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Dienstag, 24 November 2015 07:24

Hörerpostsendung am 22. November 2015

Hörerpostsendung am 22. November 2015
Bismillaher rahmaner rahim   -   Hallo und Salam, da sind wir wieder liebe Hörerfreunde und begrüßen Sie ganz herzlich zu unserer heutigen Hörerpostsendung.

 

'Wir und unsere Hörer' – das ist das Thema der Stunde, denn 'Wir und unsere Hörer' dürfen heute ein weiteres Mal zusammenrücken und darüber sprechen, was uns bewegt.

 

Heute bewegt uns zunächst einmal, dass heute bei Ihnen Totensonntag ist, und da möchten wir auch dieses Jahr wieder gerne an diejenigen erinnern, die aus dem Hörerkreis ausgeschieden sind. In diesem Jahr hat uns der Tod von Hörerfreund Wilfried Hofmann sehr zu schaffen gemacht. Für uns kam die Nachricht doch sehr überraschend. Und so ist es uns heute ein besonderes Anliegen, an ihn zu erinnern, denn sein Fehlen in unserer Mitte ist doch stark zu spüren. Er war aktiv und hat sich gerne an der Diskussion um die aktuellen Themen beteiligt und seine wertvollen Ansichten in der Hörerrunde eingebracht. Diese fehlen uns jetzt.

In der von ihm ins Leben gerufenen Bibliothek in der Deutschen Redaktion gibt es nun keine Platzprobleme mehr, denn der Bücherstrom von Norddeutschland nach Teheran ist versiegt. Seine unzähligen Bücher sind aber ein wertvoller Schatz geworden, der so manchem in der Redaktion hilft seinen Blickwinkel auf das Geschehen in der Welt zu erweitern, bzw. das Geschehen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Möge unser lieber Wilfried Hofmann in Frieden ruhen.

Mögen auch alle anderen Hörerfreunde in Frieden ruhen, deren Namen noch lange nicht verklungen und vergessen sind, weil sie tiefe Spuren hier bei uns hinterlassen haben. Zu diesen, an die wir heute wieder gerne erinnern wollen, gehören Engelbert Borkner, Klaus Führlich, Christoph Preutenborbeck, Manfred Soukup, Gerd Wedemeier, Helmut Joeres, und Josef Rieger. Auch für den Vater von unserem lieben Helmut Lesser und für den Vater von Fazel Mondani wünschen wir Gottes Segen, mögen sie in Frieden ruhen. Zu dem heutigen Tag passt auch der Bibelvers, den wir zwischen den Empfangsberichten eines Hörerbriefes herausnehmen konnten: "Meine Zeit auf dieser Welt ist vergänglich".

Ob sich die Wetterprognose von unserem guten Michael Lindner für den heutigen Tag wohl bewarheitet hat? Er schrieb nämlich vor ein paar Tagen aus Gera:

"Nun wird es so langsam kälter bei uns, es regnet und hat mächtig gestürmt. Am Sonntag soll Schnee fallen. Da ist Totensonntag, da schneits fast immer."

Wenn sich die Prognose von Michael Lindner, sowie auch die des Deutschen Wetterberichtes bestätigt, dann wird es auch vorbei sein mit den noch herbstlich milden Temperaturen im Rheinland, von denen uns Hörerfreund Fritz Andorf noch am 17. November berichtete. Natürlich hatte er noch viel mehr zu berichten und zu kommentieren, deshalb lesen wir lieber gleich seine gesamte Zuschrift vor:

"Liebe Mitglieder der deutschsprachigen IRIB-Redaktion,

zunächst bedanke ich mich ganz herzlich für die Bestätigung meiner Empfangsberichte Nr. 73 – 76 von Februar und Mai dieses Jahres. Damit wurden alle meine Berichte bestätigt. Die Karte zeigt ein sehr schönes Foto von einem imposanten, mehrfach gegliederten Wasserfall. Leider steht nicht dabei, in welcher Region er sich befindet. Danke auch für die beigelegte Ansichtskarte von einem langen Ziegelstauwerk an einem Fluss.  Besonders gefreut habe ich mich über die beigelegte Straßenkarte des Iran. Denn sie ist hilfreich, um die in den Sendungen genannten Orte und Regionen zu lokalisieren und natürlich sehr nützlich für eine Reise in Ihr schönes Land.

Erst kürzlich schwärmte wieder eine Bekannte von ihrer Reise durch den Iran. Sie war voll des Lobes über die vielseitigen Landschaften und die Fülle der sehenswerten Architektur-Monumente. Ich glaube, Reisen in den Iran erfreuen sich immer zunehmender Beliebtheit, und man findet sie mittlerweile in allen Katalogen der Reiseveranstalter. Eigentlich sollte man das Land noch jetzt bereisen, bevor es vom Tourismus überlaufen ist. Auch meine Frau ist schon neugierig geworden. Nun, vielleicht raffen wir uns eines Tages auf.

Doch nun zu Ihren Sendungen: Am letzten Oktobersonntag ist ja die Sommerzeit zu Ende gegangen, und mit dem Wintersendeplan wurden auch wieder alle Frequenzen der IRIB geändert. Ich habe gleich den Empfang auf allen Frequenzen getestet und bin mit dem Ergebnis höchst zufrieden, denn Ihre Techniker haben erneut ein gutes Händchen bewiesen. Hiermit übersende ich je einen Empfangsbericht von der Morgen- und der Abendsendung. Wie Sie sehen, gibt es hier im Rheinland keine Empfangsprobleme, und ich hoffe, dass dies auch in den kommenden Wintermonaten so bleibt."

 

Nun weiter mit dem Brief von Herrn Andorf:

Was den Inhalt Ihrer Sendungen angeht, so schätze ich nach wie vor Ihre ausführlichen Nachrichten und Berichte über die aktuelle Situation im Nahen und Mittleren Osten. In der heutigen Nachrichtensendung war natürlich wieder die Lage in Syrien ein Thema. Da hieß es unter anderem, die Zukunft von Assad liege in den Händen des Volkes. So argumentieren auch die Russen, die Assad aus eigennützigen Gründen bisher unterstützen, um weiterhin ihre Präsenz am Mittelmeer behalten zu können. Also gut, dann soll das Volk aber wirklich entscheiden. Denn ich glaube nicht, dass sich die Bevölkerung Syriens für einen Präsidenten aussprechen dürfte, der das eigene Volk mit Fassbomben bombardiert. Weshalb auch der Iran noch immer an Assad hängt, ist mir deshalb schleierhaft.

Interessant waren auch die Interviews zu aktuellen Themen. Der Professor fragte (am 13.11.) zu Recht, weshalb von den reichen Ölstaaten für die syrischen Flüchtlinge nicht mehr humanitäre Hilfe geleistet wird und warum eigentlich solche Staaten wie Saudi-Arabien nicht mehr Flüchtlinge aufnehmen. Das Gleiche müsste ja eigentlich auch für den Iran gelten, oder? Gibt es denn auch Syrer, die in den Iran flüchten oder hält sie die unterschiedliche Glaubensrichtung bzw. die Unterstützung Assads durch Iran davon ab? Ich bin der Meinung, dass auch der Iran eine Schlüsselstellung in der Region hat und daher alles tun sollte, um eine Friedenslösung herbeizuführen, wenn möglich ohne den aufgrund seiner Verbrechen gegen das eigene Volk untragbar gewordenen Diktator Assad. Das würde letzten Endes auch den Verbrechern des IS „das Wasser abgraben“. Auch gegen den IS sollte sich der Iran viel mehr engagieren. Das wäre sicher auch in seinem eigenen Interesse.

Interessant fand ich auch das Programm „Islam richtig kennenlernen“ am 13.11. Das erwähnte „Buch der Schöpfung“ enthält ja viele Wahrheiten und Feststellungen über die Natur und Naturphänomene, die ich alle unterschreiben kann. Die Erkenntnis, dass alles von Gott sinnvoll erschaffen wurde, entspricht ja ganz dem Glauben der Christen.

Doch soweit für heute. Für die Bestätigung der Berichte wäre ich dankbar.

Mit herzlichen Grüßen aus dem immer noch herbstlich milden Rheinland

von Ihrem  Fritz Andorf"

 

Das Spektrum der Themen, die Herr Andorf in seine Mail aufgenommen hat ist groß und wir danken ihm für seine Meinungsäußerung. Das Thema Syrien wird ja sehr kontrovers diskutiert, und sicher kann keine Seite für sich in Anspruch nehmen, alleine im Recht zu sein. Wie Herr Andorf aber auf den Gedanken kommt, dass wenn der syrische Präsident Assad beseitigt wird, werde dem IS "das Wasser abgegraben", ist nicht ganz einfach nachzuvollziehen. In Syrien gibt es ein heilloses Durcheinander von oppositionellen Gruppen, terroristischen Gruppen, Terrororganisationen und andere mehr. Daran liegt es ja auch, dass bisher so viele Zivilisten getötet wurden. Diejenigen, die die alleinige Schuld dafür Präsident Assad geben, machen es sich einfach.

Wer hat denn geduldet oder gefördert, dass so viele ausländische Terroristen und Kämpfer in dieses Land kommen? Wer hat sie mit Waffen und Ausrüstungen versorgt? Was sind die eigentlichen Ursachen, die das Chaos in Syrien geschaffen haben? Viele Fragen und keine eindeutigen Antworten. Aber wer glaubt, dass die Situation durch einen Rücktritt oder Sturz Assads gelöst wird, der irrt sich unserer Meinung nach gewaltig. Der IS, der ja einen Staat gründen will in dieser Region, wird sich nach Assad sicher keinen dem Westen genehmen Machthaber in Damaskus vor die Nase setzen lassen, ebenso nicht die anderen islamistischen Gruppen, die jetzt gegen Assad kämpfen. Somit würde das Blutvergießen nach Assad auch weitergehen und auch die Flucht der syrischen Bürger.

Die Flucht der Syrer aus ihrer Heimat ist Mitursache der im Westen entstandenen Flüchtlingskrise, die auch immer wieder Thema in unserer Hörerpost ist. Deshalb lesen wir nun den Brief von unserem Hörerfreund Lutz Winkler vor, den er am 15. November geschrieben hat. Wir danken ihm dafür und auch für seinen Empfangsbericht.

Zuvor spielen wir aber erst einmal unser heutiges Musikstück.

Nun aber der Novemberbrief von Lutz Winkler:

"Liebe Mitglieder der deutschen Redaktion in Teheran, an dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen für die Zusendung der letzten QSL-Karte mit der kleinen Kachel recht herzlich bedanken. Nun habe ich bereits 2 solcher Kacheln - und diese sind wunderschön - Herzlichen Dank dafür. Die Sendungen sind interessant und abwechslungsreich und bieten für den Hörer eine Menge von Informationen aus dem Iran. Der Empfang nach der Frequenzumstellung ist wie gewohnt gut - die Sendungen sind sehr gut zu verstehen. In Deutschland ist derzeit das Thema Flüchtlinge auf Platz 1 der Diskussionen. Ja das Thema Flüchtlinge bewegt die Menschen. Meistens höre ich jedoch nur stumpfe Argumente und die Politik ist nicht in der Lage, diese vernünftig zu beantworten. Aber eigentlich ist es ja wie immer in der Politik: Lösungen werden nur kurzfristig gesehen und es wird nicht zugegeben, dass man eigentlich nicht weiß, wie die Probleme zu lösen sind. Hier in Deutschland hätte ich mir einen Runden Tisch zu dem Thema gewünscht. Dieser sollte mir allen Beteiligten und Experten besetzt sein und nicht nur politische Statements abgeben, sondern operativ arbeiten. So wären alle gesellschaftlichen Schichten an einer Lösung beteiligt, aber das bedeutet für die jetzige Regierung und die Menschen dahinter: Macht abgeben und zugestehen, dass sie die Lage nicht genau verstehen. Obwohl ich dies keinem Menschen zum Vorwurf machen würde. Vielleicht wäre es aber auch ein Schritt zu mehr Ehrlichkeit in der Politik. Und somit auch ein Mittel gegen die stumpfsinnigen Parolen der rechts-populistischen Gruppen, die mit ihrem national-abendländischen Geschrei auch keinen Beitrag zur Problemlösung beitragen.

So, nun wünsche ich Ihnen ein paar schöne Herbsttage, bei uns gab es in diesem Jahr ein echtes Farbenspiel des Waldes im Monat Oktober. Ich freue mich auf weitere Sendungen aus Teheran und verbleibe mit freundlichen Grüßen, Ihr Hörer Lutz Winkler"

Als Beweis für das herbstlich-bunte Farbspiel des Waldes hat unser Hörerfreund gleich einen optischen Beweis mitgeliefert und ein Bild von sich im bunten Wald geschickt. Auch dafür vielen Dank! Die Hörerfreunde mit Internetzugang können das Bild demnächst auf unserer Internetseite bewundern.

Obwohl die Briefe unserer Hörerfreunde Andorf und Winkler nach dem 13. November, und somit nach den schrecklichen Terroranschlägen in Paris geschrieben wurden, sind beide noch nicht auf dieses Thema eingegangen. Aber unser Hörerfreund Joachim Thiel hatte etwas zu dem Thema, und besonders auch zu unserem Interview in diesem Rahmen zu sagen. Er schrieb am 16. November in seinem 694. Empfangsbericht:

"Hallo nach Teheran,

der heutige Gesprächspartner war für mich nur schwer erträglich, weil er die Schuld an aller Misere nur dem Westen gibt, vorzüglich den USA. Man sollte aber die Ursachen von Komplikationen immer unvoreingenommen auf allen Seiten suchen, denn niemand ist ganz unschuldig. Nur so kann man in aller Ruhe und in gegeseitigem Vertrauen eine passende Lösung  finden.
Mir ist aufgefallen, daß es jedoch auch Gesprächspartner gibt, die nicht einseitige Meinungen vertreten und durchaus auch bei Ihrem Sender im Interview zu Wort kommen. Diese kritisieren nicht nur einseitig und  tragen deshalb, meiner Meinung nach, zum gesenseitigen Verständnis bei.
Besten Gruß Joachim Thiel, Wuppertal"

Vielen Dank Herr Thiel für Ihre Sichtweise. Wir hoffen trotz Ihnen einseitig erscheinender Meinungsäußerungen bei IRIB, doch zur Meinungsbildung beitragen zu können, denn diese wird ja in der westlichen Welt doch auch sehr einseitig vorangetrieben.

Liebe Hörerfreunde, wir freuen uns über die vorwiegend positiven Meldungen zu den neuen Frequenzen von IRIB. Aber am 13. November – dem Tag der Anschläge - machte unser Hörerfreund Joachim Thiel folgende Beobachtung:


"Heute Abend war auf 5900 kHz überhaupt kein Empfang hier möglich, weil das 49-m-Band gefüllt war mit lautem Prasseln und Rauschen."

Ob es etwas mit diesem Ereigniss zu tun hatte? Zum Glück hat es aber bei Herrn Thiel auf der 7425 kHz geklappt:

"Lautstarkes Signal, keine Störungen durch Fremdsender, deutlicher Rauschanteil und etwas langsames, flaches Fading. SINPO: 45343"


In den beiden Briefen unserer Hörerfreunde, die wir heute Abend vorgelesen haben, gab es auch positive Beobachtungen über die aktuellen Frequenzen, über die wir uns freuten. Wir wollen ihnen noch das Feedback unserer Hörerfreundin Martina Pohl hinzufügen:

"Liebe deutschsprachige Redaktion,

anbei wieder fünf Empfangsberichte. Der Empfang der neuen Frequenzen in der Morgensendung auf 15175 kHz, sowie auf 17690 kHz hat sich hier gegenüber dem Sommerhalbjahr erheblich verbessert. Am 3. November gab es allerdings auf der Frequenz 15175 kHz am Anfang des Programms einen Sendeausfall, sowie einen permanenten Pfeifton, der sich fast die gesamte Sendung hinzog. Aber die Ausweichfrequenz 17690 kHz war an diesem Vormittag sogar mit SINPO 4, 3, 4, 3, 3 zu empfangen. Die Frequenz 5900 kHz für die Abendsendung kommt hier mit etwas stärkerem Signal herein als auf der 7425 kHz. Ansonsten ist die Sendung abends bis jetzt ohne Probleme zu empfangen. Zum Schluss möchte ich aber noch der iranischen Nationalmannschaft der Kickboxer zu ihrem Weltmeistertitel, den sie sich in Spanien holen konnten, herzlichst gratulieren. Viele herzliche Grüße von Eurer Hörerin Martina"

Und noch zwei Stimmen zu den Frequenzen, bevor wir uns verabschieden:

Bernd Seiser: "Inzwischen hatte ich auch schon mehrfach guten Empfang auf 15175 KHz und hoffe, dass es anderen Hörern ebenso erging."

Michael Lindner: "Der erste Eindruck ist gut, alle Frequenzen scheinen eine gute Wahl zu sein. Hoffen wir also auf eine erfolgreiche Sendeperiode."

Also bis bald zur gleichen Zeit und auf gleicher Welle. Ihr Team von IRIB!

Und wie immer ein herzliches Choda hafez – Gott schütze sie!

 

               

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