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Dienstag, 06 Oktober 2015 17:14

Hörerpostsendung am 4. Oktober 2015

 Hörerpostsendung am 4. Oktober 2015
Bismillaher rahmaner rahim   -   Der Tag der deutschen Einheit war gestern, und heute ist Ernte-dankfest bei Ihnen liebe Hörerfreunde. Es ist gut, dass die Feiertage und feierlichen Anlässe das Kalenderjahr bereichern, wenn auch nicht alle immer bei allen Ereignissen mit dabei sind, aber letztendlich berühren diese doch den Alltag von allen.

 

Etwas, was noch mehr alle von uns betrifft, ist das Wetter und sind die Jahreszeiten, deshalb finden sich immer wieder auch Äußerungen unserer Hörerfreunde darüber in der Hörerpost, wie zum Beispiel diese: 

"Der Herbst ist da, mit Sonnenschein und vielen bunten Impressionen.
Die Sonne zieht ziemlich flach durch das Land, längst werden nicht mehr alle Stellen erreicht, die im Sommer zum Verweilen einluden. Schon am späten Nachmittag, geht sie sehr schnell unter - oft mit einem wunderschönen Panorama.
Ich freu mich auf weitere Kurzwellensendungen von Ihnen.

Heinz Günter Hessenbruch, Remscheid"

Vielen Dank Herr Hessenbruch für den aktuellen "Wetterbericht" aus ihrer Heimat und die Septemberberichte! Leider sind  ja Ihre Meldungen über den Kurzwellenempfang, zumindest in der ersten Septemberwoche weniger erfreulich. Sie schrieben:
"Leider hat sich der Kurzwellenempfang wieder drastisch verschlechtert. Es gibt nur starkes Rauschen mit Wort-fragmenten.
"

Bedauerlicherweise bezogen sich diese schlechten Meldungen sowohl auf die Morgen-, als auch die Abendsendungen. Ab 7. September heißt es dann aber wieder:
"Der Kurzwellenempfang schwankt, aber im ganzen ist er hörbar geworden, wenn auch nicht immer verständlich. Zum Glück kann ich im Internet nachhören."

Herr Hessenbruch gehört als Hörerfreund mit über 5000 Empfangsberichten nicht nur zu unseren Stammhörern, sondern er steht an deren Spitze. Wir sind stolz darauf solche Stammhörer zu haben. Viele von ihnen kennen wir vielleicht auch gar nicht, deshalb freuen wir uns um so mehr über diejenigen, die sich sozusagen als solche "outen".

Zu diesen gehört unter anderem auch Dietmar Wolf in Hammelburg. Seinem Empfangsbericht vom 27. September fügte er folgende Zeilen bei:

"Liebe Redaktion,

habe heute wieder IRIB gehört, wie übrigens jeden Abend, nur schreibe ich nicht immer, nun aber öfters! Ich hoffe, Sie haben das auch bereits festgestellt? 

Ich habe heute die KW 9900 kHz gewählt, da die 7200 kHz  von Faxgeräuschen überlagert ist. Schön ist, wenn es mehrere Frequenzen zur Auswahl gibt! Hier ist IRIB einfach Klasse, denn das bietet nicht jeder Sender! DANKE.

Leider ist die Empfangsqualität nicht ganz so gut heute. SINPO 43433, aber noch verständlich.

Ich höre  gerade den Hörerbriefkasten und es ist interessant, dass viele Hörer die selbe Meinung haben. Die gleich-geschalteten Medien in Deutschland sind unerträglich, man wird unweigerlich an die 'Aktuelle Kamera' in der DDR seinerzeit erinnert. Auch möchte ich erwähnen, dass die Interviews mit Christoph Hörstel immer sehr interessant sind und zum Nachdenken anregen.

Über eine QSL-Karte würde ich mich mal wieder freuen.

In der Nachschrift von dieser Mail stehen auch noch einige wichtige Mitteilungen von Herrn Wolf:

"Ich lese nun auch regelmäßig im heiligen Koran, denn Sie mir freundlicherweise geschenkt haben. Ich finde, JEDER sollte dieses Buch einmal lesen, es würde viele Vorurteile beseitigen. Danke nochmals für dieses wertvolle Buch. Es mag komisch klingen, denn ich bin ja eigentlich christlich getauft, ich finde mich aber mehr im Koran „Zuhause“, als in der Bibel.

Liebe Grüße Ihr Stammhörer Dietmar Wolf, Hammelburg"

Ja – vielen Dank Herr Wolf! Das freut uns natürlich zu hören. Einer aus unserem Hörerkreis, der Ihrer Meinung da ganz sicher und sehr gerne zustimmt, ist unser lieber Bruder im Islam Frank Luqman Bresonik. Von Anfang August hat er uns wieder einen Hörbericht geschickt und dazu hat er auch wieder viele Zeilen in säuberlicher Handschrift hinzugefügt. Schade, dass sie wenig Erfreuliches enthalten.

"Gladbeck, 4. August 2015:

Meine lieben Brüder, meine lieben Schwestern in der Islamischen Republik Iran!

Der heilige Fastenmonat Ramadan und das sich daran anschließende dreitägige Zuckerfest, gehört nun wieder der Vergangenheit an, doch das Westenliche und Wichtigste steht nach wie vor im Geschehen meines Lebens, zu dem in erster Linie der Islam im Rahmen der Ausübung der fünf täglichen Pflichtgebete zu Allah gehört, die Besuche in der Gladbecker Moschee und die Nächstenliebe zu den Menschen und Tieren.

Hoffentlich hattet Ihr alle Inshaallah angenehme Festtage wie ich sie verleben durfte.

Nun, inzwischen schreiben wir den 4. August 2015 und nur noch wenige Wochen trennen mich von meiner mehrwöchigen Marokkoreise.

Trotz der großen Freude auf diesen Urlaub holen mich immer wieder die täglichen Probleme des Alltags ein, die ich zwar bewältigen möchte, die sich aber oftmals nicht bewältigen lassen. Der derzeitige Gesundheits-zustand meines Vaters ist inzwischen so schlimm, dass es mich täglich schmerzt, wenn ich sehe, dass er körperlich immer mehr abbaut und die Demenz an seiner Seele nagt.

Die Depressionen haben bei mir zugenommen und ich schäme mich nicht des Weinens, denn dann ist diese Situation besser für mich zu ertragen.

Ich mache alles für meinen Vater und besuche ihn jetzt fast jeden Tag immer für 2-3 Stunden, denn langfristige Besuche sind sowohl für ihn als auch für mich sehr anstrengend. Ich hoffe sehr, dass sich mein jüngstens festgestelltes Geschwür in meinem Kopf zurückbildet und mir es in dieser Hinsicht Inshaallah besser geht.

Außer diesen großen  Problemen summieren sich noch die kleineren, die ich aber jetzt nicht erwähne.

Ich hoffe sehr, dass Ihr alle ein unbeschwerteres Leben führen könnt.

Allah schütze Euch alle und Euer schönes Land.

Euer Bruder Frank Luqman"

In seiner Nachschrift zum Brief heißt es noch: Hoffentlich ist auch mein Brief von Ende Juni 2015 bei Euch angekommen."

Diese Frage können wir gerne mit Ja beantworten, und auch mitteilen, dass er von uns in der Hörerpostsendung am 6. September vorgelesen wurde.

Ob Herr Bresonik seine Marokkoreise unternehmen konnte, wir wünschen es ihm und hoffen bald einen schönen Bericht darüber für die Hörerfreunde vorlesen zu können.

Für weitere Empfangsberichte haben wir wieder Frau Martina Pohl, und den Herren Paul Gager, Joachim Thiel und Dieter Buchholz zu danken. Herr Buchholz fügte den Empfangsberichten noch diese Zeilen bei:

"Liebes Team der Deutschen Redaktion,

ich möchte mich recht herzlich für die Glückwünsche zu meinem 70. Geburtstag bedanken.

Viele Grüße D. Buchholz"

Schön, dass unsere Grüße angekommen sind.

Weiter geht es mit Empfangsberichten:

"Liebes Team in Teheran,
hier wieder ein Empfangsbericht aus Lauenburg:

Mit freundlichen Grüßen
Erik Oeffinger"

Den SINPO-Werten von 4-5-4-4-4 zufolge hatte Herr Oeffinger am 20. September keine Probleme mit der 9900 kHz. Danke für diese Meldung!

Schneller als erwartet bekamen wir wieder einen Empfangsbericht von Hans Verner Lollike aus Hedehusne in Dänemark. Wir freuen uns darüber,  denn auch er hatte am 29. September einen einigermaßen Empfang auf der 9900 kHz und schrieb:

"Liebe Redaktion !

Vielen herzlichen Grüssen an Euch alle ! Vielen Dank für die Frühlings-QSL mit einer Münze.

Nun schreibe ich wieder an Euch, und hoffe, das es auch dieses Mal möchlich ist ein QSL zu meine Sammlung zu bekommen!

Ich danke voraus und wünsche Euch alles Gute.

Euer Hans Verner Lollike."

 

Von Dänemark ziehen wir nördlich nach Schweden, von dort erreichte uns ein langer Brief vom 20. Juli 2015  mit 8 Punkten zu Krieg und Schuld und Nichtschuld und Holocaust und so weiter, auf den wir aber nicht näher eingehen werden. Zu Punkt 8 hieß es in dem Brief:

"Eine Weltanschauung kann nicht mit Bomben und Kugeln vernichtet werden."

Und in der Nachschrift des Briefes stand:

"Es ist nützlich, daß ab und zu auch die Wahrheit zum Ausdruck gebracht wird."

Diese durchaus richtigen Statements lassen wir jetzt einfach mal so stehen, denn der Zusammenhang in dem sie stehen, überschreitet unsere Kompetenzen.

Was nicht unsere Kompetenzen überschreitet, ist die Auswahl der Musik und des Musikstücks, denn die liegt sicher in den Händen unseres Aufnahmeleiters Herrn Mahbod. Hier nun unser heutiges Musikstück.

Heute ist ja Erntedankfest bei Ihnen und eines der wichtigsten Erntegüter, für das sehr viele Menschen auf dieser Erde zu danken haben, ist das Getreide, aus dem "unser täglich Brot" hergestellt wird. Aus diesem Grund haben wir heute für Sie eine schöne Geschichte zum Thema Brot ausgesucht. Natürlich kommt sie aus dem Hörerkreis, und zwar von keinem Geringeren als unserem lieben Helmut Matt, denn bei ihm war es mal wieder soweit. Hören Sie selbst:

"Gestern habe ich mein Manuskript an den Verlag geschickt. Mein neues Buch wird gegen Ende November beim Wiesenburg Verlag unter dem Titel "Usbekistan - Geheimnisvolles Land an der Seidenstraße" erscheinen. Fester Einband, 185 Seiten, viele Farbfotos, 19,90 Euro. Gern sende ich Ihnen eine kleine Kostprobe."

Ja, und aus dieser Kostprobe des neuen Buches, zu dem wir natürlich herzlich gratulieren, lesen wir anlässlich des heutigen Erntedankfestes die schöne Geschichte des Samarkander Brotes vor. Wir wünschen Ihnen auch dazu gute Unterhaltung und verabschieden uns bis zum nächsten Hörertreff!

Choda hafez und hier nun die Geschichte:

"Unser erster Halt, noch bevor wir unser Hotel erreichten, war vor einem Samarkander Brotmarkt. Brot hat in Samarkand eine ganz besondere Bedeutung und wer die Stadt besucht, für den gibt es eine Art ungeschriebenes Gesetz, nach dem man auf einem der lokalen Brotbasare Station zu machen hat.

Was für eine Szene: Ein Verkaufsstand reihte sich an den anderen. Auf den Tischen waren die Fladenbrote so hoch aufgetürmt, dass ich mir unwillkürlich ausmalte, was alles passieren könnte, wenn der Stapel umstürzte. Es gab auf diesem Markt Brot zu kaufen, viel Brot, und nichts als Brot. Das Fladenbrot aus Samarkand ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Es soll das beste, wertvollste und berühmteste Brot des ganzen Landes sein.

Über das Samarkander Brot erzählen sich die Usbeken diese Legende: Es war einmal, vor langer Zeit. An einem warmen Sommerabend kam der Emir von Buchara auf Einladung des Königs mit seinem Tross nach Samarkand. Zu Ehren und zur Begrüßung des Gastes ließ der Herrscher ein reiches Bankett mit den besten Speisen seines Reiches bereiten. Man aß gemeinsam, war vergnügt und das Mahl schmeckte den Gästen ganz ausgezeichnet. Als am späten Abend die Tafel aufgehoben wurde, erkundigte sich der Emir nach dem Brot, das an diesem Abend zum Essen gereicht worden war. Noch nie zuvor, so sprach der Emir, habe er so ein gutes und fein duftendes Brot gegessen, wie an diesem Abend. Als er erfuhr, dass von vielen Bäckern in Samarkand solch leckeres Brot gebacken werde, das auch nach Monaten noch so gut sei wie am ersten Tag, beschloss er sogleich, sich das edle Gebäck von nun an wöchentlich aus Samarkand nach Buchara liefern zu lassen.

Und so genoss der Emir von Buchara zu seinem Essen täglich das Samarkander Brot: Herrlich duftend, außen fest und innen schön weich. Er war sehr glücklich und zufrieden, bis er sich eines Tages fragte, ob es nicht besser sei, einen Samarkander Bäcker nach Buchara zu bestellen und vor Ort das Brot zu backen, anstatt es ständig von weit her bringen zu lassen. So befahl er, den besten und erfahrensten Bäckermeister aus Samarkand herbei zu holen, damit dieser exklusiv für den Emir die leckeren Fladen vor Ort in Buchara fertige. Man führte den Meister auch sogleich in die Backstube des Fürsten und ließ ihn gewähren.

„Was ist denn das?“ Sichtlich enttäuscht blickte der Emir zu seinem Bäcker hinüber, der soeben die ersten fertigen Brote abgeliefert hatte. Nein, das war keineswegs das gleiche Fladenbrot, das er sich Woche für Woche von eben diesem Bäcker aus Samarkand hatte bringen lassen. Dieser schien ebenso erstaunt zu sein, wie der Emir. Er versicherte, dass er sein Brot hier in Buchara nach genau derselben Rezeptur hergestellt hatte, wie er es schon seit Jahrzehnten in seiner heimischen Backstube getan habe.

Guter Rat war teuer. Niemand wusste, woran es wohl gelegen haben mag, dass das Brot, das der Meister gebacken hatte, sich kaum von den heimischen Backwaren aus Buchara unterschied. Lag es am Mehl? Oder schmeckte das Samarkander Wasser anders? Alles ließ man herbeischaffen. Sogar einen Tandir, also einen aus Lehm gemauerten Ofen nach der heimischen Bauart, stellte der Emir seinem Bäcker zur Verfügung. Doch alle Versuche, Samarkander Brot in Buchara zu backen, blieben vergebens. Nichts änderte sich am Geschmack und der Beschaffenheit des Brotes. So kam man schließlich zu dem Schluss, dass das Geheimnis wohl ausschließlich in der Samarkander Luft liegen mochte. Da man diese aber unmöglich transportieren und nach Buchara bringen konnte, gab der Emir schließlich seine Pläne auf, die Brote in seiner fürstlichen Backstube herstellen zu lassen.

Sein Versuch, authentisches Samarkander Brot in Buchara zu backen, war gescheitert. Er entlohnte den Bäckermeister reichlich und ließ ihn zurück in seine Heimat bringen. Von diesem Tag an bezog er, wie zuvor schon, wöchentlich das feine, duftende Fladenbrot von jenem selben Bäcker, und war damit glücklich und zufrieden, bis ans Ende seiner Tage.

Soweit die Legende. Noch heute verkaufen die Samarkander Bäcker ihre Brote bis in ferne Gegenden und es ist eine schöne Tradition, Brot aus Samarkand als Gastgeschenk mitzubringen. Wir verließen den Marktplatz natürlich nicht, ohne einen der leckeren Fladen zu kaufen und sogleich, ohne zu zögern, mit Genuss hinein zu beißen."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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