Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Mittwoch, 02 Dezember 2015 19:42

Hörerpostsendung am 29. November 2015

Hörerpostsendung am 29. November 2015
Bismillaher rahmaner rahim   -   "Nur Frieden bringt blühende Landschaften und glückliche Menschen." Mit diesem wahren und wertvollen Satz wollen wir Sie liebe Hörerfreunde heute zu unserem heutigen Beisammensein willkommen heißen. Wie weit haben wir Menschen uns von dieser Wahrheit entfernt, wie sehr haben sie die Herrschenden in der Welt aus ihren Köpfen verdrängt.

 

Heute ist der erste Advent, der Beginn der Weihnachtszeit, der Beginn des Wartens auf den Erlöser in der christlichen Welt. Advent bedeutet Ankunft. Wie sehr warten wir Menschen in dieser Welt auf die Ankunft eines Erlösers, seien es Muslime oder Christen oder Juden! Müssen erst noch mehr Kriege und Kämpfe geführt, noch mehr Menschen gequält und getötet werden bis er erscheint?

Nur Frieden bringt blühende Landschaften und glückliche Menschen. Woher kommt dieser Satz? Wir haben ihn schon vor 2 Jahren in unserer Hörerpostsendung am 17. November vorgelesen. Und diejenige, die ihn geschrieben hat, ist unsere Hörerfreundin Gisela Herrmann. Anfang September dieses Jahres hat sie wieder einen Brief auf den Weg nach Teheran geschickt, und darin hat sie uns dann auch so ganz nebenbei noch eine große Überraschung mitgeteilt:

"Lieber IRIB Sender von Radio Teheran!

Nun wieder ein paar Grüße aus der Ferne von Deutschland.

Ich habe lange nichts von Euch gehört. Man sieht ja auch viele von den Kriegsflüchtlingen aus Syrien, Irak und  Kosovo. Sie haben es nicht leicht, vor allem die in Ungarn sind, und die weiter ziehen wollen nach Deutschland!

Ich bin seit 2 Monaten und 3 Tagen im Islam, ja ich bin eine Muslimin geworden. Ich hoffe Ihr freut Euch darüber. Ich bin froh, dass es so ist. So bete ich zu Allah! Aber eine Moschee gibt es hier noch nicht.

Wir haben auch ein paar Flüchtlinge in der Stadt, etliche haben eine Wohnung bekommen.

So wünsche ich Euch in Teheran alles Gute und vor allem Frieden. Bleiben wir weiter in Kontakt, da ich schon viel Post von Euch bekommen habe.
Nun möchte ich Euch vielmals grüßen.

Eure M. Herrmann"

So eine Überraschung von Frau Herrmann! Ob wir wohl noch mehr erfahren von ihr, wie sie diese Entscheidung getroffen hat? Gefragt haben wir sie danach in einem Brief. Aber bis die Schneckenpost hin und her kommt, das kann dauern.

Selbst wenn die Post der Hörerfreunde nach Berlin geht, dann ist trotzdem nicht immer gewährleistet, dass sie schnell bei uns ankommt. Das zeigt der Brief vom 21. Oktober, der uns erst jetzt per Scan aus Berlin erreicht hat. Er ist auch von einem Hörerfreund, der Muslim geworden ist, aber schon seit langem. Vor gut einem Jahr konnten wir seinen letzten Brief in einer Hörerpostsendung vorlesen. Es ist Markus Kretz, der mit islamischem Namen Mohammad Abu al-Ankabut heißt. Herr Kretz hat als Muslim kein einfaches Leben, er wird als psychisch krank abgestempelt und ist deshalb in entsprechenden Kliniken. Nun schrieb er:

 

"Bismillaher rahmaner rahim - salam aleikum wa rahmatollahe wa barakato.

Endlich kann ich euch wieder schreiben. In der Zwischenzeit wurde ich von der Anstalt wegen Terrorverdacht beim Verfassungsschutz angezeigt. Alles was arabisch/persisch geschrieben war, wurde eingezogen (zum Auswerten). Auch wurde ich für 5 Monate auf die Hochsicherheitsstation verlegt.

Mittlerweile bin ich wieder auf eine "Therapiestation" verlegt worden. So habe ich die Möglichkeit einen PC zu nutzen. Auch habe ich einen Antrag für mein Radio verfasst, der "wohlwollend" geprüft wird. Bis jetzt habe ich zumindest die Möglichkeit das Erkennungslied von IRIB auf MiniDisc zu hören.

Rechtlich geht es nun auch langsam voran. Das Gericht hat beschlossen, dass ich sofort begutachtet werden soll. Der Gutachter meinte auch, dass ich nicht so lange hätte eingesperrt werden dürfen. Er will das in seinem Gutachten auch betonen, wie auch, dass bei mir weder eine Krankheit noch eine Störung vorliegt. So habe ich gute Aussichten bald gegen meine Unterbringung zu klagen (da es keine Gründe mehr gibt).

Sobald ich mein Radio habe, werde ich einen Empfangsbericht schreiben."

Unser Bruder im Islam zitiert in diesem Zusammenhang zum Abschluß seines Briefes noch die Verse 5 und 6 aus der Sure 94, Sure as-Schar (Das Auftun):

"Wahrlich, nach jeder Schwierigkeit kommt Erleichterung. Doch wahrlich, nach jeder Schwierigkeit kommt Erleichterung"

 

Geduld haben und die Hoffnung nicht aufgeben, das sind zwei große Anliegen, die der Islam an die Muslime hat und wir können ja auch oft genug im Leben feststellen, wie wichtig diese sind.

Und auch mit unseren Hörerfreunden müssen wir uns gedulden und dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, dann werden sie sich schon melden. Vor 14 Tagen war es, da richteten wir bei "Wir und unsere Hörer" Grüße an Helmut Dieterle aus, von dem wir schon wieder lange nichts mehr gehört haben. Und siehe da, so schnell kam eine Antwort! Ob er aber unsere Sendung und unsere Grüße gehört hat, geht daraus gar nicht hervor.

Hier passt dann wieder einmal ein persisches Sprichwort das lautet  "del be del rah dare" – was soviel bedeutet wie "Herzen die einander nahestehen, finden auch einen Weg zueinander"

Ja und die Übermittlung von Berlin hat diesmal ja auch prompt geklappt, dafür waren aber nicht die Herzen notwendig sondern nur die elektronische Post.

"Isny, 24.11.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

beiligend das Neueste aus einer Schweizer Zeitung um was es in der IS-Terroristenszene geht.

Dann noch einen Leserbrief meines Freundes Wilfried Wals aus Jettingen, was sich da tun wird. Bitte an die IRIB-Redaktion in Teheran weiterleiten.

Mit allen guten Wünschen Ihres alten Hörers

Helmut Dieterle

PS: Empfang sehr wackelig und schlecht. Wird es ab Ende März 2016 wieder etwas besser? Die Abendfrequenzen kann ich gesundheitlich nicht mehr hören, da ich mich hinlegen muß, und die Morgenfrequenzen sind zu schwach."

 

Wir bedanken uns bei Herrn Dieterle für den interessanten Artikel aus der Zeitung 'Schweizerzeit' unter dem Titel: Doppelmoral der IS-Bekämpfer

Verfasst wurde er vom Chefredakteur dieser Zeitung, Olivier Kessler. Leider ist der Artikel zu lang für die Hörerpostsendung, aber einen Abschnitt daraus wollen wir zitieren:

Interessantes Detail am Rande: Die USA hatten Saddam Hussein im Ersten Golfkrieg (1980-1988) im Kampf gegen den Iran unterstützt. Nach dem Bekanntwerden von Chemiewaffeneinsätzen gegen Zivilisten durch die irakische Regierung ergriffen die USA interessanterweise keine Sanktionen – anders als später gegen Syrien. Dies zeigt eindrücklich, dass es in der US-Aussenpolitik vornehmlich um Eigeninteressen und nicht wie vorgegeben um «Menschenrechte» oder «Demokratie» geht.

Nach der Darstellung der Entstehung des IS schreibt dieser Chefredakteur weiter:

Die USA haben bereits Osama Bin Laden und die Mudschaheddin in Afghanistan mit Waffenlieferungen unterstützt und damit den Aufstieg der Al-Qaida gefördert. Die USA haben die Rebellen in Syrien finanziert und ausgebildet, die heute zur IS geworden sind. Und jetzt sollen die amerikanischen und europäischen Steuerzahler dafür aufkommen, dass in Syrien einmarschiert wird, um dieselbe Gruppe zu bekämpfen?

Der Artikel hat noch viele weitere interessante Aspekte, leider reicht wie gesagt die Zeit dafür nicht. Herrn Dieterle danken wir für das Lebenszeichen und wünschen ihm gute Besserung und einen besseren Empfang, am besten noch in dieser Sendeperiode, die ja erst vor einem Monat begonnen hat.

Auch unser fleißiger Hörerfreund Alfred Albrecht hat uns am 18.11. zu einem seiner vielen Empfangsberichte einen Zeitungsartikel zum Thema IS mitgeschickt:
"Liebe Redaktion, 
heute sende ich Ihnen einen Bericht unserer Zeitung zu. Der Titel ist: Der IS hat viele Feinde: Warum tun die sich nicht zusammen?

Obwohl viele Akteure die Dschihadisten bekämpfen wollen, lässt sich bislang kaum eine schlagkräftige Allianz schmieden. Warum das so ist und was bisher getan wurde.

Die Meinungen über den richtigen Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) gehen weit auseinander – auch in Deutschland. Während manche Unionspolitiker jetzt über den Einsatz von Bodentruppen gegen den IS spekulieren, warnen andere davor. "Krieg ist definitiv nicht die Lösung", sagte der islamische Theologe Mouhanad Khorchide bei einer Tagung des Bundeskriminalamts am Dienstag. Damit gieße man nur Öl ins Feuer.

Dieser Artikel behandelt viele Fragen wie: Was wurde bislang gegen den IS unternommen? Wird der IS auch von Irakern und Syrern selbst bekämpft? Warum gelingt es nicht, den IS militärisch zu besiegen? Was sind die Bedingungen für einen Bodeneinsatz? Was wären die Gefahren eines Einsatzes von Bodentruppen?
Auf die Frage: Welche Alternativen gibt es? Heißt es in dem Artikel:
Der IS profitiert davon, dass viele Parteien gegeneinander kämpfen. Sollte eine diplomatische Lösung für den Syrien-Konflikt gefunden werden, würde der Kampf gegen den IS deutlich einfacher werden. Das wäre auch der Fall, sollten sich Russland und die Anti-IS-Koalition tatsächlich auf eine gemeinsame Strategie gegen den IS verständigen. Eine Annäherung zwischen Iran und Saudi-Arabien könnte den Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten entschärfen. Die Türkei könnte ihre Angst vor einem Kurdenstaat zurückstellen und erkennen, dass der IS die größere Gefahr ist. 

Wir danken Herrn Albrecht für den Artikel und seine regelmäßigen Empfangsberichte. Jetzt spielen wir aber erst einmal unser Musikstück. 

Unsere Hörerfreundin Martina Pohl bleibt natürlich auch nicht unberührt von den aktuellen Weltgeschehnissen. In einer Mail mit vielen weiteren Empfangsberichten, für die wir ihr danken, brachte sie ihre Besorgnisse folgendermaßen zum Ausdruck:

"Liebe Redaktion von IRIB,
im Moment werden wir von den schrecklichen Nachrichten der terroristischen Anschläge überrollt. Und fast täglich kommen neue Hiobsbotschaften hinzu. Natürlich werden diese Gräueltaten von allen auf das Schärfste verurteilt, aber damit wird der Konflikt nicht gelöst. Wenn diese Gewalt von allen Seiten immer weiter eskaliert, dann kann es nur noch Verlierer geben. Man sollte die genauen Ursachen finden, die zu dieser Situation geführt haben (Einmarsch der USA in den Irak). Und wenn man diese Ursachen kennt, dann hat man auch den Punkt, an dem man ansetzen kann, um einen Konflikt zu bewältigen. Vielleicht ist es für eine Lösung dieses Streits auch schon zu spät, aber man darf die Hoffnung trotzdem niemals aufgeben.
Wir alle müssen und sollen unser Leben trotz dieser Gefahrenlage, die jederzeit und überall stattfinden kann, so weit wie möglich normal gestalten und uns deswegen nicht einschüchtern lassen. Eine hundertprozentige Sicherheit wird es niemals geben können, und wird es niemals geben. Die brutalen Anschläge in Paris haben uns gezeigt, dass der islamistische Terror mitten in Europa angekommen ist. Unschuldige Menschen haben ihr Leben lassen müssen, weil sie gerade in diesem Moment an diesem Ort wahllos zur Zielscheibe dieser unfassbaren Verbrechen wurden.
Herzliche Grüße Eure Martina"


Auch der letzte Hörerbeitrag in der heutigen Sendung geht auf dieses Thema ein. Er ist von Hörerfreund Dietmar Wolf, und er hat folgendes seinem Empfangsbericht vom letzten Sonntag hinzugefügt:

"Den Zuschriften der Hörerfreunde entnehme ich, dass das Terrorthema (Paris) und der Islam im Allgemeinen die Hörer beschäftigt. Es ist in der Tat eine schwierige Zeit, in der wir leben. Die verfehlte Politik des Westens trägt nun traurige Früchte. Es wäre fatal jetzt zu behaupten der Islam wäre böse oder an allem schuld. 

Meine Oma sagte immer zu mir „beurteile Menschen niemals nach deren Herkunft oder Religion, achte auf den Charakter und sehe in ihr Herz“ 

In einer vorherigen Email habe ich ja bereits meine Sicht der Dinge kund getan, deshalb gedenke ich da jetzt nicht mehr näher darauf einzugehen. Wollte nur noch dem einen Hörer widersprechen der von IRIB und seinen Interviews von einseitiger Berichterstattung sprach.

Hmmmm, ich empfinde IRIB als „FELS IN DER BRANDUNG“, denn westliche Medien berichten alle IMMER dasselbe, deshalb sind hier auch viele Menschen instrumentalisiert. Ich persönlich sehe das Angebot von IRIB ja nicht als Verpflichtung, aber es regt die grauen Zellen ordentlich an auch mal nachzudenken, ob denn die westlichen Medien wirklich Qualitätsmedien sind und ob sie unvoreingenommen berichten, denn JEDE WAHRHEIT hat 2 Seiten!"

Vielen Dank Herr Wolf für alles Geschriebene, die weiteren Zeilen Ihrer Mail dann ein anderes Mal.

Heute hat uns die Hörerpost zwei wichtige Botschaften mitgegeben, die wir am Ende der Sendung jetzt noch einmal vorlesen wollen, damit sie uns besser im Gedächtnis bleiben. Die eine ist die, welche die Großmutter Herrn Wolf mit auf den Weg gegeben hat, nämlich:

„Beurteile Menschen niemals nach deren Herkunft oder Religion, achte auf den Charakter und sehe in ihr Herz“ 

Und die zweite Botschaft kommt von unserer Hörerfreundin Gisela Herrmann:

"Nur Frieden bringt blühende Landschaften und glückliche Menschen"

Das nächste Mal treffen wir uns am Nikolaustag, vergessen Sie nicht einen Schuh vor die Tür zu stellen, vielleicht hat der Nikolaus ja auch ein Herz für die Großen.

Bis dahin eine gute Zeit und Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

Medien

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren