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Dienstag, 13 Oktober 2015 07:04

Hörerpostsendung am 11. Oktober 2015

Hörerpostsendung am 11. Oktober 2015
Bismillaher rahmaner rahim   -   Eigentlich sollten wir ja nicht sprachlos sein, aber die Art und Weise, wie westliche Medien berichten, kann einem schon einmal sprachlos machen. Bevor wir Ihnen sagen, was uns sprachlos macht, begrüßen wir Sie erst einmal recht herzlich zur heutigen Hörerpostsendung, in der "Wir und unsere Hörer" wieder einmal die Gelegenheit haben uns auszutauschen.

Heute ist auch Herr Radschabi nach seiner mehrmonatigen Studienreise in Deutschland wieder mit dabei und wir begrüßen auch ihn ganz herzlich.

Hallo liebe Hörerfreunde, ich freue mich, wieder mit dabei zu sein, und mit Frau Tschupankare die Hörerpostsendung für Sie zu moderieren. Das die Art und Weise, wie westliche Medien berichten, sprachlos machen kann, wollen wir anhand der Katastrophe bei der Hadsch-Pilgerreise in Mena etwas genauer beleuchten.

Heute wollen wir also zunächst noch einmal die große Tragödie der Muslime in der Ebene von Mena, in der Nähe von Mekka, in den Fokus stellen. Am 24. September ereignete sich dort ein tragischer Zwischenfall, der unsägliches Leid hervorgerufen hat, und den westlichen Medien war dies nur zwei Tage lang einige Schlagzeilen wert und die Angaben über die Opfer liegen, wenn man heute im Internet nachschaut, immer noch bei etwas über 700. Das hat natürlich auch den Grund, das Saudi-Arabien immer noch keine genauen Zahlen über die bei dieser Katastrophe getöteten Menschen heraus gibt. Die Zahl geht wohl in die Tausende, aber das soll niemand wirklich erfahren.

Wenn ein ähnlicher Vorfall sich in Iran ereignet hätte, dann ständen die westlichen Medien Kopf und alle westlichen Länder würden, obwohl sie keine muslimischen Staaten sind, Rechenschaft verlangen, dessen kann man sich sicher sein. Diese Ungerechtigkeit ist es, die uns mitunter sprachlos macht, und gegen die wir auch durch unsere Arbeit hier vorgehen wollen. Aber die jahrzehntelangen Agitationen gegen die Islamische Republik Iran zeigen ihre Wirkung, und haben dem Ansehen der Islamischen Republik Iran nach der Revolution schweren Schaden zugefügt.

Kommen wir wieder zurück zur Katastrophe von Mena: allein unter den 64 000 iranischen Hadschpilgern hat es 465 Tote gegeben, deren Leichname inzwischen zum größten Teil in die Heimat zurückgebracht wurden. Bisher werden noch Dutzende iranische Pilger vermißt und konnten bisher nicht aufgefunden werden. Vielleicht sind sie unter denjenigen, die in Saudi-Arabien begraben wurden, ohne Einverständnis Irans. Das Leid der Familien und die Trauer der Iraner über diese Tragödie in Mena und die Art und Weise wie die Muslime bei der Durchführung der heiligen Riten der Hadsch-Pilgerreise ums Leben kamen, ist groß. In unserem Hörerkreis gab es noch nicht viele Reaktionen zu diesem Thema, aber wir haben hier eine Mail von Walter Franz in Pößneck, dem wir für seine Kondolation herzlich danken. Er schrieb am 30. September:

"Hallo liebe Mitarbeiter von Radio IRIB !

Als erstes möchte ich allen Hinterbliebenen der Katastrophe von Mena mein innigstes Mitgefühl aussprechen.

Es ist sehr bedauerlich, dass an solchen heiligen Stätten und an einer Pilgerveranstaltung, an denen Gläubige aus mehreren Ländern teilnehmen, so eine Katastrophe passiert.

Wollen wir hoffen, dass die Sicherheitsvorkehrungen in Zukunft besser werden und sich so etwas nie mehr wiederholt."

Danke noch einmal Herr Franz. In seiner Mail heißt es weiter:

"Der Empfang war einigermaßen. Man kann sagen mit einer guten 3.

Während der ganzen Sendung war im Hintergrund ein Amateurfunker mit Telegraphie  zu hören.

Für die letzte Post mit QSL-Karte möchte ich mich herzlich bedanken, die Freude war wie immer auf meiner Seite.

Anbei ein Empfangsbericht. Würde mich über eine Rückantwort mit QSL- Karte sehr freuen.

Im Voraus besten Dank.

Viele Grüße Euer Hörer Walter Franz  aus  Pößneck"

Unser Hörerfreund Alfred Albrecht aus Emmendingen hat auch auf die Ereignisse in Mena reagiert und hat in seinem Empfangsbericht vom 25. September, also einen Tag nach der Katastrophe, folgendes geschrieben:

"Liebe Redaktion, 
ich schicke Ihnen wieder einen Bericht unserer Badischen Zeitung zu. Meine Frage ist, wer da wohl die Schuld trägt? Lässt sich die Ursache bei einer solchen Menschenmenge überhaupt herausfinden?"

Lieber Herr Albrecht, zu Ihrer Frage: Sicherlich läßt sich die Ursache dieser Katastrophe herausfinden, vorausgesetzt, die Verantwortlichen wollen es. Saudi-Arabien ist ein reiches Land und die Ausrichtung der Hadsch-Pilgerreise wird mit allen möglichen logistischen Mitteln koordiniert. Die riesige Zeltstadt in der Ebene von Mena, wo die Hadschpilger zur sympolischen Steinigung des Teufels zusammen kommen, wird ganz genau von unzähligen Kameras überwacht. Wenn man wollte, dass die Ursachen an die Öffentlichkeit kommen, wäre das kein Problem. Aber ein solches Ausmaß der Katastrophe, wie wollte man es verantworten, wenn die Schuld bei den eigenen Organisatoren liegt? Somit versucht man das ganze Ausmaß der Katastrophe zu vertuschen.

Kommen wir aber zu dem von Ihnen mitgeschickten Zeitungsartikel, aus dem wir einige typische Stellen vorlesen wollen und aus denen die Arbeitsweise der westlichen Medien deutlich hervorgeht. Da heißt es:

Saudi-Arabien und Iran weisen einander Schuld an Mekka-Toten zu

Saudi-Arabien und der Iran geben sich gegenseitig die Schuld an der tödlichen Massenpanik bei der islamischen Wallfahrt nach Mekka. Die saudische Presse machte iranische Pilger für die Katastrophe mit mehr als 700 Toten verantwortlich.

Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei erklärte hingegen, «schlechte Koordinierung und unüberlegtes Handeln» der saudischen Behörden hätten das Unglück verursacht. Die saudische Regierung müsse für das Unglück die Verantwortung übernehmen.

Weiter heißt es in dem Artikel: Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen in der Region. Sie unterstützen in den Bürgerkriegen in Syrien und im Jemen jeweils unterschiedliche Konfliktparteien. Saudi-Arabien lehnt zudem das Atomabkommen mit dem Iran ab.

Die saudische Nachrichtenseite Al-Sabq meldete am Freitag, eine große Gruppe von Iranern sei entgegen der Vorgaben in eine falsche Richtung gelaufen und dort mit anderen Pilgern zusammengestoßen. Sie berief sich dabei auf nicht näher genannte Augenzeugen.

In Teheran kam es nach dem Freitagsgebet zu Demonstrationen. «Tod der saudischen Dynastie», schrien wütende Demonstranten. Beim Freitagsgebet forderte der Vorprediger sogar eine Anklage des saudischen Regimes vor dem Internationale Strafgerichtshof.

Die genaue Ursache der Katastrophe ist bisher unklar. Nach offiziellen Angaben kam es am Donnerstagmorgen an einer Straßenkreuzung in dem Ort Mina bei Mekka zu einem Stau von Pilgern, der eine Massenpanik auslöste. Dramatische Bilder eines Amateurvideos zeigten, wie Dutzende leblose Körper übereinanderlagen und andere Gläubige einklemmten. Mehr als 860 Menschen wurden verletzt.

Der saudische Gesundheitsminister Khaled al-Falih hatte Pilgern schon am Donnerstag vorgeworfen, sie hätten zeitliche Vorgaben missachtet. Um den Massenstrom der Gläubigen in Mekka zu steuern, gibt es für Pilgergruppen eigentlich einen festen Zeitplan für den fünftägige Hadsch. Die pakistanische Internetseite Dawn zitierte hingegen einen Pilger, der die saudische Polizei beschuldigte, Ein- und Ausgänge zu einem Lager mit Zelten geschlossen zu haben.

Nach der Katastrophe steigt auch der Druck auf das saudische Königshaus und seinen Herrscher König Salman, der im Frühjahr den Thron bestiegen hatte. Es war bereits das zweite Unglück bei der diesjährigen Wallfahrt. Kurz vor Beginn des Hadsch war bei einem Unwetter ein Kran auf die Große Moschee in Mekka gestürzt. Mehr als 100 Gläubige starben. Salman ordnete jetzt an, die Sicherheitskonzepte für die Wallfahrt zu überprüfen.

Wie Sie sehen liebe Hörerfreunde gibt es in diesem Zeitungsartikel eine schwerpunktmäßige Schuldzuweisung an Iran und die Iraner. Und dieser Artikel ist typisch für die Objektivität der Medien. Aber wenn Saudi-Arabien mit seinem Bildmaterial die Schuld der Iraner hätte nachweisen können, dann hätten sie das bestimmt getan. So aber versuchen sie nur alles zu vertuschen, damit niemand vom wirklichen Ausmaß der Katastrophe erfährt.

Dieses Verhalten der westlichen Länder und ihrer Verbündeten zeugt von ihrem Verständnis von Demokratie und Gerechtigkeit.
Auch unser Hörerfreund Andreas Pawelczyk ist den USA und ihrer Demokratiepropaganda kritisch gegenüber eingestellt. Das zeigen seine Gedanken, die er in einer Mail am 28. September niedergeschrieben hat:

"Liebe Redaktion von "Wir und unsere Hörer",  liebe Freunde,
Zum Thema Demokratie in der USA habe ich mir etliche Gedanken gemacht und bin zu folgendendem Schluß gekommen: Das gesellschaftliche Sysem der USA, die sich ständig selbst wegen der Freiheiten rühmen, die jeder durchschnittliche US-Bürger angeblich genießt, ist in Wahrheit käuflich - käuflich für jene, die es sich finanziell leisten können, prestige- und machtvolle Ämter zu bekleiden. Für durchschnittliche US-Bürger hingegen bleibt dies reine Illusion. Man lebt in einem Land, dessen industrielle Hochzeit (bitte Hoochzeit lesen)  Vergangenheit ist und das seine Produktionsstätten samt Abertausenden Arbeitsplätzen infolge des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) ins Ausland ausgelagert hat. Die Mehrheit seinerder US-Bürger kämpft täglich um ihr wirtschaftliches Überleben, indem sie versucht, sich mit haarsträubend niedrigen Löhnen im Dienstleistungsgewerbe durchzuschlagen. Die Menschen können nicht einmal davon träumen, sich in ein politisches Amt wählen zu lassen. Es bleibt den US-amerikanischen Dynastien vorbehalten - den Reichen und den Superreichen -, sich neue schillernde Luftblasen zu erkaufen, mit denen sie ihren Familienstammbaum weiter schmücken.
Soweit meine Kolumne

Mit freundlichen Grüssen nach Teheran von
Andreas Pawelczyk, Mannheim"

Herr Pawelczyk ist aber noch nicht fertig mit den USA, denn er scheut sich nicht die Realitäten zu sehen und hat auch dazu seine Gedanken am 5. Oktober in einer Mail an uns aufgeschrieben:

"Guten Tag werte Freunde,
habe mich mal intensiv mit dem Thema Rassismus in den USA beschäftigt, weil die USA so eine negative Einstellung zum Islam haben.
Was spielt sich da für ein Rassismus bei den sogenannten "Christen" der USA ab. Da gibt es in den USA sogenannte Hassgruppen gegen Ethnie, nationale Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung usw.. Schwarze, Latinos und Juden fallen hier auch darunter. Nun werden diese Gruppen gegen diese Menschen aktiv. 2008 zählte man in den USA von diesen Gruppierungen 888 und 2012 war deren Zahl schon auf 1007 angestiegen.
Im jüngsten Bericht des FBI über Hassverbrechen des Jahres 2013 gab es 5928 Vorfälle mit 7242 Opfern. Den höchsten Prozentsatz nahmen dabei mit 48,5 Prozent rassistisch motivierte Straftaten ein.
Man hält es nicht für möglich was für eine Menge von Straftaten dieser Art von sogenannten "Christen" begangen" wurden.

Trotzdem wünsche ich alles Beste nach Teheran
Andreas Pawelczyk, Mannheim"

Über die negative Einstellung zum Islam, aber diesmal in Deutschland, hat unser Stammhörer Dietmar Wolf zu berichten, wir zitieren aus seiner Mail:

"Aufgrund der vielen Flüchtlinge und des IS wird der ISLAM total verunglimpft in Deutschland. Zwar sagt unsere Regierung der Islam gehört zu Deutschland, nur handelt keiner dementsprechend und viele unserer Bürger haben regelrecht Angst vor Muslimen wegen der ewigen Hetzkampagnen in den Medien.

Gerade auch hierfür ist der Koran (das heilige Buch) eine sehr gute „Lektüre“, um zu verstehen warum Dinge so sind wie Sie sind. Auch wenn ich vielleicht nicht ALLES wortwörtlich  verstehen kann, erschließt sich mir der Sinn trotzdem, wenn man erst mal mehrere Seiten gelesen hat. Ich selbst unterscheide nicht zwischen unterschiedlichen Religionen und Völkern, für mich gibt es nur Menschen „SOLCHE UND SOLCHE“. Es gibt in Deutschland genauso FEHLGELEITETE wie in der islamischen Welt.

Es soll jetzt nicht anmaßend klingen, aber diverse Resentiments gegenüber anderen Religionen und Völkern basieren doch in der Regel auf Unwissenheit oder? 

Die deutsche US-gesteuerte Politik trägt aber auch Mitschuld an dem verfälschten Erscheinungsbild des Islam. Wir lassen uns hier lieber von der NSA ausspähen ( weil die USA ja unsere Freunde sind ) und verunglimpfen den Islam. Manchmal glaube ich wirklich, ich lebe im falschen Land.

Gott sei Dank wachen aber so langsam einige hier in Deutschland auf und fordern sogar den Rücktritt der Bundeskanzlerin.

Sie sehen also, die Einschätzungen von Christoph Hörstel sind wohl richtig, der Wind dreht sich im Moment in Deutschland. Man wird sehen was noch spannendes passiert."

Heute haben wir nur "schwere Themen" in der Hörerpost-sendung gehabt, und Sie mussten lange auf das Musikstück warten. Aber jetzt kommt es und wir wünschen Ihnen dazu gute Unterhaltung.

Bevor wir uns heute von Ihnen verabschieden, wollen wir noch der Bitte von OM Bernd Seiser entsprechen, die folgendermaßen lautet:

"Wenn am Sonntagabend und Montagmorgen bei 'Wir und unsere Hörer noch Platz für eine Information unseres RTI Hörerklubs Ottenau ist, würden wir uns über eine Bekanntgabe sehr freuen." 

Liebe Hörerfreunde, bei dieser Bitte geht es um die Bekanntmachung des Diplomkontests des RTI Hörerklubs Ottenau und es ist fogendes dazu mitzuteilen:
Im Zeitraum vom 2. bis 25. Oktober veranstaltet der RTI Hörerklub Ottenau aus Anlaß der Nationalfeiertage in Taiwan und Deutschland seinen nächsten Diplomkontest.
Zu hören sind die Kurzwellenprogramme von Radio Taiwan International, RAE aus Argentinien und Radio Marabu aus Deutschland.
Radio Marabu plant, am 10. und 11. Oktober auf 6240 KHz (oder einer anderen bei Facebook zu erfahrenen Frequenz), rund um die Uhr zu senden.

Die Empfangsberichte werden von unseren Hörerklubmitgliedern Andreas Fessler, Franz Schanza und Heiko Priess wieder mit einem elektronischen Diplom bestätigt, das ausgedruckte und auf dem Postweg verschickte Diplom gibt es gegen Kostenerstattung bei unserem Hörerklubmitglied Werner Schubert.

Das gewohnte, von Hörerklubmitglied Dietmar Wolf entwickelte elektronische Email-Diplom gibt es kostenlos gegen die Einsendung der Kontestberichte an die Adresse von Bernd Seiser.
Wer ein gedrucktes Diplom per Post erhalten möchte, schickt bitte seine Empfangsberichte wie folgt ein:
Originale bitte direkt an die Stationen,  damit diese die Berichte direkt mit QSL-Karten bestätigen können, sowie Kopien der Berichte zum Erhalt des ausgedruckten Kontestdiploms an: Werner Schubert
Noch genauere Angaben können Sie bei den erwähnten Personen in Erfahrung bringen. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg.

Nehmen Sie die besten Wünsche von uns mit in die bevorstehende Woche.

Alles Gute und Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

 

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