren durch diesen Zermürbungskrieg ihr Leben und Millionen wurden obdachlos.

 

Die  Zionisten begannen sich im Nahen Osten zu versammeln, nachdem  die muslimischen Ländern an Macht verloren hatten,  insbesondere nach dem Untergang des Osmanischen Reiches, der im 18. Jahrhundert einsetzte.  Ein Anführer der Zionisten namens Theodor Herzl begann von der Gründung eines jüdischen Staates zu träumen.  Arthur James Balfour, englischer Außenminister während des Ersten Weltkrieges und der Vormundschaft Englands über Palästina,  verhalf ihm zur Verwirklichung dieses Traums.  Die Besatzung Palästinas durch die Zionisten war ein schwerer Schlag für die Islamische Welt und zwang den Muslimen mehrere verheerende Kriege auf.  Zahllose Palästinenser haben schwer darunter gelitten, dass die Zionisten blutig ihre Vorherrschaft festigen wollten. Das zionistische Regime besetzte wichtige Teile von Jordanien, Syrien und Libanon.

 

Nachdem das zionistische Regime 1948 seine Existenz verkündete und die Einwanderung von Juden aus aller Welt in das besetzte Palästina intensiviert wurde, kam es automatisch zu einer Veränderung der dortigen Bevölkerungsstruktur zugunsten der Juden. In Wirklichkeit geht es beim Zionismus nicht darum, eine Religion zu fördern,  sondern  Ziel ist es, eine jüdische Nation und einen jüdischen Staat aufzubauen, damit die Zionisten  alle Juden  der Welt mit Hilfe von expansionistischen Kriegen in den besetzten Gebieten versammeln können.  Die Zionisten glauben an den Expansionismus. Sie haben die Bildung eines Großisraels vom  Nil bis zum Euphrat als ihr strategisches Ziel bekannt gegeben.

Das zionistische Regime strebte nach seiner Gründung nach militärischen Nuklearzielen. 1952 gründete es sein Komitee für Atomenergie. 1955 schloss es ein Bündnis mit den USA für den Bau des Reaktors in Nahal-Sorek.  Außerdem führte Tel Aviv  heimlich mit Frankreich Verhandlungen über den Ausbau seiner Atomaktivitäten. Das Ergebnis war 1963 der Bau des Dimona-Reaktors in der Negev-Wüste.

 

Das Besatzerregime hat bislang keine internationale Inspektion dieses Reaktors akzeptiert. Dieser Reaktor soll eine Leistung  von 24 Megawatt haben. Schon dies reicht für Herstellung von Plutonium, das für  den Bau eines Nuklearsprengkopfes im Jahr benötigt wird.

Nach Besatzung Palästinas hat Israel zur Ausdehnung der besetzten Gebieten damit  begonnen, unter den Muslimen und in der arabischen Welt neue Gruppen und Zwietracht hervorzurufen.  In Syrien schürte es zwischen den verschiedenen Rechtsschulen Uneinigkeit. Schon früh   hatten sie ein Auge auf verschiedene fremde Gebiete geworfen,  insebsondere auf die Golan-Höhen von Syrien. Sie betrachteten die Golan-Höhen als Teil der Landkarte ihres illegalen Staates. David Ben Gurion erklärte der englische Labour-Partei, dass die Zionisten diese Anhöhen besetzen müssen, damit sie über das Wasser des Jarmuk und des Jordans bestimmen können.  Danach haben die Israelis, um an zusätzliche Oberflächengewässer und Grundwasserressourcen zu gelangen, mehrere Flüsse in Jordanien beschlagnahmt.  Im Krieg von 1967  haben sie den Jordanfluss umgelenkt,  um weitere Gebiete im besetzten Palästina zu bewässern und zu bebauen.

 

Abgesehen von dem Militarismus, den das zionistische Regime betreibt, konnte es durch  Bestrebung zur Beherrschung der Massenmedien,  viele international bekannte Nachrichtenagenturen und  Fernsehsender unter seine Kontrolle bringen.  Durch Beherrschung dieser Medien wollten  sie einen gedanklichen Einfluss zugunsten des zionistischen Regimes ausüben und den Kulturangriff auf die Islamische Welt beginnen.  Dieses Regime hat bei der Kulturoffensive auf die Muslime und der Beleidigung des Islams zu jedem möglichen Mittel gegriffen.

Gemäß dem, was wir sagten, und nachdem lange Jahre vergangen sind, in denen die Isralies schwere Verbrechen gegen die unterdrückte palästinensische Nation begangen haben,  haben die Palästinenser erfreulicherweise dank ihrer islamischen Identität und Kultur   gegenüber den Zionisten Widerstand geleistet. In den letzten Jahren hat sich der Islamische Widerstand Palästinas nicht mit traditionellen Methoden begnügt , sondern gestützt auf den Islam den Dschihad gegen die Zionisten begonnen. Außerdem kam es durch den Sieg der Islamischen Revolution im Iran im Jahre 1979 zu einer Art Islamischen Erwachung im Nahen Osten, darunter auch in Palästina. Seitdem findet die Islamische Bewegung einen stärkeren Rückhalt und erfreut sich größerer Beteiligung insbesondere seitens der palästinensischen Jugend.

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