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Mittwoch, 09 Dezember 2015 10:40

Hörerpostsendung am 6. Dezember 2015

 Hörerpostsendung am 6. Dezember 2015
Bismillaher rahmaner rahim   -   Heute ist Nikolaustag und wir sind gespannt, ob bei Ihnen was im Schuh war liebe Hörerfreunde. Oder haben Sie ihn nicht hinausgestellt, das heißt, nicht auf unseren Rat von letzter Woche gehört ?!?!

 

Na ja, wir hatten auf jeden Fall etwas im Schuh, und zwar vom Schubert, vom Werner Schubert. Der schrieb:  Aber jetzt habe ich noch bis zum Nikolaustag Urlaub, da muss auch mal wieder Zeit für ein paar Zeilen sein...

Also waren seine Zeilen vom 3. Dezember quasi ein Vorab-Geschenk für "Uns und unsere Hörer" zum Nikolaustag. Vielen Dank Herr Schubert.

Nach etwas Musik kommt gleich seine gesamte Mail, die unter dem Titel: "Mal wieder Post" steht.

"Hallo nach Teheran,

die diskreten Andeutungen in den letzten Hörerpostsendungen, dass sich manche Stammhörer schon wieder länger nicht gemeldet hätten, hat auch mein schlechtes Gewissen aktiviert. Immerhin gibt es schon wieder Post aus Teheran (danke für die QSL und das Buch!), die es noch zu bestätigen gibt, und auch die Frequenzumstellung ist schon wieder eine Weile her. Viel Zeit habe ich meist nicht mehr übrig für das Hobby, wenn, dann reicht es oft nur noch zum Zuhören. Aber jetzt habe ich noch bis zum Nikolaustag Urlaub, da muss auch mal wieder Zeit für ein paar Zeilen sein...

Der Empfang ist gegenüber dem Sommer hier in Grafing etwas besser geworden, meist ist die 7425 kHz die bessere Frequenz am Abend. Morgens kommt die 17690 stärker herein. Allerdings reicht es meist nur zur Brauchbarkeit 3, in Oberaudorf ist es wie immer deutlich besser, hier liegt der Empfang meist bei 4 mit Tendenz sogar zur 5.

Bei meinem letzten Ausflug dorthin vor einer Woche lag Schnee, aber jetzt ist es mit Sturm und Regen wieder deutlich wärmer geworden. Weiße Weihnachten wird es auch dieses Jahr kaum geben. Eigentlich schade, gerade in den Bergen von Oberaudorf gehört der Schnee einfach dazu. Andererseits denke ich an meine Heizkosten, und da sieht die Sache gleich wieder anders aus. Hat eben alles seine zwei Seiten.

Was gibt es sonst für Themen? Die Flüchtlinge haben uns monatelang beschäftigt, hier in Grafing sind es seit einem Jahr konstant 130 Menschen, die in leerstehenden Gebäuden untergebracht wurden. Nächstes Jahr sollen es wohl mehr werden, das hängt aber auch davon ab, wie der Familiennachzug geregelt wird. Jetzt kommen auch weniger Leute über den Balkan, nachdem die Ex-Jugoslawen nur noch Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien und dem Irak durchlassen.

Nun weiter mit dem Brief von Herrn Schubert:

Dieser IS ist auch ein äußerst fragwürdiger Verein, wenn man sich die Aussagen dieser Leute so anschaut. Als Jude oder Christ hat man immerhin noch die Chance nur versklavt zu werden. Atheisten wie mich oder auch Euch Schiiten wollen sie als Gotteslästerer gleich ganz umbringen. Ich frage mich, warum wir als Westen uns überall einmischen müssen. Kaum gehen irgendwo in einem fernen Land ein paar Unzufriedene oder auch nur Radaubrüder auf die Straße ist das gleich ein Volksaufstand, der unterstützt werden muss. Andere Staaten gehen uns nichts an, und wenn die Bewohner mit ihrer Staatsform unzufrieden sind dann werden sie sie schon selbst ändern. Hat 1979 im Iran ja auch funktioniert, und hier hat der Westen sogar den Machthaber unterstützt.

So, jetzt muss ich mich langsam fertig machen, der Zahnarzt wartet auf mich. Aber natürlich gibt es bald wieder Post von mir. Die Empfangsberichte von Oktober und November sind auch schon fast fertig und gehen dann wieder nach Berlin.

Liebe Grüße an die ganze Redaktion, Ihr

Werner Schubert (mit nagendem Anhang)"

 

Schön Herr Schubert, Sie haben uns eine große Freude gemacht nach einer rund 3-monatigen Schreibpause. Ihr persönlicher Stil und Ihre Bemerkungen zu aktuellen Ereignissen, sind eine Bereicherung, auf die "Wir und unsere Hörer" nicht gerne verzichten. Übrigens haben wir wohl immer noch kein Bild von den nagenden Nachfolgern Molly und Speedy!

Bevor wir aber weitere aktuelle Mails in die heutige Hörerpostsendung aufnehmen, müssen wir der Gerechtigkeit halber erst noch Briefe aus der letzten Scan-Post von Berlin ins Programm nehmen, damit die Absender dieser Schreiben sich nicht benachteiligt fühlen. Wie schon der Brief von Herrn Schubert, hat auch der folgende Brief aus der Postmappe "Berlin" mit den aktuellen Themen zu tun und dem Schreiber dieses Briefes vom 24. November danken wir herzlich für seine Mühe, denn sein Gesundheitszustand ist alles andere als geeignet, um lange Briefe zu tippen. Somit ist diese Mühe, die sich unser lieber Hörerfreund Helmut Schafheitle gemacht hat, besonders hoch zu bewerten. Hier seine Zeilen:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren!

Ihre große Briefpost mit den beiden Bildpostkarten und dem Buch ist bei mir erst am 19.11.2015 eingetroffen. Dabei bezieht sich der beigelegte Sende- und Frequenzplan leider noch auf das Sommerhalbjahr. Inzwischen ist aber längst schon der Plan für das Winterhalbjahr 2015/16 wirksam.

Selbst leide ich fast ständig an chronischen Erkrankungen (wie Gicht, Gelenkschmerzen und Entzündungen, die wirklich sehr schmerzhaft sein können). Da vergeht einem mitunter auch die Lust an der Kurzwelle."

Mit seinem Mars RR400 mit Hilfsantenne auf dem Balkon konnte uns Herr Schafheitle in den Morgenstunden vom 24. November dann bedauerlicherweise auch nur mit SINPO-Werten von 2 und 1 empfangen. Aufgrund von Hochnebel war die Abendsendung wie er schreibt, zu dieser Zeit überhaupt nicht empfangbar.

Eingehend auf einen religiösen Beitrag in unserer Sendung an diesem Tag, die er aber aufgrund der schlechten Empfangsbedingungen nur bruchstückhaft verstanden hat, schrieb Herr Schafheitle weiter:

"Anmerkung: Ich stelle mir einen guten und liebenden Allmächtigen vor, der uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuteil werden lässt. Ich wünsche mir keinen Gott der Rache und Strafe. Wer könnte so sonst vor ihm bestehen ???!"

Und zur Lage im Nahen Osten schreibt er:

"Die Lage in Nahost ist sehr schlimm und entmutigend. Ich verstehe auch nicht, dass sich die Nachbarländer, z.B. Saudi-Arabien, nicht mehr für den Frieden engagieren. Man kann doch in Wirklichkeit die Probleme nicht nach Europa verlagern. Das wäre meines Erachtens keine Politik, sondern verantwortungsloser Schwachsinn.

Ich bin zutiefst enttäuscht über die entstandene Lage, ganz besonders in Syrien und im Irak.

Viele Grüße"

 

In seinem Briefkasten hat Herr Schafheitle ein "überkritisches" Flugblatt gefunden, dass dort unverlangt gelandet ist und sich mit dem Flüchtlingsthema beschäftigt. Dazu schreibt er:

Weshalb die vielen Flüchtlinge? Das dürften sich die meisten Leute, nicht nur in Bayern fragen. Möglicherweise auch wegen der NATO-Kriege unter Bruch des Völkerrechts. So wurde auch Jugoslawien in seine Einzelteile zerlegt, worunter auch Serbien nun am meisten leidet. Mit zwei gigantischen Militärüberfällen der USA wurde der Irak zerstört, wegen des bösen Saddam Hussein. Danach wurden und werden bis heute Millionen Menschen aus dem Irak und aus Syrien vertrieben.

Saudi-Arabien, das dem IS nahesteht, wird auch aus Deutschland hochgerüstet, obwohl dort vieles noch nach Mittelalter riecht. Libyen wurde auch zerbombt, und nun kommen riesige Menschenmassen auch aus Afrika über diesen Korridor.

Das kann zur Folge haben, dass es allen schlechter geht, Europäern und Migranten. Vielleicht will man das auch in den USA.

Man kann es den Flüchtlingen nicht verdenken, wenn sie vor Krieg und Elend fliehen. Doch sollte man auch über ein Verursacher-Prinzip nachdenken. Die USA tun bislang gar nichts oder wenig in der Flüchtlings-Katastrophe. Polen, Ungarn und andere Länder machen auch nichts. Da will man anscheinend alles nur Deutschland aufbürden. Nur das geht auf Dauer eben auch nicht, auch wenn das Angela Merkel noch nicht einsieht.

Unser Land ist dicht besiedelt, die USA aber nicht. Man könnte so fast meinen, über dem großen Kanal wolle man die Verelendung Europas forcieren – oder wie ist das sonst zu verstehen?!

Wir brauchen hier in Mitteleuropa keine ungleichen Verträge wie TTIP und CETA, an denen vor allem manche US-Konzernherren brennend interessiert sind.
Wenn in der Flüchtlingspolitik weiter so verfahren werden soll, dann könnte als Folge daraus eine Verelendung Dimensionen annehmen, wie man sie sich in den letzten Generationen nicht vorstellen konnte.

Was meinen Sie dazu?"

Sie sehen liebe Hörerfreunde, dass die aktuellen Themen mit Flüchtlingen und Krisen in Nahost und anderswo uns alle beschäftigen, obwohl wir lieber angenehmere Themen behandeln würden.  Aber wir müssen uns in dieser Sendung sozusagen auch den Tatsachen stellen.

Auf jeden Fall danken wir Herrn Schafheitle, für diesen Beitrag, in dem auch interessante Aspekte aufgeworfen wurden und er somit die Hörerrunde bereichert hat.

Ein Teil der Fragen, die Herr Schubert und Herr Schafheitle aufgeworfen haben, können durch eine interessante Äußerung des inzwischen 91-jährigen, sogenannten "SPD-Urgesteins" Egon Bahr, die er vor Kurzem vor Heidelberger Schülern ausgesprochen hat, beantwortet werden. Er sagte:

"In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."

Ein offenes Wort, dass diese jugendlichen Schüler bestimmt so schnell nicht vergessen werden, wenn sie es auch aufgrund ihres Alters vielleicht nicht vollkommen einschätzen können.

Mit den "eigenen Interessen" meinte Egon Bahr sicher u.a. den sogenannten Kampf gegen den Terrorismus der Franzosen in Mali, bei dem es aber vor allem um die Sicherung der billigen Uranimporte für die vielen französischen Atomkraftwerke aus Malis Nachbarland Niger und Mali selber geht. Herr Bahr hat Recht, die Politiker wollen uns für dumm verkaufen. Und jetzt will sich Deutschland auch noch an einer derartigen Vortäuschungsaktion beteiligen, die ganz sicher die Terrorgefahr im eigenen Land erheblich erhöht.

Jetzt kommt aber erst unsere Musikstück-Verschnaufpause.

Den schlechten Empfang bei Herrn Schafheitle in Singen bedauern wir und freuen uns, dass uns Li Meng in der chinesischen Stadt Tianjin am 25. November über die 17690 kHz mit SINPO-Werten von 4 und 3 hören konnte. Der gute Empfang wurde mit einem Sangean ATS 909X bewerkstelligt. Auch der akustische Beweis, dass man uns dort hörte, wurde in Form eines audio-files im Anhang der Mail mitgeliefert. Vielen Dank.

Tianjin liegt übrigens zwischen der Hauptstadt Peking oder Beijin und dem Ostchinesischen Meer, und es ist die Stadt in der es im August dieses Jahres diese große Explosionskatastrophe gab mit vielen Toten und Verwundeten.

So Herr Radschabi, nun aber weiter mit der Postmappe Berlin. Darin findet sich noch eine bunte Karte mit einem Kolibri, der an einer exotischen Blüte, mal eben so im Fluge den Nektar trinkt. Die Rückseite birgt einen Stempel mit dem Datum 17.11.2015 und darauf steht:

"Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, ich gratuliere den Technikern zu günstiger Frequenzwahl ab 25. Oktober 2015!

Die Ausstrahlungen sind jeden Tag ähnlich gut! Für die Menschenrechte grüßt Sie Alle herzlich P.G. Dittmann, Schkeuditz!"

Die SINPO-Werte betragen alle bis auf einen 5 bei beiden Frequenzen an zwei Tagen abends und morgens. Was will man mehr? Gegen Empfangsberichte dieser Art haben wir nichts einzuwenden. Mit welchem Empfänger das so gut geklappt hat, wissen wir jetzt allerdings nicht.

Auch der nächste Empfangsbericht aus der Berlin-Mappe bringt ähnliche Werte. Er kommt von Klaus Huber in Bad Griesbach und ist vom 6. November, wo er uns über die Morgenfrequenz 17690 gehört hat. Sonst ist nichts zu lesen außer:

"Bitte QSL ! Ich wünsche Euch einen guten Herbst!"

Na ja ein Pfarrer hat viel zu tun, da bringen wir schon Verständnis auf, dass er sich kurz fasst. Hauptsache er hat mal wieder hereingehört bei der Stimme der IR Iran. Ein Zeichen für seine Aufgeschlossenheit. Vielen Dank Herr Huber!

Frau Tschupankare, hier ist noch ein kurz und bündiger Empfangsbericht in der Mappe:

"Sehr geehrte Damen und Herren!

Anbei mein monatlicher Empfangsbericht über ihre deutsche Sendung. Über ihre aktuelle QSL-Karte würde ich mich wie immer sehr freuen. Viele Grüße aus dem Südschwarzwald

Ihr Hörer Christoph Paustian"

Herr Paustian bestätigt in seinem Empfangsbericht vom 1.11.2015 über die 5900 kHz einen störungsfreien Empfang. Vielen Dank!

Viel Zeit bleibt uns nicht mehr für heute, deshalb erwähnen wir nur noch eine Mail, die uns einen Empfangsbericht aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk gebracht hat, und zwar von Wladimir Saworoschkin. Seine Ersten Empfangsberichte haben wir vor einem Jahr bekommen. Diesmal hörte er uns am 3. Dezember, und zwar mit einem DEGEN DE-1103 und Teleskopantenne, die SINPO-Werte für unsere 15175 kHz sind mit 4-4-3-3-3 nicht schlecht. Danke nach Minsk und die QSL-Karte kommt per Post.

Ja und da haben wir noch einen weiteren Empfangsbericht per Mail:

"Liebe Redaktion von IRIB,
ich empfing Ihr Programm wie folgt:
Datum: 1.Dezember 2015; Zeit: 17.23 - 18.20; Frequenz: 5.900 kHz; Qualität: SINPO 3- 5- 3- 3- 3 
Über eine Bestätigung meines Berichts mit einer QSL-Karte würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank und herzliche Grüße nach Teheran, Ihr Michael Geissler"

In unseren aktuellen Unterlagen haben wir diesen Hörer aus Schwaig nicht gefunden, aber er schreibt wie ein alter Bekannter. Sicher werden wir den "Fall" demnächst auch noch lösen. Denn für heute bleibt uns nur noch der Abschied!

Wir danken an dieser Stelle nochmal allen Absendern der heutigen Hörerpost, die anderen fleißigen Hörerfreunde kommen dann hoffentlich beim nächsten Mal an die Reihe!

Bis dahin wünschen wir Gesundheit und eine gute Zeit!

Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

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