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Dienstag, 20 Oktober 2015 10:34

Hörerpostsendung am 18. Oktober 2015

Hörerpostsendung am 18. Oktober 2015
Bismillaher rahmaner rahim  -   Der Goldene Oktober scheint ja bei Ihnen liebe Hörerfreunde erst einmal auszubleiben. Da dürfen wir auf volle Plätze in der Hörerrunde hoffen. Also herzlich Willkommen heute bei "Wir und unsere Hörer" vom "Funk in Deutsch" der Stimme der Islamischen Republik Iran.

Unsere Hoffnung auf die vollen Plätze gründet sich auf einige Mitteilungen aus Ihren Zuschriften über das Wetter, das nicht unbedingt typisch zu sein scheint für die Jahreszeit. Da heißt es z.B. in der Mail von Dieter Leupold aus Leipzig am 12. Oktober:

 "Bei uns ist es morgens recht kalt so um 0 °C bis -2 °C  und am Tage nur 8°C  und Nordostwind. Und das nennt man > Goldenen Herbst < normal wären jetzt 20 °C, mal sehen was kommt.

Die ersten Schneeschauer sind am  Mittwoch im Mittelgebirge Harz – Erzgebirge zu erwarten."

 

Die Schneevorhersage bestätigte uns dann prompt auch Heinz-Günter Hessenbruch am Donnerstag:

 "...hier ist der Winter eingekehrt, es schneit!"

und auch Hörerfreund Lutz Winkler aus dem Taunus hat eine Wettermeldung parat in seiner Oktoberpost:

 

"Liebe Mitglieder der deutschen Redaktion in Teheran, nun ist der Herbst bei uns in vollem Gang: die Blätter fallen und es wird kälter, so dass die Zeit vor dem Radio wieder gemütlich wird. Heute hat es sogar geschneit, der Schnee blieb nur im Wald liegen - zum Glück."

 

Und damit sich unsere Hörerfreunde schon mal in aller Ruhe auf weitere Stunden vor ihrem Kurzwellenempfänger einstellen können, hier noch die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes am Freitag:

Aus heutiger Sicht ist also zumindest bis Mitte beziehungsweise Ende nächster Woche kein "Goldener Oktober" in Sicht".

Von besseren Wetter-Zeiten kann Hörerfreund Lutz Winkler aber doch berichten, denn sein Oktoberbrief endete ja nicht mit dem aktuellen Blick aufs Wetter.  Hier ist sein Brief und Herr Radschabi wird ihn uns sicher wie immer gerne vorlesen.

Sicher, Frau Tschupankare, das mache ich gerne, und vielen Dank Herr Winkler für Ihren interessanten Bericht:

"Der Urlaub, den wir dieses Mal in Oberhof im Thüringer Wald in der Nähe des Rennsteiges verbracht haben, war sehr erholsam und entspannend. Obwohl: wenn wir zusammenzählen sind wir in 14 Tagen ca. 170 km gewandert. Aber das Wetter war schön, es gab eine klare Luft und viel Sonnenschein. Ich kannte Oberhof kaum aus DDR Zeiten - uns war einen Ferienplatz dort nie vergönnt. Umso spannender war es für mich, diesen unbekannten Ort zu entdecken. Und so habe ich auch einiges Neues erfahren: Im November 1950 wurden insgesamt 48 Familien, überwiegend Eigentümer von Hotels und Pensionen, auf Anweisung des Thüringer Innenministeriums aufgrund angeblicher „Wirtschaftsverbrechen“ entschädigungslos enteignet und aus Oberhof vertrieben. Alles Inventar musste für die volkseigene Weiternutzung in den Gebäuden bleiben. Schon drei Monate später fanden Wintersportmeisterschaften statt. Anschließend wurde Oberhof von der DDR-Führung systematisch zu einem Urlaubs- und Sportzentrum ausgebaut. Die Pensionen wurden als Ferienobjekte des FDGB-Feriendienstes weiterbetrieben.

Mittlerweile hat sich Oberhof zu einem Wintersportzentrum entwickelt: Die Bobbahn und die Skihalle, die unter dem Motto "Winter, wann immer Du willst" auch im Hochsommer zum Langlauf - vor allem aber für die Sportler zum Training zur Verfügung - steht und auch rege genutzt wird. Ebenso ist die Biathlon-Anlage sehr eindrucksvoll. Aber auch der Rennsteig lädt zum Wandern ein. Im Mittelalter markierte der Rennsteig die Grenze des Herzogtums Franken zur Landgrafschaft Thüringen. Auch heute noch grenzt er deutlich die fränkischen Gebiete Südthüringens vom überwiegend thüringisch obersächsisch geprägten Thüringen ab. Im Jahre 1829 unternahm der Topograf Julius von Plänckner die erste Rennsteigwanderung von Blankenstein nach Hörschel, nachdem er die beiden Orte auf Grund der Topografie als Beginn und Endpunkt des Rennsteiges ermittelt hatte. Er kartographierte den Weg, seine Beschreibung fand 1832 Eingang in das Taschenbuch für Reisende durch den Thüringerwald und begründete so die touristische Nutzung des Rennsteiges. Während der deutschen Teilung war der Rennsteig nicht durchgehend begehbar, da er insgesamt sechsmal die damalige innerdeutsche Grenze überschritt. Nach mehr als 40 Jahren der Trennung wurde der Rennsteig anlässlich der ersten deutsch-deutschen Rennsteigwanderung von Brennersgrün nach Spechtsbrunn am 28. April 1990 wieder offiziell eröffnet und war wieder durchgehend begehbar. Entlang des Rennsteigs stehen etwa 1300 historische Grenzsteine. Seit dem 16. Jahrhundert wurde der Rennsteig, der überwiegend ein Grenzweg war, mit diesen politischen Hoheitszeichen markiert. Im Volksmund entstand für diese Grenzsteine die Bezeichnung Rennsteigstein.

 

Damit Herr Radschabi nicht aus der Puste kommt, lese ich, was Herr Winkler noch geschrieben hat, nämlich: Der Empfang von IRIB war im Thüringer Wald gut und verständlich. Herzlichen Dank für die Zusendung der QSL-Karten und das mitgeschickte Buch, in welchem ich sicher an langen Winterabenden mal herein schmökere. Die Sendungen sind äußerst interessant und geben mir einen guten Einblick in das Leben im Iran. Eine meiner Lieblingssendung ist die Sendung über Goethes "West-Östlichen Diwan", hochinteressante Betrachtungen - vielen Dank dafür !

So, nun wünsche ich Ihnen noch ein paar schöne Herbsttage, bleiben Sie bitte gesund. Ich freue mich auf weitere Sendungen von IRIB.

Und verbleibe mit freundlichen Grüßen, Ihr Hörer Lutz Winkler"

Während Herr Lutz Winkler sich wandernderweise sein Urlaubsziel erobert hat, hat sich unser Hörerfreund Jörg Hoffmann aus Alsbach lieber aufs Rad geschwungen, das konnten wir seiner, auf Grund technischer Schwierigkeiten bei uns, erst sehr spät eingegangenen Mail vom Juli entnehmen:

"Liebe deutsche Redaktion von IRIB Teheran!

Heute möchte ich mich wieder mit einem Empfangsbericht bei Ihnen melden. Inzwischen bin ich von meinem vierzehntägigen Sommerurlaub zurückgekehrt und hatte am vergangenen Wochenende etwas Zeit, Radio auf Kurzwelle zu hören. So freue ich mich, dass ich den iranischen Auslandsdienst am Sonntagmorgen (19.Juli) mit guter Signalstärke auf 15500 kHz empfangen konnte.

Anbei schicke ich einige Fotos von der diesjährigen Fahrradtour, die von Lüneburg nach Berlin führte. Dabei haben wir auch die wunderschönen, naturbelassenen Seen in Mecklenburg besucht und genossen.

Die Urlaubsbilder, die ich Ihnen geschickt habe, sind an der Elbe (in der Nähe von Hitzacker), an den Mecklenburgischen Seen (rund um den Jabel-See, dort habe ich auch die Hirsche fotografiert) und in Berlin entstanden."

 

Vielen Dank Herr Hoffmann, schade, dass wir die schönen Bilder nicht in der Hörerrunde herumreichen können. Aber vielleicht sind ja Ihr Bericht und der von Herrn Winkler eine Anregung für die Hörerfamilie zu neuen Urlaubsplänen.

Bevor wir noch zu einem weiteren Reisebericht kommen, erst einmal Meldungen über den erfolgreichen Post-Austausch zwischen Hörer und Sender.

Volker Willschrey schrieb uns:

"Vielen Dank für die QSL-Karte, die schöne Ansichtskarte von Teheran (darüber habe ich mich als Ansichtskartensammler ganz besonders gefreut), den Sendeplan und die Flagge der IRIB."

 

 Und von  Heinz-Günter Hessenbruch hieß es:

"bedanke mich für Ihre Post, 5382 Berichte haben Sie mir bestätigt!
Danke auch für die schöne QSL-Karte und die beiden Ansichtskarten"

 

Und aus Wuppertal kam eine weitere Positiv-Meldung:

"Vielen Dank für die neuen QSLs und, besonders, für die beigelegte

Broschüre. Sie kamen beide gestern hier an.

Besten Gruß Joachim Thiel"

 

Bei Michael Lindner in Gera war die Freude gleich doppelt groß:

"Gestern trafen gleich zwei große Briefe von IRIB hier ein. Der eine Brief brachte mir den langersehnten Iran-Wimpel und der andere Brief kam von Frau Arezou Radd von der englischen Redaktion. Mir wurde ein Empfangsbericht bestätigt mit einer sehr schönen QSL-Karte, allerdings ohne das die Empfangsdaten eingetragen waren."

 

Na ja, aber immerhin Herr Lindner – wir freuen uns, dass auch die Post unserer englischsprachigen Kollegen den Weg zu Ihnen gefunden hat.

Damit Sie liebe Hörerfreunde von uns Post bekommen, müssen wir erst einmal von Ihnen Post bekommen. Aber das wissen Sie ja und deswegen können wir auch heute wieder den Eingang von neuen Zuschriften bestätigen. Und zwar erreichten unsere Kollegen in Berlin die Empfangsberichte von Werner Schubert in Grafing, die er im Juni, Juli, August und September angefertigt hat. Im Juni und September sind auch einige Berichte aus Oberaudorf dabei, wo er ja den besseren Empfang hat.

Herzlichen Dank für die vielen Empfangsberichte Herr Schubert.

Von Peter Thränert aus Dresden sind schon die ersten Oktoberberichte in Berlin eingegangen, dazu schrieb er:

"Sehr geehrte Damen und Herren, heute schicke ich Ihnen weitere aktuelle Berichte über Ihre Sendungen in deutscher Sprache.

Die Empfangsqualität war stets sehr zufriedenstellend, oft in Ortsqualität. Bitte bestätigen Sie meine Empfangsberichte mittels QSL-Karte. Vielen Dank. Ich freue mich immer sehr darauf.

Mit freundlichen Grüßen aus Deutschland."

Herr Thränert hörte uns sowohl über die 7200, aber zumeist über die Morgenfrequenz 15 500 kHz. Es ist erfreulich zur Morgenfrequenz positive Meldungen zu bekommen. Vielen Dank Herr Thränert.

Auch in der Redaktion in Teheran sind wieder eine Menge neuer Berichte angekommen. Wer Sie auf den langen Weg geschickt hat, das verraten wir Ihnen aber erst beim nächsten Mal. Heute ist es nun Zeit für unser Musikstück.

So, liebe Hörerfreunde nun kommen wir zum letzten Teil unserer heutigen Sendung, den schon angekündigten Urlaubsreisebericht. Das Reisen ist des Volkers Lust, das wissen wir schon, da muss das Kurzwellenhobby auch schon mal zurückstecken. Hören Sie:

"Liebe Freunde von IRIB,

in den letzten Wochen bin ich leider nicht so oft zum Hören gekommen. Dazu kam auch noch eine Reise nach Irland und Nordirland im September 2015, so dass ich erst heute wieder Empfangsberichte einsenden kann. Einen Reisebericht habe ich beigefügt."

Bei den Willschreys hieß es Anfang September also mal wieder Koffer packen und das Reiseziel war wieder eine Insel, diesmal aber nicht die Seychellen. Im Süden von Irland waren die Willschreys schon vor 10 Jahren, dieses Mal sollte es in den Norden der "Grünen Insel" und nach Nordirland gehen.

Aufgrund der gewohnten Ausführlichkeit der Berichte von Volker Willschrey ist es uns nicht möglich, Sie an allem was die beiden erlebten, teilhaben zu lassen, aber wir haben etwas Informatives und etwas Unterhaltendes für Sie herausgesucht.

Sicher haben alle von Ihnen schon etwas vom Nordirlandkonflikt zwischen Protestanten und Katholiken gehört, deshalb wollen wir zunächst die Informationen, die Herr Willschrey zu diesem Thema zusammengestellt hat, vorlesen:

"Um die Ursachen des Nordirland-Konfliktes zu versehen, muss man die Ereignisse im frühen 17. Jahrhundert betrachten. Damals siedelte "König James der Erste" Tausende von protestantischen Engländern und Schotten in Ulster an. Je heftiger sich die Katholiken in der Folgezeit gegen die Benachteiligung gegenüber ihren protestantischen Landsleuten wehrten, um so stärker wandten diese sich der englischen Krone zu.

Mit der Unabhängigkeit der Republik 1949 erfolgte die Teilung Irlands. Die Grenze wurde entsprechend den Mehrheitsverhältnissen der Religionszugehörigkeit gezogen. Die im Norden lebenden Katholiken blieben eine diskriminierte Minderheit – bis 1969 gehörte kein einziger von ihnen der nordirischen Regierung an. Sie organisierten Protestmärsche. Diese wurden brutal auseinandergetrieben – Straßenschlachten begannen und England schickte Soldaten.

Nachdem im Januar 1972 am „Bloody Sunday“ in Londonderry unbewaffnete Demonstranten von der Armee erschossen worden waren, erwachte die tot geglaubte IRA – Irisch Republikanische Armee - zu neuem Leben. Militante loyalistische Gruppen stellten sich ihr entgegen. Mehr als 3600 Tote und unzählige Verletzte waren das Ergebnis.

Im August 1994 zeichnete sich eine Wende ab. Nach langen Verhandlungen zwischen Sinn Féin, dem politischen Arm der IRA, sowie britischen und irischen Regierungsvertretern proklamierte die IRA eine Waffenruhe. Und am 10. April 1998 schlossen die Regierungen Irlands, Großbritanniens sowie die nordirischen Parteien das Karfreitagsabkommen. Das Abkommen wurde in Volksabstimmungen in Nordirland und in der Republik Irland angenommen. Es führte zu einer deutlichen Entspannung.

Im Mai 2007 nahmen Katholiken und Protestanten die gemeinsame Regierungsarbeit auf. Dennoch gab es in Belfast in den Jahren 2011, 2012 und 2013 immer wieder Unruhen.

Nun lesen wir einen weiteren Abschnitt des Reiseberichtes vor, der ganz andere Informationen enthält, denn im Norden von Nordirland trafen die Willschreys auf eines der prächtigsten Naturwunder, den Giant's Causeway, der aus rund 37 000 Basaltsäulen bestehen soll, die vor etwa 60 Millionen Jahren entstanden sind. Die UNESCO hat diesen besonderen Ort zum Weltkulturerbe erklärt. Jetzt kommt wieder Volker Willschrey zu Wort:

"Irland wäre nicht Irland, wenn es nicht auch eine Sage zur Entstehung der Säulen gäbe: Die Legende berichtet von einem Streit zwischen Finn McCool und dem schottischen Riesen Benandonner. Kurzerhand legte der mutige Kämpfer aus Ulster einen Damm an und marschierte mit seinen Siebenmeilenstiefeln über die irische See nach Staffa. Als er dort angekommen war und die Größe des Widersachers sah, verließ ihn jedoch schnell der Mut. Er gab Fersengeld und machte sich auf den schnellsten Weg zurück nach Irland. Der schottische Riese wiederum nahm die Verfolgung auf und lief ihm über den Damm nach. Finns überaus kluge Frau erkannte die Gefahr, steckte ihren Mann in Babykleider, verpasste ihm einen überdimensionalen Schnuller und legte ihn in ein gigantisches Kinderbett direkt an der Küste. Als der Koloss aus Schottland das vermeintliche Riesenbaby sah und sich gleichzeitig vorstellte, wie groß und stark der Vater sein müsste, flüchtete Benandonner zurück nach Schottland und ward nie wieder gesehen….

Der Reisebericht von Volker Willschrey geht natürlich noch weiter, leider aber unsere Hörerpostsendung nicht, deshalb möchten wir uns für heute verabschieden. Aber wir geben Ihnen für diese Woche noch den irischen Segen mit, mit dem Volker Willschrey seinen Reisebericht beendet hat.

Er bedeutet nach der Übersetzung von Sigrun Bankwitz:

Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein

sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein

und bis wir uns wiedersehen - halte Gott dich fest in seiner Hand

 

Und in diesem Sinne sagen auch wir Choda hafez  - Gott schütze Sie.

 

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